Insel-PV nur fürs M3: realisierbar?

Liebe Tesla-Gemeinde,

gerade habe ich ein Angebot bekommen für eine 4,75kWp-Solaranlage auf dem Hausdach, mit Installation für 17.500€ inkl. MwSt. zzgl. Erneuerung des Zählerschranks.

Das ist mir zu viel, und ich erwäge statt einer komplexen Haus-Lösung eine Insel-Anlage auf der Garage nur für mein M3P (Verbrauch 3500 kWh/Jahr). Das Flachdach misst 6x5m, womit 4kWp möglich sein sollten. Kostenpunkt schätzungsweise 5000€. Bei dem Preisunterschied im Einkauf ist es mir egal, wenn überproduzierter Strom ungenutzt bleibt. Ich lade an Schuko, und mein Auto ist im Schnitt 30 Minuten am Tag nicht in der Garage. Wenn ich mal mehr Strom bräuchte, könnte ich das Auto einfach vorübergehend wieder an die Steckdose in der Garage hängen.

Jetzt habe ich im Forum gelesen, dass bei solch kleinen Insel-PV-Anlagen in Verbindung mit wenig Sonneneinstrahlung (bewölkt) zu wenig (unter 5) Ampere fließen können, und das Auto dann nicht mehr nur ein bisschen (was ok ist), sondern gar nicht mehr lädt.

Ist das korrekt, und falls ja, gibt es dafür eine Lösung?

Vielen Dank!

Grüße Julian

Wirst du nicht froh damit. Bringt viel zu wenig Leistung.

Warum nicht einfach Hausdach und Garagendach entsprechend belegen und auf Akkugedöhns verzichten?

Dann haste anständig Leistung anliegen, bekommst das Auto vernünftig geladen, dein Hausverbrauch anständig gedrückt und bist für die Zukunft gut gewappnet.

PV kann man nicht genug haben

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Von Akku war doch gar keine Rede oder meintest du das Model3?

(Könnte ich mir auch vorstellen, brauche nur 25kwh/Woche.)

Ja, bzgl. Akku hat er nix geschrieben….

…aber 17,5k für 4,75kWp kann ja nur mit Akku sein

Oder halt extremst außergewöhnlichen Installationsaufwand

Ja erscheint mir auch zu teuer ohne Akku. Ich würde auch dazu tendieren keine Inselanlage zu nehmen, aus den o.g. Gründen.

Unabhängig von Insel oder nicht:
Ich weiß nicht, ob es dir bewusst ist, aber neuer Zählerkasten kommt dich auch nochmal 1500-2500 Euro. Ich sage es nur an der Stelle, weil es mir damals nicht bewusst war…

auch schon überholt, zumindest abhängig von der Ausgangslage. Ich habe bei 2 Solateuren schon für unsere Umrüstung von Stand Anfang 70er Jahre knapp 4000€ stehen. Vielleicht klebt man Blattgold um den Kasten o.Ä., ich weiß es nicht, aber die Zahlen scheinen schon normal zu sein. Wer nen Haus aus dne 90ern erweitert, für den mag das anders sein.

…und schon wieder 3 Jahre längere Amortisation nur für den Zählerkasten - am Ende haben alle was von dem Kuchen sofort gegessen, nur der das Geld in die Hand genommen hat, muß 13 Jahre warten bis er auch was davon hat.

Meine persönliche Schmerzgrenze ist 6 Jahre - wenn bei DIY 3 Jahre möglich sind.
Sonst soll es halt jemand anders machen.

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Eine Idee wäre, eine Powerwall hinzuzustellen. Die kann dann Energie aufnehmen, wenn das Auto nicht da ist (OK, das war hier nicht so wichtig) aber vor allem die Leistung erhöhen, wenn mal Wolken sind. Dann wird es für eine Weile immer reichen, die 5A zum Laden zu haben. Allerdings wird auch die Insel im Winter nix bringen, und im Sommer kannst Du mit richtig viel ungenutztem Strom rechnen. Richtig viel kann heissen: Auto ist nach 2 Tagen voll, und dann geht quasi alles(!) verloren.

