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In Phönix um 18.00h: "Der wahre Preis der Elektroautos"

falls nicht neulich schon im ARD-abendprogramm gesehen (und hier bereits diskutiert?):

heute um 18.00h in PHÖNIX: „Der wahre Preis der Elektroautos“

Na toll. Hätte auch heissen können „Der Preis der Handys“ oder „Marode Länder und der Rohstoffabbau“ oder „Der Chinesische Handelsreisende“.
Ganz toller Fernsehbeitrag.

wahrlich keine gute nacht-geschichte für verbrenner-hasser. aber der verweis auf andere konsumartikel macht das dilemma auch nicht besser…

Sollte wohl besser heißen: „Die wahre Überschrift um Quote zu kriegen“. Oh Mann…die Welt ist schlecht und zwar schon länger.

Beim Ölfördern in Afrika wird weniger Schindluder getrieben?
Und Fracking ist ja so gut für die Umwelt.

Überall wo der Mensch Profit sieht wird die Unwelt zerstört…

An dem Punkt halte ich den Beitrag tatsächlich für leicht unseriös. Er suggeriert, E-Autos seien nicht besser als Verbrenner, ohne diese tatsächlich zu vergleichen. Und ebenso ohne das tatsächlich zu behaupten, der unbedarfte Zuschauer wird in meinen Augen allerdings zu dieser Annahme verleitet.

Ein E-Auto braucht während seines Lebens einige Dutzend Kilo von diesen problematischen Stoffen. Sie werden vorr. bald sogar einem Recycling unterzogen werden, so dass das Material für mehrere Autos reicht. Ein Verbrenner benötigt während seines Lebens hingegen mehrere Tonnen Treibstoff, die auch nicht unproblematisch gewonnen werden. Ganz zu schweigen vom Verbrennungsprozess.

Trotzdem zeigt der Beitrag natürlich eines: Nutzung von Geräten jedweder Art ist nicht neutral für die Umwelt. Eine Binsenweisheit, die man sich aber durchaus immer wieder klar machen sollte. Bahnfahren hat sicherlich den deutlichen besseren ökologischen Fußabdruck, als E-Auto zu fahren.

„Sicherlich“ - genau daran kranken all diese Diskussionen. Hat’s jemand nachgerechnet? Wie seriös? Für welches Szenarium? Wer hat’s bezahlt? usw.usw.
Wenn man wirklich was „wissen“ will, ist die Welt verflixt komplex, das ist aber so gut wie jedem für den Alltag zu anspruchsvoll, da nehm ich micht nicht aus :unamused:

Ein Beispiel: die VVS Stuttgart veröffentlicht jährlich den Fahrstromverbrauch und die Personen Kilometer, es kommen etwa 115Wh/Pkm heraus, (bei ca. 30km/h), das kann man unterbieten.
Ebike Fahren (und möglichst wenig mithelfen) ist da schon eher eine Option, Muskelarbeit ist schlicht nicht effizient genug, da kommt man kaum unter 30g CO2eq/km. (Wäre das sinnvoll gäbe es schon lange Hamsterradkraftwerke :slight_smile:

Natürlich. Hänge ich mein S hinter den berühmten LKW, schaffe ich das vermutlich sogar alleine im Auto, und schneller als mit 30.
Aber was sagt das über den ökologischen Fußabdruck aus? Wieviele MWh investiert die VVS um das Fahrzeug zu bauen, die Schienen zu schmieden, zu verlegen, Gleisbett, Oberleitung, Signalisation zu bauen und unterhalten vs. Straßenbau, Reparatur, Beschilderung etc. etc. pp.

Wenn man mehr als ein „Bauchgefühl“ will, wird’s hart.

GENAU das ist der Punkt. 1-1.5 t Auto + 0.5 t Akku („Metallklotz“) mit heute schon >98% Recyclingpotential ggü. 1-1.5 t Auto + 15 Tonnen (!) Erdöl das unwiderbringlich verbrannt wird inkl. negativen Begleiterscheinungen. – Haben die Leute eigentlich alle Zwiebeln vor den Augen?!

Man sieht nur, was man weiß!

Genau das meine ich, wie das gerade abläuft. Im Spiegel, Welt, Fernsehen, überall kommt was über das Böse BEV! Gefühlt textet mich gerade jeder zweite damit zu wie schlecht das doch sei.

Daher wird auch der Start der BEVs in Deutschland so schwer werden bei so viel Gegenwind. Nur bei Handys, da juckt das niemand, Ölsände in Kanada, wunderschön…

Angesichts des brutalen Erfolges vom Tesla M3 in den USA ist ein Hochfahren der anti E-Auto Propagandamaschinerie leider nur logisch.
Moralisch gewertet könnte man eine Entwicklung der Motive deuten von bösartiger Langfriststrategie hin zu nun eher entschuldbarer nackten Überlebensangst. :bulb:
Deshalb hält sich bei mir persönlich die Empörung in Grenzen.

Ich finde eher, man hört immer mehr positive Berichte, es ist natürlich ein Problem, berichtet man zu offen , dann will keiner einer mehr einen Verbrenner mehr kaufen, aber diese Stückzahlen kann niemand auf die nächsten 5-7 Jahre liefern.

Wir reden hier von 30-40Mio Fahrzeuge in den Leitmärkten, da ist Indien noch nicht mit dabei.

Das sind die M3s auch nur eine Randnotiz - noch!!, ich weiß noch garnicht wie man Afrika ready für die E-Mobility macht…

Das Umsatzsegment „Verbrennungsmotor“ steht massiv unter Druck. Neue Diesel können nur noch mit hohen Nachlässen in den Markt gedrückt werden und treffen auf eine Schwemme von Gebrauchtfahrzeugen (Leasingrückläufer und gegen „Umweltprämie“ eingetauschte Fahrzeuge). Die Händler wissen schon nicht mehr wohin damit.

Da ist doch klar, dass man den Menschen versucht, das Alternativprodukt madig zu machen, da man es selbst noch nicht liefern kann.

Das mit der Halde ist aber auch hausgemacht, würden die Händler sich endlich mal organisieren und würden die Hersteller unter Druck setzten und auf die Hardware Nachrüstung drängen, ein Hahn Konzern kann bestimmt einigen Druck auf VW aufbauen…

Wenn ich sehe wie man 2016/7 Diesel im Leasing nachgeworfen bekam und sich jetzt wundern, daß man da Verluste macht? :laughing: , Was sind das für Kaufleute, die solche Entscheidung treffen? Aber die Verkäufer nicht schulen, daß es Alternativen gibt? Ich habe mit den Autohäusern gar kein Erbarmen, geht es denen gut, dann sind sie arrogant ohne Ende, müssen sie etwas verkaufen, dann sind sie freundlich…

Da finde ich es bei Tesla so toll, ich kann alles Online machen und treffe nicht auf einen schnöseligen Autoverkäufer in Anzug…

Das ist schon absolut richtig; aber das ist die Sendung eines als seriös geltenden TV-Senders. DAS ist es, was mich so stört. Auch die ARD hat sich in den letzten Moanten mit ihren Meldungen ähnlich ‚hervorragend profiliert‘, wenn es um Tesla ging.
Ohne Verschwörungstheorien implizieren zu wollen, hat das Verhalten der Medien (Passivität bezüglich der Erfolge Teslas) einen komischen Geschmack, bei dem ich mich schon länger frage, ob das eine Direktive der politischen Seite sein könnte.

doch, doch, die wissen schon wohin mit den alten autos. die gehen z. b. containerschiffweise nach afrika oder mit güterzügen in den mittleren osten usw. und die prämienenbedingten rücknahmen müssen m. w. ja irrsinnigerweise verschrottet werden, obwohl sie noch für jahre nutzbar wären.

Zählt das Öko-Institut als seriös? Dann kann man die schonmal gegen Tornados Liste antreten lassen, falls diese als seriös gilt:

Verbrauch an CO_2 Äquivalenten pro Personenkilometer:

DB, Nahverkehr: 110,9 (Tabelle Seite 101)
DB, Fernverkehr: 70,6 (Tabelle Seite 101)
Tesla Strommix D: 178

Bei der Bahn sind auch Schienen, Bahnhöfe etc. eingerechnet, beim Tesla nur Fahrzeugproduktion und das Fahren.

In beiden Betrachtungen sind natürlich nur die CO_2-Äquivalente enthalten. Andere Umweltschäden die bspw. durch den Abbau von Rohstoffen erfolgen nicht.

Ich könnte jetzt mehr Zeit in diese Frage investieren. Für mich persönlich reicht das Ergebnis um mein Gefühl zu bestätigen, dass die Bahn besser da steht als der Tesla. Würde ich alles bis ins Letzte ergründen, könnte ich meine notwendigen Entscheidungen nicht im erforderlichen Tempo treffen, weshalb ich mich mit leichten Unsicherheiten bei hohen Wahrscheinlichkeiten (wie hier) zufrieden gebe.

PS: Bei den Personenschäden liegt die Bahn auch deutlich vorne, das kann man leicht recherchieren.

Ich komme beim Tesla immer so auf 100g Herstellung und rund rund 120g zum Fahren macht 220g in Summe macht bei 2 Personen 110g je Person und bei 4 sogar nur 55g.

Klar, Straßen, Garagen und Co müssen ja auch noch berücksichtigt werden.