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Kaminöfen und Feinstaubbelastung

Ich werde nächstes Jahr einen neuen Einsatz unserer Kamin brauchen. Nach den Hinweisen aus diesem Faden, werde ich auf jeden Fall einen Holzvergasereinsatz wie den Twinfeuer nehmen. Bei niedrigen Außentemperaturen heizen wir gerne unseren Kamin an und heizen das ganze Haus damit nach. Holz aus eigenem Wald habe ich genug. Mit einer Grundwasserwärmepumpe wird die normale Wärmeversorgung im Haus sichergestellt.

@ Eberhard
Danke, Du hast meinen Post verstanden.

@ BananenBrot und OS
Natürlich ist es besser, keine Emissionen freizusetzen. Dann dürfen wir aber strenggenommen auch kein Fleisch mehr essen, weil Rinder Methan ausstoßen. Dürfen kein Model S, X fahren, das nicht zu 100% mit erneuerbarem Strom aufgeladen wurde, dürfen keine neuen Autos kaufen, weil die Produktion Energie kostet usw usw. Nur ging es mir nicht um eine Grundsatzdiskussion um den menschlichen Fussabdruck in der globalen Welt.

Mein Post sollte lediglich ausdrücken, dass wenn jemand mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz heizen möchte, es einen Riesenunterschied im Ausstoß macht, welchen Ofen man (wie) einsetzt. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Twinfire-Öfen nicht nur als Kaminofen einzusetzen, sondern mit Pufferspeichern zu verbinden und diese in thermische Solaranlagen einzubinden. Die Abstrahlungswärme in den Raum kann soweit verringert werden, dass der Großteil in den Pufferspeicher geht. Stichwort bei youtube: walltherm. Bevor ich wieder Schläge mit dem moralischen Zeigefinger bekomme, lass ich den Link besser. :unamused:

Kann ich Dir nicht empfehlen. Bei dieser Art der Feuerung muss alles passen wie Holzmenge, Schornsteinzug etc. Ich an Deiner Stelle würde
wieder einen „normalen“ Heizeinsatz nehmen …

Bis jetzt musste ich feststellen, das es garnicht so einfach ist, einen Ersatz für meinen Kachelofeneinsatz zu finden. Er sollte in jedem Fall eine optimale Verbrennung bieten, um die Emissionen auf ein notwendiges Minimum zu bringen.
Einen Kachelofeneinsatz als Holzvergaser scheint niemand anzubieten.
Der jetzige Warmluft-Kachelofeneinsatz hat nur noch eine Zulassung bis nächste Jahr und muss dann zwingend ersetzt werden.

Wer kann mir eine Empfehlung für ein umweltfreundliches Model geben. Wasserführend muss nicht unbedingt sein höchstens nice to have.

Hallo,

wir haben gerade ein Model von HARK bestellt mit Feinstaubfilter.

Staub (mg/Nm³) 14. Ist damit viel besser als der Grenzwert.
https://www.hark.de/produkte/heizeinsaetze/heizeinsatz-premio-keramik-feinstaubfilter-detailinformationen.html

Moderator Note: Dieser Beitrag antwortet auf einen :arrow_right: Beitrag aus einem anderen Thread.

Verstehe dein Problem nicht, du hast halt keinen typischen Kaminofen, sondern einen der „nur“ 21 mg Feinstaub in die Umwelt emittiert.
Es hat doch nie jemand etwas anderes unterstellt?
Die DUH werden einen Teufel tun und gegen irgendjemanden Behauptungen aufstellen, die sich nicht penibel beweisen können. Gerade die Autoindustrie beschäftigt ganze Horden von Anwälten, die jeden mundtot machen, der sich nicht wehren kann.

Eben. Die Frage ist, ob es sich dann um den „typischen“ Kaminofen handelt, von dem die DUH hier ausgeht.

Viel wichtiger ist aber die Frage: Heizen alle Kaminofenbetreiber richtig bzw. wissen sie überhaupt, wie man richtig heizt?

Die Aufklärung der Bevölkerung steht hier klar im Vordergrund. Ich finde das richtig und gut.

duh.de/ueber-uns/was-wir-tun/

Ach so, das wusste ich nicht, dann hat DUH ja alles richtig gemacht! Wir verkaufen also nur „untypische“ Kaminöfen …

Da ist deine Aussage jetzt etwas unklar: Gelten die von dir zitierten 21mg für einen bestimmten Hersteller, einen bestimmten Ofen oder alle von euch vertriebenen Öfen ?

