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Kein Fahrverbote für Diesel, dank Dobrindt

Dobrindt macht das was er am besten kann - Wahlkampf

:laughing:

Es gibt leider immer zwei Seiten der Medaille. Viele Menschen sind halt sehr weit weg der E Mobilität und unser Wohlstand ist halt ein wackeliges Gebilde. Viele unserer Kunden haben was mit der Automobilindustrie zu tun direkt oder indirekt.
Man muss jetzt sehr vernünftig vorgehen aber auch ganz klar machen dass bei Neuwagen das so nicht mehr geht. Die alten so nachrüsten dass es erträglich wird in den Städten.

Zweierlei: Ehrlich gesagt empfinde ich es als reichlich bevormundend, wenn hier einem Teil der Bevölkerung zukünftig mit ihren legal erworbenen Fahrzeugen ein Teil ihrer Mobilität genommen werden soll, ohne dass Alternativen zur Verfügung stehen oder der Verursacher hierfür einstehen muss.
Bedeutet: Entweder es wird den Schummelkonzernen aufgegeben, für Abhilfe zu schaffen, oder es müssen Alternativen her, die einen 1:1 Ersatz ermöglichen. Und jetzt kommt mir nicht mit der Zoe, die ist kein Ersatz für den Familienvater, der seinen VW Caddy Diesel als Gebrauchtwagen mit seinem wenigen Ersparten angezahlt hat und immer noch abbezahlt. Freie Fahrt nur für die, die es sich leisten können? Sicher nicht, da wird keine Institution der Welt mitmachen…

Zum anderen ist aber klarzustellen, dass es ein ‚Weiter so‘ nicht geben darf. Es müssen bezahlbare Alternativen geschaffen werden, ob es Elektromobilität, Wasserstoff, oder was auch immer ist. Vergünstigungen für Diesel müssen weg, sozialverträglich. Strom muss günstig und grün und vor allem jederzeit verfügbar sein, das gleiche gilt für etwaige Alternativkonzepte. Auch muss eine Regelung her, die jedem klarmacht: Pass auf, wenn du genau dieses Auto kaufst (nicht: gekauft hast!), wirst du später vielleicht nicht mehr in die Städte fahren dürfen.

Alles andere wird am Willen der Wähler, am Wollen der Parteien und an den Gerichten scheitern. Und das ist auch in Ordnung so, egal wie es eine privilegierte Schicht aus Leuten sehen mag, die sich jegliche alternative Mobilität hält erkaufen kann (zu der ich mich auch zähle)…

Jein…
Leider ist es auch so, dass der große Teil gewisser Schichten Beratungsresitenz sind und wie Lemminge in die Richtung aller laufen. Auch ist es der Teil der Bevölkerung die als Mehrheit zur Kasse gebeten werden und das sang und klanglos dulden und dankbarerweise auch schnell wieder bei der nächsten Wahl vergessen haben.
Fakt ist doch dass das ganze Gebilde aus Versprechungen der Autoindustrie von Spritverbrauch Abgaswerte und schöner heilen Welt von allen als „naja“ Wahrheit bewusst geduldet wird. Dann darf ich auch nicht jammern, wenn ich die Rechnung bekomme.
Versuch heute mal mit einem 30 jährigen der in die gesetzliche Rente einzahlt über seine Rentenbezüge zu sprechen…da kommt dann oft als Antwort… da wird sich der Staat dann schon was einfallen lassen…

Es ist auch bevormundend wenn jemand sein Abgasrohr gegen meinen Willen meiner Tochter ins Gesicht hält…

Mit den Argumenten biste aber an vorderster Front wenn es darum geht es den Alternativen so schwer wie möglich zu machen :wink: Was hat deine Tochter denn mit dem Gesicht hinter einem Abgasrohr zu suchen?

Da sind wir hier jetzt weiter :smiley: Bald kommt die Pauschalsteuer für Elektrofahrzeuge… ^^ Genau so macht man das mit dem Umstellen…

Auf dieser Ebene diskutiere ich nicht.

Ich glaube das Umdenken muss erst mal im Kopf der Bürger stattfinden und nicht von oben diktiert werden.
Wenn ich meine Nachbarn sehe, klar die wollen sauber Luft aber ihren alten Diesel wollen sie nicht abgeben oder dann einen beim Neu Kauf auch noch nicht das alte gewohnte ablegen.
Es liegt aber auch ganz groß an den alternativen. manche Leute fahren halt nur Mercedes und dann aber auch keinen hässliche B-Klasse.

