Kontroverse Einstellungen in Firmen

Ein kurzer Bericht meiner Erlebnisse heute zum Thema E-Mobilität.

Der gewichtige Kunde X, welcher die Abgasführung exzellent beherrscht ist heute bei uns zu Besuch. Es gesellen sich wichtige Führungskräfte unseres Hauses hinzu und schnell werden die üblichen negativen Platitüten zur E-Mobilität geteilt.
Und nein, ich traue mich nicht zu offenbaren, dass in meiner Familie ein MY gefahren wird.
Das war am Vormittag.

Der Nachmittag gehörte einem anderen Kunden, offen, jung und disruptiv unterwegs.
Auf meine Bewunderung der beiden Ford Mustang MachE vor den Werkstoren, antwortet dieser: wir haben nun im Fuhrpark umgestellt und 60 Fahrzeuge dieses Typs beschafft.

So etwas zu erleben ist wie sich zwischen zwei Welten zu bewegen. Keine Frage jedoch zu welcher ich mich hingezogen fühle.

VG, Thomas

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Moin!

Ja, man kennt diese Art von Gesprächen. Ich bin mittlerweile raus, was Rechtfertigungen anbelangt. Ich stelle fest, dass es immer wieder die gleichen Schein-Argumente gegen Elektromobilität sind, insbesondere wenn man mit Berufsangehörigen der herkömmlichen Automobil-/ -zulieferbetrieben spricht.

Das einzige, was tatsächlich eine starke Umgewöhnung erfordert, sind Langstrecken. Da nehme dann auch ich hin und wieder mal den Diesel…

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Hi Christian,
du bist ja örtlich ganz nah dran an dem X. Beide geschätzte Kunden haben die gleiche Strecke zu meinem Brötchengeber. Der MachE benötigt 15-20 min Ladepause.
Aber der andere Kunde macht die Strecke auch nicht in einem Rutsch.

Ja, für mich ist es auch zu mühsam mich zu rechtfertigen und zu diskutieren.

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Nun ja… ich arbeite in der KFZ Zulieferindustrie. Diesel Einspritzsysteme. Bei uns wird gerade eine Produktion für Brenstoffzellen im mobilen und stationären bereich aufgebaut.

Dumme Gespräche muß ich mir da eigentlich nicht anhören und wenn dann geht es eher um Tesla anstatt um Emobilität. Es gibt einfach viele leute die scheinbar glauben das jeder Teslafahrer automatisch auch etwas mit Elon Musk am Hut haben muß. Ich stehe allgemein aber eigentlich über den Themen… habe eine sehr direkte Art an mir, da kommt jeder immer nur einmal auf die idee mir unnötig auf die Füsse zu treten.

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Was erwartest du, wenn es ein Autozulieferer ist, der ein Teil liefert, das es nur in Verbrennern gibt!

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Oh. Für mich unvorstellbar. Wir fahren heute Grünheide —> Passau und freuen uns bereits darauf. Mit einem MX75. Klar dauert es länger, als vorher mit dem Diesel. Aber wir fahren gern mit dem Auto und kommen entspannt an.
Die Umgewöhnung ging ganz fix (Abholung des Autos aus der Nähe Münchens). Umgekehrt würde ich mich nicht mehr umgewöhnen wollen.
Aber da sind die Menschen sehr unterschiedlich. Ein Freund von mir versucht auch immer, so schnell wie es irgendwie geht Langstrecke zu schaffen.

Gruß aus der grünen Heide :turtle:

Tommy

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Das iPhone hat auch jeder belächelt und schlecht gemacht. Ebenso die Kutschen und dann die darauf folgenden Autos mit Otto Motor. Dennoch haben sich Kutsche, Auto und iPhone/Smartphone durchgesetzt. Nur ein Beispiel von Evolution und Finesse geistreicher Unternehmer und Entwickler. Diese kontroversen Diskussionen erlebe ich auch täglich und belächle die Aussage die immer wieder kommen, u.a. „da komme ich ja nie ans Ziel“ oder „reicht das zum Brötchen holen“.
Ich freue mich über Menschen die offen für Neues sind und ignoriere Menschen die alles schlecht reden.

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34 Beiträge wurden in ein existierendes Thema verschoben: Off-Topic-Beiträge aus diversen Threads

Für keinen Arbeitgeber der Welt würde ich 7 Stunden am Stück ohne Pause durchfahren.

Ich fahre regelmäßig eine 670-km-Strecke, brauche nicht länger als mit dem Verbrenner, weil ich auch so Toiletten- und Kaffee- und Atempausen mache.

Aber wir kommen vom Thema ab.

Bei uns haben sie für 1.000 Mitarbeiter jetzt EINE Ladestation hingestellt. Ich meinte zur Gebäudeverwaltung, das reicht nicht, die wird immer besetzt sein und es wird Streit geben, glaubte man mir nicht.

