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Lackschäden nach 160 km kein Garantiefall mehr?

Am 6.3.21 habe ich mein Model3 Facelift in Düsseldorf abgeholt. Wie fast immer: ein paar Mängel/ Kleinigkeiten. Der Ranger vom SC Bremen kam am 16.3. und hat mir unter anderem die leicht angekratzten Wagenheberaufnahmen versiegelt. Bei der Gelegenheit haben wir 2 kleine Lackschäden entdeckt: ein Staubeinschluss, eine Lacknase. Heute war ich mit etwa 1000 km auf dem Buckel am SC Bremen und wollte den Rest machen lassen , insb. die Beseitigung der leichten Windgeräusche. Das ist jetzt deutlich besser geworden, ich muss das noch bei Fahrten genauer prüfen. Die Kollegen in Bremen haben sich in der Sache gut bemüht.
Was aber lt. Auskunft vor Ort angeblich nicht ging, und deshalb schreibe ich hier: die Aufarbeitung der beiden Lackschäden als Garantiefall. Auskunft am SC: wenn Lackschäden erst nach 160 km gemeldet werden, fallen sie nicht unter die Garantie. Gilt speziell für Lack. Das habe ich noch nie gehört, obwohl ich mittlerweile einigermaßen kundig bin, was bei Tesla geht oder nicht geht. Weiß jemand mehr? Das würde bedeuten: entweder du entdeckst einen Lackpickel direkt in der Auslieferungshalle, oder aber du bekommst ein Problem bei späterer Entdeckung (beispielsweise am nächsten Tag zu Hause).
Damit kein Missverständnis entsteht: ich bin mit der Leistung des SC Bremen prinzipiell gut zufrieden, aber dieser eine Punkt schmeckt mir nicht. Und ich bin, was Rechte angeht, durchaus kampflustig…

Sowas ist ja völliger Blödsinn. Natürlich sind das Sachen die nicht durch euch entstanden sein können. Garantie hin oder her (ist ja immer freiwillig vom Hersteller ), aber es gibt ja schließlich auch die Gewährleistung und das können die sich von dir gern vorlesen lassen.

Mängel die bei Übergabe vorhanden waren. In den ersten 6 Monaten wird angenommen, dass diese da schon vorhanden waren. Nach 6 Monaten kehrt die Beweislast um.

Sollen sie dir bitte also mal zeigen wie man Lacknasen nachträglich erzeugt. :sweat_smile:

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Also 2019 war das noch anders. Da hatte ich einen langen Kratzer der vom vorderen Kotflügel bis über die hintere Tür ging.
Gefunden habe ich das erst nach der Auslieferung und nach 150km Heimfahrt. Gemeldet habe ich das am gleichen Tag Abends per App. Da Null Reaktion auch per Einschreiben. Aufgenommen wurde es dann ca. 3 Wochen später in einem Bodyshop.
Lange Rede kurzer Sinn: Tesla hat bezahlt auch wenn die Abwicklung gut 2 Monate dauerte.

Nachtrag:
Ich habe erst letztens ein paar Lackwolken am Trunk (in der Nähe des Dual Motor Schriftzuges) entdeckt und Tesla gemeldet. Haben sie anstandslos mit zu den anderen Lacksachen geschrieben und wird im Juni von Bodyshop beseitigt. Das M3 hatte bei Meldung mehr als 3.500km auf der Uhr.
Übergabe war im Dezember, in einem schlecht beleuchteten Parkhaus. Durch den dunklen und dreckigen Winter ist mir das erst jetzt bei der Handwäsche aufgefallen. Per Mail reklamiert und ohne Diskussion bewilligt bekommen.

Sieht man auf den Fotos kaum, aber bei Sonne eben schon deutlich. Es ist eben matt und dunkler.

Man sollte hier Lackschäden und Lackfehler unterscheiden.

Lackfehler, wie Nasen, Läufer, Schatten usw. sind produktionsbedingt und somit ist Tesla zuständig.

Lackschäden, wie Kratzer, Steinschläge, Abplatzer usw. , die nicht bei der Übergabe bemängelt wurden, muss der Käufer normalerweise selbst beheben.
Die können ja auch später entstanden sein.
Eventuell geht noch was auf Kulanz.

Die bisher beschriebenen Fälle sind wohl eher Lackfehler, sodass Tesla das machen müsste.

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Abplatzer müsste Tesla normalerweise auf eigene Kosten beheben, die können ja auch an schwachen Lack liegen. Tesla müsste beweisen, dass das durch den Kunden passiert ist.

Steinschläge und Kratzer, bei denen offensichtlich ist, dass sie vom Käufer verursacht wurden, muss der Käufer natürlich selbst beheben.

Danke für die schnellen Reaktionen. Wenn dem so ist, dass es diese merkwürdige 160 km - Regel nicht gibt, stellt sich die Frage, wie ich konkret bei diesem Lackmangel vorgehen muss. An wen wende ich mich? Es sollte ja bei Tesla eine „Instanz“/ Verantwortungsebene geben, die mich als Kunden ernst nimmt und unter dem Aspekt „Gewährleistung“ weiß, wie man damit umgehen muss. Juristen, die sich mit meiner Rechtsschutzversicherung im Rücken dieser Sache gerne annehmen, gibt es genug.

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Ich mache ein kurzes Update. Der Schwachsinn mit der angeblichen 160 Km - Regel hat sich faktisch erledigt. Ich habe den Schaden bei Tesla über die App gemeldet, und dann einen Bodyshop aufgesucht. Der hat innerhalb von 2 Tagen von Tesla eine Freigabe als Gewährleistungsfall erhalten. Beim Bodyshop (ein Lackierbetrieb) machte man mich auf drei weitere Lackfehler aus dem Produktionsprozess aufmerksam, u.a. rollte sich an einer Stelle am Scheinwerfer vorne der Lack hoch, weil das Spaltmaß zu eng war. Also das gleiche Spiel noch einmal: ich habe über die App gemeldet, der Bodyshop reichte ein, und Tesla hat nach 2 Tagen die Freigabe erteilt. Was lerne ich daraus: in den Servicecentern sind zwar in der Regel freundliche Mitarbeiter, die einem aber mitunter etwas vom Pferd erzählen. Und die Bodyshops sind bei bestimmten Reparaturen die besseren Partner. Ich war mit meinen zwei Teslas je 3 x in verschiedenen SeC und in Bodyshops. Die SeC haben immer nur einen Teil der Probleme gelöst, die Bodyshops hingegen alles gut erledigt.

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Gerade eben erzählt mir mein Servicecenter auch von der 160km Regel. Ich hatte mein M3P Freitags Nachmittags abgeholt und Samstag Abends bei 220 km und 28 Stunden nach Abholung ein schiefes Lenkrad reklamiert.
Sagt er mir, das wäre zu spät :laughing:

Weiter gehts damit, das die für das Lenkrad und das Flashen des Modems (habe ab und an Verbindungsprobleme) einen Tag einplanen, mir für einen Leihwagen aber 120,- Euro berechnen wollen.

Auto ist toll, aber der Service nervt jetzt schon…

Schreibe das mit den 120 Euro bitte in die Zufriedenheitsumfrage, wenn Du denn eine bekommen solltest. Interessant finde ich, dass ein schiefes Lenkrad mit einem Lackschaden gleichgesetzt wird. Hat man Dir erklärt, wie Du denn das schiefe Lenkrad verschuldet hast?

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Hast du denen mal gesagt, dass dein Auto eine Garantie hat und ganz nebenbei in Deutschland auch eine Gewährleistung von 2 Jahren gilt? Die tun ja gerade so wie „gekauft wie gesehen von privat ohne Rücknahme oder Haftung“….
Oh, und der Vollständigkeit halber, da Tesla ja hier vielleicht auch mitliest, immer mal das SeC benennen!

