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Jetzt zuschlagen oder auf Batterie - Revolution warten?

AHOI,
ich würde mir wenig Sorgen machen, was ein M3 in 5 Jahren noch Wert ist. Ein Verbrenner ist auch nicht gerade wertstabil.
Und die genannte Reichweite ist ausreichend. Ich habe ein MX 75 und komme gut damit hin. Auch im Winter…

Es gibt bei der E-Mobilität zwei gegenläufige Trends:

  1. Die Autos werden billiger, die Batterietechnik langsam besser. Die Infrastruktur wird besser.

Würde heissen: man muss noch warten.

der gegenläufige Trend:

  1. Die Betriebskosten der E-Autos werden steigen. Teslas Supercharger sind nicht mehr kostenlos. Die Steuerfreiheit wird irgendwann kippen.
    Ladesäulen kosten ein Vermögen (u.a. Dank unserer Überregulierung in EU und besonders D), die Kosten werden langfristig vom Verbrauer gezahlt. Bestehende Privilegien wird es in Zukunft nicht mehr geben. Im Gegenteil: Wenn alle elektrisch fahren würden, hätte der Staat 50 Mrd. weniger Einnahmen; diese 50 T€ oder mehr wird er sich von den E-Autofahrern wiederholen.

Würde heissen: E-Fahren macht im Moment vermutlich mehr Spass als es später der Fall sein wird. z.B. tanke ich seit fast 2 Jahren an meinen heimischen 22kW-Ladesäulen in Dietzenbach kostenfrei.

Also müsste man jetzt E-Auto fahren und sich über die noch bestehenden Vorteile freuen.

Für mich gilt: entgangene Fahrfreuden sind später nicht mehr nachzuholen. Daher der Entschluss, hier und jetzt als Early Adoptor zu agieren.

Momentan kaufen rund 1% der Neuwagenkäufer ein Elektroauto.
In 5 Jahren wird sich der Anteil auf 10% erhöhen -> eine Verzehnfachung
In 5 Jahren wird genauso die Nachfrage nach BEV-Gebrauchtwägen mit passabler Reichweite steigen(Fahrverbote, Eigenversorgung mittels PV, Komfortbedürfnis u.v.m)
Das Angebot wird jedoch recht gering sein.

Man muß auch bedenken, das der Akku ja heute nur noch 20% der Fahrzeugs kostet, also selbst wenn da in 5 Jahren noch mal 30% weniger drin sind, macht das am Endpreis erstmal nur noch 7% aus, sofern das an den Endkunden weiter gegeben wird, wovon man keineswegs ausgehen kann.
Nun muß man überlegen, das der durchschnittliche Kaufpreis für Autos kontinuierlich steigt, das heißt, der Rest des Fahrzeugs wird teurer.
Der Unterschied ob jetzt oder in 5 Jahren sind dann vielleicht nur 2-3k€ - das ist mehr als ich in der Zeit an Benzin und Öl verbrauchen würde, von Wechselkurs und Zollrisiken mal ganz abgesehen.
Ergo: jetzt zugeschlagen, weil das Fahren eines 60k€ teuren Model3 für mich praktisch gleich teuer ist, wie jetzt einen neuen Prius4 (30k€) zu kaufen und stattdessen den 300000km zu fahren. (Wer kurzfristiger kalkuliert, geht evtl. ein Restwertrisiko ein, wobei ich auch mit hoher Nachfrage rechne).
Wem ein Kona oder Niro reicht, fährt noch mal deutlich günstiger und das Midrange Model3 ist der Dino-Killer :wink:

Bei unterschiedlichen Anwendungen an ein Auto, muss es auch unterschiedliche Akkus geben. Dem X75 Fahrer mag es ausreichend sein, der andere hält einen Rivian mit 180 kWh für dein Einstieg in das Thema E Mobilität. Technisch wird es bald ( 2 - 5 Jahre ) Standard sein echte 500 km Reichweite zu haben. Und dann sind wir erst an dem Standard angekommen den jede 800 Euro Schrottkiste liefert. Mir kann niemand erzählen das es fun macht alle250 km ( auch nur 4x im Jahr ) für 40 min pausieren zu müssen. Technisch wird es bald möglich sein, eine Resourcen schonender Herstellung dies unterstützen und letztlich erst dann den Massenmarkt ermöglichen. Beim Verbrenner fährt auch niemand täglich zur Tanke und füllt 3 Liter ins Auto. Nix anderes machen wir aktuell aber!

Was meinst Du mit technischen Standard? Es ist doch jetzt schon eine kaufmännische Entscheidung, ob das Auto 500 km Reichweite hat oder nicht. Technisch kann das sowohl ein M3 LR als auch ein MS 100D

Welche Technik wird das (was eigentlich genau) ermöglichen?

Dann gehöre ich nicht zu der gleichen Gruppe wie Du. Wir fahren im normalen Geschäftsbetrieb nie mehr tanken, das Auto parkt über Nacht in der Garage und wird zum Laden/tanken keinen mm zusätzlich bewegt.

Hast Du keinen Stellplatz mit Lademöglichkeit oder bist Du jeden Tag so weite Strecken unterwegs, dass Du jeden Tag unterwegs laden musst?

Gruß Mathie

Wie viele haben diese Möglichkeit?
Du, ich und noch paar andere auch.
Ich schrieb ja auchvwas von Massenmarkt.
Ich lade seit 2015 über Nacht und ja täglich.
Aber nur ein extra Termin und schon gehen
die Probleme los. Ich bleib dabei, unter 500
Km beim nächsten Auto Kauf bin ich sogar
wieder raus aus dem Thema.

Kommt drauf an wo die Kundschaft verteilt ist, oder die Standorte zur Ausübung der Mitarbeiter. Meine MA fahren ja auch elektrisch, aber wie gesagt, einmal ein extra Schlenker fahren müssen, mittags die Ladesäule besetzt und der ganze Krempel zeigt seine hässlichen Nachteile. Klar, wer im Ort rumkurvt, dem reicht ein 23er Akku. Bei mir kommt noch dazu, das wir viel mit Anhänger fahren, allein deswegen ist das Thema nur bedingt etwas, und das obwohl wir ja schon 5 E-Autos haben. Der letzte Fahrzeugtausch ist dann ein Verbrenner mit Gas geworden. Auch weil einfach nix, absolut nichts nada null auf den Markt kommt, das für handwerkliche Tätigkeiten brauchbar ist.

Und wie dieser Wunderakku aussehen soll oder heißt ist mir letztlich völlig egal. Das sollen die Ing. und Techniker ausbaldowern. Andere Chemie, Feststoff, Reduzierung des Gewichts, bessere cw Werte oder sonst was.

Indian Road tested Maruti Suzuki Wagon R EV, launching at pollution-fighting $10k

electrek.co/2019/02/20/indian-r … hting-10k/

soll sowas auf den markt kommen! Wir reissen hinten die Sitze raus und das FA akzeptiert das als Kastenwagen. Funktioniert
bei unseren ZOEs übrigens auch. Hauptsache es kommt irgendwas mit Platz. Nur so TEsla oder E-Tron Zeug ist eben nicht massentauglich und was VW da ankurbelt ist auch weit weg von echten Autoeinsätzen.

E-NV200 KASTENWAGEN

Zur Ausgangsfrage; diese „Revolution“ findet schon längst statt, aber halt eben wie von Gillaume geschrieben als Evolution.


(Tesla behauptet sogar bereits bei 100 USD auf Zelllevel angekommen zu sein.)

Auf das 1000km Elektroauto, das in 5 min vollständig nachgeladen ist, könnt ihr noch lange warten; genauso auf das Smartphone, dessen Akku so lange wie jener vom Nokia 3210 durchhält. Das wird für die wenigsten interessant sein. Und Schnelladen steht mit >150 kW auch unmittelbar vor der Türe bzw. wird von ein paar wenigen mit speziellen Bedürfnissen unnötig aufgebauscht.

Bei 1.000 km Reichweite ist die Ladeleistung belanglos. Was bringt mir in der Halle ein 32A Anschluss, wenn die Zoe nach 3x 30 km Touren im Winter doch nur 6kW zieht weil der Akku nicht warm wird…und genau dann musste noch mal weg. Mit einem 40er Akku wäre das Problem weniger extrem. Und drum sag ja nicht nur ich das 500 km möglich sein müssen. Jemand meinte es gäbe in 5 Jahren ca. 10 % Anteil bei Neuzulassungen, aber nicht mit dem was aktuell möglich ist. Kona Niro sind top aber hämopathisch in Stückzahlen

Einverstanden. Fahrzeuge ohne Flüssigthermalmanagement (kühlend UND heizend) sollten, gemässigtes Klima in unseren Breiten hin oder her, nur schon der Lebensdauer wegen nicht auf die Auswahlliste von Erstwagen kommen, finde ich.

Jetzt zuschlagen und gleichzeitig auf die Batterie-Revolution warten.