Jetzt ist sie da und der Streit auch. :smiley:

Wir haben auch rote CEE-Dosen in der Tiefgarage, aber die darf man AUF KEINEN FALL zum Laden benutzen. Die hochwichtigen Dinger werden einmal im Jahr für eine Reinigungsmaschine genutzt.

In der Firma gegenüber fahren hingehen die Teslas raus und rein und laden kann auch jeder. Ja, so unterschiedlich ist das, aber irgendwann werden sich auch die letzten Sturrköppe beugen. Der Druck wächst, alleine derzeit haben mehrere Leute bei uns Elektroauto-Bestellungen offen. Die machen natürlich auch Druck.

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Ich kann das soooo nachfühlen. Bei uns auf dem Parkplatz stehen Fiat 500e (Sekretärin) und Model S (ich). Alle anderen lamentieren über hohe Spritpreise, auch die Fernpendler (4x die Woche Kassel-Harz). Alle Mitarbeiter haben ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Ich möchte weinen.

MfG stahlone

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Tja. Es ist davon auszugehen, dass der Nachmittagskunde übrigbleiben wird - wenn sich der Vormittagskunde nicht schnellstmöglich alternative Geschäftsfelder sucht :wink:

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Ich sage zu meinen Kollegen immer wenn über hohe Spritpreise gestöhnt wird, dass ich es mir nicht leisten kann Verbrenner zu fahren.
Klar sehr simplifiziert, aber so was bleibt im Kopf haften. :wink:

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Hmm, vlt. Zeit die Firma zu wechseln. Euer Kunde mit den MachE hat eher eine Zukunft, als der Abgasrückführungsexperte, der in ein paar Jahren ziemlich sicher bankrott ist (zumindest mit Teilen seiner Firma).

Hör nur auf. Die Firmen sind auch noch nicht in der Gegenwart angekommen.
Arbeite auch für Zulieferer. Hat auch schonmal Ladesäulen auf dem Parkplatz angefragt.
Ging das Geheule ja schon los. Müsste ja regionaler Anbieter machen und klar dauert das bis Kabel gelegt sind und Säule steht.
Haben aber ne Wallbox für ihr Poolfahrzeug,Seat Born, angeschafft.
Aber da darfst als popeliger Mitarbeiter der 6 Tage die Woche in der Bude arbeitet,nicht ran.
„Weil sonst Firma sonst Stromverkäufer und verschenken können sie ja auch nicht.
Weil dann kommen ja die Verbrennerfahrer und wollen auch Sprit bezahlt bekommen.“
Ich mein,mit ihren Verbrennern können sie ja für 5€ tanken. Mal gucken wie weit sie kommen.

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Guten Abend,

da gibt es doch einige ähnliche Erlebnisse und ich bin auch erstaunt und erfreut, dass man eine solche Transformation gut beobachten kann.

In diesen Zusammenhang bricht sich der E-Wunsch bahn: Als in diesem Frühjahr unsere Firmenwagen-Richtlinie der Realität angepasst wurde und neben den typischen zentraleuropäischen Fahrzeugmarken nun auch Tesla zugelassen wurde, gab es Besteller die Bestellungen von SUV ebensolcher Marken stornierten und einen Tesla orderten.
Seit ein paar Monaten nimmt auch die Dichte der Ladestationen vor den Werken zu, aber die sind nur für Firmenwagenbesitzer gedacht. Noch sieht man bis auf einen ID4 nur Hybride dort stehen.
Ich glaube in 6-9 Monaten wird sich das Bild gewandelt haben.

VG, Thomas

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Auch hier bestätigt sich der Satz:
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit

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Die Dinosaurier versuchen eben ihr Geschäft noch länger am Laufen zu halten.

Ist doch nachvollziehbar.

Früher oder später werden sie sich die Fakten aber nicht mehr ignorieren können.

Kommen vernünftige Diskussionen nicht zustande, ziehe ich mich auf den einfachen Standpunkt zurück, dass es ein Irrsinn ist, das Öl aus der Erde zu holen, zu raffinieren und dann für ein einmaliges Beschleunigen in CO2, Wärme und Geräusch umzuwandeln. Das kann doch einfach nicht richtig sein. Damit ist dann meine Gesprächsbereitschaft beendet.

Kommt dann das Argument, dass der Strom für den Tesla nicht grün sein, antworte ich noch, dass er insgesamt weniger Energie braucht und somit auch weniger CO2 freisetzt als ein Verbrenner. Damit ist dann Ende.

Über Stammtischweisheiten unterhalte ich mich nicht, dafür habe ich einfach keine Zeit.

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Das Hingezogen-Sein zur E-Mobilität kann ich gut nachvollziehen. Die Beschleunigung ist unschlagbar. Aber als aufgeklärter Zeitgenosse muss man wissen, wie gut das Gewissen eines in Frankreich lebenden Tesla-Nutzers im Vergleich zu einem in Polen ist, siehe diese Grafik: Redirecting...

Bitte laßt die politischen Diskussionen.
Danke.

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