Impressum / Datenschutz Forumsregeln
TFF FORUM TFF E.V. SUPERCHARGE-ME
TFF Forum

Jaguar I-PACE

Bei dem Fahrbericht bei Heise heise.de/autos/artikel/Fahr … 15434.html spricht der Autor von Verbräuchen von 25-28kWh. Und ich schätze ihn als eher sportlichen Fahrer sein.
Interessantes Video auch von Autogefühl, da werden bei 87% über 300km angezeigt.
Bei dem Fahrzeug, was vor Kurzem beim Bäcker Schüren war, wurden bei 60% 210km Rest angezeigt.

Ich bin schon auf die Geräuschkulisse im inneren gespannt ob das Auto noch leiser ist als ein Tesla MX.

Ja es ist sogar einiges leiser. Eins der für mich persönlich wenigen guten Sachen.

Durfte ihn fahren. Habe als einer der ersten das Auto angezahlt um auf der Warteliste ganz oben zu stehen.

Aber das Cockpit mag ich gar nicht!

An sich ein sehr gutes Auto, aber es weckt keine Emotion bei mir. Als ich das Model 3 gefahren bin habe ich mich wie ein kleines Kind gefühlt dass das Lieblingsspielzeug Spielt.

Ich hatte gut 32kwh Verbrauch bei der Probefahrt.
Mit meinen Model S fahre ich mit 25kwh bei gleicher Fahrweise. Gut vielleicht unbewusst im Ipace mehr beschleunigt :slight_smile:

Vielen Dank für euren vielen Kommentaren zu den Ergebnissen aus meinem Video.

Vielleicht für euch noch als Hintergrundinfo ein paar zusätzliche Informationen.

Ich habe den I-Pace schon seit Anfang des Jahres auf dem Schirm und mich schon sehr früh um einen Kontakt bei Jaguar bemüht.

Die Zusammenarbeit mit der Presseabteilung läuft für einen „Micro-Influencer“ wie man in der Branche mit weniger als 10.000 Zuschauern / Lesern gilt ungefähr genauso gut wie als normaler Kunde. Ich bekomme somit ähnlich viele Informationen und Unterstützung wie der Otto-Normal-Verbraucher.

Deswegen hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich überhaupt eine Probefahrt bekommen habe, die nicht nur mit fast vollem Akku um den Block in Begleitung des Mitarbeiters gehen sollte.

Auch ist es so, dass der extrem interessierte Kaufinteressent vielleicht die eine oder andere unbestätigte Meldung aus seinen internationalen Kontakten über mögliche Verbesserungen oder geplante Softwareversionen hat als ich.

Mir ging es in dem Video einzig darum zu prüfen, trifft die Werbeaussage von Jaguar bei dem Fahrzeug das ich teste zu oder nicht.

Denn auch bei uns läuft nächstes Jahr ein Leasing aus und auch wir sind auf der Suche nach möglichen Alternativen.

Also habe ich das Auto getestet, so wie ich ein Auto testen würde, das ich kaufen möchte.

Bei der Probefahrt in Begleitung hätte ich dann erwartet, dass ich die Info bekomme, dass vielleicht die eine oder andere Funktion noch nicht ganz vorhanden ist, um das auch bewerten zu können.

Das war aber nicht der Fall, so dass ich dann davon ausgehen musste, dass ich einen „fertigen“ I-Pace fahre.

Als dann noch die SIM-Karte fürs Navi fehlte und der Mitarbeiter (ich mache ihm hier keinen Vorwurf, schließlich weiß ich aus eigener Erfahrung wie lange es dauert bis man bei E-Autos bei allen Themen wirklich sattelfest ist) die eine oder andere relevante Frage nicht beantworten konnte, konnte ich langsam vermuten, dass wir noch in einem ganz frühen Stadium sind.

Dafür habe ich Verständnis, ich freue mich wirklich über jedes neue BEV und habe das auch so weit wie möglich in das Video einfließen lassen.

Trotz allem Verständnis erwarte ich, dass natürlich die Werbeaussagen eingehalten werden bzw. wenn sie es aktuell bei Probefahrten vor der Auslieferung der Fahrzeuge noch nicht können, darauf hingewiesen wird.

Damit wir nicht die ganze Zeit spekulieren müssen, habe ich Jaguar am Freitag angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten. Sobald mir diese vorliegt und ich sie veröffentlichen darf, werde ich dies tun.

Soweit zur Vorgeschichte, den Informationen die ich hatte und den Rahmenbedingungen unter denen der Test möglich war.

Doch nun zu euren Fragen und Anmerkungen.

Ich bin ganz deiner Meinung und schon einige Zeit dran, längere Probefahrten machen zu können. Laut Jaguar gibt es aber nur sehr wenige Fahrzeuge für die Presse / YouTuber und somit war mir das noch nicht möglich.

Die 83,4 kW Ladeleistung ist für mich nicht fest, sondern das was ich beobachten konnte. Ich versuche so wenig wie möglich zu spekulieren und habe deswegen einfach nur beobachtet. Ich hoffe sehr, dass Jaguar hier den Spielraum den sie zu haben scheinen ausnutzt und in Richtung 120 kW Ladeleistung geht, dann ist mit dem entsprechend gut ausgebauten Netz vieles möglich und besser als aktuell.

Insgesamt sind die Testbedingungen für den I-Pace im Norden sehr schlecht. Ich habe einen Schnelllader in Appenrade und den nächsten dann in Berlin bzw. in Wittenburg, der aber nur 80 kW leisten soll. Der nächste ist dann in Lohfelden bei Kassel.

Was ich also sehr gut testen kann, wie sich der I-Pace in der momentan noch dünnen HPC-Laderwelt an DC-Standardladern mit 50 kW bewegen lässt.

Ja, die Aussagen beziehen sich nur auf den Bordcomputer, alles andere kann im Moment nicht ermittelt werden, weil die Jaguarhändler dir den I-Pace nicht über Nacht und ohne Begleitung geben.

Mein Video war das erste, dass eine „echte“ Ladekurve gezeigt hat. Wir haben ja insgesamt 61 kWh geladen, immerhin auf 86% SOC des Akkus, so dass wir schon eine sehr gute Aussage zum nutzbaren Teil des Akkus und der Ladekurve abliefern können.

Danke für die Anregung, das habe ich nicht auf dem Schirm gehabt, werde es mir für die Zukunft merken.

Fazit:
Ich sehe meinen Test als erste Momentaufnahme mit überraschenden Erkenntnissen zur Ladeleistung, Verbrauch und der daraus resultierenden Reisegeschwindigkeit sowie viel Raum nach oben für Verbesserungen.

Da der I-Pace OTA-Updates ermöglicht, wird das Auto wohl über die Zeit kontinuierlich verbessert und uns die eine oder andere Überraschung noch bringen.

Bezüglich dem Verbrauch und der tatsächlich erzielbaren Reichweite wissen wir aus unseren anderen Autos, dass diese in der Praxis sehr häufig von den Ergebnissen anderer abweicht. Fakt ist, der I-Pace ist schon auf dem Papier mit seinen 21,2 - 24,2 kWh höher im Verbrauch als das Model X mit seiner „typischen Reichweite“ von 22 kWh im Kombiinstrument.

Insofern erwarte ich hier nicht die so großen Überraschungen in Bezug auf Reduzierung des Verbrauchs, insbesondere weil ich wirklich entspannt gefahren bin, da auf der Rückbank der Verkäufer saß und ich ihn nicht unnötig stressen wollte.

Was mich persönlich am meisten überrascht hat, ist die unglückliche Kombination von geringer Ladeleistung in Verbindung mit einem überschaubar großem Akku in Relation zum Verbrauch.

Da es mir im Test um die Langstreckentauglichkeit ging war das für mich das größte Aha-Erlebnis wie ungünstige Faktoren an allen 3 Stellen zu einem bescheidenen Endergebnis führen.

Da in den nächsten Monaten, das HPC-Ladenetz noch recht dünn sein wird, sind die am HPC-Lader erzielten Ergebnisse sogar noch besser als sie in der Praxis mit den vielen 50 kW-DC-Ladern sein werden.

Die gute Nachricht ist, dass er bis über 80% SOC mit 50 kW lädt, d.h. an einer normalen DC-Säule würde ich dann volle Power für 77 Minuten laden können und hätte dann ca. 64 kWh geladen die dann für rund 230 Kilometer für ca. 2 Std. auf der Autobahn bei Tempo 130 km/h Richtgeschwindigkeit reichen. => 1:17 Std. laden für 2 Stunden weitere Fahrt.

Betrachte ich die Reisegeschwindigkeit vom Start an, dann kann ich erst mal 270 Kilometer den Akku auf 0% fahren und müsste dann erst laden. D.h. ich bräuchte dann auf einer Fahrt von gut 4 Stunden gut 1:15 Stunden zu laden und wäre dann aber auch 500 Kilometer weit gekommen.

