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Insel-Lösung mit der Powerwall

Nachdem wir in unserer Firma jetzt 10KW Peak erreicht haben und weiterhin großen Strombedarf haben, unter anderem mehrere Elektrofahrzeug , wollen wir jetzt unsere PV Anlage erweitern.
Dies möchte ich als Insel Lösung ( wegen Beschränkung auf 10 kW Peak )aufbauen und dafür die noch nicht verfügbare Tesla Powerwall2 einplanen.
Jetzt die Frage an die Cracks, wie setze ich das am sinnvollsten um. Meine Vorstellung ist dass ich mir aufs Dach 10 kW Peak setze und damit schon mal einen Großteil des täglichen Strombedarfs im Gebäude mit Wärmepumpe, Server und die Autos bediene. Da ich natürlich nicht einspeisen kann, werde ich ohne Batteriespeicher natürlich einigen Leerlauf haben. Aber die Tesla PW2scheint mir preislich unschlagbar und darauf warte ich dann auch gerne noch ein paar Monate. Was muss ich beim Wechselrichter beachten, was empfehlt ihr mir. Gibt es sowas wie eine Rücklaufsperre die ich in die Stromleitung einbauen kann, damit ich auch eine Rückeinspeisung ins Netz vehindere.
Unter Insel Lösung verstehe ich aber, dass wenn meine Anlage keinen Strom erzeugt ich über das Netz noch zusätzlich Strom beziehen kann.

ich möchte auch meine PV-Anlage erweitern auf ca. 7 kWpeak.

Meine Frage:
Ein Speicher soll in 2017 kommen. Bei Stromausfall soll das Haus und ggf. die E-Fahrzeuge weiterhin 3-phasig versorgt werden. Es werden ein bis zwei PW2 DC empfohlen auf Tesla-Webseite. Mit welchen weiteren Komponenten arbeitet das System dann zusammen? Will nicht „blind“ die PW2 reservieren, wenn das sinnlos wäre bei meinen Anforderungen.

Vielen Dank.

Hallo,
was für eine Beschränkung? Installiere Dir auf dein Dach was geht.
Wir haben in der Firma 140kWp. An so Tagen wie heute kommen da 40kWh vom Dach.
Was willst Du mit weiteren 10kWp speichern ? Zumal Du wohl EV´s in der Firma hast.
Ich weiß nicht wie hoch dein Stromverbrauch ist, aber über einen Speicher würde ich mit dem Lastprofil einer Firma/Büro mit EV´s erst bei 100kWp oder mehr nachdenken.

Grüße SuCseeker

Hallo,
ich möchte Dir eigentlich nicht Deine Träume zerstören, aber mit 7kWp werden Deine beiden Powerwalls (28kWh) von Oktober bis März nicht ein mal vollgeladen.
Bei dieser PV-Leistung muß ich OSE beipflichten. Spare das Geld für die PW und installiere erst einmal mehr PV auf Dein Dach.

Grüße SuCseeker

Beschränkung: Abregeln/Begrenzen und EEG Umlage ab Anlagen über 10KWp

Hallo,
wenn Du nicht in Holstein wohnst, dann wird da auch nicht´s abgeregelt.
Kennt denn jemand im Forum irgendeinen PV-Besitzer, dessen Anlage schon einmal abgeregelt wurde ?
Bei meinen beiden PV-Anlagen wurde jedenfalls noch nie abgeregelt.
Und bei unseren Anlagengrößen gibt es auch keine Einspeisebeschränkung von 70% mehr.

Um die EEG-Umlage kommst Du nicht herum. Du müsstest technisch das Inselnetz komplett trennen.
Du musst „zu jeder Zeit in jeder Viertelstunde des Jahres“ dich selbst versorgen.
Das heißt Panzersicherungen raus. Auf dem gleichen Flurstück kein anderes Versorgernetz.
Das zu realisieren ist in Summe teurer als die EEG-Umlage.

Das heißt nicht dass Du kein „Inselnetz“ bauen kannst von dem das EEG nicht´s weiß.
Davon gibt es viele in Deutschland. Oder Guerilla-PV oder oder…

Grüße SuCseeker

SuCseeker Danke, Du scheinst ja super fit zu sein, auf dem Gebiet. Ich überlege was für mich das beste ist und komm evtl noch mal auf Dich zurück wenn ich darf…

Was hier gesucht wird ist eine Nulleinspeisungsanlage mit Speicher - habe ich bei mir errichtet, ist mit SMA Sunny Island sogar 3-phasig machbar. Daher habe ich aber BMZ Speicher weil die Powerwall das mit SMA nicht so kann wie ich wollte.
Der SMA Home Manager regelt die Nulleinspeisung und dann ist man auch nicht mit dem EEG befasst ABER: der Netzbetreiber muss dir das vorab genehmigen. Bei den Stadtwerken Schwäbisch Hall ging das.

Cheers Frank

Hallo Franko,

seit dem EEG2014 sind befreite Inselanlagen so definiert:

…EE-Anlagen im Inselbetrieb, also Erzeugungsanlagen, die weder unmittelbar noch mittelbar
an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind…

Gibt es ein physischen Anschluss an das Netz, wie bei Dir oben beschrieben, musst Du zahlen.
So sieht das z.B. auch unser Netzbetreiber.
Ein „Inselnetz“ für mein Neubau-Carport mit 120m2-Dach für und Speicher ist nicht genehmigungsfähig, weil physisch mit dem Haus verbunden.
Der Gesetzgeber möchte den Nulleinspeiseanlagen ohne EEG-Umlage einen Riegel vorschieben, wenn nicht gänzlich vom Netz getrennt.
Hat mich auch geärgert, nützt nichts. Das aktuelle EEG ist auch eher ein Gesetz zur Verlangsamung der Energiewende.

Grüße SuCseeker

Wie sieht es denn aus wenn der Großteil meiner Bestandsanlage vor 2014 erbaut wurde. Dies wäre ja Bestandsschutz. Der Neuzubau von bis zu 10 kW Peak Könnte dann doch zu Kleinanlagen Regelung zählen oder sehe ich das falsch?

Dr Google sagt lt Clearingstelle EEG Empfehlung 2014/31 :
Für die Bestimmung der installierten Leistung bei mehreren Anlagen, die innerhalb von 12 Monaten auf demselben Grundstück oder in unmittelbarer räumlicher Nähe errichtet wurden, ist § 32 Abs. 1 EEG 2014 anzuwenden. Wenn ein Zubau zu einer oder mehrerer Bestandsanlagen erfolgte, die bereits vor dem 1.8.2014 zur Eigenversorgung genutzt wurden, seien in Hinblick auf die 10-kW-Grenze nur die zugebauten Module nach dem 31.7.2014 zu berücksichtigen. Bestandsanlagen, die im Eigenverbrauch genutzt wurden, sind bei der Anlagenzusammenfassung nicht zu berücksichtigen.
Demnach sollte ich doch bis 10KWp zubauen dürfen ohne EEg Umlage. Und das Thema abregeln lässt sich bestimmt auch noch lösen, bzw. wie von Sunseecer geschrieben, sollen sie doch abregeln wenn Sie wollen

Hallo, war denn deine alte Anlage zur Eigenversorgung oder zur EEG-Einspeisung angemeldet ?

Edith sagt: Einzelne Anlagen kleiner 10kWp sind ausgenommen, das ist richtig.

Die Anlagen sind alle zum Eigenverbrauch mit Überschusseinspeisung vor dem 1.8.14 angemeldet worden.

Moin!
Du kannst jedes Jahr 10kWp aufs Dach legen und bleibst somit unter der Regelungs-Grenze. Aber wenn Dein Dach das Potenzial für >13kWp bietet, würde ich es jetzt voll machen. Die paar Cent EEG machen den Kohl nicht fett. Die Rendite bleibt positiv, schon gar wenn Du sonst nur die Dachziegel mit der Sonne erwärmst.

Habe hier auch 10kWp auf dem Dach und überlege noch, die letzten schattigen Reste auszulegen (~4-5kWp). Aber eine Insellösung kommt für mich da nicht in Frage. Dafür läuft das mit dem Stromverkauf im Sommer zu gut. Gerade wenn ich zwei Wochen im Urlaub bin, kann ich mir davon jeden Tag einen leckeren Eisbecher gönnen. :sunglasses:

Gibt es hier im Forum keine findigen Juristen die Ungerechtigkeiten wie die 2,6 cent EEG Umlage hinterfragen, noch dazu für Insellösungen.
Kein neuer Trafo muss gebaut werden, keine Orts Netzleitung vergrößert zu werden, also wofür bezahlt man eigentlich? Wohl nicht dafür dass die Sonne scheint weil unser Staat soviel für den Umweltschutz tut?
Jeder der eine Inselanlage baut, liegt niemandem auf der Tasche und bekommt auch keine Förderung von wem auch immer, weshalb wird man dann bestraft?

Weil die Lobbyarbeit der großen EVU funktioniert hat…

Moin!
Bei einer Inselanlage wird keine EEG Umlage fällig. Insel ist Insel, da kannst Du machen was Du willst. Aber ich wüsste im Sommer nicht wohin mit dem Strom.

Bei einer Inselanlage hat Du recht. Ist diese aber physisch mit dem Netz verbunden ist es keine Insel mehr.
Ein Regler der mehr schlecht als recht versucht nicht einzuspeisen lässt keine Inselanlage im Sinne des EEG entstehen.
So sieht das auch mein EVU.

Grüße SuCseeker

Meines nicht, ist aber unter 10 kW peak.

Cheers Frank

Wie wär´s denn mit Guerilla PV oder Guerilla Speicher?
Oder einfach machen ohne zu fragen :slight_smile: