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Ist mein PV-Projekt sinnvoll und wie finde ich einen guten Solateur?

Hallo,

ich bin aktuell am überlegen das Thema PV auf dem Dach anzugehen und frage mich wie ich am besten an einen guten Solateur komme. Auf den ersten Blick ist das Thema sehr undurchsichtig und ich bekomme bei der Online-Suche oft das Gefühl, dass es einfach zu viele Angebote gibt und man kaum erkennen kann was seriös ist und was nicht…

Folgende Eckdaten kann ich zu unserem Projekt nennen:

  • Reiheneckhaus
  • Südost/Nordwest Ausrichtung des Dachs mit ca. 50 m² pro Dachfäche und 30° Neigung
  • Jede Dachfläche hat ein Dachfenster, auf der Südost Seite ist noch ein Kamin und eine (nicht mehr benötigte) Satelittenschüssel
  • Im Zuge der PV Installation soll aus Gründen der Gewichtsersparnis (lange Geschichte) die Dacheindeckung (teilweise falls möglich) auf Kunststoff Pfannen geändert werden. Hier könnten wir wenn möglich Eigenleistung einbringen (befreundeter Zimmermann)
  • Wir würden gerne beide Dachflächen so gut es geht mit PV bedecken, auch wenn die Westseite nicht viel beitragen würde. Mein Gedanke ist, dass die paar wenigen Panele die dort Platz finden nicht sehr viel Mehrkosten verursachen und Nachmittags / Abends einen Ertrag liefern können der zu einem hohen Anteil als Eigenverbrauch verwendet werden kann.
  • In der Garage (Markiert im Bild) befindet sich eine Unterverteilung, in de bisher nur der LS und FI der Wallbox installiert wurde (3 Reihen frei).
  • Wir heizen aktuell mit Flüssiggas, soll langfristig jedoch durch eine Wärmepumpe ersetzt werden. Die Bäder werden über eine Fußbodenheizung beheizt, der Rest des Hauses hat normale Heizkörper. Energiebedarf laut Energieausweis 91 kWh/a/m².
  • Alternativ ist eine Brauchwasser WP eine Idee um eventuell Überschüsse am Mittag verwenden zu können und die Gasheizung zu entlasten.

Luftaufnahme als Übersicht
grafik

Konkrete Fragen an das Forum:

  • Macht eine PV aus eurer Sicht sinn? Wenn ja, auf beiden Dachflächen oder ist die Idee mit der Nordwest Seite quatsch?
  • Hat jemand Erfahrung mit Kunststoff Dachpfannen? Können diese auch in Teilbereichen des Daches verwendet werden oder muss das komplette Dach erneuert werden?
  • Gibt es im Forum eine List / Empfehlung von Solateuren nach Region oder ähnliches?
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Wie viel Ertrag man aus vorhandenen Flächen mit der Ausrichtung bekommen kann, kann man leicht selber sehen:
https://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/#PVP

Eine Wärmpepumpe funktioniert besser umso besser das Haus gedämmt ist. Dann ist die Heizleistung und der Heizbedarf geringer = kleinere WP und geringere Stromkosten.
Bei 91W/m2 sollte dringend gedämmt werden.

Im Winter, also der größten Heizzeit, kommt fast nichts rein.
Auch hier kann PVGis Auskunft geben wie viel Strom in welchem Monat herein kommt, dann kann man feststellen ob man den verwenden kann, bzw. wie viel fehlt.

Wo kommst du her?

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Stimmt, die Info wäre noch spannend gewesen… :sweat_smile:

Landkreis Esslingen, BW.

So wirst du dein Haus nicht warm bekommen, wenn du nicht überall auf Fußbodenheizung umbaust oder wesentlich größere Heizkörper verwendest. Wenn die WP effizient laufen soll, hat sie eine wesentlich geringere Vorlauftemperatur als deine Heizkörper benötigen, was dann eine geringere Heizleistung deiner Heizkörper zur Folge hat.

Brauchwasser-WP kannst du machen … dann kannst du aber mit dem überschüssigen Strom auch über einen Heizstab dein Wasser direkt erwärmen. Ist vom Investitionsaufwand deutlich geringer.

Das Thema Heizung ist auch erst mal 2. rangig. Vermutlich wäre die beste Lösung dann aber mittelfristig eine Heizspirale zu verwenden falls Überschüsse vorhanden sind. Danke für den Tipp!

Ich habe aktuell Testweise unsere Vorlauftemperatur auf 50°C begrenzt, damit kommen wir bei den aktuellen Temperaturen sehr gut klar. Inwiefern das für eine WP reicht, keine Ahnung. Wie gesagt, das Thema ist aber auch ein anderes, ich wollte es nur erwähnen dass diese Überlegungen existieren.

Ich würde das wahrscheinlich nicht machen.
Sinn der WP wäre ja, die Wärmeenergie der Umgebung zu entziehen. Dabei hat die WP einen Faktor (ich sag mal 4 (frei erfunden)), der bedeutet, dass die WP 1kWh an Strom verbraucht und dabei 4kWh an Wärmeenergie zur Verfügung stellen kann. Wenn du deine WP nun „hochdrehen“ musst, weil die Vorlauftemperatur nicht mehr reicht, um die Bude zu heizen, wird die WP immer ineffizienter. Bei einem Faktor von 1 steckst du 1kWh Strom rein und holst 1kWh Wärme raus … dann kannst du auch sofort eine Elektroheizung einbauen …

Zum Thema Wärmepumpe im Gebäude verweise ich auf diesen lehrreichen Faden :wink:

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Solarkataster Baden Württemberg, dort Deine Adresse eingeben
https://www.energieatlas-bw.de/sonne/dachflachen/solarpotenzial-auf-dachflachen

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Ich würde mir eher überlegen, anstatt die Nordwest-Flächen zu belegen die Südfassade (bzw. Südost) zu belegen. Hier könnte z.B. das oder die Balkongeländer oder größere zusammenhängende Fassadenflächen dienen.