Und wie sieht es mit den billig Baumrkt-Öfen aus, die die große Masse der Kaminöfen ausmachen ?

Da wir selbst einen Kaminofen besitzen interessiert mich das wirklich.

Ich würde gerne mal unsere Umgebungsluft in München auf Stickstoffdioxid und Feinstaub messen lassen, um auch mal zu sehen was tatsächlich Sache ist.
Geht das denn wirklich so einfach, dass mal eben der Schornsteinfeger vorbei kommt und sein Gerät in die Luft rein hält?
Mein Wissensstand war immer, dass es recht dazu aufwändiger und komplexer Gerätschaften bedarf um das wirklich auf einer vergleichbaren Basis messen zu können.
Wäre ja zu schön wenn man das mal eben messen und auf der Basis direkt die Stadt mangels entsprechender Schutzmaßnahmen verklagen könnte.

Das Gerät des Schornsteinfegers, das er dazu braucht, kostet so etwa 8000€ (z.B. Testo 380)

Oder ein Partikelzähler von Fluke für 4000€, mit dem Past_Patrol schon mal gemessen hat.

Einfach so, geht das also nicht und längst nicht jeder Schornsteinfeger hat ein Gerät zur Feinstaubmessung.

Alle Kaminöfen in unserer Ausstellung haben einen Feinstaubwert <30 mg. Der Großteil liegt bei ca. 16 - 22 mg, einer sogar bei 7 mg. Für die Baumarktgeräte habe ich keine Werte, aber zu einen Hersteller
einen guten Draht. Hierzu melde ich mich dann nochmals. Ich werde die nächsten drei Tage mich nicht äußern können, da ich mich auf der AD Tagung eines feinstaubproduzierenden
Kaminofenherstelles :wink: befinde …

Hier schreibt die DUH, dass der durchschnittliche Kaminofen mehr als 100 mg / m³ Feinstaub emittiert; moderne, emissionsarme Holzfeuerungsanlagen hingegen weniger als 10 mg / m³ (z. B. Pelletfeuerung mit Partikelabscheider).

Die Aussage der DUH bleibt aus meiner Sicht korrekt. In Deutschland werden ganz sicher nicht überall moderne Anlagen betrieben. Und selbst wenn es moderne Anlagen wären, kann nicht davon ausgegangen werden, dass jeder weiß, wie man richtig feuert. Teilweise ist das den Leuten auch egal. Da wird munter Papier und sonstiger Müll verbrannt, dessen Entsorgung sonst Geld kosten würde.

Wenn ich § 5 der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) richtig lese, dürfen ab 2017 neue Anlagen nicht mehr als 20 mg / m³ Staub emittieren.

Naja qabvge rdide Feinstaubwererte sinbd doch reine Betrugswerte denn wichtig ist vor allem die Zusammensetzung des Feinstaubs PM10+ ist weitaus weniger schlimm - PM <= 2.5 sind extrem gefährlich - und leicht.

Die EEA beginnt ja nun mit der PM 2.5 Betrachtung - damit dürfte sich dann das Holzfeueranlagenproblem hoffentlich eh bald erledigt haben, die ersten Zahlen bei PM <= 2.5 sind schon so alarmierend, dass ein Verbrennerauto dagegen wie ein Umweltschutzprojekt aussieht. :smiley: :smiley:

Sobald man bei den Holzfeueranlagen eine PM <= 2.5 Messung mit vorschreibt war es das für diese doch recht steinzeitliche Form der Heizung - im Gegensatz zum eher ungefährlichen PM 10+ ist der PM <= 2.5 kaum filterbar und viel gefährlicher.

bmj.com/content/350/bmj.h2757/rr-1

Danke für den Link, Bananenbrot.

Warst Du am Essen oder ist das ein Dialekt [emoji3]
Ich denke zwar nicht, dass das etwas Zentrales Deiner Aussage war, aber kannst Du das noch korrigieren? Ich kann das nicht mal apperzeptiv ergänzen.

…Gerade die Feinstaubwerte sind…

Hihi naja ne das lass ich mal als Hieroglyphen für die Nachwelt stehen .irgendwoher müssen die ja auch kommen o-|-< o-<-|

Feinstaub aus Holzöfen: Wir Werden Alle Sterben - Folge 43

Wissenschaftsvideocast von Lars Fischer.

Auf den Punkt gebracht.