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Laden mit Photovoltaik

Hi zusammen

im Juni sollte mein Model S85 kommen und die Wartezeit überbrücke ich mit dem Bau eines entsprechenden Unterstands - ein Carpor mit PV (3.6kWp).
Da also die Energieerzeugung, Wechselrichter und Auto am gleichen Ort sind wäre es doch sinnvoll, das Laden des Model S darauf zu optimieren, möglichst direkt (und ggf. ausschliesslich) den gerade auf dem Dach produzierten Strom zu laden.
Als Wechselrichter ist bereits ein 3-Phasen-Modell vorgesehen, hier hätten wir aber noch Anpassungsmöglichkeiten.

Ich bin mir bewusst dass eine 3.6kWp-Anlage, welche im Juli ca. 16kWh/Tag produziert, nicht jederzeit das Model S vollladen kann, aber ca. 80km/Tag sind ja auch schon recht „nett“. Das Auto wird oft am Tag unter diesem Carport stehen (mein Zuhause ist auch mein Büro).

Was kann ich tun, um dies möglichst ideal zu gestalten?

Danke euch & viele Grüsse
Raphael

Bitte erstmal nachsehen (z.B. über die Suchfunktion) ob es dazu schon Beiträge im Forum gibt. Danke !

Einen genau passenden Beitrag gibt es nämlich hier:
[url]Überspannungsschutz]

Hi Boris

vielen Dank, aber diese Thread kannte ich bereits und war aktiver Mitleser.

Ich wollte vielmehr wissen, ob ich einem bestimmten Wechselrichter-Modell den Vorzug geben soll, um später - wenn denn endlich eine Lösung existiert - möglichst einfach anpassen zu können.

Bisher weiss ich nur, dass in unserem Fall ein 3-Phasen-WR die bessere Wahl ist. Die gibt’s ja mittlerweile auch in kleiner Leistung.

Viele Grüsse
Raphael

Zur zeit ist die Steuerung noch nicht so einfach von der Stange zu bekommen. Aber hier im forum wurde darüber schon berichtet

Trotzdem seit ihr sicher einverstanden, dass in meinem Fall (Tesla steht direkt unter PV) ein 3-Phasen-WR Sinn macht, oder? Hat doch keinen Sinn auf 2 Phasen (über die gleiche Leitung!) einzuspeisen und über 3 Phasen das Auto zu laden…

Mein Gedanke dazu: Wenn Du 16kWh innert (angenommenen) 8 Stunden generierst, sind das im Schnitt 2kW.

Wenn Du das über 3 Phasen verteilst, bleiben etwas unter 3A pro Phase zum Laden. Ich weiss nicht, was der Minimalstrom zum Laden ist, da müsste ein Besitzer einspringen. Nehmen wir an unter 10A (pro Phase) läuft nichts, würdest Du Total 33A=9A von der PV und 3(10-3)A=21A vom Netz beziehen und mit 6.9kW laden.

Wenn Du nur mit einer Phase arbeitest, lieferst Du dort von der PV knapp 9A. Damit käme dann noch 1A vom Netz und Du lädst mit 10A, also 2.3kW.

Damit Du also möglichst viel von Deinem selber generierten Strom ins Model S bringst, müsstest Du über den ganzen Tag laden, also mit Möglichst kleiner Leistung. Das würde für die Einphasen-Lösung sprechen. Ausser der Minimalstrom lässt sich auch bei drei Phasen auf 3A herunterdrehen.

Weiss jemand, was der Minimalstrom zum 3p-Laden ist?

Bei 3 Phasen ist als kleinster Wert 5A einstellbar.

Interessante Gedanken, vielen Dank dafür!

Der Eigenverbrauch würde also bei 3-Phasen ggf. etwas zurückgehen, der Wirkungsgrad sollte m.M.n. etwas höher sein (weil direkt die 3-Phasen „verbraucht“ werden) und die Wechselrichter sind aufgrund der nicht notwendigen Elkos beim 3Ph robuster.

Soweit korrekt?

Moment, kleinster Wert 5A pro Phase oder gesamt?

Pro Phase. Du solltest einphasig laden. Dann kannst Du schon bei 1300 W PV Überschuss laden und dann am ModelS manuell den Strom hochstellen. Erst wenn mehr als 3.5 kW produzierst auf 3 Phasen umschalten. Ich lade mit dem UMC an einer roten CEE Dose und schalte einfach im Sicherungs Kasten 2 Phasen ab bzw zu.

