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KFW-Förderung einer Wallbox mit weniger als 11kW?

Moin zusammen,

ich wollte euch mal nach euren Erfahrung zu einer Förderung eine Wallbox mit weniger als 11kW Leistung fragen?

Hintergrund:
Meine Installation erlaubt ohne große Umbaumaßnahmen nur eine Dauerleistung von 2,3kW.
Nun habe ich den Kostenvoranschlag für die Verlegung einer CEE Dose inkl. aller Arbeiten und Montage und liege hier bei ca. 800€.
Dann kam mir die Idee doch mal zu schauen, ob eine Förderung nicht ggf. doch infrage kommen könnte, zumindest wenn ich eine Wallbox installieren lasse und diese auf 2,3kW drossele.
Dazu habe ich mir das Merkblatt zum Zuschuss Ladestationen für Elektroautos – Wohngebäude (440) durchgelesen.

In diesem steht u.a.:
Der Zuschuss beträgt pauschal 900 Euro pro Ladepunkt.“ und noch viele weitere Bedingungen.
Des weiteren steht dort geschrieben:
Die Ladestation kann einen oder mehrere Ladepunkte mit einer Ladeleistung von genau 11 Kilowattpro Ladepunkt aufweisen.

Und nun kommt der Knackpunkt!

Im folgenden Absatz steht:
Die Ladeleistung entspricht entweder der Nenn-Ladeleistung, die vom Hersteller ausgewiesen wird, oder der eingestellten Ladeleistung. Die Einstellung der Ladeleistung darf nur von autorisiertem Fachpersonal vorgenommen werden.

Für mich liest es sich somit erst einmal, als könnte ich potentiell auch eine 11kW Säule installieren und diese entsprechend der Gegebenheiten nur mit 2,3kW nutzen.

Nun steht weiter hinten jedoch noch folgendes, was ich nicht unbedingt als vollständiges Ausschlusskriterium deuten würde:
Die geförderten Anlagen müssen, wo technisch durch Vorhandensein eines 3-phasigen Wohnungsanschlusses möglich, 3-phasig an die Stromversorgung angeschlossen werden.

Dieser 3-phasige Wohnungsanschluss ist vorhanden, jedoch ist es bedingt durch das Alter der Installation nicht möglich, den bestehenden Sicherungskasten zu erweitern sondern es müsste ein weiterer Sicherungskasten installiert werden, mit einer Unterverteilung.

Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht? :slight_smile:

Ja, habe eine Ablehnung bekommen, weil sie genau auf 11 kW eingestellt sein muss, ich sie wg. einphasigem Anschluss auf 2,7 KW reduziert habe. Ich poste später den genauen Ablehnungsgrund-Text. Ich kann allerdings die Bestätigung nachreichen, wenn sie auf exakt 11 kW eingestellt wurde.

Edit: Hier der Text im E-Mail, der Elektriker hatte die Drosselung auf 2,4 kW aus technischen Gründen bescheinigt:
"Für eine abschließende Prüfung der Auszahlungsvoraussetzungen fehlen uns folgende Unterlagen/Informationen:

  • Eine Bestätigung des Fachunternehmens, dass die Ladestation auf genau 11KW eingestellt ist. Wird die Ladestation unter 11 KW gedrosselt, ist eine Förderung nicht möglich.
  • Die tatsächliche Ladeleistung pro Ladepunkt darf während des Ladevorgangs davon abweichen.

Sie haben noch einmal die Möglichkeit, Ihre Nachweise im KfW-Zuschussportal hochzuladen."

Die Frist läuft solange wie auch die Frist zum Einreichen der Unterlagen läuft, irgendwas in 2022.

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Es geht hier um das Ladegerät bzw. dessen Ladeleistung. Entweder ist es vom Werk aus ausschließlich mit 11 kW zu betreiben (also „vom Hersteller ausgewiesen“) oder es hat eine Einstellmöglichkeit und wird diese durch Fachmann auf 11 kW eingestellt.

Ein 11 kW Ladegerät kann aber auch mit x<=11 kW laden, wenn du diese im Auto einstellst (sofern möglich). Das ist kein Problem. :slight_smile:

PS: Ich weiß nicht wie viel Kabel du evtl. tauschen musst, aber wenn der Elektriker eh schon da ist, dann sind es keine große Zusatzkosten die Verkabelung auszutauschen.

Das würde ich so pauschal nicht sagen. Wer keinen Keller hat (im Norden gar nicht so unüblich), bei dem können die Malerarbeiten erhebliche Kosten bedeuten, wenn der Hausanschluss sich in einem Wohnraum befindet und man zur Garage quer durch das Haus ein Kabel ziehen muss.

Ja, ok, natürlich abhängig davon ob er 50 Meter oder 5 Meter tauschen muss, kann der Preis unterschiedlich anfallen. Und man kann schon einiges selbst machen. :wink:
Ich habe ehrlich gesagt außer Anschließen alles selbst gemacht, da bei mir auch schöne Buddelarbeit nötig war und insgesamt ~30 Meter (5x6 und 3x2) Kabel verlegt bzw. an der Wand befestigt habe, damit wir endlich vernünftiges Lich und Steckdosen im Carport haben. (Carport ~14 Meter vom Haus entfernt.)

Im Außenbereich ist alles vergleichsweise einfach. Das Problem sind die durch Kabelführungen in Wohnräumen unter Putz zerstörten Wände/Tapeten. Die Kosten der Wallbox sind da noch der kleinste Teil.

Moin zusammen,

das Problem ist vielmehr, dass ich in einer WEG mit 33 Wohneinheiten (über mehrere Gebäude) wohne. Der Hausanschluss versorgt 6 Wohnungen und leider ist der Sicherungskasten so alt, dass der Elektriker dort seiner Aussage nach, keinen neuen Anschluss für 11kW setzen kann, dafür müsste er daneben einen neuen Kasten mit Unterverteilung anbauen.
Und das ist das teure hier, die neuen Leitungen legen wäre nicht das Thema.
Deshalb wurde mir ans Herz gelegt, doch die bestehenden Leitungen mit den entsprechenden Leistungsgrenzen (2,3kW) zu nutzen.
Wenn noch mehr Personen an einer Station interessiert sein sollten, dann wird es noch schlimmer, denn unser Hausanschluss ist durch die Warmwasserbereitung mit Strom schon ausgelastet und mehr als eine 11kW Station würde der Elektriker seines Aussage nach nicht anschließen wollen. In diesem Fall müsste ein neuer Anschluss von den Stadtwerken gelegt werden. Von den Kosten einer Station mit separater Abrechnung etc. möchte ich gar nicht erst sprechen, das geht nicht unter 5-stellig. :frowning:

In deinem Fall würde ich dann vorerst das mit KfW lassen und nur auf Eigenkosten eine blaue CEE16 vom Elektriker installieren lassen mit passender Verkabelung und die Sicherung kann später bei Bedarf angepasst werden. Wenn, dann würde ich schon gute Kabel verwenden, um „Zukunftssicher“ zu sein.
Danach bei Tesla kannst du noch ein CEE16 Adapter zu deinem UMC2 kaufen: kostet 50 €. Somit hast du eine günstige und für deine Möglichkeiten passende Lösung, womit du vorerst mit 10 A (~2,3-2,4 kW) laden kannst, aber sobald die Sicherung diese ermöglicht, später mit bis zu 3,8 kW laden kannst. Wenn du täglich nicht viel mehr als 100 km fährst, dann wird es völlig ausreichen, da Übernacht genug nachladen kannst und wenn es doch schneller gehen soll, dann halt Unterwegs DC laden oder beim Einkaufen mit 11 kW nachladen, usw.

Genau das war auch mein Plan.
Aber ich spiele momentan mit dem Gedanken, 6 Monate einfach nur extern zu laden, da wir ggf. umziehen werden (hat sich erst vor Kurzem ergeben).
Auf meinem direkten Arbeitsweg habe ich einen Aral Pulse Lader sowie einen 150kW EnBW Lader, dazu kann ich bei uns in der Nähe mit 50kW kostenlos laden sowie habe eine 11kW Station in ca. 800m Entfernung. Wird zwar nicht kostenoptimal, aber ich muss sehr sehr viel fahren um diese Differenz reinzufahren.

Im Grunde ist meine Frage ja nun beantwortet, also denke ich können wir diesen Thread schließen. :slight_smile:
Ich danke euch für eure rege Anteilnahme!
LG

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Den würde ich verwenden. Ein oder zwei Mal die Woche das Auto für paar Stunden dort lassen und fertig. Such dir eine Ladekarte aus was dort am günstigsten wird, dann kannst du mit etwas Glück sogar günstiger laden als Zuhause.