Kurzfristiges Trading mit der Tesla Aktie oder auch andere

Hier dann der Thread zum kurzfristigen handeln.

Austausch von Tips, Strategien und natürlich Erfolgsmeldungen.

Viel Erfolg


Ausgangspunkt für diesen Thread war folgender Beitrag von mir in Tesla Aktien Forum: (die Strategie ist natürlich nur eine von vielen Möglichkeiten)

Ein paar Vorbemerkungen
Ich handle seit 41 Jahren mit allen Arten von Papieren, mal mehr mal weniger, je nachdem wie die finanzielle Lage gerade war. Mit 18 hab ich schon Aktien auf Kredit gekauft und bin voll auf die Nase gefallen (wers kennt: Norsk Data, damals ein heißer Tip. Dann pleite) und hab dann mehrere Jahre den Kredit zurückgezahlt. Das war als Einstieg ganz gut, man wird nicht leichtsinnig.
Erst in den letzten 10 Jahren hab ich finanziell genug angesammelt, um richtig zu agieren.
Das Daytrading (oder besser: Kurzzeittrading) mache ich mit meinem Zockerdepot, das mir mehr oder weniger meinen Luxus finanziert. Auf meinem Atersvorsorgedepot hab ich deutsche Dividendenwerte, die mir die Miete und die Nebenkosten finanzieren. Ab nächstem Jahr bin ich Rentner und dann kommt noch einiges an Geld dazu durch einen Hausverkauf.

Daytrading bzw Kurzzeittrading
Hat den Vorteil, dass man die meiste Zeit sein Geld zur Verfügung hat. Lohnt sich in hoch volatilen Phasen oder auch in Abwärtsphasen. Eher schlecht bei langen Anstiegen, weil man zu schnell draussen ist. Heutzutage ist aber praktisch jede Phase hochvolatil, das war früher nicht so der Fall, da gings eher beschaulich zu.

Taktik
Aktien suchen, zu denen man vertrauen hat und die solide sind. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass Aktien immer steigen, wenn man sie lang genug hält. Bis auf die, die pleite gehen, also diese meiden.
Dann warten bis diese Aktien mal fallen (großer oder kleiner Dip) und mit einer ersten Position einsteigen. Steigen die Aktien, verkaufen. Fallen sie, nachkaufen. Das Zauberwort heißt hier: verbilligen.
Denn es ist wichtig, dass man mit dem Einstiegskurs immer möglichst nah am aktuellen Kurs ist. Ich kaufe meist die doppelte Menge nach. Meist wenn sich 5% minus angesammelt haben, so kann man bei schnellen Aufwärtsbewegungen gleich wieder Gewinne mitnehmen. Normalerweise kaufe ich 2x nach, jeweils verdoppelt. Das reicht meist aus. Also zb. bei Tesla 10stck. 20 und dann 40.
Diese Strategie geht auch mit weniger Geld, zb. 1000,2000,4000€, bringt dann natürlich kleinere Gewinne, aber irgendwo muss man mal anfangen, hab ich anfangs auch so gemacht.
Wenn nach zweimal nachkaufen die Aktie weiter fällt, muss man entscheiden: Weiter verbilligen oder aussitzen. (je nach Geldbeutel)
Deshalb ist es wichtig solide Aktien zu kaufen, da die irgendwann immer wieder kommen.
Bei Daimler hatte ich das während Corona. Bei 85 reingegangen und zig mal nachgekauft, tiefst war dann 20€, das sah übel aus. Aber ich blieb ruhig, weil ich wußte, die kommen wieder. Und hat dann zwar ein Jahr gedauert, hat sich dann aber doch gelohnt.

Ich hab auch schon Aktien mit Verlust verkauft, weil ich nicht mehr überzeugt war. Kommt nicht oft vor, aber zu glauben immer nur zu gewinnen wäre Dummheit. Immerhin kann man das Finanzamt dann an der Kapitalertragssteuer beteiligen, kleiner Trost.

