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John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

Das war Mathies Aussage, mein Kommentar war nicht explizit auf die 5m gerichtet.

Den gab es schon vor 1.5 Jahren. In diesem Video youtube.com/watch?v=TgDSNuOMCWo wird auch darauf eingegangen, dass es für gewisse Arbeiten nicht geeignet ist. Pflügen gehört dazu.
Ein Vorschlag ist, ein langes Kabel zu verwenden.

Edith: Tippfehler

Die 5m Arbeitsbreite war meine Annahme, nicht die von mschk. Und der Verbrauch pro Hektar hat wenig mit der Arbeitsbreite zu tun. Es dürfte aber klar sein, dass Du Dich bei Deiner Annahme von 1ha pflügen mit einer Akkuladung ziemlich verhauen haben dürftest. Rein aus dem Bauch geschätzt mindestens um einen Faktor 2-3, vermutlich eher mehr. Kommt natürlich immer auf Bodenbeschaffenheit etc. an.

Gruß Mathie

Ich denke der Beitrag von patrickCH klärt diese Frage vollkommen: John Deere selbst räumt ein, dass gerade das Pflügen nicht zu den Stärken des SESAM gehört. Mehr gibt es dazu m.E. nicht zu sagen.

Ja, sorry.
Ich will Dir die Lorbeeren natürlich nicht nehmen!
Und dass anhand einer Überschlagsrechnung 1,5 ha rauskommen, hat mein Bauchgefühl doch ganz gut bestätigt. :ugeek:

Ist gar nicht soooo doof wie es sich zunächst anhört.
Gibt ja bei uns auch viele Feld- und Wiesen-PV-Anlagen.
Da könnte der Bauer tatsächlich mit einem langen Kabel an einem Galgen am Trecker und richtiger Routenplanung auf dem Acker seinen eigenen PV-Strom direkt nutzen. Und wenn die Sonne mal nicht scheint (soll ja vorkommen), dann hat die PV-Anlage ja einen Netzanschluss.

Der Trecker ist ein ideales Gerät für Zusatz- oder Wechselakkus. Kräftige Hebearme und eine Bauform, bei der Aerodynamik nicht wichtig ist.
Das Zusatzgewicht beim Pflügen hat gerne mal 900kg. Da kann der Trecker doch 2,3 Zusatzakkus auf einem Anhänger mit aufs Feld bringen und nach Bedarf wechseln.

Vielleicht legt man sogar Strom in die Flur, so dass die abgestellten Wechselakkus laden.

Wieso Strom legen? Auf dem Acker steht doch das Windrad, da braucht man nur den richtigen Trafo. :wink:

Es gibt in der Land- und Forstwirtschaft viele Geräte mit hohen Leistungsanforderungen. Aber mit der richtigen Ladetechnik und evtl. Wechselakkus lässt sich da sicher etwas machen. Im Prinzip die gleichen Probleme wie mit dem Auto auf der Langstrecke.

Ich habe mich vor etlicher Zeit mal als Testinteressent für die Premium-E Serie von John Deere gemeldet. Damals Hybrid Traktor mit Batterie im Frontgewicht. Jetzt renne ich denen die Bude ein! :slight_smile:

Ist son Ding für unter 120.000 netto zu kriegen, könnte die Karre wirtschaftlich sein. Ohne 350 kW Ladung allerdings unnütz.

Für Lohner wird es nix sein. Aber ich wünsche mir im Regelbetrieb so oft eine Rekuperation…

Nikola Tesla wäre stolz auf dich. :sunglasses:

Für das Leistungspflügen einfach ein Power Pack in die Fronthydraulik. 800 Kilo kann der da problemlos aufnehmen… Im Straßenbetrieb reichen 130 kwh bei ausreichend starker Rekuperation. :exclamation:
Angenommen er kann beim Mittagessen ne Schnellladung machen, sollte man damit schon was anfangen können…

Ich als Landei muss gerade herzlich über euch Städter lachen.

Nehmen wir mal an:
Traktor mit 75kW max. Motorleistung, spezifischer Verbrauch im optimalen Drehzahlbereich 280g/kWh, dort wird die Arbeit verrichtet, Getriebeabstufungen lassen das zu, Dichte von Diesel 0,85 kg/l, Motorauslastung bei Arbeiten mit der Kreiselegge ca. 90% Vor dem Pflug ca. 85%, etc…
75kw x 280g/kwh x 0,85 x 0,9 / 1000 ergibt 16 l/h (67,5kWh abgegebene Leistung vom Motor, Energieinhalt im Diesel ca. 166kWh, Wirkungsgrad wäre ca. 40%, d.h. der spezifische Verbrauch müsste noch höher angesetzt werden)

Leistungsstärkere Traktoren werden an Maschinen mit größerer Arbeitsbreite eingesetzt und brauchen entsprechend mehr pro Stunde. Schaffen natürlich auch mehr ha.

Traktoren werden vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang und je nach Arbeit oder Erntezeit auch darüber hinaus den ganzen Tag durch gefahren. Arbeitsscheinwerfer sind nicht zum Spaß montiert.

