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Installation einer Ladestation als Mieter in der Corona-Pandemie

Hallo Forum :raised_hand_with_fingers_splayed:,

da es mich in den letzten Monaten viele meiner Nerven gekostet hat und ich so gut wie nichts zu diesem Thema im Netz finde, ich mir aber nur schwer vorstellen kann alleine mit dem Problem zu sein habe ich mich nun doch dazu entschlossen einen Beitrag zu diesem Thema zu eröffnen.

Ich bin Mieter einer Dachgeschosswohnung mit einem Tiefgaragenstellplatz und wĂŒrde natĂŒrlich sehr gerne eine Wallbox an meinem Stellplatz installieren. Meinen Vermieter habe ich gleich mit ins Boot holen können und seine Zustimmung unmittelbar erhalten. Da ja seit 1. Dezember das “Gesetz zur Förderung der ElektromobilitĂ€t und zur Modernisierung des Wohnungseigentumsgesetzes” in Kraft getreten ist, habe ich generell ja auch einen „Anspruch“ auf die Installation einer solchen Ladestation - nun das Problem - die aber formell im Rahmen einer WohnungseigentĂŒmerversammlung beschlossen werden muss. Eben diese Versammlungen findet aufgrund der Coronapandemie laut meiner Hausverwaltung „auf unbestimmte Zeit nicht statt“. Auch eine Lösung per Videokonferenz wird abgelehnt. So werde ich nun seit einem halben Jahr vertröstet und um weitere Geduld gebeten - diese vergeht mir so langsam jedoch.

Hat jemand ein Ă€hnliches Problem und/oder einen Lösungsansatz? WĂ€re euch fĂŒr jeden Austausch/VorschlĂ€ge dankbar! :slightly_smiling_face:

Beste GrĂŒĂŸe,
Toblas

WĂŒrde kein Umlaufbeschluss funktionieren, schriftlich meine ich?

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Moin! Wer hindert dich daran, das schriftlich bei allen EigentĂŒmern einzeln zu erfragen?
Oder wird so etwas ausgeschlossen?

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DafĂŒr mĂŒssten Sie mir die Adresse aller EigentĂŒmer rausgeben, das wurde leider ebenfalls abgelehnt. :frowning:

Dein Vermieter sollte doch wohl in einer HauseigentĂŒmergemeinschaft ĂŒber alle Adressen verfĂŒgen.
Immerhin ist da ja ein besonderes Interesse des jeweiligen EingentĂŒmers da, im Notfall schnell die MiteigentĂŒmer ansprechen zu können.
FĂŒr deinen Vermieter steht ein potenzieller Mehrwert bei einer eventuell kommenden Neuvermietung auf der Haben-Liste.
Normalerweise gibt es da einen gemeinsamen Hausverwalter.
Fertige ein Schreiben an, das ĂŒber deinen Vermieter an den Hausverwalter geht und der sollte das dann verteilen können.

Sitze im selben Boot

Bei mir wĂŒrde der Umlaufbeschluss ca. 300 bis 400€ kosten, da die WohneigentĂŒmergemeinschaft aus 4 HĂ€usern besteht mit schĂ€tzungsweise 40 Parteien.
Sobald eine Partei nicht antwortet, scheitert der Umlaufbeschluss anscheinend.
Macht also keinen Sinn.

Digitale EigentĂŒmerversammlungen sind seit neuestem erlaubt. Dass dies ermöglicht wird, muss das jedoch bei einer normalen EigentĂŒmerversammlung (geht aktuell nicht) oder Umlaufbeschluss (teuer + geringe Chance auf Erfolg) beschlossen werden.

Es ist zum brechen :smiley:

Aber:
Ich hab kfw angeschrieben.
Man kann in der vorgegebenen Frist (bei mir bis Mitte August) alle bereits verfĂŒgbaren Unterlagen hochladen und eine kurze ErklĂ€rung, warum sich die Installation verzögert.

Anscheinend kann so die kfw-Frist verlÀngert werden.

Somit ist uns zumindest die kfw-Förderung sicher. Auch, wenn die Wallbox dann noch etwas dauert


Falls du noch was besseres rausfindest, bitte RĂŒckmeldung an mich!!!

Bin ĂŒber Hilfe dankbar!

Hier die Info meiner Hausverwaltung:

ein Umlaufbeschluss in Ihrer Anlage kostet 150,00€ netto zzgl. Auslagenersatz Porto + Kopien gem. Verwaltervertrag (ca. 350,00-450,00€ zzgl. MwSt.).

Hierzu benötige ich die KostenĂŒbernahmezusage (Textform) von Frau XXX (Vermieterin).

Eine Benachrichtigung zum Umlaufverfahren erhalten Sie nach dessen Abschluss.

Ebenso kann bei einzelnen EigentĂŒmern nicht angefragt werden warum keine Zustimmung erteilt wurde oder keine RĂŒckantwort versendet wurde, da dies die Abstimmung beeinflussen wĂŒrde.