Grob wars das schon. Im Prinzip einfach, in der Praxis aber sauschwer, weil Aktien halt reiner Psychokrieg sind. Man muss sehr diszipliniert sein und an seine Taktik glauben.


Jeder handelt natürlich auf eigene Verantwortung

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Danke!!! Merci

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Sehr gut, principia ist halt unser Daytrade-:crown:

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Ob das so in der augenblicklichen Phase wirklich funktioniert?

Ich finde ja, dass der Ausstieg nach einem Fallen des Kurses beim Kauf schon feststehen sollte. Dein Prinzip vertraut mEn zu sehr auf die ggf trügerische Überzeugung von dem jew. gewählten Unternehmen.

Viele halten Daimler z.B. nicht für einen so sicheren Wert.

Außerdem findet dieses regelmäßige Verdoppeln des Einsatzes ja schnell seine Grenze, insbesondere bei den von Dir genannten Beträgen.

1000-2000-4000-ff ist angeblich wenig für Dich. Klingt auch etwas unglaubwürdig, wenn ich das mal so sagen darf.

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Darüber haben wir schon länger im tesla aktien thread diskutiert

Welche aktien sicher oder nicht sind, muss jeder selber für sich herausfinden

Verdoppeln ist halt teil der strategie. Dazu braucht man eine menge x geld. Wenn man das nicht hat muss man weniger nehmen oder es lassen. Ganz einfach. Ich hatte ja nur beschrieben wie ich es mache.

Was für mich viel oder wenig ist, musst du schon mir überlassen. Das beispiel sollte nur zeigen wieviel geld man mindestens haben sollte, um anzufangen. Natürluch geht das auch mit 100,200,400. gebühren sind ja heutzutage niedrig bzw 0.
Aber für ein aktiendepot finde ich jetzt 7000€ nicht gerade überwältigend viel.

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Wie erwartet gings noch runter. Werde morgen früh auf der lauer liegen und versuchen wieder reinzukommen.

Da sind mir doch glatt noch zwei ipads durch die lappen gegangen. Blöd gelaufen, war zu ungeduldig.

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Die Sache mit dem verdoppeln hat natürlich den Haken, dass das eine Exponentialfunktion ist und bei sowas geht einem mit ein bisschen Pech sehr schnell die Luft aus. Exponentialfunktionen will man nicht haben (Coronaansteckung, Krebs usw. :grimacing:).

Wenn man an die exponentielle Decke (= verfügbarer Geldbetrag) stösst (was eben wegen des exponentiellen Verlaufes schnell passieren kann), dann bleibt nur, mit grossem Verlust zu verkaufen oder aussitzen.

Ersteres tut weh und lässt einen bei der nächsten Runde noch früher an die exponentielle Decke stossen. Zweiteres kann lange (Jahre) dauern, währenddessen das Geld gebunden ist (was den „daytrading“ Vorteil eliminiert) oder (bei Pleite) sogar zum Totalverlust führen.

Ich habe mir daher eine konservativere, lineare Strategie gebastelt, die ich noch nicht verraten will, weil ich sie noch nicht lange einsetze und die Qualität noch nicht beurteilen kann. Bisher sieht es aber ganz gut aus.

Aber sie braucht auch größere Volatilität und eine größere Menge Geld, weil die relative Gewinnmarge relativ klein bleibt. Dafür scheint sie kurzfristig sicherer und braucht weniger Zeit.

Hmm, wenn ich drüber nachdenke, kann ich sie eigentlich sowieso nicht verraten.

Weil wenn sie nicht funktioniert, blamiere ich mich und gehe Pleite. Und sie führt zu Verlusten bei Nachahmern und man steinigt mich :grimacing:

Wenn sie funktioniert, gibt es zu viele Nachahmer und sie funktioniert zuerst für mich nicht mehr und ich gehe Pleite. Anschliessend funktioniert sie für die Nachahmer auch nicht mehr und man steinigt mich :grimacing:

Also :speak_no_evil: wird das beste sein :laughing:

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Ich schon :star_struck:
Ist einfach das geilste Wachstumsmodell
Sorry für das erste OT, @principia

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Ich befinde mich ganz am Anfang des Kurzzeittradings. Ganz, ganz am Anfang.

