Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

Wie wird da gerechnet? Ich verstehe das nicht.
Ich interpretiere, dass die Motorauslastung bei Arbeiten mit der Kreiselegge ca. 90 % beträgt, während sie beim Ziehen eines Pfluges nur 85 % ist. Korrekt? Falls ja, warum werden in der Berechnung für die den Verbrauch die beiden Faktoren 0.85 und 0.9 verwendet? Ist es nicht nur jeweils einer? Um auf die 67.5 kW zu kommen, ist es ausreichend, 75 kW mit 0.9 zu multiplizieren.
67.5 kWh sind übrigens keine Leistung.

Nehmen wir die 67.5 kW mittlere Antriebsleistung mal als gegeben an. Da könnte der E-Trecker also schonmal knapp zwei Stunden arbeiten. Welche Fläche könnte der Mustertraktor aus deinem Beispiel denn in dieser Zeit etwa pflügen?

E Traktor = ohne Lärm! Super!

Was die Dinger heutzutage für einen saukrach machen und es wird einfach geduldet, sind schliesslich arme Bauern.

Warum so kompliziert?

Es wurde doch vorher geschrieben, dass die bauern im Schnitt pro Hektar 17l Diesel verbrauchen.
Wenn wir jetzt pro liter diesel einen energiegehalt von 10,4 kwh ansetzen, komme ich auf 176,8kwh verbrauchte Energie.
Jetzt kommt der Wirkungsgrad des motors hinzu.
Sagen wir mal 40%…
Ergebnis sind dann ca. 71kwh ab Kurbelwelle.
Alle weiteren Verluste hat ja der e-traktor auch…
Das heißt, er schafft mit einer Akkuladung ca. 1,5 Hektar. Denn die angegebenen 130kwh sind sicherlich brutto und somit nicht vollständig nutzbar.

Noch ein Einwand.

Nehmen wir mal an, dass so ein traktor normalerweise einen Tank von ca. 120l hat.
Mal energiegehalt von 10,4kwh mal Wirkungsgrad von 40% ergibt 500kwh.
Solange es also keinen Traktor mit mindestens 500kwh Kapazität gibt, ist das Ding unverkäuflich.
Es gilt dann ja auch noch das teil innerhalb maximal 8 Stunden laden zu können.
Besser waren 5std. (Erntezeit).
Über Nacht also 5std. 100kw am Ladenschluss.
PV Anlagen - ungeeignet.
Windkraft - Wenns daneben steht und der wind weht okay.
Einzige Möglichkeit ist wie schon erwähnt ne biogasanlage mit Gasgenerator.
Alles andere würde sonst aus einem großen Teil atom oder kohlestrom bestehen.

In der Größe sitzen 320Liter Tanks darunter…

Okay… Lass mich ja gerne eines besseren belehren.
Also noch „minimal“ unrealistischer…
Also bräuchten wir 1300kwh :open_mouth:

JD hatte doch schon mal einen Traktor mit Wechselakku als Frontgewicht vorgestellt. Mit Wechselakkus wäre es durchaus möglich die heimische Solaranlage zum Speichern der Energie zu nutzen und einen Traktor auf dem Feld im Betrieb zu halten. Es braucht halt nur eine entsprechende Logistik um die Akkus vor Ort und zurück zum Betrieb zu bringen.

Dagegen ist das Laden von stationärem Speicher über die Nacht wegen der Verluste wenig sinnvoll.

Noch besser wäre wenn über eine Flurbereinigung alle Felder eines oder mehrerer Bauern zusammengelegt würden und dann ein Teil der Fläche mit einer PV Freiflächenanlage versehen würde. Dann wären die Wege für ein Wechselakkusystem kurz. Immerhin kann man auf einem ha 400-500 kWp installieren. Und wenn an einem Tag mal die Sonne nicht scheint und alle Wechselakkus leer sind, dann kann man über den Netzanschluss der Anlage auch die Akkus mal schnell laden.

Also Pflügen hat sich damit wohl vorerst erledigt.

Im Video spricht man von 3-5h Betrieb. Nur um damit dann zum Acker zu fahren, macht ja keinen Sinn.

@Leafler: Hätte das Modell trotzdem bei der Arbeit einen Nutzwert?

Genial ist ja, dass man den Akku während der Standzeiten wohl als Puffer für die PV verwenden darf (beide Richtungen). Sprich: Ein Powerpack ist quasi inklusive.

Meinst Du der Traktorendiesel hat einen Wirkungsgrad von 40% an der Kurbelwelle? Fände ich überraschend hoch.

Glaubst Du, dass ein komplexes Dieseltraktoren-Getriebe den gleichen Wirkungsgrad hat, wie das Einganggetriebe eines E-Motors?

