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Klimaschutz, Umweltschutz, CO₂ allgemein

Ist es nicht eine gute Idee eine Stromtankstelle zu bauen? Mit ein bißchen Geld ein Dach mit PV Panels, die Seitenwände mit Stromspeichern und dann den Strom an Fahrer von Elektroautos verkaufen. Am besten in einer Gegend mit vielen Wohnungen wo man nicht einfach in der eigenen Garage laden kann. Was denkt ihr?

Fast überall braucht man für so etwas diverse Sondergenehmigungen. Strom verkaufen wird vom Kartell gut überwacht.

Leider nein. Du brauchst den Grund, den muß jemand verkaufen. Dann ist das „bißchen“ Geld futsch. Gehst Du von einem Fahrzeug a la MS aus, hat das Dach villt. 10qm, um den Stellplatz zu bedecken. Seien es 12, mit etwas Überstand. Sind freundlich gerechnet, 8 Standardmodule. Nimmst Du Topware, kommen da 320 Wp raus. Hoffst Du auf 8 Std. Sonne sind das 8x8x0,32 kWh Ertrag/Tag. Rund 20kWh. Damit kommt das S rd. 100km weit, ohne Speicherverluste gerechnet und mit 50km/Tag Fahrleistung, könntest Du also gerade mal einen miesen Tag abfedern.
Was die PV Installation kostet, kann OSED sicher besser sagen, aber liegenbleiben wird da einfach nix.

Eher Sinn macht, wenn man einen eigenen Stellplatz hat, so ein Ding als Carport zur Eigenversorgung draufzustellen.

Wenn Elon Recht hat, und wir Vollautonomie erleben, wird’s interessanter, dann könnten die Autos selbsttätig „freie“ Ports aufsuchen, während Herrchen in der Arbeit ist :wink:. Aber auch dann ist es heikel, weil Autos nunmal mit „spontan“ assoziert sind. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Unwägbarkeiten des täglichen Terminplans abgefangen werden könnten.
Deswegen denke ich, die Robottaxi-Idee, die Masse der eigentlich unnütz besessenen „eigenen“ Autos ablösen, tatsächlich als einziger Ansatz aus dem Dilemma führen kann.

Mann, was schreibt man nicht alles, um sich bei der Hitze vor’m arbeiten zu drücken :mrgreen:

Aber eigentlich nur dann, wenn man den Strom im Haus an die Bewohner verkaufen will. Bei einer Volleinspeisung gibt es da doch keine Besonderheiten, oder habe ich etwas verpasst?

Volleinspeisung geht natürlich immer, aber angesichts des Eigenverbrauchspotentials in einem Wohngebäude ist es halt schade wie komplex die Mieterstromregelungen sind.

Auch bei VE ist zu klären wem das Dach gehört und wer die Anlage betreiben darf und wie das geregelt wird

Chennai trocknet aus – ein düsterer Vorbote für die Zukunft

Die Migrations-Krise an der US-Grenze macht in diesen Tagen wieder Schlagzeilen. Währenddessen trocknet auf der anderen Seite der Welt eine Millionenmetropole aus und liefert eine düstere Prognose, was die USA und den Rest der Welt erwarten wird, falls der Klimawandel nicht ernsthaft angegangen wird.

Ein Artikel im Watson:

watson.ch/international/ana … ie-zukunft

spiegel.de Laufzeiten von Kohlekraftwerken gefährden Klimaziel

Enyway hat daraus eine Grafik erstellt, wie sich die „bis zum Jahre 2070“ aufgezeigten Daten aufteilen:

weißt Du @Bones… es ist alles so offensichtlich und ich glaube auch viele Menschen würden das verstehen. Ich weiß auch nicht woher die flächendeckende Ignoranz herkommt. Gerade wir hier in Deutschland sind in den Top 10 des bisherigen von Menschen ausgestoßenen CO2s. Wir haben ein BIP von 3,6MRD USD, und da sollen ein paar Euro lokale Wertschöpfung nun das Problem sein?

Staus kosten 80MRD Euro und da flippt auch keiner in jeder Fernsehsendung aus. Aktuell liegt die Vergütung für PV bei rund 4Ct über dem EEX Preis und auf der Höhe des EEX Preises vor dem Siegeszug der EEs, Ausschreibungen liegen schon auf dem Niveau des EEX oder darunter.

Was soll das Ganze?

Sehr klug, sehr klar, sehr gutwillig (und sie berät die Bundesregierung):

youtube.com/watch?v=3vhuFlVGBeI

(Info zum Link, es geht um „Maja Göpel („Scientists For Future“) - Jung & Naiv: Folge 420“)

Jetzt müssten nur noch die Politiker nicht so beratungsresistent sein! :laughing:
Aber das Interview ist gut (gibt es übrigens auch als Podcast). Nur hat sich Frau Göpel sichtlich schwergetan die vielen Fremdwörter zu vermeiden. Man kann das ganze gut und gerne mit 0.75-Geschwindigkeit hören! :wink:

Danke, ja. Tschuldigung.

Und wie ist das erste Jahr ausgegangen?

Mach die Auflistung heute Abend…hab bei der Hitze draußen seit Wochen keinen Bock mehr Abend mich noch irgendwie zusätzlich zu bewegen… .

EDIT: Hab grad versehentlich auf das X geklickt nach 45minuten Tippen… :blush: Ich hock mich morgen noch mal hin, hab jetzt keinen Bock mehr :frowning:

So, neuer Versuch, diesmal aber die Kurzfassung :smiley:

Objekt ist ein EFH, 190m2 Wohnfläche im OG und EG, im Keller werden von 85m2 58 bewohnt bzw. genutzt. Gebaut wurde klassisch. Isolierter betonierter Keller, das Haus ist mit Massivholzwänden (MHM System) und Holzdecken gebaut. Die Aussenwände sind 50cm (12mm Gipsplatten, 340mm Holzwand genagelt, 140mm Holzfaserdämmung). Im EG sind relativ viele grosse Fenster die bis zum Boden reichen, da wäre Isolationspotential. Aber Helligkeit war uns wichtig.
Geheizt wird mit Infrarot-Panelen welche in den Decken und Wänden versenkt montiert sind. Heizen mit Fussbodenheizung fällt aufgrund der Konstruktion aus. Radiatoren gehen bei Fensterfronten bis zum Boden auch nicht… Die Leistung geht von rund 200W bis 650W. Gesamthaft sind 3.650W Heizleistung installiert. Das würde reichen, da diese Art zu Heizen aber inzwischen verboten ist und man mindestens 50% aus Erneuerbaren Energien machen muss (PV für die IR-Heizung zählt nicht, Netzstrom für ne Wärmepumpe seltsamer weiser zählt als erneuerbar…) wurde noch ein Pellets-Ofen dazu installiert. Eingestellt ist es so dass der Pellets-Ofen 2 x am Tag für 20 Minuten rennt und damit einmal morgens und einmal abends bevor man nach Hause kommt die Temperatur auf rund 23 Grad anhebt. Verheizt werden Pellets aus lokaler Ökoproduktion etwa 8km entfernt. Die IR-Panels müssen dann nur noch die Temperatur halten während der Nacht und am Tag. Eingestellt sind 21 Grad überall bis aufs Schlafzimmer, dort haben wir 19 Grad. In der Nacht wird dazu Netzstrom benutzt (20% Wasserkraft, 80% Atomkraft), tagsüber reicht die PV-Anlage grad so dass es reicht. Das Verhältnis Netz-/PV-Strom liegt bei rund 60/40. Verbrauchswerte kommen später.

Warmwasser wird über eine Luft-Wärmepumpe mit angeflanschten 200l Boiler. Der arbeitet im Winter mit Netzstrom und im Sommer mit PV-Strom. Hier hab ich präzise Verbrauchsdaten.