Um das Wiederverkaufsrisiko nach 4-5 Jahren gering zu halten, über Leasing.

Viele Familien nützen mehrere Fahrzeuge, dann kann man ja mal mit 1 Elektro-Vehikel beginnen und sukzessive umsteigen.

Schlag zu, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Es gibt keinen Grund zur Eile, aber auch keinen Grund zu warten.

Die Revolution in der Batterietechnologie sehe ich nicht. Und wenn doch, dann wird es dauern, bis alles getestet und in Stückzahlen verfügbar ist.

ich persönlich vermute ein System hinter den Meldungen nach dem Motto „Kaufe doch noch mal einen Verbrenner und in fünf Jahren ist die Wasserstoff Technologie ausgereift, oder der Feststoff-Akku, oder oder oder“

Wir fahren seit 2015 elektrisch. Und sind noch nie günstiger und komfortabler unterwegs gewesen.

Ein Auto mit Auspuff ist für mich keine Option mehr :exclamation:

Das ist ein Konzept, was leider noch viel zu gut funktioniert (auch in meinem Bekanntenkreis).
Ich finde, das Leben ist viel zu kurz, jedes verlorene Jahr ohne BEV ist ein Jahr zuviel. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Mein Tip…
Greif zu bei einem BEV.
Wenn Du eine Garage/Carport hast umso besser.
Ein Verbrenner ist nur in der Anschaffung günstig, im Betrieb teuer, deshalb sehen das die meisten nicht, was da im Laufe der Jahre zusammenkommt.
Warten hilft nicht, Du wirst Dich in 2 Jahren das gleiche fragen…

Von daher ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt zuzuschlagen :slight_smile:
Wenn Du Zweifel hast ( hatten wir anfangs auch) und ihr zwei Autos habt, nimm erstmal ein kleines EV als Zweitwagen.
So ein imiev war für uns quasi der Einstieg.
Danach wurde dieser dann zum Erstwagen, der Verbrenner wurde nicht mehr bewegt…
Veränderung fängt als erstes im Kopf an…
Lässt man sich darauf ein merkt man schnell ob’s passt…

Grüße
Mario

Klar, wenn man jetzt etwas sucht und fingen will, gibts auch keinen Grund das noch lange aufzuschieben.

Auf der andern Seite kommen in diesem und dem nächsten Jahr einige neue, rein elektrische Modelle auf den Markt, die Zoe 2 (Facelift+Akku), der Peugeot 208 EV, der Corsa EV, Honda UrbanEV, der Ioniq 2 (Facelift+Akku), Soul EV 2 (Facelift+Akku), Mini EV und noch einpaar weitere.

Das wären Modelle, auf die es sich zu warten wohl lohnen würde, wenn man nicht gerade große Autos (SUV, Oberklasse) ins Auge fassen möchte.

Alles Gute!

Am Beispiel Renault ZOE oder Kona sieht man ja deutlich das es kein Hexenwerk ist, der Kundschaft ein adäquates Fahrzeug mit ca. 350 oder sogar 500 KM hinzustellen. Und das sogar ohne nennenswertes Mehrgewicht. Ich müsste mich wirklich enorm in Tesla getäuscht haben, wenn der 100er Akku das letzte war, was diese Firma präsentiert hat.

Um zum eigentlichen Thread-Thema zu kommen, muss sich eh jeder selbst die Frage stellen, für welchen Zeitraum man das Fahrzeug eigentlich plant. Gibt genug Leute, die kaufen ein Auto und fahren es dann 10 Jahre oder länger. Andere wechseln eh alle 3 oder 4 Jahre, da nimmt man eben mit was man aktuell bekommt. Die erst genannte Gruppe tut sich da natürlich schwerer. Gibt genug Leute die heute noch mit einem Nokia 3310 rum laufen.

hallo,

wie hier schon öfters erwähnt, wenn du dir unsicher bist - beginn mit einem „kleinen“ EV-Fahrzeug. Schon nach kurzer Zeit wirst du aber merken, dass du ein Fahrzeug möchtest mit dem du „alles“ elektrisch fahren kannst.

So geschehen auch bei uns - der MB 250 electric Drive war ein super Fahrzeug, wenn da nicht die geringe Reichweite von 130-180km wären. Und wir waren uns sofort einig, dass wir umsteigen möchten auf ein Fahrzeug mit Elektroantrieb und den großen Diesel verkaufen. Da bleibt dann nur mehr der Tesla (mit einigen Abschlägen eventuell auch der Kona) übrig!

Tu´s einfach du wirst es nicht bereuen!