Einfach mal an die Stresemannstrasse in HH um 09:00 Uhr hinstellen. Ein 4 jähriges Mädchen ist ungefähr auf Auspuffhöhe eines jeden LKW.

Weiterhin muß man sehen, wie sich Abgase in Bodennähe verhalten. Faktisch hat sie das Auspuffrohr im Gesicht - da hat OSE völlig Recht.

An alle, die denken, dass der german mainstream „von allein“ umdenkt !

VERGESST ES !

Schaut Euch mal die Umsätze und Verkaufszahlen von VW an !

Seit September 2015 gibt es Dieselgate. Jemand, der das wirklich mal für sich anständig reflektiert, würde bis auf weiteres KEINEN VW mehr kaufen. Das ist meine Meinung.

Und was passiert ? Es wird gekauft wie noch nie !!!

Es interessiert die Leute nicht !

Würden wir freiwillig Müll trennen ohne Verordnung ? Würde es ohne EEG einen selbstverständlichen Einspeisevorrang für Erneuerbare geben ?
Würde es überhaupt Ökostrom ohne Gesetze geben ?

Politiker und der Staat sind dafür verantwortlich, Schaden vom Volk abzuwenden. Jeder, der auch nur ein kleines Ehrenamt inne hat, schwört das ja schon auf kommunaler Ebene.

Wenn ich erkenne, dass es einen Schaden gibt, der auch immer größer wird - und das ist zweifelsfrei der Fall im Abgasskandal - dann muß ich auch diesen Schaden mindern oder abwenden.

Bei diesem Vorgehen DARF mich nicht die Meinung einer Mehrheit (so sie denn überhaupt vorhanden ist) während einer Legislaturperiode interessieren, wenn zweifelsfrei feststeht, dass der Schaden vorhanden ist UND er durch mein Handeln gemindert oder abgewendet werden kann. Ich muß mich an meinen Eid halten. Ein mögliches Kalkül einer eventuell nicht mehr stattfinden Wiederwahl durch eben eine solche ggf. unpopuläre Entscheidung darf die Entscheidung als solche nicht beeinflussen.

Nur, weil alle an ihren Stühlen kleben, passiert hier doch nicht.

Niemand sagt, das morgen mit dem Diesel Schluß sei. Frag doch mal die Leute, die in HH an der Stresemannstrasse wohnen !!! Die sind uns alle scheißegal ? Man da sind Kindergärten in der Nähe !

Was machen wir denn hier - das ist unglaublich !

Fahrverbot für diese Strasse. Diesel ab 2020 nicht mehr in die Innenstädte. Ab 2025 keine Verbrenner mehr in der Innenstadt. Dieselförderung ab 2020 weg. Ab 2030 gar keine Verbrenner mehr.

VW ist ein marktorientiertes Unternehmen, das gern Gewinne erzielen möchte und überleben will. Selber verstehen sie es nicht, also setzt Politik wiedermal die Rahmenbedingungen richtig und dann sollen die Leute eben bei VW kaufen - nur eben keine Verbrenner mehr.

Ihr werdet staunen, wie schnell VW ganz famose Autos bauen kann.

Dieses Warten ist aus meiner Sicht mittlerweile grob fahrlässig ! Seitens der Hersteller UND der Politik. Für mich nehmen die aktuellen Entscheidungsträger Ihr Mandat im Sinne des geschworenen Eides nicht wahr. Sie handeln nicht ehrenhaft !

Würde heute klar sein, dass die Stickoxide hauptsächlich durch Kastanienbäume verursacht werden, dann gäbe es morgen ne Verordnung, übermorgen den Druchführungserlass und nächste Woche gäbe es keine einzige Kastanie mehr in HH ! Danach würde man dann mit Eichen aufforsten…

Aber nein - es ist ja des Deutschen liebstes Kind !

Ich kann in unserer Verfassung nicht das Recht auf individuelle Mobilität mit Verbrennungsmotoren erkennen. Tut mir Leid - das gibt es einfach nicht. Daran zu appellieren ist völlig irreführend. Motorradfahren hat auch nichts mit Freiheit zu tun - schon mal gar nicht, wenn die Teile irre laut sind !

Schuld sind die Hersteller. Wenn der vielzitierte Familien-Caddy nicht ersetzbar ist, dann ist es die Aufgabe der Politik, hier Rahmenbedingungen für die Regulierung des Streitfalls zu setzen und Aufgabe des Herstellers, dem nachzukommen. Funktioniert sogar in den USA UNTER TRUMP !!!