Trotzdem kann so eine Anlage natuerlich sinnvoll sein, aber ich würde immer versuchen, im Sommer den Strom auch anderweitig zu nutzen, sonst ist die Investition auch zu teuer.

Wenn Du täglich 40 km fährst, dann brauchst Du 7 kWh Strom täglich, entsprechen 3 EURO. Das wird Dir nur im Sommer gelingen, sie so einzusparen, also sagen wir 150 Tage im Jahr. Dann ist Deine Einsparung 450 EURO pro Jahr. Wenn Du die Anlage für unter 5000 EURO gebaut bekommst, dann: nur zu!

(Ich will damit sagen: Wenn die Preise für eine E-Auto-Carport-Inselanlage in den Bereich kommen, dann macht es Peng, und die Energiewende ist vollzogen. Noch ist es leider nicht so weit, aber es kann ja noch werden…)

Vielen Dank für eure Antworten.

Das Angebot ist ohne Akku, und wenn ich dazu noch den Zählerkasten mit 2000€ rechne, zahle ich für die Variante Hausdach knapp 20.000€ für 4,75kWp. Der Akku kommt dabei natürlich noch hinzu, wird ja gebraucht.

Ich nehme an, die Firmen können momentan so hohe Preise verlangen, weil sie ausgelastet sind. Komponenten und Montage sind auf dem Angebot praktischerweise in einem Posten zusammengefasst, und selber besorgen darf ich die Hardware da nicht, und auch bei keiner anderen angefragten Firma. Die Marge auf die Hardware möchte ich gar nicht wissen.

Bei einer Insellösung auf dem Garagendach könnte ich vieles selbst machen, die Hardware günstig einkaufen und den Elektriker nur für seine Arbeit bezahlen. Wenn ich in einigen Jahren wie geplant umziehe, kann ich die Hardware einfach demontieren und mitnehmen, und habe nicht viel Geld in ein Haus gesteckt, das mir nicht gehört.

@wend:
Das mit dem Akku würde ich mir überlegen. Klar der ist teuer, aber da habe ich auch einen Gegenwert.

Wie ist das denn technisch? Der Akku wartet, bis genug Energie reingetröpfelt ist (Ampere egal) und gibt sie dann mit mindestens 5A weiter?

Du schreibst, die Anlage bringt im Winter nichts. Meinst du gar nichts, 0? Kann ich mir gar nicht vorstellen (als Elektrik-Laie), mit oben genannter technischer Vorstellung.

Guter Einwand mitbdem Zählerkasten, aber ein Inselanlage braucht keinen Zähler.

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Dann hole dir mal noch ein anderes Angebot ein. Wo ist denn das aktuelle Angebot her?
Trotz aktuell hoher Preise sollte es auf keinen Fall so teuer werden.

Das kann ich verstehen, wobei eine aktuelle Anlage selbst nach 20 Jahren noch gut Energie erzeugen wird und daher schon eine Rendite entsteht.

Man sollte auch den Fakt sehen, dass man dadurch bei der Energiewende hilft. :sunny:

11,2 Kwp + 5 KWh Speicher für 20 tEuro oder 8 kleine Module für 8.500 Euro…

Neuer Zählerschrank braucht man nicht geht auch wie bei mir mit einer UV…

Wenn du es noch billiger willst:
Self PV das wäre deine Insel PV…3.200 Euro, 4 KWp

Im Winter ist nicht null aber zu wenig um einen Tesla zu „ziehen“. D. h. entweder du massive Verluste beim Laden (bei der self PV egal) oder du sammelst über einen Speicher und nutzt dann das „kombiniert“. Ist aber alles Quatsch, denn im Winter nutzt man am besten das Netz und lädt mit 3 Phasen und 11 KW…

So sieht ein Wintertag ( Winter = bewölkter Tag! an sonnigen Tagen kommt was runter…) mit einer 11,2 KWp und einem 12,4 kwh Speicher aus…da ist einfach nix…

P.S. Bein „direkten“ Kauf + Import aus SE Asien kostet ca. 1 kwp 500 Euro. Aber dazu muss man auch einen Container voll machen können und die Quellen kennen. Das kann kein Normalo einfach mal so machen aber das sind die Margen auf die Module. Bei den WR weniger…

Ohne die Verhältnisse bei dir zu kennen, empfinde ich das Angebot fast schon Betrug dir sowas anzubieten.
Such dir auf jeden Fall einen anderen Anbieter.
Die PV Anlage wird sich niemals rechnen.
Ist schon heftig das du überhaupt sowas angeboten bekommen hast und der nicht gesagt hat das er davon abrät.

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Mal zum Vergleich: ich habe aktuelle Angebote für 4.0 kWp mit 8 kWh Akku für 16.000,-. Mit Notstromfunktion und Inselbetrieb auf einer Phase: 20.000,-

Die 17kEURO sollte also mit (etwas kleinerem Akku) passen. Die Inselfunktion ist leider nur mit erheblichem Aufpreis zu bekommen. Und wenn Du das Auto (auf einer Phase, also 1.5 bis 3.7 kW) laden willst, muss der Akku schon eine gewisse größe haben.

Die Inselfunktion hängt vom WR ab. Wenn man den Weg des Einspeise WR geht ist das schwer. Da muß man dann mit Zusatzhardware arbeiten da der WR das nicht kann.

Es gibt auch Hybrid WR die können einspeisen, versorgen Verbraucher mit Strom wenn das Netz ausfällt und optional kann man auch eine Batterie anklemmen (bei Netzausfall nötig). Für Eigenverbrauch praktisch.
Eigenstrom auch bei Netzausfall kostet nichts bis nicht viel wenn man die Anlage beim Bau darauf auslegt.
Eigenstrom mit 3 Phasen und theor. 20kW habe ich seit 8 Jahren, technisch ist das simpel.

Aktuell sind die Preise leider nicht spannend durch Kosten der Montage und Batterien bei schlüsselfertigen Anlagen.

Ich habe auch im letzten halben Jahr Angebote eingeholt. Das bislang beste Angebot bietet 10kWp Glas/Glas + 10kWh Speicher + 3-Phasen Wechelrichter inkl. Ersatzstrom bis 10kW für knapp 27T€ brutto. Weniger wird es in meiner Region leider nicht. :man_shrugging:

Dann lasst den Speicher weg und damit die Notstromversorgung. Dann müsstet ihr doch, mit Zusatzarbeiten, so ca. bei 8000€ sein, oder?
Für die weiteren 8000€ könnt ihr lieber mehr pv-platten auf Dach legen.

Ich bin keiner der gegen Akkus ist, aber bei 4kwp und einem 10kwh Speicher ist schon sehr komisch ausgelegt. Der Akku wird doch nur im Sommer vollgeladen. Im Sommer macht die Anlage doch nur ca 25kWh am Tag. Bei super Sonnenschein, wenn überhaupt.

Dann lieber 8kWp auf dem Dach und am Tag 50kWh im Sommer machen. Das man so gut wie nichts mehr für die Einspeisung bekommt ist doch fast egal. Der Speicher kann ja auch niemals sein Geld durch den Eigenverbrauch reinholen. Also nicht Mal ansatzweise.

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Ist ja nicht so, dass man eine Wahl hätte. Wer ein grosses Haus hat, bekommt wohl mehr als 4 kWp drauf. Aber nicht jeder lebt so… Besonders in den Städten ist Fläche echt teuer…

Hi, ich weiß, das Thema ist ein paar Tage alt, aber ich wollte es mal durchrechnen.
Ich habe deswegen:

einen Simulator geschrieben und diesen mit deinen Daten gefüttert: 12x395Wp = 4,74kWp + 5,12kWh Batterie (ohne geht es quasi nicht).

Das könnte man an einem Sonnigem Tag in August erwarten:

PV Energy production (kWh): 17.5532
Energy added to the car (AC-Side) (kWh): 17.1866
Energy added to the car (DC-Side) (kWh): 15.4679
Car is on (minutes): 608
Vampire drain (kWh): 2.02667
Added range at 200 Wh/km (km): 67.2095

und das an einem guten Tag im Februar:
PV Energy production (kWh): 8.37357
Energy added to the car (AC-Side) (kWh): 7.65111
Energy added to the car (DC-Side) (kWh): 6.886
Car is on (minutes): 329
Vampire drain (kWh): 1.09667
Added range at 200 Wh/km (km): 28.95