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Intelligentes Stromnetz (Smart Grid)

Hier geht es allgemein um das zukünftige „intelligente Stromnetz“ und speziell um die Rolle der Elektroautos (Vehicle-to Grid) darin.

Der Begriff „intelligentes Stromnetz“ (engl. „smart grid“) beschreibt die kommunikative Anbindung der Akteure des Energiesystems von der Erzeugung über den Transport, die Speicherung und die Verteilung bis hin zum Verbrauch an das Energieversorgungsnetz. Grundgedanke ist, jedes Gerät, das an das Stromnetz angeschlossen ist, im Sinne von „Plug & Play“ in das System aufzunehmen.
[Quelle: BMWK - Intelligente Netze]

Zur Einführung in die Thematik:

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Wenn ich mir den Titel dieses Beitrages ( Wie weit ist Tesla der Konkurrenz voraus?) so anschaue, hätte ich Ihn vor einem guten Jahr (Ohne PV, Wallbox und 2 BEV) wahrscheinlich noch richtig verstanden - ich denke der Titel ist im Bezug hauptsächlich auf autonomes Fahren/Assistenzsysteme gemünzt…:slight_smile:

Mittlerweile, mit unserer 28kWp PV, 2 Wallboxen einem M3 und einem Twingo Z.E., sehe ich es aber ganz anders… Der erste Anbieter, der uns das passende Gesamtpaket aus BEV, Bi-direktionaler Wallbox/V2G/V2H und ggf. Stromvertrag anbieten kann, ist jedem Anderen dann gefühlt 1000 Meilen vorraus (Ja, ich weiss, Laternenparker haben andere Prioritäten…:wink: ) . Ich glaube aber aktuell nicht, dass Tesla das sein wird, obwohl ich es mir gewünscht hätte.

Deswegen werde ich auch versuchen unsere M3 kostenneutral alle 7-10 Monate durchzutauschen, bis entsprechende Lösung in Sicht - der erste Tausch steht im August an - dann noch M3 2021 gegen M3 2022. Ich denke aber, dass zumindest ich bald wieder ein Fahrzeug/BEV aus dem VW-Konzern fahren muss:

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Oh, das tut mir leid, daß du wohl auf VW umsteigen must. Hab den Zwang zwar nicht verstanden und würde sowas für mich ausschließen, aber du wirst es schon wissen.

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Der ID.3 ist doch auch hübsch.
Und sag nicht „muss“, wer zwingt dich dazu?

Ist natürlich kein Muss… Mir würde es dann aber bei einem aktraktiven Gesamtpaket leichter fallen Abstriche bei einem BEV in Kauf zu nehmen… ist vielleicht die bessere Umschreibung.

ID3 wäre aktull noch keine Option, weil keine AHK verfügbar und der ID4 ist wiederum preislich keine Option. Unser M3 SR+ passt da schon richtig gut, aber ich hoffe Tesla verpennt nicht die angehende V2G-Entwicklung - Michael Keller/VW ist da, aber Tesla offensichtlich noch nicht…:

Aber vielleicht ist ja unser M3 jetzt schon für BI-direktionales Laden auf DC-Basis vorbereitet und es braucht später nur ein SW-Update…???

Naja, das finde ich ein kontroverses Thema.
Wieso soll ich aus meinem Autoakku Strom ins Haus speisen?
Alterung meines Akkus?
Reduktion der Reichweite?
usw.
Finde den Weg mit stationärem, separaten Speicher angenehmer.

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Warum soll ich zwei Batterion vorhalten (und bezahlen) wenn es auch eine alleine im BEV tut…?
Ich sehe aber hauptsächlich das große Gesamte im Zuge der Erweiterung der erneuerbaren Energien, die DE-weite Flotte von XXXXXXXX BEVs als Schwarm-Energiepuffer auch für Windkraft-Anlagen, etc. Das sehe ich nicht mehr die Alterung der einzelnen Baterie, VW sicherlich auch nicht, macht die Batterieentwocklung ja immer noch sehr gute Fortschritte, Beispiel LFP, etc.

Nachdem es bei DC Charging kein aktives Elektronikelement zwischen CCS DC Pins und der Batterie gibt - nur einen Contactor und eine (passives) Strommesselement, ist es ausschliesslich ein Softwarethema, Bidirektionales Laden auf mit CCS ausgerüsteten Fahrzeugen zu gestatten.

Eine „ordentliche“ Wallbox macht nur das, was das Fahrzeug zulässt - wenn da Entladestrom 0 Ampere kommt, wird auch nicht ins Haus/Netz entladen.

Da aber der technische Aufwand, um via CCS mit dem Fahrzeug ins Gespräch zu kommen, nicht unerheblich ist, gibt es aktuell noch keine „Simple EVSE“ Lösung, damit ein paar enthusiasten testen können, bei wieviel Ampere Entladung ein M3 tatsächlich das Schütz aufmacht. Ich vermute, dass da ein paar 100 mA sicher drinnen sind (*400 V so in der Größenordnung von 100W - zum Betrieb von Licht/Laptop sicher ausreichend).

Und das freizuschalten ist prinzipiell nur ein OTA Update entfernt.

Inwiefern man deswegen nun auf eine Zoe/Leaf oder MEB umsteigen muss, erschliesst sich mir nicht ganz - zumal die komplette restliche Infrastruktur (rechtliche Rahmenbedingungen, Bidirektionale CCS Wallbox,…) großteils ungelöst ist für eine ordentliche Installation in der Breite…

Zu Bedenken ist auch, das ein Fahrzeug einen höheren Grundverbrauch als z.b. ein Wechselrichter hat.

Bei mir ist 90% des Tages um die 200W, was soll ich da mit einem wr der 100-200 w Grundverbrauch hat?

noch ungelöst ist…

Aber darüber wird ja nun fleißig getagt und kommt auch mit unserer neuen Regierungskoalition hoffentlich etwas mehr Dynamik ins Thema. Und VW als ein Vorreiter findet als Konzern sicherlich auch etwas Gehör. Schön wäre, wenn es da noch 1-2 mehr geben würde, die da mitspielen (pushen) würden/wollen - z.B. Tesla, Daimler, etc…

Weil du Morgen vielleicht kein Auto mehr fährst, sondern mit dem e-Bike oder ÖV unterwegs bist, aber dennoch eine stabile Stromversorgung Zuhause wünschst.

Kostenlos gibts auch bei der Oma nix.

Genau und am 1. Mai/August/EgalWelcherMonatTag wollen alle mit ihren BEV’s verreisen und merken, dass sie nicht weit kommen, denn das Grid hat entschieden den Akku anzuzapfen weil dein Nachbar den Schieberegler auf 100% geschoben hat um am Gotthard im Stau zu stehen. Denn wenn alle am selben Tag aus dem Grid abzapfen, dann funktioniert das System nicht mehr.

Edit:
Und anschliessend motzen wir, dass das mit BEV’s nicht funktioniert und mit Benzin/Diesel/E-Fuels wäre das nicht passiert…

Einmal im Leben auf Urlaub verzichten und Batterie anschaffen.
:man_shrugging:t2:

Das ist doch Blödsinn was Du schreibst;-) Warum sollte man ein GRID entwickeln was nicht funktioniert? Und so etwas entwickelt sich und wächst dynamisch über Jahrzehne…

Wie soll es funktionieren, wenn alle am selben Tag ihre Vehikel auf 100% geladen und vorkonditioniert/vorgewärmt haben möchten?

Warum staut es 6x im Jahr am Gotthard (oder sonst wo)?
Du merkst…
Bist du der erste der auf den geplanten Urlaub verzichtet, damit dein Nachbar sein Auto laden und seinen Urlaub geniessen kann?
Wenn das Netz dies stemmen kann, dann brauchts ja gar kein smartes Grid, dann haben wir ja genug Strom.

Lass gut sein, Du hast in allen Punkten Recht! Ein Grid wird sich genausowenig entwickeln können wie unser Ladesäulen-Netz vor 10 Jahren und die nächsten 10 Jahre. Auch war mir nicht bewusst, dass ich ja wirklich jedes Jahr zeitgleich am 1. Juli um 6:00 Uhr Morgens mit 80 Millionen Deutschen in den Urlaub durch den Tunnel fahre - bei mir ist es allerdings zuerst der Elbtunnel :slight_smile:

Warum das denn?
Meinungsaustausch ist ja das tolle an einem Forum.
Gerne würde ich deine Argumente und Sichtweisen des Ganzen sehen.
Meine habe ich dir ja dargelegt.

Das sagt sich leichter als die eigene Sichtweise darzulegen.

Zum Grid gehört für mich u.a. auch:

PV-auf jedem unbelegten Dach - das sind nach wie vor die Überzahl der Dächer (Privat und Gewerblich) - Sprich PV-Überschuss

Der überregionale Netzausbau - z.B. unsere Trasse nach Norwegen um Überschuss aus Erneuerbaren Ennergien als Wasserkraft hoch in Stauseen zu pumpen und dann wenn alle gleichzeitig in den Urlaub fahren möchten, wieder abzurufen…

Der ÖPNV, Elekrifizierung der Stadtbusse und V2G Anschluss - und dann vielleicht auch nicht nur Neubusse, sondern auch die alten Stinker: ETRO und Busumbau – GreenTEC Campus

Auf dem Greentec Campus dann auch offensichtlich als Partner mit V2G Lösungen Webasto beteiligt…

Das könnte ich noch wesentlich weiter ausführen - aber natürlich muss ein Grid auf vielen Säulen stehen, damit es nicht zu Blackouts kommen kann. Aber so etwas kann und muss sich dynamisch über die Jahre/Jahrzehnte entwickeln… Reicht das?

So wie wenn alle am selben Tag gleichzeitig ihre Backöfen auf 250 °C heizen. :wink:

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Super, danke dafür.
Ich sehe jetzt was du meinst.
D.h. aber auch, dass ich als kleiner Fisch in diesem riesigen Komplex kaum einen Einfluss habe. Ich spiele ggf. eine Rolle, werde aber bestimmt nicht mitbestimmen dürfen. Dann wäre mir eine Zweitbatterie schon lieber, denn ich möchte exakt dann mit 100% abfahren wenn ich das möchte. Auch hab ich keine Lust mein Vorhaben anzumelden damit mir das nicht widerfährt.

Bei der Intelligenz solcher Systeme hapert es häufig. Sieht man z.B. bei Microsoft & M365. Die Serverkapazitäten/Leistung der einzelnen Instanzen in Schulen werden in den Sommerferien heruntergefahren und nach der Rückkehr aller Nutzer dauert es dann wieder eine Ewigkeit bis die Systeme ihre volle Leistungsfähigkeit erreicht haben. Die KI hat erkannt dass diese Instanz seit Tagen/Wochen kaum noch Ressourcen benötigt und spart diese ein bzw. vergibt diese anderweitig. Plötzlich stehen aber Millionen von Usern wieder vor der Türe und wollen Leistung. Hier sehe ich die Gefahr, dass die „KI“ den Menschen nicht versteht/verstehen wird.
Einen Einfluss als Admin dieser M365 Instanz hat man nicht.
Ich kann nicht sagen: So jetzt mal Pause und komm bitte in voller Leistung 5 Wochen später zurück. Klar hier könnte MS wenn sie denn wollten vorgreifen und darauf eingehen, aber es gibt so viele Ereignisse die für eine „KI“ nicht nachvollziehbar sind, dass es schwierig wird. Das selbe sehe ich auch so beim Grid kommen. Ich sage nicht das es nicht klappen wird oder unmöglich ist, doch es wird das eine oder andere Mal nicht das gewünschte Resultat liefern. Genau in solchen Situationen möchte ich keine Einbussen „erleiden“ müssen.

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Dann brauchts ja kein Grid :smiley:

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