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Kaufpreisminderung - aber wie viel?

Hi, ich habe im Mai diesen Jahres mein Model S P85 +, Bj. 12/2013 bei einem sog. freien Händler gekauft über mobile.de. Preis 34 K bei 146.000 Km Laufleistung. Entfernung zum Händler ca. 600 km.

Nach kurzer Zeit habe ich festgestellt, dass es gravierende Abweichungen in der Ausstattung gibt, zudem was in der Anzeige stand. Zunächst hatte ich das so hingenommen, da ich grundsätzlich zufrieden war mit dem Auto. Nachdem der Händler jedoch auf Reparaturkosten für Reifendrucksensoren keine Reaktion zeigte und zuvor schon die zugesagten Kosten für eine doppelte Anreise für die Abholung (er hat versäumt mir zu sagen, dass das Fahrzeug zum vereinbarten Termin nicht fertig war) nicht bezahlt hatte, habe ich beschlossen einen Anwalt einzuschalten der sich dann um das gesamte Thema kümmern soll.

Also, was im Inserat angegeben wurde, ich aber vermisse sind:
|-|Allradantrieb (der gravierendste Punkt)|
|-|Fernlichtassistent|
|-|Notbremsassistent|
|-|Abstandstempomat|
|-|Verkehrszeichenerkennung|
|-|Abstandswarner|
|-|Gepäckraumabtrennung|
|-|Spurhalteassistent|
|-|Tesla Garantie bis 2023| (tatsächlich nur bis 12/2021)

Die Klage soll jetzt eingereicht werden. Es geht jetzt um die Höhe der Minderung. Hierzu ist es wohl nicht ausreichend, dem Gericht eine Ziffer auf den Tisch zu legen ohne zumindest einen konkreten Anhaltspunkt benennen zu können. Ich habe einmal bei ein paar Sachverständigen herum gefragt, ob die in der Lage wären, ein sog. Minderungsgutachten zu erstellen. Alle haben abgewunken als klar war, dass es um einen Tesla geht. Grund: Tesla erteilt keine Auskünfte. Ich bin noch dabei, bei der DEKRA nachzufragen, ob die so etwas erstellen können.

Hat vielleicht jemand Ansatzpunkte, wie man vor Gericht eine bestimmte Summe argumentieren könnte?

Bei der Ausstattung würde ich mal einen Preisvergleich machen was ein Fahrzeug normalerweise mit der Ausstattung, und was ohne kostet. Die Differenz ist dann die Minderung.

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Die Sachen die fehlen, klingen nach einer passenden Beschreibung für ein 85D mit AP1 aus 12/2015.

edit: Diese Fahrzeugbeschreibungen stimmen bei fast keinem inserierten Tesla. Die klicken halt an was da ist.

die Beschreibung passt zu einem 85d mit AP1 aus 2015. Preisvergleiche sind allerdings schwierig, da die Preise sehr stark schwanken weil es zeitweise nur sehr wenige Model S bei Mobile gibt.
Wenn der Zustand von deinem Fahrzeug ansonsten i.O. ist war der Preis sehr fair.
Das alte RDKS (Baolong) macht leider häufig Probleme. Ich hatte das bei meinem Gebrauchtwagenkauf auch reklamiert und wurde mehrmals zu Tesla geschickt. Der Fehler kam aber immer wieder und ich hatte aufgegeben.

Dauerhaft lösen kann man das nur, wenn man auf das neue System (Continental) umrüstet. Laut meinem Kostenvorschlag von Tesla ca. 1400€ inkl. neuer Sensoren in der Reifen.

Hallo Altländer Tesla-Fan,

hast Du es mal bei Ove Kröger versucht? Ist Kfz Sachverständiger und hat viele Youtube-Videos über Tesla (und andere E-Autos) auf Youtube erstellt. Ist auch hier im Forum aktiv, glaube unter „Hotdrove“ (ohne Gewähr). Sprich ihn einfach mal an.

