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Ist der Autopilot ein Fahr-Assistenz-System?

Aus meiner Sicht ist das eine falsche und irreführende Bezeichnung. Wenn ich den Autopiloten benutze, dann steuert dieser das Auto. Ich bin rein rechtlich der vollverantwortliche Fahrzeugführer, aber ich lenke das Fahrzeug nicht. Ich überwache den Autopiloten und assistiere ihm bei Aufgaben, die er (noch) nicht alleine bewältigen kann. Z.B. bestätige ich einen Spurwechsel oder eine grüne Ampel oder ich übernehme die Steuerung an einer Kreuzung, um abzubiegen und dann den Autopiloten wieder zu aktivieren. Ich assistiere dem Autopiloten, statt dass er mir assistiert.

Über die Überwachung und die gelegentliche Übernahme der Kontrolle hinaus ist die einzige Aufgabe, die ich noch erledigen kann, dass ich die Geschwindigkeit ändere. Aber nur an einem Rollrad zu drehen bedeutet wohl kaum, dass ich vollumfänglich das Auto steuere, zumal der Autopilot auch selbst die Geschwindigkeit sinnvoll regeln kann.

Wenn der Autopilot aus ist, ich dazu ansetze, die Fahrspur zu verlassen, und das Sicherheitssystem mich warnt und sogar sanft in die Spur zurücklenkt, das ist wahre Fahr-Assistenz.

Daher erscheint es mir, dass die Regulatoren und Medien oft einen falschen und irreführenden oder übermäßig legalistischen Ausdruck verwenden, um den Tesla-Autopiloten zu beschreiben.

Ich finde die Beschreibung Fahrassistenzsystem für den aktuellen Stand des Autopiloten genau richtig. Wie Du ja richtig schreibst, ist der Mensch hinterm Lenkrad voll verantwortlich und überwacht.

Das Drehen des Lenkrads, Beschleunigen, Verzögern übernimmt der Assistent - solange der verantwortliche Mensch nicht die Steuerung selbst übernimmt.

Ich würde der Maschine nicht assistieren wollen. Wenn Die Maschine die Verantwortung übernimmt, dann will ich mich nicht für Assitenzaufgaben bereithalten müssen, sondern lesen, schlafen, unbeschwert in der Landschaft rumgucken oder sonstwas tun können.

In meinem Auto bin ich Chef oder hoffentlich in Zukunft auch mal Passagier aber Assistent will ich im Auto nie sein.

Gruß Mathe

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Passiert Schlimmes, wenn ich nicht jederzeit und sofort eingriffsbereit bin?

  • Ja --> Level 2 Assistenz
  • Nein, ich habe Vorlaufzeit --> Level 3 Teilautonom
  • Nein, ich muss nicht übernehmen --> Level 4 und 5

Mehr muss glaub ich nicht gesagt werden. Autopilot in der jetzigen Form würde mich ca. 12 mal umbringen auf dem Weg zu Arbeit. Es ist ein dummer Spur-Assi mit schlechter Schildererkennung.

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Wer soll den Begriff Autopilot genau definieren?

Erfunden wurde der Begriff wohl für die Flugzeuge.
Dort war ein früher Autopilot in der Lage die Richtung und die Höhe des Flugzeugs automatisch zu halten.
Ob die schon eine Kollisionswarnung hatten, weiß ich nicht. Die ganz frühen wohl eher nicht.

Später kamen dann Richtungs- und Höhenänderungen dazu.
Komplett autonom Starten und Landen dürfen die heute noch nicht.
Können, würden die es wahrscheinlich.

Demnach kann ein AP1 auf der Autobahn schon mehr als die ersten Autopiloten im Flugzeug.
In der Stadt ist selbst die neueste Beta vom FSD schnell überfordert.

Was jetzt genau ein Autopilot ist und was der können muss, wird wahrscheinlich, in 5 bis 10 Jahren, ein EU Gericht, wieder deutlich anders, entscheiden, als ein US Gericht.

Eigentlich völlig sinnlos sich über so was zu streiten.

