Kaufberatung Kostenunterschied Verbrenner Kombi

Hallo Zusammen,
aufgrund der kürzlichen Preissenkung des Model Y SR wurde dieses nun auch preislich wieder etwas interessanter.
Es steht eine „Neuanschaffung“ aufgrund von Familienzuwachs an.
Bisher leistete unsere Golf 10 Jahre gute Dienste und ging mit einem Kind soweit auch noch ganz gut. Auch der Urlaub nach Italien war kein Problem. Service kosten waren auch gering, da alle Reparaturen selbst durchgeführt wurden und werden.
Mit zwei Kindern kommt unser Golf dann doch platztechnisch an bzw. über die Grenzen.
Bisher standen VW Passat oder Skoda Superb als Kombi mit Automatik und Anhängerkupplung zur Auswahl. ab 2 Jahre, +30.000km und Preise ab 30.000€ was bisher auch so meine Grenze gewesen wäre.
Nun aufgrund der bereits genannten Preissenkung wurde auch der Model Y SR wieder interessant. Auch trotz der 11.000€ Mehrpreis zu den Konkurrenten.
Grund: „Wirtschaftlichkeit“ → eigene PV-Anlage mit 40kWp . Würde sich laut e-stations.de Kostenrechner bei einer Laufleistung 15000km/a der Tesla erst nach 8,5 Jahren rechnen. Soviel ich sehe, wir hier jedoch nicht der Restwert der Autos berücksichtigt.
Wie würdet ihr die Restwerte beider Fahrzeuge nach 6 Jahren einschätzen?
Gibt es noch andere preisliche Faktoren die für/gegen das Model Y sprechen?
Gibt es eine excel/Rechner der wirklich alle Kosten berücksichtigt?

Danke vorab
Grüße gehen raus

Ich denke, dass kann man den Restwert des MY überhaupt nicht valide kalkulieren, da ja der e-Auto Markt extrem schnell wächst und ständig neue Angebote dazu kommen.

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Gerade die letzte Tesla Preissenkung hat doch gezeigt wie man sich auf Prognosen verlassen kann, denke ich.

Weiterhin braucht es nur plötzlich neue Akkutechnologien oder neue Anbieter (China!) zu geben, die den Preis durcheinander wirbeln.

Aber auch Verbrenner lassen sich nicht mehr kalkulieren: Wer will in 5 oder gar 10 Jahren noch Verbrenner fahren?

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Schau auch auf den Platzbedarf.
Bin immer schon A6 Avant gefahren und musste oftmals mit Dachbox mehr Stauraum schaffen.

Aber der Y hat viel mehr Platz (ich Familie mit 2 kleinen Kindern). Mehrere Langstrecken Urlaube hinter uns und es wurde nie Eng im Auto. Alleine deswegen werde ich nicht mehr vom Y weggehen. Eher noch zum X demnächst.

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Man könnte die Autos auch länger als 6 Monate fahren.
Ein Restwert von einem 10 oder 20 Jahre alten E-Auto ist genauso nicht zu validieren wie bei einem Verbrenner.

Es ging um 6 Jahre, nicht Monate…

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Ich würde an deiner Stelle nicht so viel rechnen.
Aber als Tip, stand heute ist E-Auto fahren meist günstiger wie ein Verbrenner.
Und meine Glaskugel sagt, das sich das in Zukunft noch mehr bestätigen wird.

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  • KFZ-Steuerbefreiung bis 31.12.2030
  • Jährliche THG-Quote die man erhält (aktuell gut 300 €)
  • Keine Service-/Inspektions-/Wartungskosten (Wischwasser, Scheibenwischer, Innenraumfilter alle 2 Jahre und Reifen und das wars)
  • Strom jetzt und in Zukunft günstiger als Kraftstoff
  • 4 Jahre / 160.000 km Vollgarantie und 8 Jahre / 160.000 km Garantie auf Antriebsstrang und Batterie (beim LR und P erhöht sich die Fahrleistung auf 192.000 km) ohne Zusatzkosten
  • Das Recht kostenlose Parkplätze für (E-Fahrzeuge) nutzen zu können (können auch ein paar Euro im Jahr zusammenkommen)
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Die Faktoren von @Belphegor sind echt wichtig.

Was in meiner Kalkulation alles in Richtung Tesla gedreht hat: Keine 1000 Euro Inspektion pro Jahr. Wenn du das selbst machst, müsstest du das eigentlich mit fiktivem Arbeitslohn ansetzen.

Ich hab gegen einen gebrauchten Passat GTE gerechnet, und nicht mit Restwerten sondern bis die Karren auf sind. Und da kickt auch rein, dass ich einem Verbrenner nur 250 Mm Laufleistung geben würde, der Tesla aber relativ sicher 300+ Mm schaffen wird.

