Kann DC laden auch besser als AC Laden sein?

Folgende Frage:

Wenn ich mein Model 3 mit 11 kW DC lade ist es dann schlechter als wenn ich es mit 11 kW AC laden würde?

Könnte es nicht sogar besser sein weil ja der Wechselrichter nicht erst von AC auf DC wandeln muss?

Also kurz gesagt:
Kommt es für die Gesundheit des Akkus auf AC oder DC an,
oder nur wie schnell ich lade?

Hoffe die Frage ist nicht doof oder schonmal vorgekommen aber das interessiert mich schon länger.

Danke und weiter so mit diesem tollen Forum

Würde mich übrigens über ein T im Profil freuen.
Grüße

Es gibt einen „Zähler“ für das Laden von AC und DC. Sollte TESLA mal auf die Idee wie beim Model S kommen … Dann hätte ich lieber viel mehr AC als DC geladen.

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Das mit dem Zähler ist wohl so - für das Model S und X zumindest.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Tesla das so beibehält.

Um auf die ursprüngliche Frage zu antworten: DC Laden bei gleicher Leistung ist für den Akku genau gleich und für den eingebauten Gleichrichter besser, da er nicht benutzt und somit geschont wird.

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Der Akku bekommt immer DC, egal was Du dem Auto verabreicht. Wenn Du 11 kW AC einsteckst, wird eben der interne ACDC-Wandler verwendet, ansonsten geht bei der 11 kW DC Ladung der Strom an ihm „vorbei“ weil ein externer ACDC-Wandler verwendet wird und schont Deinen Bordlader.

Üblicherweise wird mittels DC aber deutlich schneller geladen als Dein Bordlader das kann. Das ist dann der Unterschied für die Batterie und deren Haltbarkeit. Hinzukommt, dass Du den DC Strom nicht begrenzen kannst, denn diese soll so schnell wie nur möglich sein (abhängig von der Ladesäule, der Temperatur, des SOC etc.).

Extremes Langsamladen ist wohl auch nicht so gut für den Akku , also einphasig mit nur 10A, weil der Ladevorgang sehr lange dauert und die Zellen aufgrund der langen Zeit gestresst werden.

Ich würde zu Hause immer AC laden wenn die Ladeleistung ausreicht. Um dann den bordeigenen ACDC Wandler etwas zu schonen würde ich zumindest bei älteren MS und MX die Ladeleistung um 1-2 A zurück nehmen. Je nach Auslegung werden die schon sehr heiß und Hitze bedeutet immer Stress und dieser führt früher zum Ausfall. Alle neueren Teslas haben wohl SiC Transistoren im Bordwandler verbaut, das sollte bei entsprechender Auslegung für weniger Hitze sorgen, aber…

Generell gilt bei Tesla, dass sie ein sehr gutes BMS haben und Du einfach nicht so oft auf 100% laden und das Auto dann tagelang so stehen lassen solltest, insbesondere im Sommer. Ansonsten, ich habe geschätzte 50 mal auf 100% aufgeladen und nach 90.000 km seit langem konstante 96% Restreichweite. Mein MS lud nach den Akku Kriterien auch anfänglich nicht schnell was den C Faktor betrifft, denn maximal 120 kW sind bei einem 90 kWh Akku keine Schnell-Ladung, denn das sind nur 1,33 C.

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Sehr schön. Freue mich über die zahlreichen Antworten bzw. Ansichten.
Kann damit was anfangen.
Danke

Muss ich jemanden bestimmten anschreiben wenn ich das T im Profil möchte?

@Peppo
Ihr bekommt euer „T“ auf folgende Art und Weise

Dieser Nachweis kann auf folgende Weise erbracht werden:

Dass das schlecht für den Akku sei, habe ich noch nicht gehört, schlecht für die Elektronik, die länger läuft und schlecht für die Effizienz, da die Bordelektronik im Verhältnis zur Ladeleistung viel Strom verbraucht, das schon.

Aber ich kann mich nicht erinnern gehört zu haben, dass sehr langsames Laden schlecht für die Akku-Zellen sei.

Zur Ausgangsfrage: Da ich nicht weiß, ob Tesla bei den aktuellen Akkus noch Anpassungen der Ladekurven über einen reinen Zähler der per DC-geladenen Energie unabhängig von der Leistung vornimmt, nehme ich an Säulen die 20 kW DC und AC anbieten immer AC, auch wenn der Bordlader im MS nur 16,5 kW AC ziehen kann.

Gruß Mathie

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Ich glaube, ich brauche Nachhilfe.

Was macht AC oder DC für einen Unterschied? Am Auto kommt doch immer DC an, oder nicht?
Sowohl der UMC mit Schukoadapter macht aus 3,7 kW AC doch 3,7 DC. Genau wie eine Wallbox - nur halt mit 11 kW.
Und eine Ladestation draußen liefert doch auch DC ans Auto. Ob nun 50 kW bei irgendwem oder 150 kW an einem SuC.

Oder bin ich jetzt völlig daneben?

Nein, der UMC macht aus AC nicht DC. Das passiert in Deinem Fahrzeug.

Es kommt natürlich immer DC am Akku an, aber die Frage ist, welche Leistung dafür genutzt wird.
Es ist ein Unterschied, ob ich mit 11kW lade oder mit 50 oder mehr.

Beim Model S scheint Tesla einfach bei DC davon ausgegangen zu sein, dass dann immer eine schnelle Ladung erfolgt. Ob das so ist, kann Tesla da aber nicht wissen. Man kann auch 11kW über DC laden.

