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John Deere: E-Trecker mit 130 kWh

Phat! :open_mouth: :smiley:

:arrow_right: electrek.co/2016/12/05/john-dee … prototype/
:arrow_right: youtube.com/watch?v=Q8t81yYWZmM
(via electrive.net)

Der Schritt vom Diesel zum E-Trecker wird für die Bauern wie der Umstieg vom Pferd auf den Diesel. Eine neue Ära der Landwirtschaft beginnt damit.
Zusammen mit den teilweise gigantischen PV-Anlagen auf den Scheunendächern ist der E-Trecker ideal.

Ja, wenn die Trecker tagsüber laden können. Aber da sollen sie wohl eher fahren. Also stehen sie dann Nachts an der Ladedose. Also braucht der Bauer noch einmal 130 kWh Speicherkapazität für jeden seiner notwendigen Trecker. Ob sich das gegen subventionierten Dieselkraftstoff oder Biodiesel lohnt? Oder der Ökostrom gegen den günstigeren Kohlestrom?

Ich weiß ja nicht… Da dürfte sich eine Biogasanlage mit einem Gasmotor schon sehr viel sinnvoller rechnen. :wink:

Und der Vergleich von Pferd zu Trecker hinkt. Der E-Motor ist nur eine andere Antriebsart. Letztendlich dürfte dem Bauern egal sein, was den Trecker antreibt, solange es nur billig und zuverlässig ist. Selbstfahr-Trecker dürften ein viel größeren Einfluss haben. Das beweisen GPS-gesteuerte Mähfahrzeuge in der USA schon.

Oder Flug-Trecker. Denn die würden den Ackerboden nicht mehr komprimieren. :wink:

Puhhh. Ich glaube die Landwirtschaft wird die letzte Bastion des Verbrenners. Wenn Erntezeit ist, dann wird 24/7 durchgefahren. Wie man sowas ansatzweise mit einem Batteriebetriebenen Trecker lösen will ist mir schleierhaft. Diesel-Elektrisch könnte was werden denn man spart sich das Getriebe , welches bei einem Trecker unfassbar kompliziert ist. Ein kleiner Akku könnte auch Sinn machen, wenn man oft wechselnde Lastfälle hat.

Wasserstoff ginge auch erst wenn man sich seine eigene Tankstelle auf den Hof stellen kann. Mit dem Trecker zur tanke fahren ist in viele Gebieten von Deutschland mit einem Trecker eher aufwändig. :smiley:

Warum sollte sich das nicht lohnen? Die Motoren werden immer teurer, die Wartung beim Diesel-Traktor ist komplizierter, der Krempel ist laut ohne Ende und der Bauer muss auch noch den Diesel heranschaffen. Da ist es doch wesentlich bequemer wenn man Mittags und Nachts seinen Traktor neben der Scheune aufladen kann. Es wäre mir auch neu, dass ein Traktor im Normalbetrieb hunderte Kilometer zurück legt oder so viel Last bewegt, dass er einen ganzen Tank verfährt.

Es ist natürlich andererseits nicht von der Hand zu weisen, dass die tödlichen Nebenwirkungen des Diesel-Antriebs auf dem Dorf eher vernachlässigbar sind in ihrer Wirkung und der Betrieb ohne eigene Stromerzeugung eher mühsam.
Für Bauern, denen Unabhängigkeit wichtig ist, jedenfalls eine ideale Lösung. Ich erinnere an die vielen Landwirte, die bei Benzinpreisen von 2 DM seiner Zeit protestiert haben.

In dem Video sieht man doch das er ein „800V“ System hat. Die Spannungsanzeige geht bis 750V.
Einen anständigen Stromanschluss vorausgesetzt ist damit die 10-80% Ladung wie bei uns an den Superchargern sicherlich möglich.
Und jeder Bauer muss auch mal was Essen etc. … ich seh da kein Problem so ein Ding auch in der Erntezeit sinnvoll im Einsatz zu haben.

Und das ist wieder genauso verkehrt wie das Argument, ein Elektrofahrzeug kann nicht gehen, weil man damit ja nicht eben 1000km in den Urlaub durchfahren kann. Es reicht doch, wenn erst einmal für den täglichen Einsatz ein Elektrotraktor an den Start geht. Wenn Erntezeit ist, kommen Lohnunternehmer und bringen Ihre eigenen Geräte mit.

Wechsel-Akkus?

Dann wäre wohl ein Wechselakku ideal. Ein Akku wird geladen, während der andere Akku im Einsatz ist. Potentielle Stromquellen wären Solar, Wind, Biogasgenerator. Mit Wechselakkus wäre dann auch 24/7 denkbar.

Bei den Preisen für große Landmaschinen, wären die 50k€ für den Zweitakku im Investment sicherlich zu verschmerzen, da Energiekosten und Wartung für die Elektrovariante sicherlich günstiger wären.

Ist aber alles eine Annahme aus dem Bauch heraus, kenne mich mit den Betriebswirtschaftlichen Überlegungen in der Agrarwirtschaft nicht aus.