Wir sind 4 Personen + Hund und fahren gern mit der ZOE rum - funktioniert zu 98% im Alltag. Für den Preis unserer ZOE bekommt man bei VW keinen Caddy, der Türen und ein Lenkrad hat…

Es gibt kein Recht darauf, einmal im Jahr mit einem Auto bis nach Italien mit nur zwei mal Anhalten zu kommen - gibt es nicht ! Es gibt dieses Recht schon gar nicht, wenn ich durch mein Verhalten Belange Dritter berühre - vor allem in punkto Gesundheit. Ob ich das nun selber verschuldet habe, oder andere.

Wir müssen mal davon wegkommen, dass immer alles gleich irgendwie ein Recht oder Rechtsgut ist, nur weil wir das seit 50 Jahren so machen. Freiheit ist sicher ein Grundrecht, hat aber mit nem Auto nichts zu tun. Nur, weil ich ab morgen keine Plastikjogurtbecher mehr kaufen kann, wird dadurch rein gar nichts eingeschränkt und niemandem auf die Füße getreten.

Das Bessere - gerade wenn es offensichtlich ist, muss manchmal einfach durchgesetzt werden. Denn das Bessere wollen VW & Co z.B. für OSEs Tochter schon mal gar nicht…es gilt aber, seine Tochter zu schützen und nicht VW, seine Tochter benötigt unseren Schutz, weil sie selber nicht dafür sorgen kann. Um VW kümmert sich der so viel gepriesene Markt selber !

+1000

gut zusammengefasst. Danke!

Ich kaufe in meinem Leben keinen VW mehr. Auch nicht als EV. Sorry, für mich haben sie Ihre Glaubwürdigkeit eingebüsst. Und Ihr Kunden verraten und bisher zumindest in Europa abgezockt und betrogen. Ja, ja - alles legal, schon klar. Legalisiert durch Lobbyarbeit davor und über den Tisch ziehen der Regierungen (die es auch noch dazu zugelassen haben). Das ist aus meiner Sicht ein sehr hoher Level an moralischer Fehlhaltung - man wusste es besser!

Konsequenz für mich: Ignorieren auf Lebenszeit.

Wenn Fahrverbote nicht gehen, dann bleibt noch ein Entzug der Typgenehmigung, sofern der Halter keine Nachrüstung auf bessere Abgaswerte nachweisen kann.

De Facto müsste man alle grünen Plaketten (Euro 4, 5 und 6) abkratzen und erst nach Erfüllung verschärfter Tests wieder erteilen. Euro 5 waren bisher 180mg NOx pro Kilometer beim NEFZ Prüfzyklus, Euro 6 sind 80mg. Mache daraus 180mg im RDE („Konformitätsfaktor 2.1“) als Ziel einer Nachrüstung. Was immer noch viel ist. Die Nachrüstung wird geprüft und abgenommen, damit ist die Betriebserlaubnis für jedes Fahrzeug (also ohne Einzelabnahme) gegeben, das diese Nachrüstung absolviert hat.

Dazu stichprobenhaft Kontrollen, wer seine Nachrüstung bei einer Hinterhofwerkstatt hat machen oder gar dort wieder deaktivieren lassen. Nur dann wird sich die Luft schneller verbessern, als die PKW-Flotte ausgetauscht wird.

Nicht falsch verstehen: Alles valide Überlegungen - allerdings alles aus einer Elfenbeinperspektive, da man selbst ja schon „vorgesorgt“ hat. Die faktische Enteignung wird NIEMALS kommen, jedenfalls nicht ohne Entschädigung durch die Verursacher (VW & Co.) oder andere Alternativen. Das überlebt kein Politiker, wenn auf einmal der Familienvater nicht mehr in die Stadt mit seinem Auto darf - es kann nur für die Zukunft funktionieren, und hier MUSS natürlich von Politik, Justiz und letztlich den Menschen umgedacht werden. Nur das bringt Wandel.

Das unterschreibe ich vollinhaltlich. Die Verursacher müssen haften und entschädigen. Dann kann sich die Industrie und der Staat ausmachen, wer wieviel vom Schaden verursacht hat.

Damit wäre das Grundrecht „Eigentum am fahrbaren Untersatz“ höher gestellt als das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Die Städte können schmutzige Autos nicht aussperren, wie können dann die EU-Umweltauflagen erfüllt werden?

Wären City-Maut-Tickets gesetzmäßig und juristisch sicher? Dann die Stinker zur Kasse bitten, so dass eine Fahrt 3x so viel kostet wie eine ÖPNV Tagesticket.

Gegenfrage: Wohin sollen die Menschen ausweichen, die die Stickoxide (und all den anderen Dreck) jeden Tag einatmen müssen? Sollen alle Familien mit Kindern aus Stuttgart weg ziehen, damit man dort weiter rumdieseln kann?

Ich gebe Dir recht, das Diesel-Fahrverbot trifft großenteils die Falschen. Trotzdem ist es der richtige Schritt, denn so lange es keine Fahrverbote gibt, wird auch der Absatz an Diesel-Fahrzeugen nicht geringer. Dazu genügt es, einen Blick in die Zulassungsstatistik zu werfen. Und die Hersteller ziehen sich darauf zurück, dass sie die Fahrzeuge produzieren, die die Kunden nachfragen. Wer etwas ändern möchte, kommt nicht darum herum, die Verbraucher in die Pflicht zu nehmen.

Jeder von uns kann die deutsche Autoindustrie bei ihrem schwierigen Weg weg vom Diesel unterstützen:
:arrow_right: 250 neue Fördermitglieder für die DUH!

Man hat es letztendlich auch geschafft das Rauchen weitgehend aus dem öffentlichen Raum zu verbannen, das dauert mit den Verbrennern nur so lange weil die deutsche Autoindustrie sich sträubt. Dass Lobbypolitiker wie Dobrindt sich da willfährig einspannen lassen, sollte niemanden überraschen.
Es muss auch viel mehr Aufklärungsarbeit betrieben werden wie dreckig und gesundheitsschädlich die Nutzung von fossilen Brennstoffen wirklich ist, sei es zur Energieversorgung oder zum Transport. Mit dem Rauchen hat es ja auch funktioniert. Bei den Verbrennern gibt es zusätzlich zu den sowieso Unbelehrbaren allerdings noch eine viel größere Zahl Unwissender, diese müssten mal richtig aufgeklärt werden. Den meisten Menschen ist doch immer noch an der Gesundheit ihrer Kinder und Enkel gelegen.

Um ein bisschen Star Trek mit rein zu bringen:
Das Wohl von Vielen (Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit), wiegt schwerer als das Wohl von Wenigen oder eines Einzelnen (Eigentum am fahrbaren Untersatz).

:mrgreen:

Sorry, aber ich fürchte, mit dieser Argumentation wird man kaum durchdringen - um es offen zu sagen: Dieses Forum ist eine Informationsblase, die Realität sieht meist (leider) anders aus: Am Ende des Geldes ist noch viel Monat übrig, da interessiert der CO2- / NOx-Ausstoss nicht sonderlich. Solange es keine Alternativkonzepte gibt, wird niemand dieses Thema angehen - unabhängig davon, ob es sich um ein Problem der „Komfort-Zone“ oder eine „essentielle Einrichtung“ handelt. Rauchen ist ein sehr sehr schlechtes Beispiel, weil niemand darauf angewiesen ist - was aber würde z. B. ich machen, wenn ich mir kein E-Fahrzeug leisten könnte? Einkauf, Fahrt zu den Eltern, etc. - alles mit ÖPNV? In die Stadt, wo ich wirklich genau in der Mitte lebe, komme ich nicht mehr rein mit meinem Fahrzeug (ich fahre keinen Diesel und könnte auch elektrisch fahren)? Sorry Leute, aber ihr solltet doch selbst merken, dass das unrealistisch erscheint - jedenfalls zum jetztigen Zeitpunkt. Wären Alternativen (ÖPNV perfekt, Lieferserivces, Wasserstoff-/E-Mobility, etc.) zu Preisen und in den entsprechenden Mengen verfügbar, würde dies anders aussehen. Ein paar „Verpenner“ wird es immer geben, aber die fallen dann nicht mehr so ins Gewicht.

Ich weiß, es mag für euch nicht vorstellbar sein: Aber auch ein Auto für u30k EUR ist für viele Leute kaum bezahlbar. Dass man diesen Menschen das Recht auf Mobilität nimmt, wird zumindest derzeit beim jetztigen Gefüge von Politik, Wirtschaft, Justiz und Wähler NIEMALS durchkommen, egal, wie man dazu steht.