Bei der genauen Definition was ein „Autopilot“ im Auto können muss, kommt wahrscheinlich jeder zu einem anderen Ergebnis.

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Ich verstehe nicht, dass man sich überhaupt über den Begriff unterhält, bzw. ihn gar verbietet.

Wenn ich eine Packung „weißer Riese“ öffne, bin ich allerdings auch stets enttäuscht, dass da kein weißer Riese drin ist. Aber wahrscheinlich wird auch der Name bald verboten, wegen Gender und so.

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Autopilot ist in meinen Augen ein suggestiver Werbeausdruck. Die Frage ist ob es rechtlich als irreführend gilt und das scheint nicht der Fall zu sein, denn ein Gerichtsverfahren hat Tesla meines Wissens noch nicht verloren.

Hier mal eine Beschreibung was ein Autopilot im Flugzeug kann und was nicht:
Während des Fluges hat der Pilot die Aufgabe, den Autopiloten ständig zu überwachen: Wird die im Flugplan freigegebene Route richtig abgeflogen, sind im FMS alle Änderungen der Luftstraßen korrekt hinterlegt und sind die Routen richtig kodiert. Szenarien, wie starker Wind, Regen oder Schneefall, kann der Autopilot ohnehin nicht. Hier muss der Pilot übernehmen.
Für mich hört sich das nicht danach an, dass der Pilot „Zeitung lesen“ kann.

Im Kleingedruckten und auch in den Produkterklärungen auf den Teslaseiten steht, was man zum Funktionsumfang wissen muss. Ich denke, dass fast alle Käufer sehr wohl wissen was sie kaufen und die, die darüber schimpfen häufig gar keine Käufer sind, sondern nur das unliebsame Produkt „Tesla“ schlecht machen wollen.

Ich persönlich finde den Namen übrigens amüsant und nicht irreführend - eben eine geschickte Werbeaussage. Ja, ich habe auch FSD und wusste auch dort was mich erwartet bzw. nicht erwartet.

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Geklagt wird doch mal wieder von einem Verein, bei dem zufällig einige Deutsche Automobilbauer, wie Daimler und Volkswagen, zahlende Mitglieder sind.

die nennen sich: "Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs Frankfurt am Main e. V. "

und so was steht dort auf der Website:

Der Mitgliedsbeitrag wird gemäß § 4 unserer Satzung in freier Vereinbarung mit jedem Mitglied festgesetzt. Seine Höhe orientiert sich an den wirtschaftlichen Möglichkeiten des einzelnen Mitglieds, d.h. an dessen Umsatzgröße bzw. Größe des Jahresetats. Sprechen Sie uns zur Höhe Ihres Mitgliedsbeitrags gerne an.

Das interpretiere ich dann so: Wer genug zahlt für den führen wir auch die gewünschten Klagen.
Wer wie viel an den Verein zahlt, erfährt natürlich niemand.
Warum wohl?

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Klage liegt vor, aber verloren haben sie noch nicht. :wink:
Das Ende ist völlig offen, da der eine Richter es so und der andere wieder anders sehen könnte.
Aber das urteil wird daaaaaaauern. - Bis dahin gibt es dann FSD und keiner kräht mehr danach. :slight_smile:

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Zur Sammlung des nutzlosen Wissens: auch im Flugzeug gibt es unterschiedliche „Autopiloten“. Und selbstverständlich könnten einige (ILS 3) bereits automatisch Landen (und tun es auch).

Aber: das erfordert speziell zugelassene Systeme sowohl im Flugzeug als auch im Flughafen, sowie zertifizierte Piloten. Für alle Beteiligten ist das ein Superstress, denn selbstverständlich muss das engmaschig von Menschen überwacht werden. Das macht man nur im äußerstem Notfall (sehr schlechte Sicht).

Der Autopilot im Flugzeug wäre übertragen auf ein Auto bestenfalls ein „Level 2 Assistenzsystem“. Dessen Benutzung erfordert eine Lizenz. Daher ist die Bezeichnung von Tesla m.M.n. nicht falsch gewählt. Falsch ist die Auffassung der Öffentlichkeit, was ein Autopilot im Flugzeug wirklich darstellt.