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Niemand kann sagen, was in 6 Jahren noch was wert ist. Für nix.

Simple Rechnung: wenn das Teil nach 10 Jahren bei Null ist, ist das dann OK für Dich?

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass da auch nach 10 Jahren noch mehr als Null rausspringen, aber wirklich kalkulieren würde ich mit Zero.

Die Tatsache, dass du eine 40kWp PV hast, sollte deine Frage doch direkt beantwortet haben :wink: Zumindest was den Unterhalt angeht.

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Ich gebe den Kollegen hier Recht, Kostensicherheit wird man aufgrund volatiler Restwerte nur schwierig erreichen. Wenn dies für dich ein Faktor sein sollte würde ich auf jeden Fall 2-3 Jahre leasen, das ist zwar meist unterm Strich 20-25% teurer, aber man hat dadurch kein Restwertrisiko.
Und ich finde diese Versicherung ist es derzeit Wert, weil der zukünftige Mobilitätsmarkt so sehr in Bewegung ist und die Richtung noch nicht klar ist.

Mit einer PV Anlage würde ich mir an deiner Stelle die Frage auch gar nicht stellen. Ganz klar das MY.

Zumal du es auch der Umwelt zu liebe tun solltest und nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen.

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Ohne Zahlen und Rechnen geht es bei mir leider nicht :grimacing: um zumindest ein Gefühl zu bekommen und den WAF zu berücksichtigen.
Habe mir nochmal die Mühe gemacht und alles „Bekannte“ zusammen getragen. (Restwert hab ich jetzt einfach mal zurückhaltend eingetragen. Hier geht es mir primär darum, dass der Tesla wohl ziemlich sicher einen höheren Restwert nach der Laufzeit haben wird als der Benziner. (hier angenommen 3000€ mehr))
Mit den von euch genannten Punkten Rechnet sich das Model Y SR nach 5 Jahren finanziell.
Für den Tesla spricht zudem die noch vorhanden Garantie, dass es das weitaus modernere Auto ist mit den zudem bessere Fahrleistungen. Zudem die „konstanten“ Energiekosten/Stromkosten.
Man könnte es als Schönrechnerrei betrachten, denke jedoch, dass ich die Kalkulation eher zu Gunsten des Verbrenners ausgelegt habe.
Wie seht ihr das?

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Halte ich für ganz vernünftig berechnet. Die Restwerte dürften bei beiden vermutlich noch etwas höher sein, aber um den Vergleich zu berechnen passt es. Die Energiekosten wirst du schon in Bezug in deine PV Anlagekosten angesetzt haben. Bei der Laufleistung würde ich noch ein oder zwei Sätze Reifen ansetzen. Aber grundsätzlich gehe ich auch von monatlichen Kosten von ca. 700€ ohne Strom aus, um das Model Y zu fahren.

Vielen Dank für deine Tabelle @W8ne3!
Die Energiekosten für den Tesla mit 0,15 € finde ich sehr „optimistisch“ angesetzt, da ist fremdladen auf Reisen definitiv nicht möglich. Die monatlichen Wartungskosten für den Skoda sind durchschnittlich wahrscheinlich eher höher. Und wie hast Du den Wertverlust des Tesla errechnet? Demnach wäre er ja nach 5 Jahren fast „wertlos“!

Die Energiekosten sind vielleicht ein wenig niedrig angesetzt. Also ich habe auch PV, zwar nur 15,5kWp, aber gerade in der Dunklen Jahreszeit…kommt halt auf deine Bezugskosten an. Bei mir sind die recht hoch. Jetzt im Januar…böse. Und du wist ja auch ab und an in den Urlaub fahren, da kannst du nicht zuhause Strom Tanken.

ein paar Werte sind sicherlich unrealistisch:

  • 750 Euro sonstige Kosten hast du beim Tesla nicht
  • 19 kWH wirst du im Jahresmittel mit Ladeverlusten auch nicht erreichen, eher 22-25kWh je nach Fahrweise. Wenn viel Autobahn, dann eher mehr. Wenn viel Stadt/Land dann eher weniger. Wenn viel Kurzstrecke dann eher mehr. Wenn viel vorheizen, enteisen bei Kurzstrecken etc. dann viel mehr
  • An 1,80 Euro beim Sprit glaube ich nicht dauerhaft, eher mehr in den nächsten Jahren
  • 0,15 Euro mit PV kann passen, wenn ihr viel unterwegs seid mit 40-60ct Unterwegs-Strom und 10ct? PV-Strom und Rest xyct (Winter) Externer Strom dann einfach ins Verhältnis setzen Kilometer untwegs laden zu Kilometer zuhause PV laden zu xyct. Vielleicht 20ct gerechnet
  • Versicherung zwischen MY und Ford CMax war nur geringfügig teurer. Kostet deine wirklich 1.000 Euro?
  • Wartungskosten gibt es beim Tesla so gut wie keine. Innenraumfilter (25 Euro alle 1-2 Jahre) und Scheibenwischer (30 Euro jedes Jahr) biste unter 50 Euro.
  • Sonstige Kosten gibt es nicht in den ersten 4 Jahren (Garantie), Bremsen müssen auch nicht getauscht werden, es gibt keine Inspektionsintervalle/Inspektionen, keinen Ölwechsel nix
  • Wir haben bei 40.000km Fahrleistung mit unseren beiden E-Autos in 2022 ca. 9.000 Euro gegenüber den beiden vorigen Verbrennern gespart an laufenden Kosten / Strom, also ca. 4.500 Euro bei 20.000km Fahrleistung. Davor immer 10-15t km gefahren, also Mehrkilometer einplanen, da es mit dem Tesla einfach mehr Spaß macht Auto zu fahren und man längere Touren macht aufgrund des günstigen Preises. Letztes Jahr war aber auch ein Eldorado für Supermarkt-Gratisladen, Bonnet Gutscheine, Tesla Free SuC etc.

Was du noch einplanen solltest sind die Kosten für die Lademöglichkeit zu Hause. Das kann je nach Umstand schnell ins Geld gehen.

Und die Winterreifen mit passender Felge kommt auch nochmal ungefähr 2.500 Euro. DIese beiden Positionen würde ich bei den Anschaffungskosten noch berücksichtigen, wobei du beim Skoda auch Winterreifen brauchst, hier gibt es aber sicherlich günstigere Felgen und günstigere Reifen, da kleinerer Raddurchmesser.

Also ich würde gar nicht zweimal überlegen, ob 3 Jahre alter Verbrenner oder neuer Tesla. Ich würde auch nicht überlegen, ob überhaupt nen Verbrenner in Frage kommt. Ich versteh mittlerweile auch gar nicht mehr, wie man sich Verbrenner Autos überhaupt noch antun kann. Musste letztens erst wieder mit einem fahren für 3h. Danach war ich feddig. Zumal du ja noch ne PV-Anlage auf dem Dach hast, was das günstige fahren auch langfristig sichert.

An deiner Stellte würd ich nur überlegen, ob SR oder LR das Mittel der Wahl ist :slight_smile:

Viel Spaß bei der Entscheidung und mach mal ne Probefahrt mit dem MY - dann fällt die Entscheidung ggfs. leichter

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Oh, du meinst er hat die 15 Cent Stromkosten hochgerechnet übers Jahr und die zuhause wegen PV auf 0? Dann stimmt es eh nicht. Ich könnte meinen PV Strom ja auch verkaufen. Bekomme zwar nur 6,7 Cent pro kWH, aber wegen Verlustleistung und so, habe ich bei meiner Rechnung 10 Cent kosten pro kWh zuhause Laden genommen. Dann noch der teurere Strom in der Zeit in der PV fast nix bringt und dann noch Urlaub etc…also übers Jahr gerechnet war der Tesla in meiner Rechnung NICHT günstiger im Treibstoffverbrauch. Und insgesamt, da ich sehr konventionell gerechnet habe, war das +/- 0 mit allem. Aber das ist ja auch ok. Hauptsache da steht kein großes Minus vor einer Zahl. Es ist einfach toll mit einem Elektroauto und dann noch mit einem Tesla zu fahren. Du bist unabhängig von Tankstellen. Es ist…toll! Und ja, ein LR wäre ernsthaft zu überlegen.

Bei allem Gedöns um fehlende USS in den neuen Modellen und die scheiternde Twitter-Expedition des CEOs vergisst man immer wieder, wieso man zum Model Y gegriffen hat.

Zum Zeitpunkt des Kaufs in 2021 das beste Paket in Sachen Platz, Verfügbarkeit und Reichweite.

Heute wieder bewiesen im Ikea-Einkauf. Hatte schon befürchtet, ich müsste die Sachen aus den Kartons nehmen. Aber nein, Länge 2,06 m passte perfekt rein.

Kann mich dem Vorredner nur anschließen. Ob Alltag oder Urlaub - der Wagen hat sich vom Platzangebot bewährt. Hund, zwei Kinder, Fahrräder, Gepäck…

Da die Verfügbarkeit der Konkurrenz noch nicht viel besser geworden ist und bei den aktuellen Preissenkungen spricht immer noch viel dafür. Vielleicht sogar für einen jungen Gebrauchten mit USS. :grinning:

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