Gruß Mathie

Wieviele Meter man auf einem Ackerboden mit 130 kWh zurücklegen kann?
Beim Sähen und Gift verspritzen wohl noch relativ viele.
Beim Pflügen oder Eggen ist dann aber spätestens nach einem Hektar die Batterie leer.

An WechselAkkus hab ich nicht gedacht. Schande über mich, mal wieder nicht lösungsorietiert gedacht. Muss man aber auch erstmal schaffen, einfach ist sowas auch nicht.

Ich bleibe trotzdem dabei, die Landwirtschaft ist am schwersten zu Elektrifizieren. Zumindest was Fahrzeuge am Boden angeht. Wenn sich dort die Elektrifizierung durchsetzt ist sie bei Pkw und Lkw lange über den Berg.

Juhu !

Wie geil ist das denn ?

Mein Sohn (5) ist großer John Deere Fan - findet aber seit einiger Zeit die Tatsache doof, dass die Traktoren keine E-Motoren haben. Jetzt spielt er immer, dass der Auspuff der Ladeanschluss ist.

Das Video zeig’ ich ihm nachher mal. Er hat neulich gesagt, dass er mal einen E-Traktor erfinden will, wenn er groß ist. Jetzt kann er sich auf andere Dinge konzentrieren !!!

Ich finde es absolut Klasse, dass ein US-Unternehmen wie JD erst einmal versucht, so etwas zu bauen. Das ist enorm wichtig. Kapazität, Laden u.s.w. kommt später !

Erstmal war es wichtig, dass so ein Ding einen 5-Schar-Pflug ziehen kann und nicht nach 5m leer stehen bleibt.

Dickes Lob an JD !

:mrgreen:

Nehmen wir mal an, dass der Traktor beim Pflügen eine Arbeitsbreite von 5m hat. Dann sind 1ha pflügen 2km Strecke. Bei bei 5km Geschwindigkeit dauert das Pflügen eines Hektars dann 0,4h. 130 kWh/0,4h sind 325kW Leistung beim Pflügen.

Ich wäre überrascht, wenn eine Leistung von 325kW benötigt würde, um einen 5m breiten Pflug zu ziehen. Habe aber keine Ahnung von Landmaschinen und wollte nur einen kurzen Plausicheck zu 130kWh/ha machen. Wie bist du auf diesen Wert gekommen?

Gruß Mathie

War reines Bauchgefühl.
Bei 5m Arbeitsbreite sind das 10-15 Scharen.
Ich glaub, dafür brauchst Du schätzungsweise schon um die 200 kW (Empfehlung laut Pflughersteller ist dafür ein Trecker mit 200-300 PS).
Dann sind 130 kWh in 40 min = 0,65 h leer.
Man schafft also bei Schrittgeschwindigkeit etwa 1,5 Hektar.
Da war mein Bauchgefühl wohl gar nicht sooo schlecht? :ugeek:

Was will der Bauer mit einem Trecker, der nach 40 min Pflügen auf dem Acker liegen bleibt?
Er kann damit stilsicher aus dem Dorf raus zum Acker fahren, um dort dann auf den geparkten Dieseltrecker umzusteigen. :wink:

Das sollte man aber nochmal valide verifizieren. Meine Vermutung ist, dass es hier das Drehmoment entscheidender ist. Und davon hätte ein E-Traktor ja mehr als genug, auch bei niedrigen Drehzahlen. Bei Verbrenner-Traktoren bekommt man mit kleineren Motoren einfach nicht genug Anfahrmoment her. Ist aber auch nur ein Gefühl, müsste man mal recherchieren.

… oder man nimmt einfach an, dass eine Firma, wie John Deere, Ahnung von Landmaschinen hat und sich etwas dabei gedacht hat! :wink:

Würde ich auch sagen, Drehmoment ist viel wichtiger und bei elektro Motoren ja genug vorhanden.
Falls die 130kWh nicht reichen, kann er sein Gewicht vorne ja demontierten und einen Zusatz akku einbauen… möglich ist vieles. Ich denke auch das die 130kWh erstmal der Anfang ist, da wird noch mehr gehen.

Wieviel Diesel verbraucht denn so ein Trecker mit 300ps beim pflügen pro ha?

Dann könnte man sich der Frage zumindest grob annähern.

Edit: 300PS scheint übertrieben. Die Landwirte im Forum unten pflügen mit ca.90-150Ps und das bei Dieselverbräuchen von 15-40 Liter pro Hektar. Je nach Pflugtiefe und Feuchtigkeit. Die meisten sind so bei 17L/ha unterwegs.
landwirt.com/Forum/361932/D … uegen.html

+1

+2

Aber dann nicht mit den von mschk angenommenen 5m Arbeitsbreite.

Ist aber auch egal.
Jedenfalls ist der E-Trecker zum Pflügen großer Flächen sicher nicht geeignet.
Macht aber auch nichts, denn es gibt ja andere Dinge, wofür die 130 kWh wohl gut reichen: Sähen, Mähen, Ernten, Giftspritzen, Gülleverklappen etc. pp.
Nicht zu vergessen: Als Biobauer stilsicher durchs Dorf cruisen … :wink: