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Krasser Unfall / 5 Insassen im Model S

Nach 6 Seiten durchlesen stell ich fest, dass das meiste - mit ein paar Ausnahmen - Kaffeesatzleserei ist
und hauptsächlich nach der Schuldfrage, Bestrafung und wenn und hätt und überhaupt führt.

Sorry, aber das ist einfach nur peinlich.

Für mich und ich spreche nur für mich, ist das wichtigste, den Insassen geht es den Umständen gut
denn sie saßen in einem der sichersten Auto der Zeit. Nach dem Unfall bin ich froh einen Tesla zu fahren.

Wer sich die verschiedenen Fotos der Links genau angeschaut hat, wird feststellen das sich dieses Model S nicht seitlich überschlagen hat.
Wahrscheinlicher ist: Nach der kleinen „Rampe“ ist das Model S etwas abgehoben recht schnell mit der „Nase“ in den Acker eingeschlagen und hat sich in Längsrichtung
überschlagen und ist mit den Heck wider aufgekommen.

Es gibt bei Tesla im Untermenü noch die Möglichkeit eine gewisse Sicherheitsfunktion auszuschalten, und dann wir das Model S sehr sehr gefährlich für den ungeübten Fahrer.

Mal was anderes bzgl. Crashsicherheit im Tesla: Hat das Model S eine Multikollisionsbremse wie manch andere aktuelle Fahrzeuge? Sprich wird nach einem Aufschlag automatisch die (Feststell-)Bremse angezogen?

Äh @vmax -> hast du die Sicherheits- Funktion in deinem Model S schon abgeschaltet :laughing: weil du das so genau berichtest ? :question:
-> also bei meinem Model S habe ich so etwas noch nich gesehen ? außer du meinst die Sicherheits- Funktion für die Alarmanlage welche du nicht gemeint hast oder :laughing: ?

Tja P85, dann kennst du dich mit Tesla wohl nicht so aus, die Traktionskontrolle kann man über den Touchscreen abgeschaltet. Einfach mal im Menü suchen. :laughing:

Don’t feed the troll. Abschalten kann man die Transaktionskontrolle, wird hier kaum passiert sein. Das ESP ist sehr konservativ (mich nervt es :smiling_imp:) und nicht abschaltbar und damit sehr sicher. Das Auto hatte mit Insassen bestimmt 2,5 Tonnen, und das bei der Leistung. Ich unterstelle das überfordert im Grenzbereich schnell auch geübte Fahrer.

Bei den Dualmotormodellen (war ja ein P85D) kann die Traktionskontrolle nur bei geringen Gewschwindigkeiten (< 32km/h) deaktiviert werden (Slip Start). Bei 64 km/h oder mein nächsten Start deaktiviert sich Slip Start automatisch.

Spielt hier sicher keine Rolle. Wichtig ist doch, dass die Insassen wieder vollständig genesen und in diesem Alter haben wir wohl alle nicht immer nur vernünfig gehandelt.

Ohje, das war mir noch gar nicht bewusst. Naja, das MS entfernt sich immer mehr von Auto zum Fahren und setzt auf Insassen die gefahren werden wollen, das ist einfach nicht was ich will…

Du sprachst von Sicherheits Funktion und sehr gefährlich ? Die Traktionskontrolle ist bei diesem Unfall mit Sicherheit aktiv gewesen da wie auch schon in einige Beiträgen weiter vorn geschrieben gar nicht permanent zu deaktivieren geht, also bitte lass solche unnötige Kommentar mit viel Panikmache - wo es nichts problematisches gibt!

Ein Auto mit soviel PS ist immer problematisch bei Führerschein Anfängern, muss nicht aber mit hoher Wahrscheinlichkeit schon!

@vmax: leider mal wieder total falsch was Du schreibst. Daran sieht man mal wieder, wenn man kein Model S fährt, dann sollte man sich zu solchen Themen besser nicht äußern.

Also: wie bereits andere geschrieben haben: man kann nur die Traktionskontrolle abschalten, nicht aber das ESP. D.h. ein ungeübter Fahrer kann zwar die Fahrbahn mit schwarzen Streifen und blauem Qualm markieren, gefährlich wird aber nichts weil das Model S trotzdem stoisch die Spur hält. Zumal selbst der P85D ab 80 km/h die Räder wohl nicht mehr zum Durchdrehen bringen kann (wegen des Allradantriebs). Deshalb kann das hier definitiv keine Rolle gespielt haben.

Gefährlich würde es erst, wenn ein Ungeübter das ESP deaktiviert. Aber das geht beim Model S NICHT ! Nur über technische Manipulation und Sicherung ziehen ist das möglich. Ich habe das auf einem abgesperrtem Bereich eines Flugplatzes im Rahmen eines Fahrtrainings gemacht. Auf trockener Straße kann man das Model S trotzdem fast nicht zum Ausbrechen bringen, das Ding liegt -vermutlich aufgrund des niedrigen Schwerpunkts und der optimalen Gewichtsverteilung- wie eine Eins.

über die physik kann sich aber auch ein model s nicht hinwegsetzen
ist die kurve zu eng oder
die geschwindigkeit zu hoch
schieben die 2,5 t das fahrzeug gnadenlos aus der kurve
(selbst im fahrsicherheitstraining getestet)

der feldweg war dann das pech…
:sunglasses:

ps. was mich aber doch sehr irritiert hat war, wie weit das auto nach der feldweg"rampe" noch gekommen ist - trotz (weichem) acker - alleine das spricht für eine sehr hohe geschwindigkeit

Mehrfache Überschläge über die Längsachse eines 5-Meter Autos + hohe Geschwindigkeit machen eben ganz schön Strecke… :open_mouth: :smiley: :unamused:

Nochmal zu meiner Frage, weiß da zufällig jemand was?

Sehe ich auch so. Als Vater ist man in der Pflicht zu prüfen, ob das Kind die geistige Reife und das Verantwortungsbewusstsein hat, mit einer 700 PS Rakete losgelassen zu werden.

Wie sagte mein Fahrlehrer immer: Mit 18 dürft ihr Auto fahren, aber ihr könnt noch lange nicht Auto fahren! Recht hatte er. Wobei ich das begleitete Fahren mit 17 Jahren gut finde, weil dann zumindest ein Jahr jemand daneben sitzen muss, der mahnend und lehrend eingreifen kann.

Mich erinnert die Schilderung des Unfalls an folgendes Video, wo jemand seine nagelneue Yamaha R6 in „perfekter Schutzkleidung“ Probe fährt und mit dem Motorrad völlig überfordert ist:

youtube.com/watch?v=d-hAl9M4l0Q

Quatsch! Die Fahrerin hat erst einmal, wenn hier überschätzen der Fähigkeiten, was wahrscheinlich ist, ursächlich war, Leben gefährdet. Das der anderen Insassen, das unbeteiligter anderer Verkehrsteilnehmer. Vielleicht reicht was passiert ist als Erziehungsmaßnahme, vielleicht nicht. Natürlich ist es wichtig die Fahrerin nie wieder solchen Unsinn machen zu lassen.

Leider ist es ohnehin nicht grundsätzlich so das hier mit dem Alter mehr Reife oder mehr Fähigkeiten einsetzen. Pauschal bringt nichts. Die Strafen in Deutschland sind zu gering. Wer 39 zu schnell unterwegs ist oder zu dicht auffährt verliert nicht mal temporär den Führerschein. Solche Unfälle ließen sich reduzieren wenn klar wäre das 20km/h zu schnell der Führerschein weg ist und 40 km/h zu schnell zusätzlich das Auto und der Führerschein auf Lebenszeit. Ähnlich mit Drängeln, etc.

Strafen bringen nur wenig. Selbst in Ländern mit Todesstrafe gibt es Morde… Es wird immer Menschen geben die sich nicht ‚vernünftig‘ verhalten. Was aber wirklich helfen würde ist autonomes Fahren und das technisch durchgesetzte Verbot außerhalb von abgesperrten Strecken selbst zu fahren. Da ist TESLA mit dem AP ja auf dem richtigen Weg… :smiley:

Also wenn man nachts auf der leeren Autobahn mit einem Elektroauto das 120er-Schild wg. Lärmschutz zwischen 22 und 6 Uhr übersehen hat, sollte man Deiner Meinung nach bei Tempo 140 automatisch und zwingend den Führerschein los ein und bei 160 dazu noch das Auto?

Ich finde es sehr gut, dass bei schweren Verstößen eine Anzeige erfolgt und dann ein Gericht über die Strafe entscheidet. Dabei kann sogar bei Erkennen auf einen rechtfertigenden Notstand ganz auf die Strafe verzichtet werden, aber auch den gesetzlichen Strafrahmen bis an die obere Grenze ausschöpfen, kommt eben auf die Umstände an.

Auch bei dem Unfall, um den es hier geht, wird sich möglicherweise ein Gericht mit der Sache beschäftigen. Wir wissen nicht was passiert ist und auch wenn man seine eigenen Mutmaßungen hat, wie es zu dem Unfall gekommen ist, gebietet es der Respekt vor den Verletzten und Angehörigen auf spekulative Schuldzuweisungen zu verzichten.

Wenn Du über meine Anmerkungen zu Strafen bei Überschreitung des Tempolimits diskutieren willst, können wir das gerne im Limit-Thread oder in einem neuen Thread tun, aus diesem Thread bin ich wieder raus!

Gruß Mathie

Mit "begleitete Fahren mit 17 Jahren " habe ich bei meiner Tochter auch gute Erfahrungen gemacht. Am Tag der Führerscheinprüfung habe ich sie gleich abgeholt und sie durfte sofort (begleitet) hinter das Lenkrad. Nach einigen Monaten wurde sie 18 und hatte bereits Fahrpraxis, die ich definitiv positiv beurteilen konnte. Ich habe ihr vorher schon klar gemacht, dass sie unseren Mercedes dann für alle Unternehmungen bekommt. Für mich war das die BESSERE LÖSUNG in puncto Sicherheit. Wir leben in einer ländlichen Umgebung. Wenn ich mir vorstelle, dass sie statt mit meinem (sicheren) Auto selbst zu fahren auf andere Fahrer (ebenfalls jugendlich) in dunkler Nacht angewiesen ist, dann graut es mir. Ich habe es definitiv unterstützt, dass sie den Fahrer spielt bei Fahrgemeinschaften zu Festen und Sportveranstaltungen.

Als sie 21 Jahre alt war, haben wir das neue Model S in FFM abgeholt. Sie hatte die Ehre, die erste Fahrt zu machen. Jugend muss man fördern und motivieren. Übrigens, sie war überrascht, dass sie das neue Auto fahren durfte. Ich habe ihr klar gemacht, dass sie unseren Mercedes nie wieder fahren darf, damit kein Benzin mehr vergeudet wird. Ab sofort darf sie nur noch Tesla fahren. Sie kennt die Verantwortung. Und spart nicht mit Kritik, wenn ich nicht pfleglich mit dem Auto umgehe. Unser Model S hat nun einige Kratzer durch diverse „Ausparkerfolge“. Ausnahmslos alle von mir. Ich bin tiefenentspannt und kann damit leben. Meine Tochter hat sich aber wahnsinnig aufgeregt.

Meine Tochter wird oft auf das Auto angesprochen, wenn sie damit unterwegs ist. Viele technische Fragen, wie man das so kennt. Eine Frage, die das meiste Erstaunen ausdrückt, ist „Und dein Papa hat dir das Auto freiwillig gegeben?“

Meine Tochter ist natürlich sehr stolz darauf, dass man ihr diese Werte anvertrauen darf und dass sie am technologischen und ökologischen Fortschritt ganz vorn dabei ist.

Ich kann dazu eine kleine Annekdote aus meiner Fahrpraxis dazugeben.
Als ich 18 wurde kaufte ich von meinem Ersparten einen BMW 318iS E36.
58 Tage nach meinem Geburtstag hatte ich die Autoprüfung im Sack und weitere 114 Tage später erlitt mein Auto einen Totalschaden.
Ich fuhr weder zu schnell noch sonstwie riskant, aber die kurve auf der Autobahnauffahrt war von einer Schallschutzwand verschattet und deshalb noch feucht, weil es davor geregnet hat. Sonst war alles trocken und unverdächtig. Nun befindet sich am Ende dieser Kurve zu allem Übel noch eine Dilatationsfuge, weil das Autobahnstück eine Brücke ist. Diese Fuge ist aus Stahl und über 50 cm breit.
Das nasse und glattgefahrene Stück Stahl liess meine Hinterachse rutschen und ich verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. Nach ein paar Umdrehungen krachte ich zuerst mit dem Heck und dann mit der Front in die linke Leitplanke der Autobahn. Glücklicherweise war das Verkehrsaufkommen sehr gering und weder mir noch sonstjemandem ist etwas zugestossen. Das Auto war Schrott, die Leitplanke auch.