Ich gebe an dieser Stelle zu bedenken das UmlaufbeschlĂŒsse allstimmig gefasst werden mĂŒssen. Eine einzelne ausgebliebene RĂŒcksendung oder eine Neinstimme fĂŒhrt zur Ablehnung des Antrages. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ sind UmlaufbeschlĂŒsse nur in Objekten bis ca. 15/20 Einheiten erfolgreich. Bei grĂ¶ĂŸeren Einheiten sind diese i.d.R. nicht zielfĂŒhrend. Die Kosten fallen unabhĂ€ngig des Abstimmungsergebnisses an.

Bei kurzfristiger Beauftragung (Februar) liegt das Umfrageergebnis bis ca. Ende MĂ€rz vor.

Es tut mir leid Ihnen hierfĂŒr kein zielfĂŒhrenderes Angebot unterbreiten zu können.

Hier die RĂŒckmeldung von kfw:

vielen Dank fĂŒr Ihre E-Mail vom 22.02.2021. Gerne beantworten wir Ihre Fragen.

Sie erhalten Ihren Zuschuss, wenn Sie die Einhaltung der Förderbedingungen bis zum 23.08.2021 nachweisen. Der Zuschussbetrag ist fĂŒr Sie reserviert.

Ihnen liegen bis zum Ablauf Ihrer Frist noch nicht alle Nachweise vor?

Laden Sie unbedingt kurz vor Ablauf der Einreichungsfrist alle Nachweise im KfW-Zuschussportal hoch, die Ihnen bereits vorliegen.
FĂŒr den fehlenden Nachweis laden Sie bitte eine frei formulierte ErklĂ€rung hoch, warum der Nachweis noch fehlt.

Nur so können wir die Einreichungsfrist fĂŒr Sie weiter verlĂ€ngern.

Achten Sie bitte darauf, am Ende des Prozesses auf „verbindlich abschicken“ zu klicken. Erst dann werden die Unterlagen an uns ĂŒbertragen.

Eine Anleitung, was Sie dabei beachten sollten, finden Sie unter

www.kfw.de/440-Rechnungen-erneut-einreichen. Bitte stellen Sie keinen neuen Zuschussantrag.

Lassen Sie diese Frist verstreichen, verfÀllt Ihr Zuschussantrag und eine Auszahlung des Zuschusses ist nicht mehr möglich.

Wohne selbst in einer WohneigentĂŒmergemeinschaft und war bis zum letzten Jahr Vorsitzender unseres EigentĂŒmerbeirates. Ich bin hier aktuell nicht rechtssicher, habe jedoch gelesen, dass jetzt auch UmlaufbeschlĂŒsse nicht mehr allstimmig/einstimmig gefasst werden mĂŒssen und ein Mehrheitsbeschluss auch gĂŒltig ist, wenn einzelne EigentĂŒmer nicht antworten. Es dreht sich ganz oft um die Definition, was „bauliche VerĂ€nderungen“ sind und was nicht. Hier wĂŒrde ich an deiner Stelle mal das Wohnungseigentumsgesetz anschauen. Sollte ich mit dem, was ich gelesen habe, daneben liegen, tut es mir leid. Ich komme jedoch aktuell nicht dazu, das nachzurecherchieren. Denke, es wird hier im Forum Personen geben, die das korrekt beantworten können.

In der Regel sind in vielen VertrĂ€gen der EigentĂŒmer keine UmlaufbeschlĂŒsse vorgesehen. Daher mĂŒssen alle zustimmen. Mit dem Umlaufbeschluss wird nĂ€mlich auch „beschlossen“, dass der Beschluss als Umlaufbeschluss stattfinden darf. Da nĂŒtzt es auch nichts, dass nach neuer Gesetzeslage UmlaufbeschlĂŒsse mehrheitsfĂ€hig sein dĂŒrfen. Dazu mĂŒssten sie in den VertrĂ€gen erlaubt sein.

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Wenn ein Umlaufbeschluss möglich ist, dann gilt folgendes:
Nachdem am 01.12.2020 das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) in Kraft getreten ist (kurz das neue WEG) kann nun zusĂ€tzlich jeder EigentĂŒmer laut § 20 Bauliche VerĂ€nderungen Absatz (2) angemessene bauliche VerĂ€nderungen verlangen, die 

2. dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge
. dienen. :slightly_smiling_face:
D.h. jeder EigentĂŒmer hat das Recht auf eine Ladestation fĂŒr sein Auto (die Gemeinschaft kann nur darĂŒber beschließen wie die AusfĂŒhrung erfolgt.).
Sollten aber keine UmlaufbeschlĂŒsse genehmigt sein, mĂŒsste man auf die nĂ€chste EigentĂŒmerversammlung warten :unamused:

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