Eine „Lichtmaschine“ gibt es bei BEV auch nicht, keine Ahnung wie der Generator bei Traktor dimensioniert ist, aber bei all den Geräten, die an den Traktor angeschlossen werden können, wäre ich nicht überrascht, wenn da auch noch mal einiges an Verlusten entstünden.

Ich denke ja auch, dass der E-Traktor noch nicht marktreif ist, sonst würde JD diese bestimmt schon vermarkten, aber die Befürchtung, dass nach 1 (oder 1,5) ha pflügen der 130kwh-Akku leer sei, halte ich, solange nicht jemand plausible Annahmen liefert, für übertrieben.

Gruß Mathie

Da bekommt der Traktor ein Gewichtsproblem. Aber irgendwo muss man ja anfangen. Klar, man kann auch auf den Wunderakku warten - der nicht kommt.

Ich dachte Gewichtsprobleme beim Traktor hat man, wenn dieser zu leicht ist. Oder täuscht sich der Städter da?

Gruß Mathie

Für manche Arbeiten braucht man Gewicht (z.B. Pflügen), bei den meisten anderen Arbeiten möchte man aber so wenig Gewicht wie möglich um die Bodenverdichtung zu minimieren.

Ja, Stichwort Bodenverdichtung
Außerdem fahren bei uns in der Erntezeit die Traktoren wirklich 24 h. Da ist auch keine Zeit groß Pause zu machen, da das Wetter nicht immer mitspielt. Die Erntemaschinen sind gemietet und teuer, nach deren Terminplan müssen dann auch die Traktoren mithalten. So schön es wäre aber da sehe ich noch lange keine Alternative. Wir leben mitten in den Äckern.

LGH

Danke für die Info!

Haben Traktoren dann abnehmbaren Ballast? Kenne ich von großen Mobilkränen so. Ballast kann abgenommen werden, damit das Maximalgewicht für ein straßenzugelassenes Fahrzeug eingehalten wird und die Gegengewichte kommen auf separatem Fahrzeug zur Einsatzstelle.

Gruß Mathie

Ja, Sie haben abnehmbaren Ballast. Meist vorne, in der Regel Pakete aus Stahlplatten oder Betonklötze.
LGH

Für E-Traktoren währe wohl ein System wie beim Scooter sinnvoller.

Die tolle Lackierung sollte auch kein Problem sein.

Danke, wieder was gelernt!

Gruß Mathie

Jein. Sicherlich - anderer Anwendungsfall. Aber nach der Logik wäre ein Elektroauto unter 290 kWh auch unverkäuflich (70l Tank * 10,4 * 40% = 291,2)
Was predigen wir immer: Man muss umdenken.

40% Wirkungsgrad wird ein moderner turbodiesel im Traktor schaffen, denn durch die wahnsinnig vielen Getriebestufen die er zur Verfügung hat, kann er somit lange im optimalen Drehzahl / wirkungsgradbereich fahren.

Natürlich hat ein solches getriebe auch verluste. Aber ich habe da auch angenommen, dass der e-motor mitsamt dem getriebe 100% Wirkungsgrad haben…was ja auch nicht stimmt. Ich denke das kürzt sich dann wieder raus und man kommt aufs fast gleiche ergebnis.

Die Geräte die an den dieseltraktor angeschlossen werden können, sollten ja schließlich auch an den e-traktor angeschlossen werden können… Da sind die Verluste wohl gleich.

Zum vergleich mit dem PKW…
Der PKW hat einen viel schlechteren Wirkungsgrad als ein traktor, da ein PKW-Motor fast NIE im optimalen Wirkungsgradbereich arbeiten kann.
Da sprechen wir von insgesamt vielleicht 20%. Denn mindestens 90% der strecke wird im teillastbetrieb gefahren. Beim traktor beispiel Pflügen siehts ja ganz anders aus.

Jetzt bitte keine quellenangaben oder sonst was verlangen. Gesunder Menschenverstand reicht ja aus.
Außerdem kann man eh immer nur eine grobe rechnung aufstellen.
Ich kann nicht mit einem schätzwert eine gleichung anfangen um zu erwarten dass mein Ergebnis auf 3 stellen nach dem komma genau ist :laughing: (diese Aussage war jetzt eher auf die anderen berechnungen bezogen, die mit 5m breitem pflug rechnen oder Ähnliches)
Und ob jetzt 5m breit oder nicht… Die arbeit im gesamten die verrichtet wird ist doch die gleiche, oder? Ob der traktor nur 3x mehr auf und ab fährt, ist denke ich unerheblich. Ich gehe einfach von 17l dieselverbrauch aus. Sprich der Energieverbrauch, der für diese Fläche notwendig ist.

@ AT-Zimmermann ich gebe Dir recht, die Diskussion wird aber weitergehen :slight_smile: .
LGH