Vielleicht sollten wir wie in der Luftfahrt eine spezielle „Lizenz“ einführen, wenn man den Tesla „Autopiloten“ verwenden will. Wenn ich an manche Erfahrungen mit dem Tesla Autopiloten denke, wäre das glaube ich keine schlechte Idee.

Fred.

P.S. Automatisch Starten ist derzeit nicht zulässig.

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Wenn man die Wirkung der Wörter auf normale, uneingeweihte Menschen betrachtet, erweckt „Autopilot“ einen generell richtigen Eindruck, nämlich, dass dieser das Auto lenkt, während der Fahrer überwacht, die Parameter einstellt und, wenn nötig, die Steuerung übernimmt.

Sicher könnte ein unbedarfter Leser oder Zuhörer die Fähigkeiten des Autopiloten im Auto überschätzen, aber er wird jedenfalls rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass der menschliche Fahrer jederzeit eingreifen können muss und die volle Verantwortung trägt.

„Fahr-Assistenz-System“ o.ä. erweckt den umgekehrten Eindruck. Der unbedarfte Zuhörer versteht darunter, dass der Fahrer lenkt und Gas gibt, während der Assistent ihm dabei hilft, also gerade das Gegenteil der tatsächlichen Aktivitäten. In Wirklichkeit lenke ich nicht, sondern das tut unzweifelhaft der Autopilot, wenn er eingeschaltet ist. Selbstverständlich kann ich jederzeit eingreifen, aber der Autopilot assistiert mir nicht beim Lenken, sondern er dreht selbst das Lenkrad. Dasselbe gilt für Gas/Strom-Pedal und Bremse. Ich bleibe zwar legal der Fahrer, bin voll verantwortlich und kann jederzeit übernehmen, aber in der Regel drehe ich nicht am Lenkrad und trete nicht aufs Strompedal. Menschen ohne Vorkenntnisse wissen das nicht.

Was hat dieses Missverständnis für Auswirkungen? Hier wird der Autopilot unterschätzt. Jemand, der unbedarft ein modernes Auto betrachtet, weiß gar nicht, was der Autopilot tatsächlich kann. Er ahnt nicht, dass ich unter geeigneten Umständen hunderte von Kilometern fahre, ohne ein einziges Mal mit meiner Muskelkraft das Lenkrad zu drehen.

Ein weiterer Effekt dieses Missverständnisses ist, dass der Vergleich zwischen Tesla und anderen Autoherstellern, deren Fahr-Assistenz-Systeme möglicherweise weniger können als der Tesla-Autopilot, nicht genau stattfindet, sondern sie werden auf dieselbe Stufe gestellt. Es sind halt alles Fahr-Assistenten, alles dasselbe.

Eine Auswirkung davon ist, dass bei Tests diese Fähigkeiten nicht verglichen werden. So gut wie niemand hat eine Ahnung, ob ein BMW eine Nachtfahrt bei Regen auf der Autobahn besser oder schlechter meistert als der Tesla-Autopilot. Wir wissen, dass der Tesla das erstaunlich gut kann, aber zeige mir ein einziges Video von einem BMW o.ä. in dieser Situation. Ich kann keines finden.

Und das liegt möglicherweise daran, dass die Leute sich am Begriff des Fahr-Assistenten aufhängen. Den hat der BMW ja auch, ebenso wie andere neuere Autotypen, also alles dasselbe. Man glaubt, der Fahrer lenkt, das kann er auch bei Nacht und Regen, und der Fahr-Assistent hilft ein bisschen mit, z.B., wenn der Fahrer von der Spur abkommt. So stellen sich immer noch viele Leute ein Fahr-Assistenz-System vor. Ich denke, es könnte nicht schaden, hier etwas mehr aufzuklären.