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Welches Servicecenter? Lass dich nicht abwimmeln. Wenn du richtig ansetzt, geht es.

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Diskussion heute morgen mit dem Servicemitarbeiter lief ebenfalls ins Leere. „Sie können ja auch über ein Schlagloch gefahren sein und deswegen ist die Spur verstellt“.

Also schon wild. Klar KANN das sein, aber bis 160 km ist das dann ok und bei 220 km nicht mehr … Zumindest bei so einer geringen Überschreitung wäre Kulanz angebracht.

Der 120,- Euro Leihwagen - ein Model X - beschwichtigt mich ein bisschen. Ich finde mein Model 3 zwar besser, aber eine interessante Erfahrung ist das Model X allemal.

SeC Düsseldorf.

Zur Ergänzung: Der Leihwagen scheint nun auf Tesla-Kosten zu gehen, weil die Modemreparatur sich hinzieht.

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Der Mensch sollte echt mal seinen Job wechseln. So eine Aussage bei einem Neuwagen ist inakzeptabel. Sowas ähnliches habe ich in Berlin auch erlebt, aber das ließ sich ganz schnell aus der Welt schaffen.

Liegt aber nicht nur an den Mitarbeiter.

Er hält sich vermutlich zu sehr an Teslas Anweisung von oben.

Was hätte den der Mitarbeiter davon?

  • Weniger Arbeit
  • Eine bessere Reklamationsrate (= durchgeführte Reparaturen / gemeldete Probleme)
    fielen mir da als erstes ein.
    Manche haben zusätzlich auch noch einen schlechten Charakter. Solche trifft man aber überall (zum Beispiel auch im Einzelhandel). Ist leider so, auch wenn mir das selber nicht gefällt. Habe lange genug im EH gearbeitet und wie da manche Kollegen mit Kunden umgegangen sind war grenzwertig.

Läuft bei mir !

Gestern abend das Model X mit 11% bei mir vor der Haustüre abgestellt. (Wallbox in der Firma, wollte heute laden).

Heute morgen steige ich ein, zeigt der Akkustand: 0%

Das Model X lädt jetzt zuhause an Schuko und ich bin mit meinem Backup-Verbrenner unterwegs …

Das ist doch nicht normal was bei dir alles schief geht. Sowas kann einem ja echt leid tun. Ne Regenwolke ziehst du aber nicht hinter dir her, oder? :wink:

Vielleicht hast du das falsche Servicecenter gewählt? Meine Erfahrung mit mehreren SeC ist, dass sie nicht alle auf dem gleichen Level sind. Und dann hast du im jeweiligen SeC deiner Wahl Glück oder Pech, welche Nase dich bedient. Ich glaube schon, dass es im geschäftlichen Interesse der SeC ist, Kunden abzuwimmeln. Was eindeutig fehlerhaft ist, etwa die Klassiker Radhauskasten Dämmung, nicht klebende Einstiegsleisten oder wacklige Seitenkameras, wird gemacht bzw. fixiert. Andere Reparaturen will man vermeiden, etwa durch den Schwachsinn der 160er Regel. Die rechtlich gesehen vor keinem deutschen Gericht Bestand hätte. Ich bin dem ganzen Spuk entgangen, indem ich über die App meinen Schaden für ein SeC XYZ gemeldet habe inkl. Termin (damit bekommt die Tesla Zentrale die Meldung bzw. Schadensliste) und dann an einen Bodyshop herangetreten bin. Die Freigaben von Tesla kam innerhalb weniger Tage, und die Lackschäden wurden zu meiner vollsten Zufriedenheit beseitigt. Der Termin im SeC wurde von mir dann wieder storniert Am liebsten würde ich beim Mitarbeiter im SeC vorfahren und ihn damit konfrontieren. Der Laden ist aber zu weit weg.

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