Kaufberatung Model S gebraucht 2022

Nein, ich bin noch auf der Suche. Ich habe genaue Vorstellung bezüglich der Ausstattung, die Suche kann somit dauern…

Vorsicht vor den Leasing/Neuwagen Fahrer hier im Forum…wenn du ein MS als Neuwagen oder einen Leasingwagen nutzt hast du ja keine Referenz bzgl. der Themen von gebrauchten MS. Ich kann dir gerne die Liste mit den bekannten Schwachstellen und Problemen beim MS zusenden.
Jürgen Zimmermann erklärt ja auch etliche Themen und ja so Themen wie die LED Scheinwerfer haben alle, es gibt keine Ausnahmen da es einfach ein konstruktiver Fehler ist. Auch das Thema Fahrwerk erklärt ja Jürgen super also wenn dir einer sagt „meiner hat das nicht“ heißt das du sollst es zahlen. Auch das haben alle da es einfach ein Fehler in der Konstruktion der ersten Revisionen ist. Ebenso das Thema Türgriff. Der neue Gen 3 hält, der Gen 1/2 nur eine bestimmte Zeit.
Das gilt für etliche Bauteile und Baugruppen die natürlich bei einem Neuwagen erstmal nicht kommen;)
Ab 100 tkm (andere 2017er 75er sind heute in spezieller Ausstattung sehr selten) kommen diese Themen und egal wie man dreht und wendet es kann sehr teuer werden.
Zum 75er: Die Batterie ist recht solide aber sollte nicht mehr als 6-8% Degradation, Differenz zwischen den Zellen <20mV (so wie wir es hier im Forum rechnen) aufweisen.
Der DC /AC Anteil ist egal denn durch die Absenkung der Ladekurven sind die neuen alle SuC fest.
Bei auffälligen Modulen oder Zellen wäre ich da sehr vorsichtig auch wenn der Wagen noch Garantie hat, denn Tesla baut dir ja keine neue Batterie ein sondern du bekommst in 95% der Fälle eine aufgearbeitete. D. h. die Batterie (auslesen mit SMT) solltest du neben der Prüfung des Fahrwerks unbedingt machen. Auch das auslesen der Klima, der Klappen (Umluft) und der Kühlleistung solltest du dir gönnen. Auch da gibt es böse Überraschungen.

Wenn du das aber alles beherzigst kannst du viel Spaß mit einem MS haben und noch mehr wenn du ggf. einen findest mit 24 Monaten Garantie inkl. LED Scheinwerfer. Das wäre mein Vorschlag an dich bevor du dich mit der Ausstattung beschäftigst.

P.S. Seriöse Verkäufer lassen dich die Batterie auslesen und lassen dich das Fahrwerk prüfen. Wie das genau geht sagt ja Jürgen im Video die einfach Tests findest du hier im Forum.

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Danke für Deine Hinweise. Schickst Du mir Deine Liste bitte zu?
Ich habe mich hier schon durch viele Threads gelesen. Das es beim Model S auch Schwachstellen gibt, ist mir klar geworden.
Die Entscheidung zum Kauf steht trotzdem…

Gerne! Wichtig ist nur, dass du dir einen guten aussuchst. Dann wird alles auch gut. Das MS ist an sich sehr genial keine Frage wenn man eben einen guten hat. Und das will ich😁
Liste hast du!

empfiehlst du persönlich eher einen gebrauchten direkt von Tesla? In Düsseldorf stehen einige 75er aktuell zur Verfügung zu einem durchaus fairen Preis denke ich.

bitte posten diese Liste! Danke!

Steht im internen Forum (du hast darauf Zugriff) und bleibt auch da außer per PM. :wink:

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Noch ein paar Praxistipps von mir.
Ich fahre mittlerweile seit über 125.000km und fast 5 Jahren ein Model S75 von 7/17.

Ich kann gut verstehen, dass du den Aufpreis zum Model S100D oder S90D nicht zahlen willst, ich habe es - aufgrund falscher Beratung - 2017 auch nicht gemacht, weil das 40.000 bzw. 15.000 Euro mehr waren.

Dein Fahrprofil von 300km pro Woche hört sich erst einmal harmlos und mit einem S75 machbar an, wird aber in der Praxis in den meisten Fällen nicht machbar sein.

Gerade wenn du ein Model S75 mit der MCU2 haben willst, kann es sein, dass es einiges an Strom im Stand verbraucht, suche hier mal nach Vampirverlust. Mein Model S pendelt gerade, je nach Softwareversion zwischen 2%-4% pro Tag. D.h. ohne das du das Auto bewegst verlierst du pro Woche zwischen 14%-25% SOC (Akkufüllstand) der dir als Reichweite fehlt.

Solltest du zudem in der Woche auch noch viel Kurstrecke fahren und dafür oder während dessen das Auto vorwärmen, dann brauchst du im Winter auch noch einiges an Energie. So habe ich z.B. heute für 4km bei 2 Grad 2kWh verbraucht.

Das alles führt zu einem relativ hohen Stromverbrauch, der es schwierig machen sollte, dass du die 300km wirklich durchhältst, vor allem weil du das Fahrzeug möglichst nicht über 90% und unter 20% bewegen solltest und somit eigentlich von den 300km nur 70% also 210km zur Bewegung hast.

Bezüglich der Degradation würde ich mir nicht so viel Gedanken machen. Mein Model S75 hat aktuell rund 65kWh nutzbar bei 6,4% Degradation und somit 355km typische Reichweite nach 379km zum Start.

Wenn für dich kein Model 3 oder ein Model S90D/100D in Frage kommt, würde ich auf jeden Fall darauf achten, dass es mit 16,5kWh AC laden kann. Angeblich kann man das wohl nicht mehr freischalten lassen, obwohl das ein Softwarethema ist.

Interessant könnte auch ein Hecktriebler sein, der kostet weniger in der Wartung und ich hatte bisher noch keine Probleme im Winter, wenn du natürlich in den Bergen wohnst, würde ich den Allrad nehmen.

Des Weiteren ist das Stahlfahrwerk vom Model S75(D) durchaus eine Überlegung wert. Es ist ein Teil, das weniger kaputt gehen kann und der Komfort ist gut. Einzig allein die geringere Bodenfreiheit (14cm anstelle bis zu 16,5cm) kann je nach Fahrprofil ein Problem sein.

Worauf du auch achten solltest sind die Sitze. Es gibt Sitze der ersten Generation (sehr hart und konturlos) Sitze der neuen Generation, wie z.B. Stoffsitze, härter als die Ledersitze, vegane Sitze, härter als die Ledersitze und die Ledersitze vom Premiuminnenraum. Die letzteren habe ich und sie sind die weichesten Sitze und bieten somit die größte Kopffreiheit.

Wenn du auf ein Schiebedach verzichten kannst, dann würde ich das Glasdach nehmen. Das bietet mehr Kopffreiheit und ist in den meisten Fällen trotzdem mit einem Dachgepäckträger kombinierbar, falls das für dich relevant ist.

Wenn du nicht von Tesla kaufst achte auf den Wartungsstand. Einige denken, nur weil es keine Wartungsintervalle mehr von Tesla gibt, muss nichts gemacht werden. Das ist falsch und führt dann zu Problemen bei der Bremsflüssigkeit, verdreckten Filtern und im schlimmsten Fall niedrigen Ständen beim Kühlmittel für die Hochvoltbatterie.

Auch wenn für dich aktuell Langsteckenfahrten nicht auf dem Programm stehen, ein kurzer Tipp aus der eigenen Praxis und Gesprächen mit Tausenden E-Auto-Fahrern.
Ich wollte auch „nur“ 10.000km mit dem Model S pro Jahr fahren, jetzt sind es eher 30.000, dieses Jahr womöglich 60.000km pro Jahr. So geht es vielen E-Auto-Fahrern. Es macht Spaß zu fahren und man findet immer Gründe, irgendwo hinzufahren.

Gerade auf der Langstrecke, oder wenn du öfter unterwegs - nicht nur am Supercharger - laden willst, sind der 90D und der 100D im Vorteil. Beide verbrauchen zwar mehr als das Model S75 (der 100D bis zu 10% mehr) aber sie laden auch besser. Das liegt bei den 50kW-Säulen an der höheren Batteriespannung, so dass du hier bis zu 47kW laden kannst, während dein Model S75 max 42kW beginnend bei 26kW laden kann.
Das Model S90D hat heute meist 5-9kWh mehr als ein Model S75, so dass hier nur die bessere Batteriespannung, eine bessere Ladekurve am Supercharger und ggfs. ein 22kW-AC-Lader Vorteile bieten. Die 10-30km mehr Reichweite merkt man im Alltag selten.
Das Model S100D hat dann schon eher 20kWh nutzbare Energie, so dass du das im Alltag mit gut 50km mehr Reichweite merkst, unter Berücksichtigung des Mehrverbrauchs. Einen Doppellader für AC findest du hier nicht und die Ladekurve ist in der Spitze besser als beim 90-ziger fällt dann aber steiler ab, je nach dem was für einen Ladeanschluss das Model S90 hat.