Für den rechnerischen Eigenverbrauch ist es egal, auf wie vielen Phasen Du produzierst und verbrauchst, da die Zähler Einspeisung und Bezug aller Phasen saldieren. D.h. wenn Du auf einer Phase 3 kW produzierst und gleichzeitig dreiphasig 3 kW verbrauchst, dann wird - vereinfacht gesagt - auf L1 von den produzierten 3 kW nur 1 kW selbst verbraucht und 2 kW eingespeist, gleichzeitig auf L2 und L3 je 1 kW bezogen. Für den Zähler aber bist Du bei 100% Eigenverbrauch. Zumindest ist das in Deutschland so. Wie es in der Schweiz gehandhabt wird, weiß ich nicht.

Was das Laden angeht, gebe ich den anderen Vorrednern Recht: einphasig laden und die Amperezahl hochdrehen, sobald die Sonne stärker scheint.

Ist in der Schweiz auch so.

…und genau das kann doch nicht effizient sein?

Warum? Dabei entstehen doch keine zusätzlichen Verlust. Bei der Netzbelastung sieht es 3 phasig natürlich besser aus. Dem Wirkungsgrad wäre es sogar egal wen Du mit 4kW auf L1 einspeist und mit 5kW auf L3 läst.

Laut Tesla lädt der Wagen aber 3 phasig mit einem etwa 7% besseren Wirkungsgrad, ab dies aber bei reduzierter Leistung auch noch so ist?

Naja weil dann gemäss dem Beispiel 2kW eingespeist werden (ins öffentliche Netz, mit allen Netzverlusten) und dafür auf der anderen Phase 2kW bezogen werden (mit allen Verlusten des öffentlichen Netzes), also hunderte Meter - Kilometer Kabel gegen 2m Kabel zwischen Wechselrichter und CEE16-Dose… aber vielleicht verstehe ich das auch alles falsch?

Nö, so falsch liegst Du da nicht. Die Verluste fallen aber beim Netzbetreiber an und nicht bei Dir. Die Verluste bei Laden oder am Wechselrichter schlagen aber bei Dir auf. Das Problem der Schieflast liegt wiederum beim Netzbetreiber.

Die Verluste bis zum / vom Zähler habe aber ich :wink: aber darum geht’s nicht, mir geht es um die optimale Lösung, nicht um meinen optimalen finanziellen Vorteil :slight_smile:

Ich werde also, auch als Haltbarkeitsgründen, einen 3-Phasen-WR installieren.

Viele Grüsse
Raphael

Hallo Raphael,

bei einer Photovoltaikanlage ist es für den Eigenverbrauch völlig wurscht ob Du einen einphasigen, zweiphasigen oder dreiphasigen Wechselrichter nimmst.

Auf welcher Phase Du den Strom einspeist und auf welcher Phase Du den Tesla lädst ist auch wurscht.

Das wird nämlich an Deinem Hauszähler wieder ausgeglichen. z.B. Deine PV speist auf L1 3kW ins Hausnetz ein und der Tesla lädt auf L2 mit 3 kW, dann steht Dein Einspeise- und Bezugszähler still.

Die Auswahl des Wechselrichters solltest Du passend zu der Anlage machen. Ein dreiphasiger WR kann im kleinen Leistungsbereich einen schlechteren Wirkungsgrad, als ein einphasiger haben, weil dann drei getrennte Leistungsteile in Aktion sind. Größere dreiphasige Wechselrichter speisen sogar bei kleineren Leistungen bis 4,6 kW nur einphasig ein.

Also alles viel einfacher als gedacht.

Gruß Schorsch

Hallo Schorsch

vielen Dank!
Aber hast Du meine „Beweggründe“ oben genau gelesen?

Als WR ist aktuell folgender vorgesehen:

Steca Grid 3203 coolcept:
steca.com/index.php?coolcept3_3203-5503_de

Passend zu unserer 3.6kWp-Anlage auf dem Carport mit 5 Grad Neigung und 0 Grad Ausrichtung, gehe ich davon aus!?

Viele Grüsse
Raphael

Diese Kombo-Dose gefällt mir:

pasi.ch/default.aspx?id=49E6 … 5D9AFF8B32

Können wir einsetzen, oder?