Viele Grüße von Peter

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Ove Kröger = @hotrodove

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Das Problem liegt ganz wo anders, es ist ziemlich egal egal was die Minderung ausmachen würde.
Ihr müsst eine Summe finden mit welcher der Verkäufer „leben“ kann, ansonsten wird sein Anwalt einen Rückabwicklung des Kaufvertrages wollen, davon hast du dann aber nichts wenn du den Wagen eigentlich behalten willst.
Ich würde max 2-3t€ ansetzen weil viel mehr hat er sicher nicht verdient daran.

Ob er die Reifendrucksensoren bezahlen muss bezweifle ich auch, die sind Verschleißteile und wenn es Grundsätzlich die richtigen waren, also auf dem Wagen funktionieren könnten nur die Batterie leer war ist es normaler Verschleiß.

Bei den doppelten Kosten für die Anreise kenne ich mich nicht aus, aber da reden wir von einer geringen Summe.

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tja… was soll man sagen… hier trafen 2 aufeinander, die beide keine ahnung von tesla haben.

hätte er ove kröger oder einen kollegen mitgenommen, wäre das nicht passiert.

die frage ist halt, was im kaufvertrag steht.

der anwalt wird immer zur klage raten. vorher ist immer klar ‚das ding gewinnen sie‘.
in der verhandlung, wenn der richter dann einen vergleich vorschlägt, wird der anwalt immer darauf hinwirken, diese zu akzeptieren.
beide anwälte bekommen dann mehr. die sog. vergleichsgebühr.
wobei sich die vergütung immer nach dem streitwert (!) richtet! d.h. je mehr man fordert, desto höher nachher die rechnung!

bei einem vergleich werden ‚die kosten gegeneinander aufgehoben‘ - d.h. jeder bezahlt seinen anwalt selbst.
beispiel: du forderst jetzt 6.000 eur. ihr einigt euch auf 2.000 in der verhandlung. kosten eigener anwalt plus 1/2 gerichtskosten ca 2.000 euro.
d.h.: ausser aufregung und dass es dich nerven gekostet hat ist nichts passiert!

generell hast du also 2 möglichkeiten:
eigenen fehler einsehen, sagen ‚jup, war zu doof, karre ist trotzdem geil‘, thema abhaken und sich am auto erfreuen. (denke der preis ist für einen p85+ gut)
oder aber sagen ‚no - ich will unbedingt allrad etc etc‘ und auf rückabwicklung gehen. und den händler nach möglichkeit ohne gericht dazu bringen.

halt deine forderung niedrig! danach berechnet sich nachher die gebühr!

generell: du hast dir hier ein sehr seltenes auto gekauft. einen s85d hättest du für die kohle auch bekommen. vielleicht wäre der s85d sogar etwas billiger gewesen. ob da also überhaupt eine differenz vorliegt, ist die frage.

und natürlich kannst du jetzt noch gutachten machen lassen und zap und zauber. wird aber schwierig, da es keinen p85+ mit autopilot oder allrad in 2013 gab! nimmst du einen 2015er, wird man dann summe x für 2 jahre neuer wieder abziehen. und den ‚+‘ gabs halt nie mit allrad.

nächstes problem: war der übergabetermin im kaufvertrag fix für den termin zugesagt? sonst kannst du dir die mehrkosten gleich von der backe schmatzen.

dass du dann am ende davon in klingender münze was hast, wage ich jetzt mal zu bezweifeln.

anwalt, gericht, gutachter… alle leben davon und wollen bezahlt werden.

ich hatte schon mal meinen steuerberater verklagt, weil der was vergessen hatte. ende vom lied war, dass ich nachher 50 eur ärmer war als vorher. der stb aber um mehrere tausend. für den wäre einigen vorher deutlich günstiger gekommen.

freue mich, hier zu lesen, wie die sache endet.

