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Krasser Unfall / 5 Insassen im Model S

Die da wären? M.E. ist das ganz klar selbstverschuldet. Die ist massiv über ihren Verhältnissen gefahren. Kein Glatteis, kein Regen, hellichter Tag.

Bin froh, dass alle aus diesem sehr zerlegten Auto noch selber aussteigen konnten und die Notfallversorgung schnell einsetzen konnte.

Was das Maß der Verletzungen angeht, bleibt es spekulativ. Auch noch einige Zeit nach einem Autounfall kann sich ein bedrohlicher Zustand einstellen. Leider erst vor zwei Wochenenden im Landkreis ED ein grauenhafter Unfall mit einem Toten, der keine Chance hatte, weil ein anderer meinte, überholen zu müssen. Ist adäquat ansprechbar aus dem Wagen geholt worden, Minuten später an der Unfallstelle verstorben.

Hier wird es sicher für alle besser ausgegangen sein.

Es stellt sich mir jedoch die Frage, warum ein Vater seinem gerade volljährigen Kind ein solches Auto zur Verfügung stellt. Selbst mit nunmehr fast dreißigjähriger Fahrpraxis muß ich mich weiterhin selber disziplinieren, nicht übermäßig die Möglichkeiten meines 90D auszureizen. Auch wenn ich weiß, wie der Wagen funktioniert => die anderen Verkehrsteilnehmer wissen es nicht. Und haben keine Möglichkeit, adäquat zu reagieren bei
a) schnellem Überholen
b) knappem Einscheren
c) kurzem Beschleunigungssprints auf der BAB

Und auch wenn ich sehr froh darüber bin, in einem unglaublich sicheren Auto fahren zu können, so sollte man sich immer selber und vor allem auch bei dem Gedanken eines Verleihs darüber bewußt sein, welche Kräfte hier wirken können. Und dafür sind wir Menschen nun einfach nicht gebaut, von jetzt auf gleich damit umgehen zu können. Ein behutsames Heranführen im „Valet-Modus“ ist da sicher eine gute Möglichkeit, erst einmal Kontakt mit dem TESLA aufnehmen zu können.

Meines Erachtens nach ist der Wagen nicht dazu gebaut worden, um mit der Kraft zu protzen, sondern um komfortabel, sicher und ökologisch vertretbar seine Wege zu machen, die man meint, machen zu müssen.

Ich wünsche allen Betroffenen auch auf diesem Weg eine gute Besserung, keine langwierigen Heilungsprozesse und weiterhin das Glück, welches sie mit diesem Wagen hoffentlich bei allem Unglück gehabt haben.

snooper77: Schlaganfall, Psychose, Ohnmacht und aufs Spaßpedal gerutscht, während der Beifahrer versucht, den Wagen irgendwo hin zu lenken, wo keine Autos sind…

Ich weiß, alles nicht so wahrscheinlich wie „Occam’s Razor“, der uns vielleicht sagt: Die hat einfach gemeingefährlich gehandelt und das Leben von sich, der vier Mitfahrer, und vollkommen Unbeteiligter grob fahrlässig und sinnlos aufs Spiel gesetzt.

Aber was, wenn es doch etwas anderes war? Dann erkläre ich die Dame hier zum gemeingefährlichen „Täter“, obwohl sie selbst nicht direkt etwas dafür kann, während vielleicht die Angehörigen im Krankenhaus hoffen, dass alles restlos wieder verheilt. Das Risiko möchte ich nicht eingehen.

Stimmt, alles auch möglich. Warten wir’s ab.

Rein spekulativ: sieht nach einem zu langen Überholmanöver aus, um dem Gegenverkehr zu entgehen, das Lenkrad verrissen und über die Böschung. Dumm, dass an der Stelle zufällig die „Abschussrampe“ lag.

Denke auch, dass mit einem leistungsschwächeren Fahrzeug dieser Unfall so nicht passiert wäre, da auf einer kurzen Überholstrecke die für so einen Abflug nötige Geschwindigkeit nicht erzielbar gewesen wäre. Dazu kommt die Verleitung, die so ein Fahrzeug mit sich bringt. (Könnte natürlich mit einem RS7 genau so passiert sein.)

In Österreich wäre die Dame (sofern es so abgelaufen ist) auch ohne väterliche Konsequenzen geliefert: in der Probezeit (2 Jahre ab Ausstellung FS) hat man extrem geringe Straftoleranz (0,0 Promille, geringfügige Geschwindigkeitsübertretungen oder rote Ampel überfahren auch schon extrem kritisch), dh eine teure Nachschulung und Verlängerung der Probezeit (mit all ihren Einschränkungen) handelt man sich sehr schnell ein.

Nachschulung bekommt man auch in Deutschland schnell. Ich hatte damals eine aufgebrummt bekommen, weil ich mit dem Motorrad einen LKW im Überholverbot überholt hatte :frowning:

Ich finde es schade, wie hier über Unfallursachen spekuliert wird und dem Halter des Fahrzeugs indirekt eine Mitschuld gegeben wird, weil er der Tochter den Wagen ohne Aufsicht und Valet Mode überlassen hat.

Zunächst bitte ich, sich vor Augen zu halten, dass Unfallbeteiligte oder Familienangehörige und Freunde hier im Forum angemeldet oder mitlesend unterwegs sein könnten. Nehmt bitte darauf Rücksicht.

Unfälle auf Landstraßen sind leider nicht selten und es sind auch oft schwächer motorisierte Fahrzeuge daran beteiligt. Es ist pure Spekulation, ob der Unfall oder ein ähnlicher mit einem anderen Auto auch passiert wäre oder nicht.

Das einzige am Unfall, was ich interessant finde, ist, dass die Fahrgastzelle den Unfalls strukturell intakt überstanden hat. Die Türen ließen sich offenbar noch ohne Hilfsmittel öffnen. Der tiefe Schwerpunkt erhöht die Chance, dass das Auto nach dem Abheben auf der „Schanze“ wieder auf den Rädern zum stehen kommt.

Eine hervorragende Leistung der Ingenieure und auch den Rettungsdiesten gebührt Dank, andernorts kann es bei einem Unfall auf der Landstraße auch stundenlang dauern, bis die Retter kommen.

Allen direkt und indirekt Beteiligten wünsche ich gute Besserung und dass das Erlebte ohne bleibende Auswirkungen verarbeitet wird.

Gruß Mathie

Kann mich da Mathie nur anschließen.

Wenn PS allein Schuld an solchen Unfällen sind, dann frage ich mich warum sich so oft Leute in Polos zerlegen.

Was mir z.B. Über die Jahre schon mehr als einmal passiert ist, ist das andere Verkehrsteilnehmer nur ungenügend Gebrauch von Ihren Spiegeln machen und selbst zum Überholen ansetzen, während man schon neben ihnen ist.

Grüße
Oliver

@Mathie: Ich stimm dir zu, dass man darüber froh sein kann, dass alle wohl glimpflich davongekommen sind, nichts kann wertvoller sein, als unsere Familie. Jedoch ist das ein Unfall der durch mangelnde Erfahrung, gepaart mit dem Drang zum Imponieren geschah, da von überhöhter Geschwindigkeit ausgegangen wird und dem Überholen mehrerer Fahrzeuge in einer Kurve.
Ich hab gegen Ende der Schulzeit ,entweder aus der eigenen Stufe oder Parallelstufen, mehr als einmal mitbekommen, wie leichtsinnig Leben aufs Spiel gesetzt wurden, im günstigen Fall mit leichten Verletzungen, im ungünstigeren mit schwersten Beinträchtigungen körperlicher und geistiger Art oder sogar mit tödlichem Ausgang.
Ich hoffe daher, dass die Fahrerin eine ganze Weile nicht mehr fährt, denn mit ihr saßen vier weitere Personen im Wagen, nicht zu vergessen die andern Verkehrsteilnehmer, um sie herum. Das ist auch mit der Punkt der mich wütend über solche Aktionen macht, die Eigengefährdung ist das Eine aber eine fahrlässige Gefährdung anderer nochmal weitaus schlimmer und darüber müssen sich auch die Angehörigen und die Fahrerin im Klaren sein oder gerade nach diesem Unfall sich Klar darüber werden, was es eigentlich heißt Verantwortung für sich und das Wohl anderer zu übernehmen.

Alles Gute!

Es tut mir leid, das so deutlich sagen muss, aber es sind genau diese Selbstgewissheit, die aus Deinem Posting spricht, die mich stört. Ich habe mit 18 im Freundeskreis eine ähnliche Situation erlebt wir sind mit einigen Leuten und mehreren Autos unterwegs gewesen. Ein Wagen ist auf der Landstraße abgeflogen, zum Glück gab es keine Verletzten und es war nicht der Wagen, den ich gefahren habe. Gab aber einen Sachschaden von einigen tausend DM, der nicht von der Versicherung gezahlt wurde.

Den haben dann alle Fahrzeuginsassen gemeinsam gezahlt, was für eine Gruppe von Abiturienten eine Menge Kohle war. Bei diesem Unfall waren alle im Auto Beteiligten aus gutem Grund der gemeinsamen Überzeugung, dass die Verantwortung letztlich bei allen lag und nicht nur beim Fahrer. Ich will jetzt nicht auf Details eingehen, weil das nur wieder zu einer unfundierten Spekulation über Ursachen des Unfalls mit dem Tesla führen würde.

Keiner hier weiß was passiert ist. Ob die Fahrerin unverantwortlich gehandelt hat und wenn ja, welche Strafe Sie dafür erhält, wird nötigenfalls ein Gericht entscheiden.

Wer sich jetzt schon bei den wenigen bekannten Fakten wütend auf die Fahrerin ist und eine Bestrafung fordert, weil sie u.a. die vier unbeteiligten Passagiere in Lebensgefahr gebracht hat, handelt voreilig. Bitte haltet Euch damit zurück!