Bei deinem Tesla, egal welcher es wird, würde ich auf jeden Fall noch neben der MCU2 das CCS-Upgrade machen damit du an allen Superchargern und HPC-Ladern laden kannst. Die 250 Euro sind gut investiert, vor allem weil immer mehr CCS-Wallboxen auf den Markt kommen.

Ich hoffe die Infos helfen dir für die Entscheidung. Wenn du Fragen hast, melde dich.

Viele Grüße

Dirk

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Stimme dir bei fast allem zu, bis auf die Mehr-Reichweite des 90er und 100ers.

Die wird eher bei 50 km (90er, gute 9-10kwh mehr, durchschnittlich 63-65 kWh beim 75er vs. 72 - 75 beim 90er) oder 100 (100er) liegen.
Ähnlich alte 75er und 90er verbrauchen, denke ich, in etwa das Selbe.

In der Praxis bedeutet das ja, dass der in der Regel etwa 70% große Bereich zwischen 20 und 90% erweitert wird, also der Mehrwert gegenüber einer hypothetischen relativen Änderung des maximalen SoC steigt.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich 10%-15% weniger mit dem Hinterradantrieb in Vergleich zum Allrad vom 90D verbrauche, gerade bei den alten Teslas bei denen der Frontmotor die ganze Zeit mitläuft ist da schon ein erheblicher Unterschied im Normalbetrieb zu spüren. Laut WLTP dann wieder nicht, weil dort die höhere Rekuperation einfließt aber die ist in der Praxis eher weniger zu spüren.

Wenn ich es richtig im Kopf hatte, hatte das S75 18kWh/100km Verbrauch nach NEFZ auf der Teslaseite in 2017 und das S75D 18,5kWh/100km aber dafür 15km mehr WLTP-Reichweite.

Viele Grüße

Dirk

Natürlich können nur Allradmodelle verglichen werden.

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Hallo Dirk,

vielen Dank, Du hast viele entscheidende Punkte sehr gut zusammengefasst.

Bezüglich der Batterieauswahl 75 / 90 / 100 habe ich lange überlegt. Ich denke aber nach wie vor, dass meine Entscheidung zum 75 richtig ist:
Die 300 km werde ich nicht immer fahren können ohne nachzuladen, speziell im Winter. Das ist mir klar. Vermutlich wird aber meine Fahrleistung in ca. 1 bis 2 Jahren deutlich sinken, da ich dann nicht mehr in mein Büro fahren werde. Wie viel ich dann privat aufgrund des höheren Spaßfaktors mit dem Tesla mehr fahren werde, kann ich natürlich noch nicht einschätzen. Im Zweifelsfall könnte ich dann aber immer noch ein Fahrzeug mit größerer Batterie kaufen. Eigentlich ist aber geplant, das jetzt zu erwerbende Auto langfristig zu fahren.

Deine Überlegung zu der Ausstattung kann ich sehr gut nachvollziehen. Genau so würde ich mich auch entscheiden. So sind z.B. Ledersitze oder Allrad (ich besitze eine Weinbergshütte) ein „Muß“ bei der Suche. Schiebedach bräuchte ich nicht. Ein paar Kompromisse muss man beim Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs auf der anderen Seite halt auch immer machen…

Viele Grüße

Thomas

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Hallo Thomas,

obwohl ich meine E-Klasse als ein gemütliches Reiseauto gerne gefahren bin, hatte ich nie das Verlangen damit einfach mal durch die Gegend zu fahren.
Mein Model S 75 habe ich seit November. Ich kann Dir sagen, Du wirst immer nach Gründen suchen, noch irgendwo hinfahren zu können.
Da ich nicht wußte und auch noch nicht abschließend weiß, ob mir Elektromobilität am Ende gefällt, habe auch zum günstigeren Modell gegriffen.

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Da bin ich ja mal gespannt…

So wie es aussieht, kann ich demnächst die ersten Erfahrungen mit einem Tesla machen:
Ich habe bei Tesla ein gebrauchtes Model S gekauft:

S 75 D
EZ: 01/2019
gut 50.000 km

Mit Tesla- und Gebrauchtwagengarantie habe ich damit 2 Jahre Vollgarantie. Das sollte hoffentlich reichen, um die diversen Problemthemen korrigiert zu kriegen.

Die 250 € Bestellgebühr habe ich bezahlt. Dann habe ich ja 3 Tage Rest, den Komplettbetrag zu bezahlen. Vorher möchte ich aber die Batteriedaten einsehen können um diese vor allem hier im Forum prüfen zu lassen. Ich hatte vor der Bestellung angefragt, aber meine Gesprächs-Partner haben behauptet, dass Tesla diese Daten vor dem Kauf nicht rausrückt.
Ich habe jetzt eine E-Mail an die Niederlassung München geschickt bei der der Wagen steht und um Zusendung der Batterie-Daten gebeten. Ob ich da auf diese Mail hin etwas bekomme, erscheint mir aber eher unsicher.
Hat da jemand Erfahrung, wie ich am schnellsten zu diesen Angaben komme? Morgen mal anrufen?

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Der ist gut…normalerweise ist der beste Weg per App aber versuch es mal😉 Ansonsten ist deine Wahl gut und so kann man es machen👍

Gratuliere.
Ich denke, bei dem Alter und Laufleistung kannst du dir das Auslesen sparen. Da wird nichts passieren, vielleicht 5% Degradation, 68kWh nominal.
Ist ein später pre Raven, vermutlich einige Teile bereits verbesserte Versionen.
Du wirst Spaß haben…

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Das ist korrekt. Von Tesla bekommst du die nicht für Geld und gute Worte.
Ich sehe das so wie nastrowje. Du brauchst die Daten aber auch nicht unbedingt im Voraus. Im Nachhinein würde ich sie auslesen lassen, dann hast du sie für deine Information.

Viele Grüße

Dirk

P.S. Viel Freude mit deinem neuen Model S75D :slight_smile:

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Von mir auch Glückwunsch zum neuen Auto :slight_smile:

Ich stand letztes Jahr vor ähnlichen Überlegungen, ich „musste“ von meinem Model 3 LR auf ein Model S wechseln (da mehr Platz benötigt). Also Model 3 verkauft und geschaut was ich mit überschaubarem Aufpreis bekomme. Am Ende ist es ein S75 geworden (ohne D), weil der eine - scheinbar schwer zu bekommende - weiße Innenausstattung mit Premium Innenraum hatte und sonst auch alles was ich wollte.

Ich bin soweit super zufrieden und habe bisher keine Probleme. Nur das MCU-Upgrade muss ich dieses Jahr noch machen lassen, das ist mir alles zu langsam aktuell :smiley:

Die Reichweite könnte schon größer sein, da war ich mit dem M3 LR schon etwas verwöhnt, aber im Alltag reicht der S75 und für die paar Mal im Jahr wo ich längere Strecken fahre habe ich dann auch die Zeit für einen Extra-Stop :slight_smile:

S75 - 11/2017 - aktuell knapp über 100.000km.

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Die Freude mit dem neuen Auto lässt noch auf sich warten :slightly_frowning_face:

Ich war zwar aufgrund vieler Berichte hier im Forum darauf vorbereitet, dass der Gebrauchtwagenkauf bei Tesla harzig werden könnte, langsam bin ich trotzdem ziemlich genervt:

Ich habe das Auto am 25.02. gekauft
Am 01.03. hat mir Tesla den Eingang des Kaufpreises bestätigt
Seitdem tut sich nichts mehr. Es heißt immer nur „Vorbereitung zur Auslieferung“
Zu erreichen ist natürlich auch niemand. Auf Nachfrage per E-Mail, wann ich die Fahrzeugpapiere bekomme, habe ich so eine hingekotzte 1-Satz-Anwort bekommen: „wurde bereits am 07.03.22 versendet“. Ohne Anrede und ohne Absender. Wenn ein Azubi in unserer Firma eine derartige E-Mail an einen Kunden senden würde, gäbe es schwer Ärger…
Angekommen sind die Papiere immer noch nicht. Die Aussage kann also eigentlich auch nur falsch gewesen sein.

Ist das normal, dass das Versenden der Fahrzeugpapiere bei Tesla 10 Tage braucht? Hat jemand, einen Tipp, wie ich voran kommen kann? Einfach auf Verdacht an die betreffende Niederlassung fahren würde ich ungern machen - das sind 300 km

Hat jemand, einen Tipp, wie ich voran kommen kann?

bleibt dir vermutlich wirklich nur warten…

So doof das auch ist.

Einfach auf Verdacht an die betreffende Niederlassung fahren würde ich ungern machen - das sind 300 km

es ist ja nichtmal sicher, dass das Auto dort in der Niederlassung dann steht aktuell :wink:

Wünsche Dir noch gute Nerven und hoffentlich ein richtig tolles Auto, dass Dich für die Warterei entschädigt!