Kreisel Electric baut Batteriefabrik

Ladebooster-Batterien sollten aber nicht auf eine möglichst hohe Dichte und Kompaktheit angewiesen sein. So etwas dürfte doch eher den Preis treiben anstatt einen Vorteil zu bieten, oder sehe ich das falsch?

Zudem schreibt der Artikel nichts darüber, wann diese Ladesäulen-Boosterbatterie kommen soll. Sie schreibt nur, dass man hofft, das E-Autos 2017 schneller laden können als heute, denn dann lohne sich die Technologie. Und der Artikel sagt, man entwickle derzeit diese Ladesäule, will sie aber nicht selber produzieren. Für ein Produkt, dass ich erst entwickle aber dessen Vermarktung aber noch nicht geklärt ist würde zumindest ich noch keine Batteriefertigung aufbauen. Zudem kann man die Einleitung auch so lesen, dass sie die Reichweite jetzt - nach der neuen Batterie - nicht mehr weiter treiben.

In einem Zitat spricht der Kreisel-Bruder ja dann auch wieder von Elektrofahrzeugen. Ich denke, die haben die Batteriefertigung für Traktionsbatterien gebaut. Es gibt keinen Grund diese kolportierten 10% mehr Kapazitätsdichte für einen statischen Ladesäulen-Booster zu nutzen. Das war ja auch der Nachricht von Kreisel über ihre Fabrik selber zu entnehmen. (Satzmonstrum ersetzt)

Ich denke, die werden ein E-Fahrzeug mit Akkus ausstatten. Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass dieses von VAG stammt. Ich weiß nicht welches es sein könnte oder ob es überhaupt ein PKW sein muss - ein Nutzfahrzeug wäre ja auch denkbar. Aber es könnte eben auch ein anderer Hersteller sein. Die Frage bleibt: welcher, und in welchem Fahrzeug.

Edit: Satzmonstrum ersetzt (siehe nächste Post).
Ursprünglicher Satz: Ich bin daher nicht überzeugt, dass sie dort dann nicht die beworbenen Traktionsbatterien mit einer implizierten 10% höheren Leistungsdichte als Tesla bewerben, sondern immer noch Batterien für Fahrzeuge, so wie es die Pressemitteilung von Kreisel auch selber zu sagen scheint.

Ich glaube Du hast recht, aber sicher bin ich mir nicht, weil ich gerade mehrmals aus Deinem Satz ausgestiegen bin, weil mich eine weitere Verneinung oder ein anderer Schlenker aus der Kurve getragen hat :laughing:

Gruß Mathie

Hehe, ja, wie recht Du hast. Der Satz ist ein Unikum. :wink:

Was ich meinte ist:
Ich denke, die haben die Batteriefertigung für Traktionsbatterien gebaut. Es gibt keinen Grund diese kolportierten 10% mehr Kapazitätsdichte für einen statischen Ladesäulen-Booster zu nutzen. Das war ja auch der Nachricht von Kreisel über ihre Fabrik selber zu entnehmen.

:slight_smile:

Nachschub: Übrigens ein trotzdem toller Link und guter Fund, ATLAN. :slight_smile:

Traktionsbatterien für PKW sind die Königsklasse. Für keine andere Batterie-Anwendung kann man so viel Geld verlangen wie für individuelle Mobilität.
Tesla hat aus gutem Grund erst mit E-Autos angefangen und macht nun in Powerwall.

Ich finde die Bezeichnung Batteriefabrik höchst unglücklich - sie bauen ja keine Akkuzellen, sondern setzen lediglich angelieferte Zellen zu montierten Akkupacks zusammen.
Daher kann man es mit der Fertigung in Freemont, nicht aber mit der Gigafactory vergleichen, in der ja auch die Zellen gefertigt werden.
V.a. aber kann man nicht den Strombedarf mit dem einer Akkuzellenherstellung vergleichen, der dürfte um mehr als eine Größenordnung geringer sein. Von daher ist es natürlich leichter diesen Bedarf regenerativ zu decken.
Ich will das nicht kleinreden, fände aber eine eindeutigere Bezeichnung zur Unterscheidung sinnvoll, da man leicht auf eine falsche Spur gelockt wird (was von Autoren gar bewußt eingesetzt werden kann)

Dem schliesse ich mich uneingeschränkt an!

Ich dachte auch an eine Zellenherstellung und nicht nur an etwas „Zellen zusammenlöten“
(sorry, absichtlich so formuliert um den Unterschied zu einer Zellenfertigung klar herauszustellen)

Aber ich denke an der Fehlinterpretation bin ich auch selbst schuld:
Ne Batterie und eine Zelle ist etwas anderes.
Nur wie können solche Unterschiede der breiten Masse verständlich gemacht werden?

Tesla Gigafactory = Zellen und Batteriepackfertigung
Batteriefabrik Kreisel = Batteriepackfertigung aus angelieferten Zellen

gibt es noch ein besseres, verständlicheres wording?

Daimler (ACCUmotive) in Kamez = Batteriepackfertigung aus angelieferten Zellen

Wie ich kürzlich von einem Ingenieur erfahren habe, soll es einen klaren Unterschied zwischen Zelle, Batterie und Batteriepack geben. Nach seiner Definition würde Kreisel wohl eine Batterie-Fertigung betreiben. Die Gigafactory wäre eine Zell- und Batterie-Fertigung, vermutlich sogar eine Batteriepack-Fertigung.

Der Unterschied sei: eine Batterie ist ein geschlossenes, verbau-fertiges Modul aus meist mehreren Zellen das aber für sich alleine noch nicht genutzt werden kann. Nutzt man eine Batterie in einem Fahrzeug wird ein Batteriepack daraus, sobald man die Peripherie wie Kühlsystempumpen und Ladegeräte sowie die Verkabelung und Halterung zwischen den Batterie-Modulen hinzu packt.

Klingt eigentlich plausibel für mich. Ob’s stimmt können Andere hier sicher besser erklären.

Klingt einleuchtend.

Eine klassische 9 V Blockbatterie besteht auch aus 6 kleinen Rundzellen.

Für die Kreiselfabrik bedeutete dies aber, dass dort lediglich ein nicht sehr Know-How-intensiver Prozess stattfinden wird.
Die Zelle ist extrem anspruchsvoll und das Akkupack auch. Aber ein paar Zellen zu einer Ansammlung mehrerer Zellen zusammenzulöten ist jetzt nicht soo überwältigend. Oder schätze ich das völlig falsch ein?

Scheinbar ist die Laser-Schweißtechnik sowie die Art, wie die Zellen gekühlt werden hier das Know-How, sozusagen wie man das Optimum aus der Zelle hohlen kann, die man verbaut. Das wurde ja auch als besondere Stärke von Kreisel im Artikel hervorgehoben.