Hab heute auch zu früh auf Verkauf geklickt und so (nur, ich weiß) 50 Euro Gewinn gemacht.

Für mich ist es schwer, eine Tesla Aktie zu VER-kaufen. Fühlt sich immer falsch an.

Danke, dass die „Großen“ hier und im anderen Thread die Anfänger mit auf die Reise nehmt.

Ein bisschen OT (naja, ein bisschen sehr), aber evtl. interessant und weil Milchmädchenrechnung anstellen mir viel Spass macht:

Angenommen, der Primärenergiebedarf unserer Welt steigt pro Jahr (also jedes Jahr jeweils) um 3%. Das ist eine Exponentialfunktion allerdings mit einer geradezu mickrigen Basis von 1.03 (im Vergleich zu 2 bei Verdopplung).

Also: En = 1.03 ^ n wobei n die Anzahl der Jahre ist

Wieviele Jahre dauert es, bis die Erde genausoviel Energie verbraucht, wie die Sonne selbst produziert (nicht wieviel davon auf der Erde landet, wieviel sie direkt selbst produziert). Also bis die Erde zur Sonne werden müsste, damit der Energiebedarf gedeckt wäre?

Ergebnis : ca 610 Jahre

Ein recht überschaubarer Zeitraum, nicht wahr? Wenn die Erde anno 1410 mit dem heutigen Energiebedarf begonnen hätte und jedes Jahr 3% dazugekommen wären, müsste sie jetzt schon eine Sonne sein.

Exponentielles Wachstum ist Wahnsinn.

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Nun, bei Dir klang es halt mehr so, als würdest Du mit einem Vielfachen davon einsteigen und im Notfall auch häufiger, als drei Mal verbilligen und verdoppeln.

Im Falle des regelmäßigen Verlustes spielt auch der Faktor Zeit eine Rolle, in der das Kapital gebunden ist, mit dem man eigentlich Gewinn machen wollte, was einem zusätzlich die Durchschnittsrendite versaut.

Ein Anlagespielchen, bei dem einem im schlimmsten Fall nicht nur die Kohle, sondern auch die Zeit ausgehen kann, wenn man nicht mehr 25 ist.

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Das interessiert mich sehr. Man kann immer an Strategien feilen.
Bin gespannt.

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So mein Kaffee ist alle, und das ständige auf der Lauer liegen ist nicht immer möglich, deswegen heute mal automatisiert wollen wir das Beste hoffen.

Edit: die ersten fünf für 718 euro zum Glück in letzter Sekunde storniert
Edit: 10 Aktien für 705 Euro hab ich aber die beiden anderen Order sind erstmal gelöscht

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Ich schrieb ja schon irgendwo, dass mein Zockerdepot 100000€ umfasst.

Wann man nachkauft, muss man sich natürlich genau überlegen wenn man nur 3 Versuche hat.
5% ist da ein Erfahrungswert, der sich rauskristalisiert hat. Ich entscheide das auch aus dem bauch, liege damit naürlich auch nicht immer richtig.

Gute taktik wenn man keine Zeit hat.

Ich hab auf der Arbeit das Glück, dass der Ticker immer nebenher läuft.

erster Fuß in der Tür: 10 Stck. 712,90

Und was ist Dein Ausstiegskriterium?

Bauchgefühl. Klappt mal gut oder so wie gestern nicht so gut.

PS: gerade noch 20 für 696 nachgelegt.
Waren jetzt keine 5% runter, aber ich denke der untere Boden ist im moment so bei 680, da kann man etwas eher nachlegen :wink:
Jeder Strategie ist dazu da an die momentane Situation angepasst zu werden.

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Wieder mit den 100 rein zu 696,50€

  • 3500€ über Nacht …

Ich hatte eben den Tweet (von gestern Nacht) gelesen und bin etwas „überrascht“ gewesen das wir nun unter 700€ stehen.

Habe ich etwas wichtiges verpasst?

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Ich habe auch 12 für 695,40 :slight_smile:

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