Ich bin überzeugt, ein besserer Fahre hätte die Situation unter Kontrolle bringen können, aber so einer war ich nicht. Vielleicht habe ich sogar selbst zum Ergebnis beigetragen, weil ich falsch reagiert habe. Das ist im Nachhinein natürlich nicht mehr nachvollziehbar.

Fakt ist: Ein Auto zu bewegen ist sehr einfach. „Autofahren“ mit allen Schikanen und notwendigen Fähigkeiten hingegen nicht. Es gibt so wahnsinnig viele brenzlige Situationen, in denen Fahrgeschick über den Ausgang entscheidet. Das braucht alles viel Erfahrung und idealerweise auch die eine oder andere Fahrsicherheitsschulung auf abgesperrtem Gelände.
Leider ist es nicht möglich, mit viel Erfahrung anzufangen und es gibt hin und wieder Unfälle. Sogar erfahrenen Lenkern passiert das.
Bei Unfällen immer gleich mit dem Finger zu zeigen und gleich den Scheiterhaufen anzufeuern finde ich wenig angebracht. Bestimmt hat die Lenkerin des MS aus der Sache gelernt. Das Auto ist versichert und niemand wurde ernsthaft verletzt. Darüber sollte man froh sein.

Die administrativen Konsequenzen in Deutschland kenne ich nicht. Mein Unfall hatte einen Führerscheinentzug von zwei Monaten zur Folge. Auf jeden Fall ist die Beurteilung solcher Angelegenheiten Sache der entsprechenden Stelle und nicht eines Forums im Internet.

Wenn zwei Personen so verletzt sind, dass sie mit dem Rettungshubschrauber weggeflogen werden und andere mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus kommen, dann wird sich nicht möglicherweise ein Gericht damit beschäftigen, sondern ganz sicher und dann geht es um fahrlässige Körperverletzung und um evtl. vorsätzliche Straßenverkehrsgefährdung, je nach dem, was die StA der Fahrerin glaubt nachweisen zu können. Daneben kommt dann noch ein mögliches Zivilverfahren auf SE und Schmerzensgeld, je nachdem, wie sich die Versicherung anstellt. Es wird also ganz sicher ein juristischer Rattenschwanz folgen.

Und mit Schuldzuweisungen und Mutmaßungen verzichten… Wir sind keine Richter, dürfen aber selbständig denken. Und wenn andere Autofahrer sagen, dass der Wagen mit hoher Geschwindigkeit mehrere Autos überholt hat und dann in einer Linkskurve geradeaus fährt, abhebt, die Front in den Acker einschlägt und sich das Auto in der Längsachse überschlägt, dann liegt die Vermutung bei 98,762 %, dass evtl. zu hohe Geschwindigkeit und Fehleinschätzung der eigenen Fahrfähigkeiten die Ursache für diesen Unfall sind.

Das ist so ein bißchen wie in dem verlinkten Video, wo der junge Mann mit T-Shirt und Jeans sich auf ein Motorrad setzt. An der Stelle hätte man schon eingreifen müssen und sagen, sorry, so fährst du nicht. Aber spätestens nach dem dritten Abwürgen hätte allen Beteiligten klar sein müssen, dass eine R6 nicht in seine Hände gehört. Da kann man jetzt natürlich auch, weil keine gerichtliche Untersuchung vorliegt, zu seinen Gunsten von einem schleichenden Hinterradplattfuß ausgehen, die Lebenserfahrung spricht aber klar gegen diese Ursache.

Interessant wäre noch zu erfahren, ob der Wagen einen automatischen Notruf abgesetzt hat und ob die StA mit einem richterlichen Beschluss Tesla zwingen kann, die Fahrdaten des Fahrzeugs rauszugeben, denn die Autos sind ja fahrende Datenkraken.