Kaufberatung S 85

Hallo, ich fahre NOCH keinen Tesla. Da ich aber neuerdings viel Kilometer fahren muss habe ich mir überlegt einen s85 zu kaufen.
Ich muss jedes Wochenende 2x400km mein Kind aus dem Internat abholen. Supercharger am Wohn und Zielort verfügbar.

Finanzieller Rahmen leider sehr begrenzt. Nun habe ich S85 schon für um die 30k gefunden.

Mit KFZ kenne ich mich recht gut aus ABER nicht mit E-Antrieb….

Somit bin ich für jeden Tip Dankbar. Auf was müsste ich achten?

Kann ich am Supercharger auch schonender 10h lang laden oder nur volle Leistung. → wie lange schafft das die Batterie….

Die Ladegeschwindigkeit an den Superchargern laesst sich nicht regulieren. Es wird immer so schnell geladen, wie moeglich. Wenn du in der Naehe eines SuCs wohnst und mit kalter Batterie zum Laden faehrst, wird noch langsamer geladen als wenn du schon ein paar dutzend/hundert km gefahren bist (weil die Batterie dann warm ist, je nach Fahrweise).

Die Model S 85 und 85D sind seit einem ‚boeswilligen‘ Software-Update, welches im Jahre 2019 ausgerollt wurde, in der Ladeleistung begrenzt worden. Wenn dir eine hohe Ladegeschwindigkeit wichtig ist, und du trotzdem ein Fahrzeug mit Supercharger-Flatrate (das ist vermutlich die Motivation fuer den Kauf, oder?) haben moechtest, schaue dir stattdessen evtl. ein gebrauchtes Model S 90(D) an.

Ich fahre uebrigens ein Model S 85D seit 08/2015 und bin inzwischen bei 623.000 km (kein Tippfehler) und immer noch zufrieden, trotz der inzwischen geringen Ladegeschwindigkeit. Es ist also sehr individuell, ob einen die Limitierung stoert, oder nicht so sehr.

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Hallo,
bei 400km musst du mindestens 1x zwischendurch aufladen.
Der 85 er Akku ist in der Ladeleistung am Supercharger im Nachhinein begrenzt worden, um länger zu halten.
Am Supercharger kann man die Leistung nicht manuell einstellen.
Ich möchte dir keine Angst machen, aber anfallende Reparaturkosten und auch der Stundensatz sind recht hoch.
Auch kann es vorkommen, dass eine Reparatur mehrere Wochen dauern kann, da das Ersatzteil nicht lieferbar ist.
Ich fahre sehr gerne mein MS 85D Bj2015, bin aber froh, noch ein Zweitauto zu besitzen.
Auch die meist sehr langen Anfahrten zu den Servicecentern sind nicht gerade kundenorientiert.

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Das kann ich unterstreichen. Seit über 15 Jahren hat die Verfügbarkeit von Werkstätten in der Nähe des Wohn- oder Arbeitsortes bei mir die Markenwahl geprägt. Ich habe das Glück, nur 10 km vom nächsten SEC entfernt zu wohnen - und da Großstadt, auch noch komfortabel per ÖPNV erreichbar. Wird das aber ein 2-Tages-Ausflug, würde ich mir heute keinen Tesla mehr kaufen.

Also zum Supercharger hab ich in 15km. Zum Tesla Händler 12km.
Einen anderen Familienwagen haben wir zwar, aber wenn ich mir mein Fahrverhalten ansehe können wir 90% unserer Fahrten mit dem Tesla machen. Und die 2x400km am Wochenende hat nach 200km auch einen Supercharger. Zur Zeit habe und rechne ich mit 600€ Diesel / Monat. Dafür kann ich mir einen S voll Finanzieren. Bisher hatte ich bedenken weil ich oft einen 2t Bauanhänger 20-30km ziehe. Aber da gibt es ja für den S inzwischen auch eine Lösung. Klar mit Anhänger kaum Reichweite…

Was habe ich denn mit dem S85 für eine Ladezeit um wieder 200km zu kommen?

—> Ladezeit des S90 für die Zeit…

Ich weiß ist ein anderes auto aber bei deinen spritkosten kannst du locker einen model 3 oder gar einen LR neu kaufen, sparst dank frischer garantie noch reparaturkosten für einige jahre die dir sonst beim gebrauchten MS anfallen würden.
(Wollt es nur mal so als option reinwerfen)

Edit: ok sorry sehe dass der beitrag zu model s jetzt geschoben wurde

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Ja. stimm aber mich reizt das Lebenslange Free SUC.
Wenn ich einen damit habe behalte ich den bis er sich in seine Bestandteile auflöst. Mein Vater war KFZ Meister und ich schraub Hobbymäßig seit 30J. Unser letzte Gas-Benziner hatte auch 650k auf der Uhr als nix mehr ging.

Irgendwo hab ich auch was gelesen das jemand sein E-Auto als Puffer für die PV nutzt…

Für 200km wirst du ca 40 min am SUC laden.
Ist aber von vielen Faktoren abhängig ( SOC, Temperaturen…).

Ich würde heir auch viel mehr zum Model 3 raten. Der kleine Akku kommt teils weiter als die alten 85er Akkupacks wegen deutlich geringerem Verbrauch und laden tut er sowieso deutlich schneller. Die 85er sind halt echt stark stark limitiert was laden angeht.

Hier mal ein sehr guter Vergleich der Ladekurven von einem 85 damals und heute:

Da sind auch Diagramme für die hinzugefügte Reichweite nach x minuten drin

Bedenke das Supercharging nicht so stark aufs Geld geht wie die Zeit es Wert ist. Was bringt es dir 15€ zu sparen, wenn du dafür jede Woche 20-30min Zeit verlierst und zudem noch mehr Wartungskosten hast?

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Es wird ja nicht bei den 15€ bleiben. Denn auch der Strom wird teurer. Und wenn ich das richtig lese gibt es für keinen neuen freies Lebenslanges laden Plus AHK min 1,6t

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass dieser Fakt die evt. notwendigen Wartungskosten einspielen wird. Zudem ich erst einen neuen Ökostromvertrag mit 2 Jahre Preisgarantie und 27,10ct/kWh abgeschlossen habe.

Nichts desto trotz schau dich nach einem 90(D) um mit Free-Supercharging, die sind deutlich deutlich langstreckentauglicher da sie wesentlich schneller laden. Und ja, AHK ist beim Model 3 auf glaube 1t limitiert, für mehr müsste es ein Model Y sein. Achte beim Free-Supercharging drauf das dieses Fahrzeuggebunden und nicht accountgebunden ist.

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Ahk s hab ich mit 1,75t Gutachten gefunden…

Ich glaube, in deinem Fall hilft nur ausprobieren. Miete dir einen 85 fuer eine Woche und fahr einige Langstrecken um herauszufinden ob die Ladedauer akzeptabel fuer dich ist. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, denn es ist kalt draussen und du wirst gleich erleben was es bedeutet einen limitierten 85 im Winter auf Langstrecke zu bewegen (Limitierter 85D: 200 reale km auf der AB bei 120-130 km/h fahren: ~350 km Reichweite sollte im Display stehen, Ladedauer > 1 Stunde).

Kannst du schon private Nachrichten schreiben? Dann schreibe mir doch mal eine, mit Start- und Zieladresse der Internats-Strecke und ich recherchiere fuer dich ob es am Start und Ziel evtl. eine kostenlose Lademoeglichkeit gibt. Oder du schaust selbst: www.goingelectric.de/stromtankstellen

Wie viele SuCs gibt es auf der Strecke, und in welchem Abstand? Schau hier nach: https://www.supercharge.info/map