Wir wissen hier alle genau, wie der Autopilot funktioniert, was er kann und was er (noch) nicht kann. Wir wissen auch genau, wer von Gesetzes wegen der Fahrzeugführer ist und dass dieser die volle Verantwortung trägt. Aber wir wissen auch, wer das Lenkrad dreht, wenn die nächste Kurve kommt und wer bremst, wenn das Auto vor uns bremst oder wenn ein Fußgänger vor uns auf die Straße springt. Der Laie weiß das noch nicht. Informieren wir ihn! Und zwar nicht, indem wir ihm lediglich den Begriff Fahr-Assistenz-System vor die Nase schleudern.

Ich plädiere deshalb dafür, dass wir ihn auch weiterhin Autopilot nennen und nicht Fahr-Assistenz-System.

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Woher weißt Du, was der „unbedarfte Zuhörer“ denkt? Hast Du für deine Tatsachenaussage einen Beleg?

Ich vermute in Ermangelung eines Belegs lediglich auf meine Erfahrung destützt, dass die wenigsten „unbedarften Zuhörer“ Bremskraftverstärker und Servolenkung als Fahrassistenzsysteme verstehen. Das sind in meinen Augen Systeme, die mir beim Lenken und beim Bedienen der Pedale helfen.

Fahren ist für mich weit mehr als das Bedienen von Lenkrad und Pedalen. Die grundlegenden Fähigkeiten zum Fahren erwirbt man in der Fahrschule. Können wir uns darauf einigen?

Die Bedienung des Autos macht nach meiner Erfahrung nur einen geringen Teil der Ausbildung in der Fahrschule aus. Der Theorieunterricht befasst sich fast ausschließlich mit dem Einschätzen von Situationen und rechtlichen Fragen. Der der Hauptteil des praktischen Fahrunterrichts dreht sich um die Bewältigung verschiedener Standardsituationen wie Einparken, Spurwechsel, Ampeln, Autobahnfarten, Stop-and-Go etc. und genau bei derartigen Standardsituationen assistiert der Autopilot.

Ich verstehe nicht wieso Du daraus eine Entweder-Oder-Entscheidung machen willst.

Fahrassistenzsystem ist die Kategorie und Autopilot ist das Produkt. So wie Tesla ein Autohersteller, Windows ein Betriebssystem und das iPhone ein Smartphone ist.

Gruß Mathie

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Das ist falsch.
Der Autopilot macht das selbst. Der Mensch ist der Assistent und hilft wenn notwendig.

Bist Du der Meinung, dass der Mensch dem Autopiloten zuarbeitet und der Autopilot dann die letztendliche Entscheidung trifft?

Falls nein, welche Definition von Assistent nutzt Du?

Ich halte mich an diese: https://www.zdl.org/?q=Assistent

Gruß Mathie

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Ich lese hier
„ Bedeutungen

  1. besonders vorgebildete Hilfskraft (mit akademischer Ausbildung)“
    Muss also lt. Definition ein Mensch sein :wink:

Entschuldigung, aber das ist doch eine völlig unnütze Diskussion!
Ich meine den kompletten Thread hier. :wink:

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Warum?

Weil das Thema schon seit Jahren in verschiedensten Threads durchgekaut wird…
Aber das könntest Du nur wissen, wenn Du die Suchfunktion benutzen würdest…:slight_smile:

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Dieses Thema wird außer hier in gar keinem Thread diskutiert. Zeige mir ein Beispiel.

Ich hab jetzt nur mal Deine Überschrift in die Suche eingegeben, Du weißt schon, die kleine Lupe oben rechts…


Und oh Wunder, es tauchen diverse Themen auf, die sich u.a. mit dem Thema beschäftigen, ob der Autopilot ein Assistenzsystem ist oder mehr oder weniger…
Es gibt sogar einen eigenen Thread in dem der Vergleich zu den Autopilotsystemen in Flugzeugen ausführlich beschrieben wird…
Aber die einfachen Funktionen des Forums scheinen zu kompliziert zu sein…*kopfschüttel

Und hier mal ein Thread, der es dediziert betrachtet:
Tesla wegen „Autopilot“-Werbung verklagt - Tesla Software / Autopilot und Full Self-Driving - TFF Forum - Tesla Fahrer & Freunde (tff-forum.de)