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Sorry für OT, aber dazu hat mir ein Mod letztens folgendes geschrieben:
„sende uns ein Foto von deiner MCU auf der du via Sketchpad App deinen Nickname gemalt hast dann schalten wir dich frei.“

Für den Akku ist es egal, ob mit 11 kW AC oder 11 kW DC geladen wird. Es ist auch nicht zutreffend, dass langsames Laden für den Akku schlecht ist.
Bei allzu langsamem Laden sind allerdings die Verluste größer, vor allem weil das Auto während des Ladevorgangs nicht in den Stand-By-Modus geht und dadurch viele Energieverbraucher weiterlaufen. Der Wirkungsgrad der Ladeelektronik ist ebenfalls auf eine bestimmte Leistung optimiert, bei zu langsamem Laden ist der darum auch geringer.

Man kann die Sache aber auch von der Kostenseite her betrachten, und da ist langsames DC-Laden (wenn nach kWh abgerechnet wird) meist günstiger, als AC-Laden mit der gleichen extern gemessenen Leistung. In beiden Fällen zahlt man die ans Auto gelieferten kWh, aber im AC-Fall sind die Verluste etwas höher, da die AC-DC-Wandlung im Auto erfolgt.

Lädt man am Supercharger (wo aber eine derart geringe Leistung nur im ganz oberen SoC-Bereich möglich ist), käme zusätzlich der Kostenvorteil hinzu, dass die kWh nicht ab Säule abgerechnet werden, sondern anhand des vom Auto gemessenen Ladestand-Zuwachses. Das macht bisher kein anderer Anbieter und das ist natürlich sehr kundenfreundlich. Dadurch wird auch vermieden, dass Tesla teure geeichte Messeinrichtungen in die Ladesäulen einbauen muss, dürfte also für alle beteiligten besser sein.

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Ich habe das schon mehrfach gehört, auch von Jeff Dahn.
Stichwort parasitäre Effekte, die proportional zur Ladezeit sind.

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Ich für meinen Teil kann leider nicht Zuhause laden. Deswegen lade ich mein Model S immer DC, da es bereits bei (Gebrauchtwagen-)Kauf ladelimitiert war. Deswegen stören mich auch der „DC-Zähler“ nicht mehr bei Tesla.

Bin selber der Meinung, dass bei relativ geringen Unterschied (25-30 kW DC zu 11 kW AC) auch der „Mehrschaden“ für die Batterie im Rahmen sein dürfte.

@Meerkat

Ok, danke. Wusste ich nicht, dass der UMC AC zum Auto schickt.
Eine Wallbox (in meinem Fall der original TWC) schickt aber DC, oder?

Nein - eine Wallbox schickt auch nur AC. Beim Model 3 bis zu 11kW auf 3 Phasen verteilt. Die meisten einfachen Ladesäulen sind auch nur AC - also das was typischerweise hinter dem Rathaus/an der Schule etc steht.
DC Lader kann man am CCS Stecker erkennen. Tesla Supercharger oder was sonst so an Autobahnen steht sind DC/CCS Lader.

Dann verstehe ich nicht, warum ich für meinen TWC einen Typ B FI einbauen lassen musste. Sprengt vielleicht das Thema gerade ein wenig. Gibt ja andere Threads dazu. Aber wenn vom Hausanschluss bis zum Auto rein AC läuft, wozu dann noch einen Typ B FI?

Ist für mich jetzt fast egal. Ist jetzt verbaut und gut. War halt nur teuer.

Der Schutz vor Gleich-Fehlerströmen muss ja nicht wegen der Wallbox eingebaut werden, sondern weil das Auto selbst theoretisch Gleichstrom-Fehlerströme erzeugen kann. Die Wallbox ist ja eigentlich nur ein Gerät, über das sich die Spannung vom Auto aus Ein- und Ausschalten lässt, da ist ansonsten nicht viel Technik drin - außer eben bei manchen (nicht TWC) ein RCD, und da muss dann auch keiner im Hausstromnetz eingebaut werden, d.h. dort reicht dann ein Typ-A.
Von Tesla ist aber soweit ich weiß kein Fall bekannt, wo so ein Gleichstromfehler aufgetreten wäre, der ins Netz zurückgewirkt hat. Von der Renault ZOE aber z.B. schon, weshalb das auch Vorschrift ist.

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Der UMC bzw. die „normale“ Wallbox macht keinen Gleichstrom sondern reicht den Wechsel-/ Drehstrom mehr oder weniger durch. Die ACDC-Gleichrichtung erfolgt dabei erst im Bordlader.

Es gibt aber auch DC-Wallboxen für die Garage, aber die liegen preislich deutlich im hohen 4 bis hohen 5 stelligen €-Bereich, siehe in „elektro auto mobil“, Ausgabe 04/2020, Heft August&September, S.24 ff. Die billigste dort vorgestellte kostet ca. 6000€ mit einphsaigem Eingang und ca. 7kW Ladeleistung. Die teuerste kostet 86.000 € mit dann 83 kW. Aber das schaffen die wenigsten Hausanschlüsse.

@Mathie Ich habe mal wegen „der Zellenbelastung aufgrund langer Ladezeiten“ versucht, das Papier wiederzufinden aus dem ich diese auch für mich damals überraschende Info gefunden habe, bin aber bis jetzt in meinen eMails noch nicht fündig geworden. Es war auf jeden Fall eine primäre Quelle im pdf-Format (auf englisch) aus dem Internet, ich glaube es könnte von von Jeff Dahn gewesen sein. Ich werde morgen noch mal auf der Festplatte nachschauen, denn Google hilft dabei nicht.

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Ich danke Euch, für Eure Richtigstellung. Wieder was gelernt.