Da diese Langstrecken die wenigsten in der Praxis häufig fahren, ist das Problem an sich weniger praxisrelevant. Für mich und mein Fahrprofil ist es entscheidend, weil ich dadurch für meine Strecke Kiel - Berlin und zurück an einem Tag von 720 Kilometern deutlich mehr Zeit einplanen müsste, insbesondere so lange AC-Laden nicht 3-phasig mit 22 kW möglich ist. Denn ich müsste 2 x 1:17 laden, also 2,5 Stunden, um die 720 Kilometer zu schaffen. Aktuell lade ich mit dem Model S75 im Sommer 45 - 60 Minuten, je nach dem wie viel ich vor Ort in Berlin dazuladen kann. => Meine Reisezeit würde sich somit um vermutlich 1 - 1,5 Stunden verlängern, bei einer reinen Fahrzeit von durchschnittlich 8 Stunden.

Entscheidend für die Praxistauglichkeit ist auch der Winterverbrauch, denn hier zeigen sich sehr große Unterschiede bei den Fahrzeugen, auch losgelöst davon, ob sie eine Wärmepumpe haben oder nicht. Aber das ist ein anderes Thema, das wir dann in ein paar Monaten diskutieren werden.

Viele Grüße

Dirk vom E-Auto-Vlog

Die Zyklus-Verbrauch beim I-Pace ist nach WLTP, der vom Model X noch nach NEFZ. Das der I-Pace da schlechter da steht ist logisch. Der Zyklus-Verbrauch wird ab Steckdose angegeben. Die Anzeige im Model X ist ab Batterie. Die Werte sind somit nur schwer vergleichbar. Die derzeit erfahrenen Verbräuche erscheinen zu hoch, dass der WLTP-Zyklus-Verbrauch überhaupt erreichbar wäre (weil: ab Steckdose).

Danke Dirk für Deine ausführliche Arbeit!
Die Anwendungsprofile an Autos sind recht unterschiedlich. Wir holen den Tesla nicht unter 100 KM einfacher Strecke raus, für andere wird der Jaguar ein must have, bei den Leuten mit üblichen Fahrten juckt dann die Ladekurve auch niemanden. Hauptsache es kommt endlich Schwung in die Bude mit den Autos.

Beim typischen Verbrauch von 22 kWh/100 km beim Model X bin ich nicht von den NEFZ-Verbräuchen zwischen 20,8 - 22,6 kWh ausgegangen, die auf der Webseite tesla.com/de_DE/modelx gezeigt werden, sondern von dem was im Kombiinstrument angezeigt wird. Dort wird die Restreichweite ja auf der Basis des „typischen Verbrauchs“ von 22 kWh ermittelt, wenn man Kilometer und nicht Prozent anzeigen lässt, beim Model S sind es z.B. 20 kWh.

Den WLTP-Verbrauch vom Model X werden wir ja in ein paar Monaten erfahren, ab September müsste das Tesla ja auch ausweisen damit die Wagen noch zugelassen werden können.

Ich bin auf deinen oder andere Verbräuche gespannt, denn einen wirklich aussagekräftigen Praxisverbrauch bekommen wir nur wenn viele fahren und wir einen Mittelwert daraus bilden können. Die 156 Kilometer von meiner Probefahrt sind ein erster Ausschnitt und können sich noch verändern.

Sollte meiner zu hoch liegen, ist das eine gute Nachricht, es macht den I-Pace noch praxistauglicher.

Viele Grüße

Dirk vom E-Auto-Vlog

Noch eine Information zum Thema laden von einem Produktspezialisten von Jaguar, den ich das Wochenende auf einer Veranstaltung sprechen konnte:

Vor ein paar Wochen wurde ein Software-Update für den I-Pace ausgeliefert, weil der an einigen CCS-Säulen nicht und an den Anderen nur verlangsamt laden konnte. Der Patch hat aber dafür gesorgt, dass der Wagen gar nicht mehr an DC laden kann. Daher wurde den Händlern die weitere Installation des Updates untersagt. Ein Fix ist also derzeit nicht verfügbar.

Anders ausgedrückt: wenn der I-Pace derzeit an einer CCS-Säule lädt, dann noch nicht mit maximal gewünschter Leistung. Die 83 kW Peak seien „definitiv zu niedrig“.

Hallo zusammen,
vielleicht weiß hier im Forum jemand ob beim iPace eine AHK oder Haltevorrichtung für Fahrradträger optional erhältlich sind.
Mein Agent bei Jaguar meint: nein nicht verfügbar.
Anderer Stelle habe ich aber das hier gefunden: gear.jaguar.com/de/de/i-pace/car … /carrying/
Ist das eine alte HP oder ein Fake?

Bei der offiziellen Vorstellung hieß es, dass es „natürlich“ eine AHK gäbe. Meine Frage nach der Anhängelast ließ den Servicemenschen die Achsel zucken.
Verlässlichere Infos in Form von links etc. habe ich leider keine.