Die Akkus von Teslas laden naemlich immer langsamer, je voller sie sind. Wenn du also echte 200 km am Stueck fahren musst, und das im Winter, musst du den Akku sehr vollladen, und das zieht sich nach hinten raus extrem bei den alten 85. Deswegen ist eine beliebte Strategie: SuC-Hopping nenne ich es mal: mehrere, kuerzere Ladestopps. Beispiel: neulich bin ich von Frankreich bis Slowenien gefahren und in Norditalien gab es viele SuCs im Abstand von nur 60 oder 80 km. Ich habe also immer nur auf 160 (60+100) bzw. 180 (80+100) km aufgeladen (nachgeladen sozusagen), und wirklich jeden SuC mitgenommen, und die Zeitersparnis war gefuehlt enorm, trotz der x Minuten An- und Abfahrt zu/von den SuCs. Es macht halt einen Unterschied ob man mit 70-80 kW oder mit 20-30 kW auflaedt.

Weiterhin zu Bedenken:

  1. Wie lange geht dein Kind noch ins Internat / wie lange wirst du diese Strecke garantiert fahren? 2 Jahre? Lohnt evtl. nicht. 6-8 Jahre? Schon eher. Taschenrechner zuecken und die tatsaechlichen Spritkosten auf die komplette Internatszeit gegenrechnen.
  2. Wie schlimm waere es fuer deinen Plan, wenn Tesla eines Tages die Flatrates streicht. Einfach so. Bei Tesla ist leider fast alles moeglich und dagegen Klagen bringt dir am Ende sowieso nichts, ausser Kosten und Nervenzusammenbruechen. Zumal du ja einen Gebrauchtwagen kaufst und nicht der Erstbesitzer bist, da wird es noch einfacher sein die Flatrates zu canceln. „SuC auf Lebenszeit des Fahrzeuges“ klingt zwar nett, aber du hast nichts wirklich schriftlich, und selbst wenn, Tesla ist staerker.
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Bei dem schmalen Budget wird es schwer ein akzeptables Fahrzeug zu finden. Wie meine Vorredner geschrieben haben, können Reparaturen richtig! ins Geld gehen. Mein CPO ist jetzt nach etwas über einem Jahr und insgesamt 5 SeC Besuchen„durchrepariert“. Hätte ich das selbst zahlen müssen, wären etwa €5000 weg! Da sind die Kosten fürs Superchargen peanuts!

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Ein MS hat aber auch andere Vorteile. Es ist halt größer, bietet mehr Platz und ist aus meiner Sicht auch komfortabler. Mit vollem Akku schafft man mit unserem 85er 200 km ohne zu laden und auf längerer Strecke machen wir halt kürzere Stints und laden dafür nur bis 60%. Dann geht das schon noch. Klar, wenn du mehr Geld ausgeben willst wäre ein 90er schon besser, was das Ladeverhalten anbelangt.

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ein guter alter S85 kostet ohne Reperaturstau auch gerne mal 35 Teuro wenn er noch dazu etwas länger Garantie auf die Batterie und die DUs noch hat. Wenn da gewisse Themen noch nicht gemacht sind und der Wagen keine Gebrauchtwagengarantie hat wird es schnell sehr teuer. Mein deutlich neuerer 90D hat alleine in den letzten 6 Monaten 14.500 Euro verschlungen. Jetzt sieht das alles ok aus aber das ist schon nochmal eine Summe und ich hatte eine Versicherung. Ich kann dir wirklich nur zum M3 LR raten! Das kostenlose SuC free ist das nicht wert. Zudem wie andere schon schreiben…Die Ladekurve ist auf Langstrecke das A und O. Die 85er sind absolut noch ok für 90% aller Fahrprofile aber eher nicht für deines. Da wäre ein 90D/100D (ab 50 TEuro) besser. Da dir das zu viel sein wird bleibt dir nur das M3 LR…

Ich kann mich den meisten nur anschließen. Ich denke nicht, dass diese Rechnung aufgeht.
Ja, man kann einiges selber machen, was zB Fahrwerksteile betrifft, oder Antriebswellen.