Pflügen, säen, Gras mähen, Siloballen pressen, etc, sind alles Arbeiten mit dauerhaft hohem Leitungsbedarf.
Traktoren sind Vollgasfest. Die Dieseltanks sind so dimensioniert, dass man den ganzen Tag durch fahren kann.

Vor einer Pestizidspritze braucht man natürlich deutlich weniger.

Erst gestern mit einem Junglandwirt über Traktoren unterhalten.

Der hauseigene 100 PS Traktor ist für den 5-Scharenpflug zu schwach. Daher wird zusätzlich ein stärkerer Traktor ausgeliehen.

Ein AP für das Feld zum voll-autonomen pflügen wäre der Hit.

Ein EV Traktor wäre hilfreich, damit die zeitaufwändigen Antriebsreparaturen hoffentlich Vergangenheit werden.

Wie wird da gerechnet? Ich verstehe das nicht.
Ich interpretiere, dass die Motorauslastung bei Arbeiten mit der Kreiselegge ca. 90 % beträgt, während sie beim Ziehen eines Pfluges nur 85 % ist. Korrekt? Falls ja, warum werden in der Berechnung für die den Verbrauch die beiden Faktoren 0.85 und 0.9 verwendet? Ist es nicht nur jeweils einer? Um auf die 67.5 kW zu kommen, ist es ausreichend, 75 kW mit 0.9 zu multiplizieren.
67.5 kWh sind übrigens keine Leistung.

Nehmen wir die 67.5 kW mittlere Antriebsleistung mal als gegeben an. Da könnte der E-Trecker also schonmal knapp zwei Stunden arbeiten. Welche Fläche könnte der Mustertraktor aus deinem Beispiel denn in dieser Zeit etwa pflügen?

E Traktor = ohne Lärm! Super!

Was die Dinger heutzutage für einen saukrach machen und es wird einfach geduldet, sind schliesslich arme Bauern.

Warum so kompliziert?

Es wurde doch vorher geschrieben, dass die bauern im Schnitt pro Hektar 17l Diesel verbrauchen.
Wenn wir jetzt pro liter diesel einen energiegehalt von 10,4 kwh ansetzen, komme ich auf 176,8kwh verbrauchte Energie.
Jetzt kommt der Wirkungsgrad des motors hinzu.
Sagen wir mal 40%…
Ergebnis sind dann ca. 71kwh ab Kurbelwelle.
Alle weiteren Verluste hat ja der e-traktor auch…
Das heißt, er schafft mit einer Akkuladung ca. 1,5 Hektar. Denn die angegebenen 130kwh sind sicherlich brutto und somit nicht vollständig nutzbar.

Noch ein Einwand.

Nehmen wir mal an, dass so ein traktor normalerweise einen Tank von ca. 120l hat.
Mal energiegehalt von 10,4kwh mal Wirkungsgrad von 40% ergibt 500kwh.
Solange es also keinen Traktor mit mindestens 500kwh Kapazität gibt, ist das Ding unverkäuflich.
Es gilt dann ja auch noch das teil innerhalb maximal 8 Stunden laden zu können.
Besser waren 5std. (Erntezeit).
Über Nacht also 5std. 100kw am Ladenschluss.
PV Anlagen - ungeeignet.
Windkraft - Wenns daneben steht und der wind weht okay.
Einzige Möglichkeit ist wie schon erwähnt ne biogasanlage mit Gasgenerator.
Alles andere würde sonst aus einem großen Teil atom oder kohlestrom bestehen.

In der Größe sitzen 320Liter Tanks darunter…

Okay… Lass mich ja gerne eines besseren belehren.
Also noch „minimal“ unrealistischer…
Also bräuchten wir 1300kwh :open_mouth:

JD hatte doch schon mal einen Traktor mit Wechselakku als Frontgewicht vorgestellt. Mit Wechselakkus wäre es durchaus möglich die heimische Solaranlage zum Speichern der Energie zu nutzen und einen Traktor auf dem Feld im Betrieb zu halten. Es braucht halt nur eine entsprechende Logistik um die Akkus vor Ort und zurück zum Betrieb zu bringen.

Dagegen ist das Laden von stationärem Speicher über die Nacht wegen der Verluste wenig sinnvoll.

Noch besser wäre wenn über eine Flurbereinigung alle Felder eines oder mehrerer Bauern zusammengelegt würden und dann ein Teil der Fläche mit einer PV Freiflächenanlage versehen würde. Dann wären die Wege für ein Wechselakkusystem kurz. Immerhin kann man auf einem ha 400-500 kWp installieren. Und wenn an einem Tag mal die Sonne nicht scheint und alle Wechselakkus leer sind, dann kann man über den Netzanschluss der Anlage auch die Akkus mal schnell laden.

Also Pflügen hat sich damit wohl vorerst erledigt.

Im Video spricht man von 3-5h Betrieb. Nur um damit dann zum Acker zu fahren, macht ja keinen Sinn.

@Leafler: Hätte das Modell trotzdem bei der Arbeit einen Nutzwert?

Genial ist ja, dass man den Akku während der Standzeiten wohl als Puffer für die PV verwenden darf (beide Richtungen). Sprich: Ein Powerpack ist quasi inklusive.