Es gibt einen Fahrradträger und wird eine reguläre AHK mit 750 kg Anhängelast geben. Die Daten kommen aus dem britischen Zubehörkatalog bzw. dem technischen Handbuch.

Edit: Anhängelast, nicht Stützlast (siehe nächste Post).

750kg Anhängelast meinst du vermutlich.

die Stützlast ist nur 45kg für Anhänger bis 750 kg
Zubehör wie Radträger sind bis 66,8 kg auf der Kugel zugelassen
ownerinfo.jaguar.com/documen … c/G1818374

ownerinfo.jaguar.com/documen … c/G2261658

hier der Link zum Haken
gear.jaguar.com/de/de/i-pace/car … tiary-tabs

und die restlichen Träger
buildyour.jaguar.com/jag2/r/acc … 41cx_n-1ab

Morgen habe ich meine erste Testfahrt. Bin gespannt

Ja, Du hast natürlich recht. 750 kg Zuglast. Der Fahrradträger hat nur Stützlast.

Heute das Auto 66km bewegt. Man kann mit sehr großer Sicherheit davon ausgehen dass die Werte kWh/100km nicht stimmen oder gar die Ladeverluste berücksichtigen.

Wir haben auf der gesamten Strecke nach Display 23,01kWh/100km verbraucht. Gefahren sind wir ca. hälftig BAB bei max 135k/h und eher um die 80-110 wegen viel Baustellen.

Wir haben ca. 0,5-1% im Stau durch die Klimaanlage verloren.

gestartet sind wir mit 95% und abgestellt haben wir das Auto gerade mit dem Sprung von 80 auf 79%.

Für die reine Fahrt kann man also mit ca. 15-16% rechnen => 66km / 15,5% * 100% = 425km Reichweite.

Laut Display hätten wir 15,2kWh für 15,5% Kapazität was bedeuten würde dass die Batterie von 100 auf 0% 98kWh hätte. Während meiner Fahrt hat sich das relativ linear entwickelt. Wir haben es zwei mal berechnet und kamen auf 96kWh und 97kWh. Da der Akku ca. 86kWh verfügbar haben soll ist hier eine Diskrepanz von ca. 12% zu erkennen.

Ich teile daher den Eindruck, dass Jaguar im Display eher den echten Verbrauch als den ab Batterie anzeigt. Somit könnte man sagen dass für unsere Fahrt auf der BAB wäre somit mit 24kWh zwar noch immer höher als im MX mit 20" Rädern und einem besseren cw Wert scheinen somit am Ende ein stimmiges Bild abzugeben.

Die Bedienung ist natürlich Neuland und sehr komplex. Bis wir erst mal den Bordcomputer Reset gefunden haben hat es echt gedauert. Was mir gefällt ist die Steuerung der Klima und die Verarbeitung, ein sehr leises Auto, auf jeden Fall. Ich habe während meiner ganzen Fahrt nicht ein Geräusch wahrgenommen.

Auf jeden Fall ein ganz tolles Auto und für ein Jaguar auf jeden Fall gelungen. Auch der Mobile App zeigt viel mehr an als der von Tesla, man kann dort auch die letzen Fahrten, den Verbrauch und Co anzeigen lassen.

Für mich gibt es viele Punkte die mir im Tesla besser gefallen aber auch viele die mir hier besser gefallen. Ein Konkurrent zum MX ist er aber nicht dazu reicht das Raumangebot nicht. Die Sitze sind weltklasse und deutlich besser als im Tesla ebenso der Gurt.

Die Türgriffe wirken billig und deplatziert, auch das Lenkrad völlig überladen.

Vielleicht hast Du nur geträumt, dass Du iPace gefahren bist. :smiley:

Ich meinte damit Klappern etc… natürlich hat das Auto Abroll- und Windgeräusche, welche aber deutlich leiser rüber kommen als im MX.

Also, „Geräuschkulisse“ ist so ein Punkt. Wenn ich nur ein Thema hätte, dass am Model S etwas besser ausfallen könnte, dann ist es Geräuschdämmung. Das kann für mich einfach nicht gut genug ausfallen.

Das wäre dann der EINZIGE Punkt, der mich zu einer Probefahrt hinreissen könnte.

BTW, ich wundere mich eh’, warum Tesla da nicht versucht, per Antischall zu punkten. Anlage ist da, Mics sind da, Rechner ist da. Wenn ein dämlicher Kopfhörer genug Rechenpower aufbringt, sollte es im Auto doch möglich sein, die rel. monotonen Geräusche, die vor allem von den Reifen kommen, auszublenden. Ich weiß schon, daß die Situation in einem geschlossenen KH bei weitem einfacher zu handhaben ist, aber trotzdem, ein paar db könnten drin sein :wink: