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Laden mit Photovoltaik

Man sollte das Model S natürlich über die Phase laden, die der WR versorgt. Ansonsten wäre Deine Argumentation auch nur bei Ladeleistungen über 3450W korrekt.
Denn andersherum würdest Du auch bei einem 3phasigen WR Verluste im öffentlichen Netz generieren, nämlich dann, wenn Deine PV weniger als 3450W liefert. Und eine 3,6KWp Anlage liefert nur Mittags/bei klarem Himmel/nicht zu heiß/nicht zu tiefstehende Sonne ihr Maximum, meistens also weniger als 3450W, was bedeutet:

  • bei unter 3450W (=35A230V) kann Du das Model S nicht mehr 3phasig ausschließlich mit eigenem Strom laden, da Du pro Phase weniger als 5A hast
  • Du mußt also bei weniger als 3450W von drei auf eine Lade-Phase umschalten, wenn Du Deinen eigenen PV-Strom weiterhin genau ausnutzen willst (nicht mehr und nicht weniger)
  • nun zieht das Model S auf der einen Phase aber mehr Ampere, als Dein 3phasen-WR pro Phase liefert. Folglich wird auf der einen Phase Strom von außen gezogen, fließt also durch irgendwelche 100meter langen Kabel
  • Dein saldierender Zähler bleibt weiterhin stehen, für Dich also kein Nachteil, da auf den anderen beiden Phasen der WR den reinkommenden Strom durch Überschuss wieder ausgleicht. Aber das öffentliche Netz hat den gewissen Verlust, den Du verhindern wolltest.

Wenn Du also dem öffentlichen Netz so wenig wie möglich schaden willst, müßtest Du sowieso einen 1phasen WR nehmen.

CU,
Prodatron

So lädt aktuell mein Model S: Sauber dreiphasig mit Pufferakku bei PV-Schwankungen.
wr.jpg

Von welchem Hersteller ist der wr ?

Wieviel akkuleistung hast du ? Selbst gebaut ?

Mark32 hat die 16KWh Version von E3DC:
http://www.e3dc.com

Sobald mein BHKW in den Akku des Hauskraftwerk einspeisen kann, wollte ich das System hier vorstellen.
Vorab hier ein paar Eckdaten: PV mit 8,1 kWp, Hauskraftwerk S10E8 hybrid von E3DC mit 16kWh Akku, BHKW Viessmann Vitowin 300.
Ziel des System: ganzjährig 100% Stromeigenverbrauch und Stromautarkie für das Einfamilienhaus und die Mobilität, unterstützt mit Biogas im sonnenarmen Winter.

Das hört sich toll an!

da ich Ähnliches plane … darf ich dich mal besuchen? Wo ungefähre wäre das?

Viele Grüße

Mark32 wohnt zwischen Münster und Recklinghausen :slight_smile: (siehe Benutzerkarte)

Glückwunsch zum Projekt :exclamation:

Kein Problem, unser Haus steht in Dülmen / Nordhrein-Westfalen. Über Besuch freuen wir uns immer :slight_smile:

Ich mache ansonsten Bilder und stelle hier einen Bericht ein. So bis zum Wochenende…

Ich wollte zuletzt bei einem Kunden laden und der hatte eine größere PV Anlage und dabei hat das Laden die ganze Zeit abgebrochen. Tesla Service meinte, dass das vorkommen könne in Verbindung mit PV Anlagen.

Ok, da spricht dann die Spannungsüberwachung an. Zwischen voller Sonne und dicker Wolke kann die Netzspannung eine Volt hin und her springen.
Als Lösung könnte Tesla den Ladepunkt mit den GPS Daten durch den Benutzer für freigeben lassen. Mit entsprechenden Hinweisen was dies bedeutet und das Tesla dabei aus der Haftung ist.

hatte ich auch mal: Gewerbebetrieb mit Solaranlage. 420V an der CEE Dose. UMC ist sofort ausgestiegen.

Zwischen zwei Phasen liegen 400 V an. Die Toleranz darf ±10% betragen. Da ist Dein UMC wohl aus einem anderen Grund ausgestiegen.
Zwischen einer Phase und dem Neutralleiter liegen 230 V ± 10% an. Maximal also 253 Volt. Meinst Du das?
Dann war die Installation fehlerhaft und Deine Aussage darf nicht verallgemeinert werden. Die Wechselrichter der Solaranlage gehen bei Spannungen über 253 Volt nach wenigen Sekunden vom Netz.

die 420V waren zwischen Phase und Phase. Der Meister selbst hat das mit seinem 2poligen Spannungsprüfgerät a la Testboy gemessen. Bei einem Toleranzbereich von +/- 10% hätte der UMC das also schlucken müssen, also vermutlich andere Ursache. Die aber mit dem primitiven Messgerät nicht ersichtlich war.

Muss ich auch bei unserer kleinen Anlage (3.6kWp) mit Abbrüchen rechnen? Was kann man dagegen tun?

Solange keine Inselanlage vorliegt müsste es egal sein wie groß die PV-Anlage ist. Netzfrequenz und Spannung sollten bei einem normalen Hausanschluß konstant sein. Bei mir zuhause sind die Werte bei relativer Nähe zum Versorgertrafo absolut stabil, egal ob alle PV-Anlagen in meinem Segment (drei Nachbarhäuser und ich) Vollgas geben.

Ich muß dringend mal die Notstromfunktion meiner Solarbatterie im Keller mit dem Model S testen, dann könnten Probleme beim Laden auftreten.

hello,

hab da auch mal ne frage dazu. der pv-strom kann ja sehr volatil daherkommen und demnach muss das pilotsignal an das fahrzeug relativ rasch angepasst werden. braucht es dazu eine bestimmte latenzzeit oder verkraftet das auto eine plötzliche änderung ohne probleme oder abbrüche?

thx
manfred

Soweit ich weiß, wird eine Änderung des Pilotsignals immer durch einen Fehler-Zustand eingeleitet. Der kann jederzeit kommen und das Fahrzeug muss sofort das Laden abbrechen. Danach wird ein neues Pilotsignal mit einer anderen max. Stromstärke gesetzt, und das Fahrzeug nimmt das Laden nach eigenem Gutdünken wieder auf.

Mit 5.8 (wir sind hier im Model S Unterforum) gab es noch das Problem, dass das Fahrzeug von einer niedrigeren Stromstärke nie wieder auf eine höhere Stromstärke umgeschaltet hat. Es hat sich dann so verhalten, als hätte der User die Stromstärke für diesen Ladepunkt manuell reduziert. Dieses Problem soll mit 5.9 behoben sein, ich hatte aber seither noch keine Gelegenheit, das auszuprobieren.