Bei der Belegung der Fassade hast du im Winter einen größeren Ertrag. Und gerade im Winter brauchst du mehr Strom als im Sommer…

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Hammer-Tool, danke! Habe ich über Google bisher nicht gefunden.

Berechnet eine Belegung mit ca. 5-6 kWp. Die Werte kommen mir jedoch etwas optimistisch vor, vor allem die 8 Jahre Amortisationsdauer. Sind die knapp 9.000 Brutto all-inclusive realistisch?



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Eventuell noch als Zusatz: Die SAT-Anlage soll demontiert werden (brauchen wir nicht und verschattet nur), die Kabel dafür kommen durch ein 35er oder 40er Leerrohr am Sicherungskasten an, ich denke dieses könnte dann für die PV Leitungen genutzt werden, oder liege ich da falsch?

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Zum Thema Brauchwasser: wir haben sowohl PV als auch Solarthermie für Brauchwasser auf dem Dach. Die beiden Solarthermie-Panele bringen deutlich mehr Enerige als die PV-Anlage. Im Sommer brauchen wir quasi überhaupt kein Gas für Warmwasser, und das mit nur zwei 2m² (?) Panels. Der Rest vom Haus- und Garagendach ist mit insgesamt 4kWp PV voll.

Energetisch kann es also durchaus Sinn machen Solarthermie mit draufzupacken, wenngleich das sicher vom einmaligen Installationsaufwand recht umfangreich ist. Ggf. neuer Schichtladespeicher für Warmwasser, kann die Heizungssteuerung das heute etc.

Lass dir das mal vor Ort berechnen, schaut doch grundsätzlich gut aus. Wahrscheinlich gehen da sogar noch ein paar Module mehr drauf.
Den guten Solarteur findest du wahrscheinlich am Besten über Mund-zu-Mund-Propaganda. So war’s zumindest bei uns.

Weißt du, dass der voraussichtliche Ertrag von einer Nordseite bei 30 Grad nur ca. 60% von einer Südseite ist?

Wirtschaftlich gesehen also nicht so prickelnd…
Die Nordseite dürfte sich nur lohnen, wenn das Gesamtpaket deutlich im Stückpreis (ca. 200 €/kWp) günstiger als nur die Südseite ist.

Die Amortisationsberechnungen sind immer etwas zu optimistisch… rechne erst nach 10 Jahren.
Leistung lässt über Lebensdauer auch etwas nach.
Vom Gewinn musst auch noch Versicherung abziehen. Bei den aktuellen Zinsen rentiert sich ne Solaranlage fast immer.
Was ich aber mal machen würde für beide Seiten getrennt die Berechnung durchzuführen ob die Nordseite überhaupt rentabel.

ganz bestimmt nicht… da man bestimmte randabstände aufgrund wind- und soglasten einhalten muss

jupp, sag ich auch… die nordseite, gerade so wie sie bei dir ausgerichtet ist, kannst du vergessen. wer der hier dazu ratet, diese zu belegen, will nur geld verdienen !
wenn du genügend hast, machs, wird aber eine sehr lange amortisationsdauer haben, wenn überhaupt.

dann verbaust du sehr alte module…ja sie lassen nach, aber das ist weniger als die meisten vermuten… solange „zusammengehörige“ module verwendet werden - sprich eine sortierung vorgenommen wird und nicht die billigsten chinamodule aus dem container genommen werden, brauchst du an das kaum zu denken… lade dir mal ein produktdatenblatt eines aktuellen moduls herunter…da findest du sogar sowas wie leistungsgarantie für einen bestimmten prozentsatz für meist 25 jahre…

bei der „kleinen“ fläche die dir zur verfügung stehen, ist das eine unterstützung zum energieverbrauch und eine etwas geringere stromrechnung…

am besten von einem professionisten vor ort begutachten lassen, und dann möglichen ertrag mit den kosten genau gegenüberstellen

nur dann kannst du genau entscheiden, ob es was bringt bzw was es bringen kann und ob du damit zufrieden bist

also dieser berechnung glaube ich kein wort!

nordwest ausrichtung extrem schlecht
auch die südost ausrichtung nicht besonders…

und dann kommen solche werte heraus - als wäre die anlage optimal ausgerichtet

Hallo @dnsulmr,

Die Dachflächen sehen primär erstmal gut aus. Bei dem N-W Dach sollte man die auch auf dem Bild sichtbare verschattung ggf. einkalkulieren und je nach System dann aussparen. Die N-W Seite wird im Sommer wunderbar arbeiten, keine Sorge. Und du kannst einen eventuellen Hausspeicher ggf. kleiner dimensionieren weil du länger Produktion hast.

Wie schon von anderen hier erwähnt wird eine Wärmepumpe mit normalen Hochtemperaturheizkörpern (Vorlauf >50°C) nicht besonders gut funktionieren. Aber da ist ein Heizungsinstallateur der bessere Ansprechpartner. Ich kann Dir nur sagen dass wir wegen eben diesem Problem damals Pellets genommen haben.

Ich plane Dir gerne mit einer groben Vorausberechnung des Ertrags eine PV Anlage so wie Du es dir vorstellst. Meld dich doch mal per PN.

ohhh eine wunderwuzi, der es schafft aus NW Dächern, profitablen Ertrag zu bekommen… ja sie werden was erzeugen, aber übers ganze jahr gesehen….

na egal… es gibt immer jemanden, der es schafft sein geschäft unterzubringen

:joy::sweat_smile: zu dir komm ich auch

ich bin raus