Aber:
Was bei einem MS, besonders einem älteren um rd. 30.000 Euro (2014 etwa) richtig Geld kostet, sind so Dinge wie DU, Akku, Coolant heater, HV Kabel, Boardlader, Inverter u.v.a.m das sicher nicht in Eigenregie so einfach zu erledigen ist. Dafür sind die Komponenten einfach zu speziell.

So ein Modell ist auch bald aus der 8 jährigen Garantie raus, ein Akku wird da unter 2000 Euro nicht zu reparieren sein (wenn das so schnell überhaupt möglich sein wird) und 10.000 bis 12.000 fallen dann für einen refurbished an (bei Tesla, alles andere ist witzlos).

Kann alles gut ausgehen, muss aber nicht. Das Risiko hast du.

Bei einem begrenzten Budget würde ich kein MS im unteren Preissegment nehmen.
Ich bin sicher kein „kauf dir lieber ein M3“ repeater, aber in deiner Situation ist das in allen Belangen gerade im Hinblick auf Kostensicherheit das sinnvollere Auto und die von dir aufgestellte Rechnung Diesel gegen Finanzierung geht erstens mal sicher auf und zweitens kannst du davon ausgehen dass Wartungskosten (auch wenn ihr selber schraubt) und Reparaturen des Dieselfahrzeugs mehr ausmachen als geschätzte 30 Euro Strom am SuC pro Wochenende.

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Wie schon geschrieben, liegen in einem alten 85er einige Risiken.
Allerdings relativieren sich Reparaturkosten, wenn man selber einiges machen kann. Fahrwerk, Türgriffe und Schiebedach zB können, müssen aber nicht in die Tausende gehen.
DU und Batterie sollten vor dem Kauf geprüft werden, da würde ich das Geld investieren.
Ob ich da weitere 150 tKM ohne Austausch von DU und Batterie auskomme, weiß ich nicht. Eine schonende Behandlung des Autos macht das aber wahrscheinlicher.
Eines steht auch für mich fest: Es muß beim Betrieb eines MS über die 8 Jahre hinaus immer genug Geld in der Rückhand sein, um Reparaturen an DU und Batterie bei Tesla durchführen zu können.
Die tatsächlichen Kosten können also trotz free SuC plötzlich nach oben schnellen, darf einen keine schlaflosen Nächte bereiten. Wenn das alles gegeben ist, kann man eben auch mal so ohne Stromkosten nach Spanien, hat auch was.

Heute beim Tüv mit meinem P85 von Anfang 2014 gewesen, 155tkm. Alles top, selbst die 1sten Bremsen sind noch nicht annähernd durch, Fahrwerk laut Dekra auch gut. Ich glaube nicht, dass ein 7 1/2 Jahre altes M3 so gut abschneiden wird. Bestätigt auch den Eindruck, dass die frühen Model S Jahrgänge gut/besser gebaut waren.

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Ich würde an Deiner Stelle mal in diesen Thread rein lesen:
https://tff-forum.de/t/s60-s85-aus-2013-14-15-erfahrungen-wer-hat-noch-einen

Zum Laden wurde schon viel gesagt, aber was ich nicht ganz verstehe:
Wie fährst du 2x400km? Fährst du nicht die Strecke 4x ?
Ich fahre des Öfteren 300km eine Strecke mit meinem S85 aus 10/2013. Von Frühjahr bis Herbst ist das mit ca. 120 km/h kein Thema, im Winter geht es nicht mehr, aber fast leer ist DC-Laden eh flott und soviel muss ich ja nicht nachladen. Aber nicht ganz voll loszufahren bzw. nur am SuC zu Laden wäre mir zu sehr Selbsteinschränkung.
Zur Haltbarkeit des Autos habe ich im anderen Thread mehr geschrieben, ganz kurz nur soviel: Wegen Batterie und DU mache ich mit die wenigsten Sorgen (Restrisiko besteht immer), ich fürchte eher die Summe der teuren Kleinigkeiten die auch andere Autos jenseits der 8 Jahre und jenseits der 200Mm (= Tkm) haben. - Nur da sagst Du, dass Du damit vertraut bist.