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Innengeräusche Model S

Ich bin auf der Suche nach einem leisen Auto und habe neulich eine Spritztour im Model S gemacht.
Bis 100 km/h war die Fahrt noch relativ ruhig, aber ab 120 km/h fing der Wagen plötzlich laut zu dröhnen an.
Ich dachte erst, ich höre nicht richtig. Also damit hätte ich nicht gerechnet, dass der Wagen so laut wird.
Der stellt ja einen Benziner noch in den Schatten.

Wo kommt denn nur dieses Dröhnen her? Ist das normal?

Wie gesagt, auf Landstrassen bis 100 km/h fährt der Tesla echt ruhig, aber mit 120 km/h ist der Ofen aus.
Ich war gelinde gesagt etwas enttäuscht. Wie dröhnt der erst bei 200 km/h?

Das ist nicht normal. Wenn alles in Ordnung ist, nehmen die Windgeräusche zu, aber es gibt kein Dröhnen oder Vibrieren. Deine Beschreibung deutet darauf hin, dass die Heckklappe nicht richtig justiert ist. Wenn die nicht straff sitzt, dann führt die Aerodynamik des Model S zu einem akustischen Effekt, der sehr unangenehm sein kann.

Falls Du das Model S noch hast: Nimm ein Blatt Papier und klemm es bei dem Gummi-Puffer der Heckklappe ein. Es gibt einen rechts und einen links. Beide müssen so straff sitzen, dass Du das Papier nicht herausziehen kannst. Wenn Du das Papier heraus ziehen kannst, kannst Du die Puffer durch Drehen nachjustieren, bis alles straff sitzt (oder im Service Center machen lassen).

Das Model S ist insgesamt ein leises Auto, auch bei hohen Geschwindigkeiten, aber nicht sehr leise. Bei konstanter Fahrt mit Autobahntempo ist ein 5er oder eine E-Klasse vergleichbar (eigene Erfahrung), eine S-Klasse vermutlich leiser.

Was war das für ein Tesla?
DualDrive? 19"/21"? Performance? Pano-Schiebedach?

Die Geräuschentwicklung bei steigender Geschwindigkeit ist eine andere als bei einem Verbrenner.
Bei einem Verbrenner dröhnt halt immer der Motor mit. Bei höheren Geschwindigkeiten halt entsprechend lauter, so dass andere Geräusche nicht so stark wahrgenommen werden.
Bei einem Elektroauto sind die Motorgeräusche fast nicht wahrnehmbar, so dass die anderen Geräusche wie das Abrollen der Reifen und der Wind deutlich intensiver wahrgenommen werden.

Kellergeist2, grundsätzlich hast Du recht, aber wenn es bei Tempo 100 ruhig ist und bei Tempo 120 plötzlich anfängt zu dröhnen, dann stimmt was nicht.

Es hängt auch recht stark vom Untergrund ab, da in der Tat die Abrollgeräusche prominent sind.

Ich hatte in den letzten 2 Wochen Gelegenheit, unser Model S (D, Blechdach, Stahlfahrwerk, 19" Standardräder) über 3.500 km auf vielen unterschiedlichen Fahrbahnbelägen fahren zu können (Urlaub) und kann sagen, dass es die Rauhigkeit bzw. Struktur der Asphalt- oder Betondecke einen großen Einfluss auf die Geräuschentwicklung haben.

Z.T. kam es zu Resonanzphänomenen, die sich in einem hör- und spürbaren Brummen äußern und bei Übergang zu einer anderen Straßendecke plötzlich weg sind.

Ich tippe auf Drive Unit. Ist typisch ab 120 zu hören. Wird ohrenbetäubend bei 180.

Auch nicht unwahrscheinlich. Du solltest in diesem Thread aber nicht vergessen, zu erwähnen, dass das nicht normal ist und bei Fahrzeugen, bei denen es auftritt, problemlos auf Garantie behoben wird. Wenn das Geräusch von der Drive Unit (Antriebseinheit) kommt, dann ist es durch die 8-jährige Garantie (ohne Kilometerbegrenzung!) abgedeckt.

Eine dejustierte Heckklappe verursacht eher ein „Wummern“ oder Brummen (häufig verbunden mit Vibrationen), während eine defekte Drive Unit eher ein mahlendes, knirschendes Geräusch macht (ohne Vibrationen oder andere Einflüsse auf die Fahreigenschaften). Beide Defekte sind nervtötend, aber nicht gefährlich, und beide können vom Service Center leicht behoben werden.

Stimmt. Ich weiß das eigentlich ziemlich genau. Bekomme gerade Nr. 6.

Das „Problem“ mit der DU ist, dass es ein schleichender Prozess ist. Vor meinem ersten Wechsel hat mich auch ein Kollege drauf angesprochen.

Das ist kein DU Problem das ist die Heckklappe. Falsch eingestellt dröhnt sie unvorstellbar. Die Beschreibung des Fadenerstellers halte ich nicht für übertrieben.
Die Einstellung ist nicht einfach, vier Schrauben ergeben unendlich viele Einstellmöglichkeiten und nur eine passt wirklich.
Ich kann nur raten zum SC zu fahren und das einstellen zu lassen. Ich hab mich schon stundenlang mit dem Thema auseinander gesetzt und schaffe es immer noch nicht die Klappe wirklich gut einzustellen.

War das ein Vorführwagen oder Leihwagen aus dem SeC Düsseldorf?
Die haben einen S85 (ohne Autopilot 1-Hardware, als noch ein älteres Modell, dunkelgrün, die Farbe gibt´s nicht mehr), der dröhnt echt fast so gut wie ein BMW M3 :mrgreen:

Das ist nicht normal. Da stimmt etwas mit der Drive Unit nicht, würde ich mal sagen; ich hatte das dem SeC auch mitgeteilt, nachdem ich meinen dort wieder abgeholt habe.
Wenn sie da Neukunden reinsetzen, kaufen die das Auto nie (wenngleich das funktionell whs. irrelevant ist).
Keine Sorge: im Normalfall dröhnt da gar nichts.

Vielen Dank für die schnellen und vor allem vielen Antworten. Damit habe ich in der Tat nicht gerechnet, dass das hier so schnell geht, denn das kenne ich sonst von keinem Forum.

Mein Problem ist folgendes: Ich bin sehr geräuschempfindlich (Tinnitus & Co.) und muss in eine 500 km entfernte Reha-Klinik fahren (eben genau wegen der Ohrproblematik). Den Zug kann ich vergessen, viel zu laut. Benziner wird schwierig, da wir hauptsächlich mit hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn unterwegs sein werden. Da hat mir ein Bekannter empfohlen, ich soll doch mit einem E-Auto fahren, und er hat mich an einen Tesla-Fahrer verwiesen. Damit habe ich als Beifahrer zwei Probefahrten gemacht und leider festgestellt, dass der Tesla doch nicht ganz so leise ist, wie ich mir das vorgestellt hatte.

Natürlich ist es wirklich so, dass ohne Motorengeräusch plötzlich alle anderen Geräusche wie Reifen und Wind in den Vordergrund rücken, denn bei einem Benziner geht das alles beim Brummen des Motors unter, darum sind mir Wind- und Reifengeräusche früher im Benziner nie so aufgefallen.

Ich habe bei den Tesla-Testfahrten auch schon einen Gehörschutz ausprobiert. Zuerst Ohrstöpsel, danach Ohrstöpsel in Kombination mit einer dicken Ohrkapsel. Durch beide habe ich das Dröhnen durchgehört. Ich habe den Fahrer gefragt, wo das Dröhnen herkommt, und er hat mir erklärt, das seien Reifengeräusche. Kann ich aber schlecht beurteilen. Wirklich auffällig war, dass das Dröhnen SOFORT aufgehört hat, als wir die Geschwindigkeit gedrosselt haben. Natürlich kann es auch am Strassenbelag der Autobahn gelegen haben. Habe ich mir auch schon gedacht.

Ob ich das laute Dröhnen mit meinen empfindlichen Ohren sechs Stunden lang aushalte (denn solange dauert die Fahrt), ist fraglich. Eigentlich schade, denn ich hatte mich schon sehr auf die Tesla-Fahrt gefreut. Superwagen, sehr guter Fahrer. Was will man mehr? Ich fürchte aber, dass sich durch das stundenlange Dauerdröhnen meine Geräuschempfindlickeit samt Tinnitus verschlechtern könnte, denn genau aus dem Grund möchte ich ja in einem ruhigen Wagen fahren.

Welche Alternativen hätte ich denn neben dem Tesla, wenn ich für eine lange Fahrt ein leises Auto haben möchte? Mercedes?

Was das genau für ein Tesla-Modell ist, weiß ich nicht, aber ich werde nachfragen.

Da hilft nur eins: Nochmal ein anderes Model S probieren. Ich würde davon ausgehen, dass dieses Dröhnen ein Fehler im konkreten Fahrzeug ist. Damit sollte man mal zum Service Center.

Am besten nimmst Du ein Modell mit Heckantrieb (ohne „D“), die hören sich vom Fahrersitz aus noch ein wenig leiser an.

Die Idee ist gut, aber ich fürchte, ich werde auf die Schnelle keinen zweiten Tesla-Besitzer auftreiben, der mich so weit fahren würde. Ich bin froh, dass ich überhaupt einen gefunden habe.

Selber will ich ja kein Model S kaufen, das wäre mir etwas zu teuer.
Für mich käme preislich höchstens ein Model 3 in Frage.

Danke für die vielen Tipps!

Es würde ja genügen, wenn Du Deinen Bekannten dazu bewegen könntest, sein Model S reparieren zu lassen. Da hättet Ihr beide was davon! :wink:

Es könnten übrigens tatsächlich Reifengeräusche sein, aber auch das gehört eigentlich nicht so:
de.m.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4gezahnbildung

Es ist definitiv die Heckklappe. 120 sind der kritische Punkt dafür. Wers nicht glaubt, ich brauch nur 2 Minuten ein Model S zum dröhnen zu bekommen, der Fix dauert dann länger :smiley:

Probier mal ein model x. Evtl. ist es leiser.

Ich hatte auch ein dröhnen, dass - je nach Lufttemperatur und Windverhältnissen bei 100-140 los gegangen ist. Nach längerem Suchen wurde das Problem im SeC behoben. Die Ursache war die „Lippe“ ganz vorne unten am Auto…

Ein ebenfalls nicht unbekanntes Problem könnte auch die Luftführung des vorderen Stoßfängers sein. Das dröhnt auch ganz ordenlich, sorgt allerdings auch für leichte Vibrationen im Lenkrad.

Wenn die Reifen schon einen Sägezahn gebildet haben, kann sich das auch sehr grausam anhören.