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Ionity: Joint Venture der dt Hersteller für 350-kW-Netz

Unseriöses Getöne ist genau das, was die deutsche Automobilindustrie und die zuständigen Politiker des Totalversager-Kartells seit Jahrzehnten praktizieren.
Aber dann auf Elon Musk herumhacken, wenn er Ziele formuliert die solche Unwissenden für absolut unmöglich halten und diese dann auch noch erreicht, mit ein paar Wochen Verzögerung. Das ist im Grunde alles so hanebüchen, dass man es kaum fassen kann und unsere Arbeitsplatzvernichter fühlen sich bei ihrem weltfremden und rückwärtsgerichteten Handeln wahrscheinlich noch richtig beraten.

Nehmt mal die Polemik raus bitte. Es gab Grund zur Enttäuschung über die deutsche Autoindustrie zu Hauf. Mir scheint jedoch, Porsche meint es ernst. Die Fakten wurden alle schon berichtet, aber hier noch mal für’s Protokoll:
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Die 350kW Ladestation ist definiert als „bis zu“ 350A bei einer Betriebsspannung „bis zu“ 1000V. So ähnlich wie CHAdeMo für 125A und 500V spezifziert ist, was rechnerisch 62,5kW ergibt - tatsächlich sind es aber höchstens 50kW, meist weniger.

In dem Vortrag in der Mäulesmühle wurde erklärt, der Mission E lädt seinen 800V Akku mit 920V und 350A. Das ergibt 322kW. Die höhere Spannung braucht es, um die 350A durch den 800V Akku zu pressen. Sozusagen eine elektrische Druckbetankung :smiley:
Es wurde von einer Ladezeit von 17 Minuten von 0 auf 80% berichtet, die Zielgröße von 15 Minuten ist also nicht mehr weit weg. [/color]

Ein Vergleich eines existierenden Ladenetzwerkes aus dem Jahr 2013 mit einem für das Jahr 2019 angekündigten kann ich wenig abgewinnen. Warten wir es doch ab. Eine mögliche Metrik für die Relevanz eines Ladenetzwerkes wäre „abgegebene GWh im Monat XY.“ Nur daran sieht man, wie viel Sprit durch Strom ersetzt wurde.

H. Bitsche war in seinem Vortrag zum PORSCHE recht deutlich wo sie hinwollen und das sieht für mich sehr gut aus. Diese Woche auf der EVS30 wurden die Zeichen noch deutlicher in Richtung HPC:
Porsche Engineering hat die HPC Ladestation und einen Ladepark gezeigt. Der Ladepunkt wahlweise mit Speicher von ADS Tec zur Spitzenlastreduktion ab Netz. Tritium war da Efacec, ABB und Siemens, alle mit HPC der neuen Generation mit der hohen Spannung.

Mal sehen ob der Name des Konsortiums so sperrig bleibt :wink:.

Die Ladenetzbetreiber wie z.B. die ENBW fangen erst mal mit 150 kW an, bis sich die Fahrzeuge mit über 200 kW Ladeleistung etabliert haben. Wie wir wissen braucht es nicht nur eine hohe Ladeleistung, sonder auch eine Batterie, die die Ladeleistung möglichst lange oben hält.

Die Stimmung auf der Messe war sehr gut, ich fand es geradezu eine Aufbruchsstimmung in Richtung Emobilität - zumindest die Ladeinfrastruktur startet vorne raus.

Ich drücke denen wirklich die Daumen und hoffe, dass sie das durchziehen und wenig Kompromisse machen. Wenn wir mit unseren Elektroautos keine Exoten bleiben wollen, brauchen wir das. Und die Entwicklung schaue ich mir aus einer wirklich komfortablen Situation aus an - mit einem für mich wunderbar funktionierenden SuC-Netzwerk. Aber ich bin nicht böse, wenn wir bald überall HPC-Ladestationen haben!

Kann ich bestätigen @Ralf… die Messe war spannend und die Jungs bei Porsche haben sich ordentlich verkauft… Ich denke da kommt was…

Das mit der Druckbetankung und der Erklärung ist wohl nicht so ernst zu nehmen. Denn wenn das so wäre würde bei einem Spannungsunterschied von 15 % diese 15 % auch als Verlust anfallen. Das wären schon mehr 40 kW.

