Knapp 500PS Leistung für M3 Long Range ab Werk normal?

Hallo zusammen,
ich bin neu hier und lese mit Begeisterung in diesem Forum mit.

Ich steige von einem Benziner auf mein erstes E-Auto um. Ein Arbeitskollege war so nett und ließ mich seinen Tesla fahren.

Das war an einem Freitag…gleich Dienstags darauf war ich bei Tesla und habe das Auto bestellt.
Das Auto hat mich von Minute 1 fasziniert.

Jetzt habe ich auch eine Frage zur Motorisierung und würde mich freuen wenn ich erhellt werde.

Ich habe mir ein M3 LR 2021 (580km Reichweite) bestellt.
Mitte September kann ich es abholen, die Papiere habe ich schon bekommen.

Beim Durchlesen fiel mir auf, dass die Leistung echt hoch ausfällt.

In den COC Papieren steht folgendes drin:

Gebaut am: 11.08.2021
Front motor: 158KW
Rear motor: 208KW

Ergibt knapp 498PS.

Entweder interpretiere ich die Zahlen falsch oder ich hatte das M3 falsch eingeschätzt.
Hab mit 460PS gerechnet, was ja immer noch echt viel ist.

Viele Grüße

Bei den Angaben ist es wichtig zu wissen, dass man zwischen Spitzen- und Dauerleistung unterscheiden muss.

Auch wenn die Dauerleistung nicht so ist, hat man trotzdem jede Menge Fahrspass und die meisten Verbrenner fühlen sich dann elendig träge an.

2 „Gefällt mir“

Ne das passt. Ist die Peakleistung. Die liegt aber Recht früh an. Dadurch der Katapulteffekt. Du kannst dir ja sogar noch boost nachlaufen.
Ich habe nur den kleinen und der zieht schon mächtig im Vergleich zu Verbrennern.

E Antrieb ist schon was feines. Und jetzt stell dir mal vor das es mit dem Boost oder dem Performance nach zwei Steigerungen gibt.

Das Aufzuaddieren ist eben nicht richtig.

Die 440 PS stimmen schon, auf 500 PS kommt man erst mit dem Boost.

1 „Gefällt mir“

Maximal möegliche Leistung in den Zulassungspapieren heißt nicht gleichzeitig dass das Fahrzeug auch diese Leistung auf die Straße bringt (hier wird per Software eingegriffen). Rechne mit ca. 440PS… Kaufst du den Acceleration Boost kommst du auch auf die 498PS.

3 „Gefällt mir“

Abgesehen davon dass es etwas schräg ist, die Leistung eines Elektroautos in Pferdestärken :horse: anzugeben… :stuck_out_tongue_winking_eye:

(OK, ich tu’s ja auch…)

1 „Gefällt mir“

Danke für die Aufklärung.
Ach, ich denke der LR wird mehr als schnell genug sein. :hugs:
Ich bin den SR+ gefahren und fand den schon den Hammer.

1 „Gefällt mir“

sind doch 462?

Die Beschleunigung ist absolut krass wenn man das nicht gewohnt ist :+1:

In der EU muss tatsächlich die maximale Motorleistung angegeben werden, auch wenn die Batterie das nicht kann.

1 „Gefällt mir“

Gleich schräg wie bei Verbrennungsmotoren :wink:.

Ich finde man kann einen Elektromotor nicht mit einem Verbrennungsmotor vergleichen.

2 „Gefällt mir“

Wo muss dies angegeben werden, Werbung, COC Papier oder aehnliches ? Danke
Fuer meinen habe ich eine Angabe von 66 kw

1 „Gefällt mir“

Ich bin nicht sicher wo das dann im Endeffekt angegeben werden muss, aber die Messung der „höchsten Nutzleistung“ wird ohne Akku ermittelt, mit einer Gleichspannungsquelle die maximal 5% Spannungsabfall während des Tests haben darf.

Das ist auch der Grund warum Tesla in der EU richtigerweise über 700 PS beim Model S angegeben hat, obwohl der Akku das nicht hergibt. inzwischen gibt Tesla mWn gar keine Leistungswerte mehr an.
Kunden in Norwegen haben geklagt weil die nicht in der EU sind.

hier auf seite 85:

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:42014X1107(01)&from=FR

1 „Gefällt mir“

Die Zahlen im CoC sind die maximalen Leistungsangaben der einzelnen Motoren. De facto wird (zumindest beim M3P) zu keinem Zeitpunkt die maximale Leistung beider Motoren gleichzeitig (!) erreicht. Daher kann man die Zahlen auch nicht einfach addieren.

2 „Gefällt mir“

Ob der Laie Hans Mustermann auch versteht, dass er, um 700 PS einordnen zu koennen, diese Regelung 85 erst lesen und dann auch verstehen muss, ist zumindest streitbar , bei PS Angabe ohne Fussnote ( DIN/SAE/ECE R85)

Na ja, das ist eben die PS Angabe nach gesetzlicher Messung, wenn man jetzt eine PS Angabe ohne gesetzliche Grundlage macht ists auch wieder komisch :))

Klar, wir kennen PS und deswegen vergleichen wir es eben auch noch. Irgendwann, wenn es nur noch E gibt, fällt das vielleicht weg.
Wie wird das denn jetzt genau gerechnet, wie viel PS das Model 3 2021 LR mit 580km WLTP hat?

Die Papiere sind geduldig und die Verordnungen aus dem letzten Jahrhundert…

Letztendlich ist beim BEV das gesamte System wie hier schon mehrfach geschrieben relevant. Das definiert dann die „echte“ Leistung.

Vom Fahrgefühl ist ein BEV wie faktisch alle Tesla einem Sport oder gar Supersportwagen identisch nur eben ohne Krach und mit Komfort (und ganz anderen Wartungsaufwand, Vollkosten etc). Es gibt nur einen Unterschied: BAB und wirklich schnell fahren. Das ist nicht vergleichbar mit den Supersportwagen. Reichweite ja aber das Fahrwerk und auch der Antrieb sind ab 150 Km/h nicht auf identischen Niveau wie es die „PS“ Zahlen vermuten lassen würden. Das ist der einzige „Nachteil“ wenn man so will…

2 „Gefällt mir“

Mit meinem MS Raven Performance, also dem schnellsten Tesla, den es bis dato in Europa gibt, hab ich auf der Autobahn keine Chance gegen einen GT3, wenn da jemand mit etwas Ahnung hinterm Steuer sitzt. Auf kurvigen Strecken hast Du mit einer Sportlimousine wie MS oder M3 gegen kundig pilotierte Sportwagen eh keine Chance. Nur bei Dragraces, kann man auch Supersportler mit Verbrennungsmotor lahm aussehen lassen.

Trotzdem würde ich von überlegenem Fahrgefül sprechen, nicht nur von identischem! Die Mühelosigkeit, die jederzeitige Verfügbarkeit der Leistung sind einfach irre und mit keinem Verbrenner vergleichbar. Würde meine geile Karre jedenfalls gegen keinen Supersportler mit Verbrenner tauschen wollen!

Gruß Mathie

2 „Gefällt mir“