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Kosten mit Arbeitgeber abrechnen

Hallo zusammen,

Rechnet jemand von euch die Ladekosten zuhause mit dem Arbeitgeber ab ?
Ich hätte mir dafür eine Wallbox mit MID Zähler geholt (EVBox), jetzt stellt sich aber die Frage wie dann die Abrechnung aussieht ? Mein Arbeitgeber benötigt ja eine Rechnung damit er etwas nachzuweisen hat ? Oder reicht hier ein bloßer Auszug des MID Zählers ?

Lg Mike

So einfach ist das mit der Erstattung wohl nicht.

Ich denke die pauschale Erstattung der 30/70 Euro dürfte in den meisten Fällen die einfachste Lösung sein.

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Ich kann (ein bisschen) weiterhelfen, da ich das Thema erst vor kurzem mit unserer Unternehmenssteuerberaterin hatte:

Du brauchst für eine Abrechnung eine Wallbox mit (MID)-Geeichtem Zähler (oder nur einen vorgeschalteten, geeichten, Zähler), du musst dann mit deinem AG ausmachen, dass du eine KWH -Abrechnung machen willst, diese übergibst du einfach monatlich (keine Rechnung - das sind Auslagen, wie wenn du den Firmenwagen tanken würdest).
Das ganze wird dann pauschal mit ct/kwh abgerechnet. Ähnlich dem pauschalen Ansatz mit den 0,30€ pro km bei geschäftlichen Fahrten mit privatem KFZ.

Beim pauschalen Ansatz aufpassen, die „integrierte“ Ladekarte beim Tesla gilt als Ladekarte, somit kann man nicht die 70€ ansetzen. Da die Ladekarte wie „es gibt eine Lademöglichkeit beim Arbeitgeber“ gerechnet wird. Unabhängig davon ob du beim AG tatsächlich laden kannst.

Vielleicht interessant zu wissen: Gesetzlich kann man monatlich zwischen den beiden Abrechnungsvarianten springen. Ob’s der AG mitmacht ist ne andere Frage ;). Falls es zwei BEVs im Haushalt gibt, müssen diese logischerweise getrennt (RFID) geladen werden, damit der Zählerstand nicht verfälscht wird.

Aber wenn ich einen Firmenwagen tanke gebe ich ja auch den Kassenzettel mit ab damit eine Rechnung vorliegt ?

Guter Punkt und schlechtes Beispiel von mir, hier mal der Originaltext der fraglichen Stelle

(Quelle: NWB Verlag, Online-Beitrag vom Januar 2021 -
Elektrofahrzeuge, Lexikon Lohnbüro 2021, Wolfgang Schönfeld * Jürgen Plenker; S.9 )

[…]Übersteigen die vom Arbeitnehmer in einem Kalendermonat getragenen Kosten für den von einem Dritten bezogenen Ladestrom
die maßgebende Pauschale, kann der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer anstelle der maßgebenden
Pauschale auch die anhand von Belegen nachgewiesenen tatsächlichen Kosten als steuerfreien
Auslagenersatz nach § 3 Nr. 50 EStG erstatten. Dies gilt entsprechend für die Anrechnung von
selbst getragenen individuellen Kosten des Arbeitnehmers für Ladestrom auf den geldwerten Vorteil. Vgl. die Erläuterungen unter dem nachfolgenden Buchstaben e

Hervorhebung von mir.

In der Praxis heißt das vermutlich du weißt deinen Tarif anhand einer Rechnung nach und die vom Zähler abgelesenen Verbräuche. Ich kann leider noch nichts stichhaltiges sagen, da ich weder Fahrzeug noch WB habe - ich habe mich nur vorab mit dem Thema auseinandergesetzt da ich der erste im Unternehmen bin der ein E-Fahrzeug nutzt. Bei mir wird es so sein, dass ich monatlich die Zählerstände durchgebe, was genau der Erstattungssatz ist, wurde noch nicht besprochen.

Das wage ich ja noch zu bezweifeln. Wenn der Arbeitgeber das so bereitstellt und das über diesen Abgerechnet wird, was bei Tesla ja schon ein riesen Problem ist, da weder als Rechnungsanschrift das Unternehmen vorgesehen ist und auch keine Rechnung zugestellt wird, mag das so sein. Wenn du aber deine privaten Daten hinterlegst und das selbst zahlst, kannst du auch die 70 € erhalten.

Nachdem ich mein Auto nun habe, habe ich das Thema mit der Steuerberaterkanzlei nochmal vertieft:

In meinem Fall gibt‘s nur die 30€ weil ich die Firmenkreditkarte im Tesla Account hinterlegt habe - wenn jemand ein privates Zahlungsmittel hinterlegt hat kann man auf die 70€ gehen und die Auslagen (SUC-Rechnungen) dann wiederum beim AG einreichen.

Laden zuhause: In meinem Fall machen wir das so, dass die 30€ als Pauschale das ganze Jahr durchlaufen, die kann man aber wohl auch erhöhen, wenn man es als Vorauszahlung deklariert. Am Ende des Jahres machen wir den „großen Kassensturz“. Dies läuft so, dass ich die geladenen KWh aufliste und beim AG einreichen, zusammen mit einem Nachweis vom Stromanbieter zu welchem Preis ich die Kilowattstunde einkaufe (Jahresabrechnung).

Edit: Hab ne Wallbox mit Zähler geordert.

Ich weiß nicht ob es jemanden hilft, scheint alles (noch) recht individuell zu sein, was man da letztlich aushandeln kann :man_shrugging:t3:.

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