Wenn man annimmt dass es ein NMC Akku ist der eine Nennspannung von 800 V hat, so sind die 920 V die Endladespannung. Das entspricht bei einer Nennspannung von 3,6 V/Zelle einer Ladeendspannung von 4,14 V/Zelle. Das ist durchaus plausibel wenn man die erhöhte Spannung beim Laden in Betracht zieht. Die Ruhespannung liegt für NMC Zellen bei 80 % Kapazität bei etwa 4 V. Es sind also dann nur etwa 3,5 % mehr Spannung und damit etwa ein Verlust von etwa 10 kW.

Wenn der Akku leer ist dann hat er eine Spannung von vielleicht 3,3 V/Zelle. Bei etwa 222 Zellen für 800 V Nennspannung werden dann am Anfang nur 733 V * 350 A = 257 kW Ladeleistung genutzt, am Ende dann die 322 kW. Die durchschnittliche Ladeleistung beträgt dann also etwa 290 kW.

Bei 290 kW und 17 Minuten von 0 auf 80 % sind das 82 kWh die geladen werden. Abzüglich Verlusten von 5 % etwas weniger als 80 kWh. Es ist als anzunehmen dass das Fahrzeug einen Akku mit etwa 100 kWh haben wird. Die Laderate wäre also etwa 3C.

Wie schon geschrieben ist zu vermuten dass es ein NMC Akku ist. Hier ist eine Zykluslebensdauer von 4000 Zyklen zu erwarten wenn man bei Ladestand unter 90 % bleibt, und auch bei tiefen Temperaturen nicht so schnell lädt. Wenn man im SOC Fenster von 10-90 % bleibt dann hält der Akku noch länger.

Wäre es auch denkbar, dass man die Kühlung und Co VOR dem Akku beim Laden abgreift? Denn die Leistung der Kühlung steigt ja an und die Ladeleistung nimmt ab.

Dein Optimismus in Ehren, aber ich wüsste nicht was von den zahllosen Ankündigungen der deutschen Hersteller (z.B. die ganzen 1- und 2-Liter-Autos) tatsächlich wert gewesen wäre abzuwarten. Bevor da nicht tatsächlich ein Netz steht oder ein Produkt im Autohaus steht, ist das in meinem Augen alles nicht viel realer als der bemannte Marsflug von SpaceX.

+1

Die Ankündigungsweltmeister.

Eine bekannte Taktik, um ohne Aufwand den Markt zu beeinflussen. So warten die potenziellen Kunden der Konkurrenz und die geht leer aus.

Allerdings kann ich mir bei Porsche vorstellen, dass sie es ernst meinen.

Wenn deren Kunden ständig von Elektroautos an der Ampel oder im Zwischenspurt zerlegt werden kratzt das am Image und setzt Energien frei.

Hoffen wir, das Tesla dann bei der Ladeleistung und Akkugröße am Ball bleibt wenn die anderen liefern.

bei daimler steht ja seit heute einiges auf stopp!

die geplante zerteilung in drei sparten wird aktuell für viel gesumme in den internen netzwerken und seilschaften sorgen. da warten jetzt alle ab, wer welchen neuen posten bekommt. da macht gerade keiner druck gegen die alten internen macht- und entscheidungszentren oder schlägt gar neuerungen vor oder reitet auf dem ungeliebten thema e-mobilität rum …

alles, was aktuell nicht in trockenen tüchnern ist, kommt auf die lange bank.

Porsche meint so was von ernst, dass sie jetzt schon einen Spitzenplatz auf GE erobert haben !!!
Herzlichen Glüchwunsch.

goingelectric.de/stromtanks … utschland/

Ja, super Information. Total relevant. Porsche hat die Ladesäule dort nicht selber eingestellt und sie nicht als öffentlich beworben. Das steht auch so im Eintrag. Das sich Menschen jetzt darüber aufregen, dass sie nicht öffentlich ist scheint ein wenig überzogen. Das ist in etwa so intelligent, wie bei allen SuC nur einen halben Stern zu vergeben, weil eine Zoe dort nicht laden kann. Total lächerlich.

Schon schade, dass Du scheinbar die Kommentare nicht einmal gelesen hast. :wink:

Aber welchem Zweck sollen die Porsche-Ladesäulen dann dienen wenn dort noch nicht einmal Porsche-Fahrer ausserhalb der Geschäftszeiten laden können (wegen der Poller) ?

In Hamburg ist es übrigens genau so. Im PZ Hamburg-Nordwest sind auch Poller vor der PZ-Einfahrt ausserhalb der Geschäftszeiten. Sinnvollerweise sind diese Ladestationen nicht bei GE eingetragen, denn sie sind für niemanden sinnvoll nutzbar.

Als meine Frau ihren 911er dort von der Jahresdurchsicht abgeholt hat, wollte ich da interessierterweise mal laden. Die ersten 5 Mitarbeiter kannten den Code nicht, dann endlich. Der Code lautet(e) lustigerweise 0911, so erinnere ich das jedenfalls. Hätte man ja beinahe erraten können. Aber laden ist dort sowieso nicht sinnvoll: 16A 1ph = 3,7 kW. Also quasi Schuko. Da wäre ich mit dem UMC schneller an einer Schuko gewesen.

Morgen um 8.05 Uhr soll es auf electrive.net konkrete Details zu den Ladern der Automobilindustrie geben.
Hoffentlich nicht bloß heiße Luft. Man darf gespannt sein.

Ach wie oft haben wir gehofft und die Totalversager in der deutschen Industrie haben wieder nicht geliefert, so wie zuletzt beim Ampera-E. Nichtmal BMW hatte etwas in der Hinterhand um auf den Start der Model-3-Produktion zu reagieren. Ich wüsste keinen Grund warum die Ladenetz-Initiative nicht genauso gegen die Wand gefahren werden wird, wie der Rest der ganzen Versprechen die eigenen Fahrzeuge endlich effizient zu machen.

Uargh: spiegel.de/kultur/zwiebelfis … 97352.html :mrgreen:
Sorry für OT.

Der Name des Konsortiums ist IONITY.

Die ersten Ladestationen sind im Bau (und ich hoffe die die daran mitarbeiten dürfen sich bald mal outen). Eine Reihe Ladestationen sind in Arbeit, auch in Zusammenarbeit mit Tank + Rast.

Aus meiner persönlichen Sicht läuft der run auf die besten Ladestandorten in Europa, der Kuchen wird im Moment verteilt. Neben IONITY sind auch Anbieter aus NL, CH unterwegs und belegen Standorte.

ionity.eu/!

electrive.net/2017/11/03/hp … st-ionity/

Schade, dass Porsche dies so bewirbt ! :wink:

Und wo genau bewirbt Porsche die Berliner Säulen als öffentlich? Die Säulen vor den Porsche-Zentren sind kein Teil von Ionity.

Hier findet sich etwas dazu:
electrive.net/2017/07/14/we … in-berlin/
„…Deshalb geht Porsche schon zwei Jahre vor der Markteinführung in Vorleistung – und eröffnet heute eine nagelneue Niederlassung in Berlin-Adlershof – inklusive des ersten öffentlichen Schnellladeparks mit der von Porsche Engineering entwickelten 800-Volt-Technologie…
In Berlin-Adlershof, dem dritten Porsche-Zentrum in Berlin, steht damit wohl die leistungsstärkste Ladeinfrastruktur der Republik. In den öffentlichen Betrieb geht die Anlage allerdings erst im Herbst. Die Nutzung wird während der Öffnungszeiten möglich sein und ist vorerst kostenlos, bis auch das Backend fertig ist
…“
Dieser Artikel ist zwar redaktionell, aber vermutlich auf Basis einer Pressemitteilung von Porsche entstanden.

Hier gibt´s noch einen Hinweis von der Porsche-Webseite, aber ohne Hinweis auf „öffentlich“:
presse.porsche.de/prod/presse_p … level1id=3