Gruß Mathie

Der Unfallhergang und die bekannten Fakten (Fahreralter, Unfallspuren etc.) deuten mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50
% auf Selbstverschulden. Andere Unfallursachen sind natürlich auch möglich, aber weniger wahrscheinlich.

Das ist keine Vorverurteilung, sondern eine a-priori-Einschätzung der bekannten Fakten, bevor wir mehr wissen. Ich finde, das sollte man sagen dürfen. Wahrscheinlichkeiten kennen keine Unschuldsvermutung.

Wenigstens einer der das genau so sieht wie ich.
Gruß
Marcus

Ich denke mal viele Fahranfänger fahren in den ersten 1-2 Jahren wie durchgeknallt, ich würde meinem ich von vor 4 Jahren mein Auto nicht leihen :smiley:
Verrückt und gefährlich ist das mit jedem Auto (jedes fehlende PS wird durch Wahnsinn ausgeglichen), problematisch ist es da vermutlich eher wenn an das Auto nicht so gut kennt. Wenn man das Auto noch nie im Grenzbereich bewegt hat, noch nie damit 200 auf der Landstraße überholt hat (was der P85D ja innerhalb Sekunden drauf hat) ist es halt keine gute Idee wenn 4 Schulkollegen im Auto sagen „Hey zeig mal was die Kiste drauf hat“…

Nem 18 jährigen Nachwuchs den P85D leihen: nein
Nem 18 jährigen Nachwuchs den Passat 2.0TDI mit 140PS leihen: nein
Nem 18 jährigen Nachwuchs nen 85 als erstes Auto kaufen: eher noch
Nem 22 jährigen den P85D leihen: ja :wink:

Da stimme ich Dir zu!

Aber manche hier im Thread „wissen“ schon, was passiert ist und fordern eine Bestrafung der konkreten Unfallfahrerin, machen dem konkreten Fahrzeughalter Vorwürfe, dass er seiner Tochter den Wagen überlassen hat. Das ist voreilig und in einem öffentlichen Forum finde ich, sollte man von Vorverurteilungen auf Basis reiner Wahrscheinlichkeiten oder gar nur Möglichkeiten Abstand nehmen.

Gruß Mathie

Ich bin mir aus verschieden Gründen recht sicher, dass der Wagen nicht mit 200km/h überholt hat. Wie kommst Du darauf, dass er bei Abflug so schnell war?

Gruß Mathie

Dann hat er halt mit weniger überholt, das war ja keine Unfallanalyse. Aber wenn du schon alles wörtlich nimmst: vielleicht war er beim überholen schneller als beim Abflug? :astonished:

Kann sein, trifft aber meinen Punkt nicht! Mich stört, dass hier unfundiert spekuliert wird ohne Rücksicht auf die beteiligten Personen! Da aber auch meine Mahnungen offenbar mehr zu weiteren Spekulationen anregen als diese einzugrenzen, werde ich mich hier zurückziehen.

Gruß Mathie

Siehe auch youtube.com/watch?v=hTC6cro_ZVo

Es geht mir nicht um eine Vorverurteilung, noch ein schlechtes Gewissen zu machen, der Unfall ist passiert und daran lässt sich auch nichts rückgängig machen. Wichtig ist, aus der Sache zu lernen und reif zu werden. Was ich mit meinem vorherigen Post aussagen möchte ist, dass ich zum Einen die Fahrerin isoliert von ihrer Familie betrachte und zum Anderen, angesichts der Beschreibungen in den Zeitungsartikeln, sie wohl nicht reif genug war, verkehrsgerecht zu fahren.
Ich fordere auch keine drakonischen Strafen, wie 10 Jahre ins Gefängnis oder so einen Blödsinn, aber wofür gibt es eine Fahrerlaubnis und was sollte man mitbringen, um eine solche zu haben? Die fachlichen/motorischen Qulifikationen sind ein Aspekt aber weitaus wichtiger finde ich, auf seine Umgebung Rücksicht zu nehmen und dass sollte außer Frage stehen.

Alles Gute!

Ich glaube, die Entscheidung, seinen Kindern das Auto zu überlassen, ist eine individuell verantwortungsbewusste Entscheidung. Was das nun bedeutet, muss wirklich jeder für sich herausfinden. Ein Pauschalurteil hilft hier gar nicht.

Möglicherweise gibt es junge Führerscheininhaber, denen man besser kein Auto mit mehr als 40 PS gibt. Allerdings beschränkt sich diese Einschätzung nicht ganz allein nur auf junge Verkehrsteilnehmer. Einige werden nie erwachsen.

Selbst bei verantwortungsbewussten - besonders jungen - Fahrern wird es immer ein Restrisiko geben.
Seit dem die Abiturienten sich überschlagen haben, sind so viele andere Verkehrsteilnehmer tödlich verunglückt, wie die Anzahl der Beiträge in diesem Thread. Das ist viel schlimmer. Aber hat keinen so großen Unterhaltungswert. Verständlich, wenn auch traurig in der Sache.