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Ist Amazon "gut" oder "schlecht"?

Dieser Beitrag bezieht sich auf einen :arrow_right: Beitrag aus einem anderen Thread.

Warum leider? Was ist an Amazon schlechter als an vielen anderen Online Händlern? Richtig. Nichts.

Auch wenn es offtopic ist:

Zumindest zweifelhafte Arbeitsbedingungen (Pausenregelungen etc.) und Bezahlung für die eigenen Mitarbeiter sowie für Fremd-/Zeitarbeiter (kein Tarifvertrag und Weigerung einen abzuschliessen), Gründung von Betriebsräten wird verhindert/erschwert, nicht genehme Verlage/Autoren werden bei den Suchtreffern nachweislich benachteiligt…

Glaubst du ernsthaft das ist bei anderen grossen Verdandhändlern anders?

Ist ja lächerlich.

Wenn andere Tarifverträge haben, ist dies schon einmal deutlich besser, oder???

Hallo zed, Du reagierst so aggressiv als hätten Dich Andi-E und Kalocube persönlich beleidigt. Warum? Wenn Du über Pro und Contra streiten möchtest, dann bitte auf einer Sachebene.

Ich finde es bemerkenswert, dass „andere große Versandhändler“ die einzige Alternative zu Amazon zu sein scheinen. Einfach mal in den Laden an der Ecke gehen, auf die Idee kommt anscheinend niemand mehr…? :wink:

Da hast Du natürlich Recht, der kleine Händler vor Ort, so es ihn denn noch gibt, wäre natürlich die allerbeste Lösung! :smiley:

Amazon wird ohnehin weniger und weniger Menschen im Rahmen der Automatisierung der Warehouses, eigener Versandlogistik, etc. beschäftigen, immer Menschen nur da wo Automatisierung zu teuer oder technisch schwierig ist. Amazon ist nicht gut oder schlecht, ein System ist es das zulässt das immer weniger Menschen von einem Vollzeitjob leben können und Einkommen dermaßen ungerecht verteilt wird ist das Problem. Amazon wird in dem System arbeiten und seine Ziele anstreben. Das System ist global. Es wird ein langer Weg das zu ändern, und diese Menschheit ist evtl. dazu genetisch ungeeignet weil dem „survival of the fittest“ in der Höhle mental doch noch nicht so weit entwachsen wie manche träumen.

Das hat meist den Grund dass dies nicht selten zu unbequem, der Kundenservice nicht besser, aber die Preise viel höher sind als bei den Versandhändlern sind.

Amazon hat eine herausragende Stellung auch unter den Versandhändlern weil die Logistik und der Kundenservice erstklassig sind.

Dass die Arbeitsbedingungen ausgesprochen schlecht sind kann man jetzt auch nicht sagen. Sie bewegen sich im Rahmen der Gesetze. Wenn man da mehr will dann müssen die Gesetze verschärft werden. Und natürlich ist auch niemand gezwungen für Amazon zu arbeiten wenn er/sie woanders einen Arbeitsplatz mit besseren Bedingungen findet. Das ist aber anscheinend nicht gegeben sonst hätte Amazon schon lange ein großes Problem.

Ist sie das? Ich denke das wir keine Lösungen durch Verzicht (z.B. auf die Auswahl und Zeiteinsparung bei Erlangen von Markttransparenz, etc.) sehen werden. Das liegt nicht in der Natur der Menschen. Verteilung von Waren ist einfach eine weitere Tätigkeit die Menschen aus Fleisch und Blut als Einkommensquelle abhanden kommt.

Verteilung von Waren ist es ja erst durch das Internet und durch Media Markt, Saturn & Co. geworden, es soll ja noch einige wenige Fachhändler geben, die tatsächlich eine gute Produktberatung bieten können! Natürlich ist der Kaufpreis dort dann höher… :wink:

Vielleicht bin ich in Berlin mit guten Einzelhandelsgeschäften verwöhnt (und tatsächlich bestelle ich manche Dinge auch bei Amazon), aber in aller Regel empfinde ich es nicht als Verzicht oder Zumutung, sondern als Gewinn, einen richtigen Laden physisch zu betreten und per Facemail mit leibhaftigen Verkäufern zu interagieren, während ich das in Frage stehende Produkt ausgiebig befingern kann.

alles, was monopolbildend ist, ist für den verbraucher letztendlich schlecht.
hinzu kommt - zu den oben schon aufgezählten dingen (ich hoffe ich habe es nicht überlesen :smiley:) - das amazon und auch leider eBay keine steuern hier in D zahlen.
und das kommt auf uns zurück.
wenn wir uns also über das bequeme und günstige einkaufen im netz bei solchen FA freuen, graben wir uns damit selbst viel weg (nicht ein grab, dass sicher so nicht. aber eben wirklich viel). die innenstädte lassen grüßen.

Amazon zahlt die Umsatzsteuer in DE, wie jeder andere Händler in DE (von Ausnahmen abgesehen) auch. Ertragssteuern (welche Amazon tatsächlich in geringerem Maße in Luxemburg zahlt und nicht in DE) sind im Einzelhandel im Vergleich zur Umsatzsteuer relativ wenig. So pauschal ist die Aussage also nicht richtig.

Gruß Mathie

Eben, sie haben Ihre Firmensitze in Luxemburg, den Niederlanden oder Irland, das kann natürlich auch ein großer Zufall sein! :wink:

Besonders beim schwedischen Unternehmen IKEA drängt sich der steuerliche Firmensitz in den Niederlanden ja völlig auf… :laughing:

Die Umsatzsteuer ist ja als Unternehmen nur ein durchlaufender Posten, bilanziert wird ja sowieso der Netto-Betrag!

Ich fühle mich auf den Seiten von Amazon usw. viel besser beraten als in einem Geschäft. „Ausgiebig befingern“ kann ich die bestellten Artikel genauso wie im Laden auch. Ich habe sogar den Vorteil, dass ich als Verbraucher ein 14-tägiges Widerrufsrecht habe, bei Amazon sogar freiwillige 30 Tage. Ich muss mich und andere nicht durch den Verkehr und Abgase quälen. Der Verkehr, die Abgase und das Fahrverhalten anderer Verkehrsteilnehmer sind teilweise so übel, dass mir das Fahren immer öfter keinen Spaß macht. Die teilweise horrenden Summen für einen Parkhausparkplatz spare ich ebenfalls. Ich bestelle fast alles im Internet und auch viel bei Amazon. Meine Retourenquote ist dabei äußerst gering. Männer wissen ja, was sie wollen. :wink: Nur zum Anschauen oder Befingern habe ich mir noch nie etwas bestellt. Ich mag Amazon – trotz aller, zum Teil durchaus berechtigter Kritik.

Du hast Recht. Wie gesagt, ich bin verwöhnt. Viele Geschäfte erreiche ich in 15 Minuten zu Fuß im Umkreis um meine Wohnung oder meine Arbeitsstätte. Im schlimmsten Fall fahre ich ein kurzes Stück mit dem Rad oder mit der U-Bahn. Der Gewinn an Lebensqualität durch kurze Wege und geringe „Auto-Erfordernis“ ist nicht zu unterschätzen (wenngleich das Leben etwas „außerhalb“ natürlich andere Vorzüge bietet).

Als ich in Manhattan gelebt habe hatte ich den Ansatz auch, aber das Problem ist nicht Entfernung sondern Qualifikation. Meiner Erfahrung nach bekommt man leider nur schlechte, falsche oder keine Beratung im Präsenzhandel. Und das zu hohen Preisen. Leider haben viele nicht mit der Komplexität der Produkte mitgehalten.

Ist ja auch nicht so, daß Amazon nur „Ein Händler“ ist. Hunderte, wenn nicht gar tausende kleine online-Händler verkaufen über ihre Webseiten UND zusätzlich auch bei Amazon.
Ansonsten sehe ich das wie die meisten hier mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich denke es ist wie die Einführung der großen Kaufhausketten und den Einzelhandelsläden. Es gibt viele Opfer, aber es wird auch Überlebende geben. Im Endeffekt hat der Verbraucher ja die Wahl, was er wo einkauft. Viele googlen einfach nach dem besten Preis, egal ob dann Amazon oder sonstwas rauskommt, da wird bestellt. Hat alles 2 Seiten, und natürlich Amazon sollte sich auch an geltendes Recht halten, auch das sehe ich so.

Gibt es natürlich auch, kann ich aber so pauschal nicht bestätigen.

Das ist leichter gesagt als getan. Ich wohne in einem Bergdorf. Die nächste Stadt mit über 100.000 Einwohnern ist ca. 200km von mir entfernt.