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Hi, vielen Dank für Eure Beiträge. Das hat mir für die weitere Vorgehensweise sehr geholfen. Viel von dem was oscar70 und Haraldt1 geschrieben haben, teile ich. Ich denke eine moderate Rückforderung von 2,5 K wären angemessen (dank an @Haraldt1 . Die Reparaturkosten sind m. E. keine Verschleißteile, allerdings bin ich jetzt auch nicht der absolute Techniker.
@oscar70: in der Tat trafen hier zwei Ahnungslose aufeinander :wink: Wenn ich all dass, was ich seit Mai hier gelernt habe damals schon gewusst hätte, wäre das Verkaufsgespräch ganz anders gelaufen. Danke für die offenen, aber auch sachlichen Worte.

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Moins,

wenn ich diese Liste:

lese, und in Betracht nehme, dass es sich um ein gebrauchtes Fahrzeug aus 2013 mit 146.000 km auf die Uhr handle, das immerhin 34.000 EUR gekostet hat, verstehe ich nur schwer warum @Altländer-Tesla-Fan sich diese ganze Mühe mit 600 km Anfahrt, Anwalt usw. auf sich nimmt.

Es muss schon sehr schwerwiegende Gründe geben, warum man den Handel nicht einfach rückgängig machen lässt: Platzbedarf, Prestige ein MS zu besitzen oder ähnliches…

Einerseits haben wir ein reichlich gebrauchtes Fahrzeug, dass in drei Monaten auch das allerletzte Stück Werksgarantie (Akku + Antrieb) verlieren wird - für 34.000 EUR/68.000 DM. Schon jetzt kostet jede Reparatur, abgesehen von Akku und Antrieb, Geld, und nicht wenig.

Reifenkosten erheblich, kein CCS, e-MMC-Problem, usw., die Liste der möglichen Wehwehchen ist beliebig verlängerbar.

Andererseits haben wir ein funkelnagelneues, weitaus moderneres Fahrzeug, mit 4 Jahre/80.000 km Werksgarantie auf alles, auch nur mit Hinterradantrieb, zwar etwas kompakter, aber auch für 34.000 EUR, nach Abzug der BAFA-Förderung, erhältlich = Tesla Model 3 Standard Plus.

Ich denke es wäre sinnvoll das voraussichtliche zukünftige Leiden mit das mit falschen Spezifikationen verkauften MS ein Ende zu machen und ein vernünftiger Neubeginn zu machen.

Edit: habe die 980 EUR „Bearbeitungsgebühren“ übersehen, was jedoch prinzipiell nicht viel ändert

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äpfel und birnen…

oder:

nicht alles, was hinkt, ist auch ein vergleich.

zum einen war der preis und das vergleichsangebot m3 standard schon vorher bekannt. daher gehe ich ja mal davon aus, dass man sich das vorher auch überlegt.
ebenso natürlich die folgekosten. dass ein p85+ wahrscheinlich andere kosten nach sich zieht als ein m3sr. ist halt auch ein ganz anderes auto.

zum anderen ist ein ms einfach ein anderes auto als ein m3. ich selbst habe auch vor ein paar monaten mehr als 50k€ für ein gebrauchtes ms ausgegeben. dafür hätte ich auch ein neues m3lr bekommen. das hatte ich dann trotzdem für knapp über eine woche (ich berichtete hier im forum). und ich war dann froh, als ich wieder in meinem ms sass.

und auch mit dem wandeln geht das nicht ganz so einfach. was wurde im vertrag zugesagt? steht in der beschreibung bei der anzeige noch, dass für fehler keine gewähr übernommen wird? das wissen wir alles nicht.

zwischen dam, was wir als recht empfinden, und dem, was recht ist, besteht eine differenz.

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Hi Europhil,

ja es hat eine ganze Reihe an Gründen, die von dir genannten sind es allerdings nicht. Wie @oscar70 korrekt eingeleitet hat, ist der Vergleich etwas schwierig. Es ist natürlich verlockend ein nagelneues E-Auto für den gleichen Preis zu bekommen (ein ID4 wäre auch noch in der Auswahl gewesen).

Das gekaufte Fahrzeug hat eine nagelneue 90KW Batterie mit 0 Betriebsstunden (kein recycling-Produkt) bekommen, unmittelbar vor der Übernahme. Der Motor ist 6 Monate vor Übernahme getauscht worden. Ebenso die Achsaufhängung, ausgeschlagene Gelenke, etc. Ich finde den Deal trotz der falschen Angaben immer noch okay, dennoch möchte ich aus genannten Gründen den Verkäufer nicht einfach so davon kommen lassen.

Weitere Gründe für die Kaufentscheidung: In dem Model S passen 2 XL Samsonite Koffer + Trolley + Sonnenschirme + Strandwagen rein. Wir sind eine Familie mit 2 Kindern und fahren jedes Jahr Langstrecke in den Urlaub (wir sind im Juli/August mit dem Tesla in Bulgarien gewesen), ich arbeite quasi neben einem Supercharger und kann kostenlos laden (übrigens auch CCS) und nutze das nahezu zu 100 %, ich habe Spotify free, das Fahrzeug trifft optisch exakt meinen Geschmack, was beim Model 3 nicht der Fall ist (hat nichts- aber auch wirklich gar nichts mit Prestige zu tun).

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Das hast du glaub ich noch nicht erwähnt. Da ist alleine das Akku ja den Kaufpreis wert. Wenn dem so ist, wird die aber softwareseitig auf 85kWh limitiert sein?
In Anbetracht der von dir erwähnten Reparaturen ist er das Geld in jedem Fall wert.

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@Altländer-Tesla-Fan/Marcus:

Herzlichen Dank für deine zusätzlichen Erklärungen, die die ganze Sache viel verständlicher macht.

Auch für uns käme ein Model 3 nie in Frage, schon wegen der niedrigen Sitzposition und die fehlende Heckklappe, aber hier sind ja irrsinnig viele TFF’ler, die vorher MS gefahren sind und jetzt das Model 3 als das ultimative Fahrzeug huldigen.

Dass dein MS auch free-SuC, CCS, Premium-Konnektivität, 6 Monate alter Motor und eine funkelnagelneue 90 kWh-Akku (hoffentlich von Tesla autorisiert!) hat stellt deine Anschaffung in ein ganz anderes Licht.

Ich wünsche dir aus weiter Ferne viel Glück mit die Preisminderung und vor allem viel Vergnügen mit deinem MS :bangbang:

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Von Tesla getauscht? Wenn ja wäre das ein guter Deal:)

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Hast du vielleicht das Model von @Boris gekauft? Also nicht direkt von Boris, aber vielleicht hat der das an einen Händler weiter veräußert. Schau mal hier:

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Bei der Verkehrszeichenerkennung zum Beispiel wirst du gar nix machen können. Die verkauft sogar Tesla bei neuen Autos und liefert sie nicht.
Das ist nur ne Option darauf dass du die irgendwann via OTA vielleicht bekommst. Das kann aber noch 2, 3 oder 5 Jahre dauern… oder gar nicht mehr.

Aber im Grunde frag ich mich warum man das so überhaupt mit nimmt. Du hast ja quasi ein ganz anderes Fahrzeug als das wo angeboten worden ist?

Wenn ich das hier:

Tesla

sehe sieht das nicht sehr nach Red Multi-Coat aus, also wohl eher nicht.

:rofl:

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Hi, @nastrowje, ja, ist auf 85 kwh limitiert. Aber ich lade ihn mit gutem Gewissen auf 100 % :wink:

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Hi, nein, das ist nicht meiner. Aber hat europhil ja schon richtig erkannt…

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