Die verbaute PV-Anlage hat 10,45kWp und liefert im Sommer viel, Herbst, Winter und Frühjahr relativ wenig. Es reicht tagsüber grad so für die Heizung. Aber es gibt auch Tage da ist die Produktion weniger als 2kWh, im Schnitt im Winter um die 4kWh… Es gibt keine spezielle Vergütung, nur die üblichen 3Cent Einspeisevergütung. Bei 7€ zusätzlicher Gebühr pro Monat für den Zähler is das im Winter ein Defizitgeschäft… :smiley: Aber eventuell wird da noch etwas erweitert in Zukunft.

Im Haus wohnen 2 Erwachsene und 1 Katze. Dazu sind 2 Elektroautos die geladen werden, wobei das Model X deutlich mehr lädt als das S. Aber hier mal die Verbrauchsdaten vom 1. Juli 2018 bis 30. Juni 2019:

Wasserverbrauch: 43,5m3
Pelletsverbrauch: 330kg
Strom IR OG: 687,40kWh
Strom IR OG: 232,30kWh
Strom Warmwasser: 326,54kWh, davon 258,25kWh aus PV

Produziert gesamt: 10610,80kWh
Stromverbrauch: 7398,17kWh
Eigenverbrauch: 2829,86kWh
Netzverbrauch: 4568,31kWh

Stromverbrauch Model X: 1832kWh Netzstrom, 351kWh PV Strom
Stromverbrauch Model S: 58kWh Netzstrom, 54kWh PV Strom

Kostentechnisch denke ich sind wir nicht so übel dabei. Die Pelltes kommen auf etwa 83€, der Strom für die IR Heizung wenn ich jetzt mal den Netzstrom als Basis nehme (16Cent/kWh) beläuft sich auf 147€, Strom fürs Warmwasser sind 52€. Was der Strom von der PV-Anlage kostet müsste man gesondert betrachten. Damit wären wir bei rund 282€ für ein Jahr. Da kann man nicht meckern.

Wie viel das in CO2 ist weiss ich aber nicht da es keine Portale oder sonst was gibt die das erfassen und berechnen könnten… Denke aber so schlecht stehen wir da nicht unbedingt im Feld.
Wird auch noch alles etwas sparsamer und effizienter in Zukunft, da sind noch einige Pläne offen :slight_smile:

CO2 Verschmutzungsrechte: neuer Rekord-Höchststand aktuell bei 28,50 € je Tonne

Hoffentlich fallen bald die 30 €.

CO2 Steuer, gerade in den Nachrichten, Benzin 1,90 €. Für den Anfang. Ist steigerungsfähig.
Strom soll günstiger werden. Evtl Stromsteuer mindern. Stromsteuer ist derzeit 2ct pro kWh.

Wir haben ja im H2 Faden etwas über den Anteil der Autos gesprochen. Also für Deutschland sollte es ja relativ einfach darstellbar sein. Ca 40 Mio Autos mit ca. 13.000km und ca. 150g CO2. Sind also 78.000.000to CO2 direkter Emissionen.

Deutschland hat 2018 866.000.000to CO2 ausgestoßen. Somit hat der individuelle Verkehr ca. 9% der CO2 Emissionen in Deutschland verursacht. Ich denke auf ein paar Prozent hin oder her kommt es jetzt nicht an.

Laut verschiedenen Studien kann ein E-Auto das CO2 um 20-40% reduzieren, als rund 3-5% der deutschlandweiten CO2 Emissionen.

Das Auto ist wirklich ein wichtiger Bestandteil der CO2 Reduktion aber nicht die einzige!

In diesem Punkt bin ich mit Dir völlig einig - vor allem mit „ein wichtiger Bestandteil der CO2 Reduktion“.

Genau daher versuche ich ja immer wieder aufzuzeigen dass es noch viel mehr gibt als nur ein E Auto. Ich fahre E Autos ja auch aus voller Überzeugung nur eben gibt es noch 95% andere Möglichkeiten als das Auto auf Strom umzustellen.