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In einen Tesla-Netzspeicher investieren?

Hi Leute, der Battery-Investor-Day ist ja nun bis September verschoben - ich frage mich aber schon seit geraumer Zeit, wie man in einen Tesla-Netzspeicher investieren könnte, solbald die Teschnologie weiträumig verfügbar wird. Ich würde gerne mehr tun als mein Hausdach mit PV und meinen Keller mit einem Akku-Speicher auszustatten. Für PV- und Windkraftanlagen gibt es ja immer wieder mal Bürgerenergie-Projekte, für netzstabilisierende und mit Energie handelnde Netzspeicher habe ich allerdings noch nichts dergleichen gefunden. Das liegt vermutich auch daran, dass die entsprechenden Produkte hierzulande noch nicht wirklich verfügbar bzw. an anderer Stelle lukrativer platziert werden können (Australien, Californien…), aber in den nächsten Monaten oder Jahren wird dieser Punkt wohl auch bei uns erreicht sein.

Falls jemand eine Idee hat, wie man sich darauf vorbereiten bzw. mit gleichgesinnten vernetzen kann, ich wäre ganz Ohr :slight_smile:

Ich vermute Du meinst etwas wie die Hornsdale Power Reserve?

Im Prinzip ja - aber entwerder in kleinerem Rahmen oder als Beteiligungsmöglichkeit. Aber auf jeden Fall größer, als wenn ich mir vier Powerwalls in den Keller hänge :wink:

Naja, wenn dann macht das glaube ich wirtschaftlich nur Sinn in großem Rahmen. Solche Anlagen werden, zumindest nach meinem Wissen, weniger als echte „Mittelfrist“ Energiespeicher „für schlechte Tage“ benutzt (wie wir Powerwalls nutzen).
Der besondere Vorteil von Batteriespeichern in großem Stil ist die schnelle Be- bzw. Entlademöglichkeit, Stichwort Netzstabilisierung. Weiter werden solche Anlagen als Leistungsspeicher genutzt um besonders günstige Preise an der Strombörse in Anspruch zu nehmen. Hornsdale kann laut Wikipedia 185 MWh speichern und derzeit bis zu 100 MW Aufnehmen oder Abgeben, ein Ausbau der Leistung is geplant, vermutlich auf ca. 145 MW Bedutet also rechnerisch nach ca. 1,25 Stunden wäre das Teil bei Vollast leer.

Ich überlege schon länger ob und wie man so ein Projekt Crowdfinancen könnte, vorbei an den ekligen Großkonzernen RWE, Vattenfall usw.

Aber … Hornsdale hat in der ersten Stufe 90 Mio. AUD gekostet, ca 55,5 Mio €. Angenommen man findet 1000 Leute die sich daran beteiligen wollen, sind das immernoch 55.500 € pro Nase. (oder ein Model 3) Wenn sich 2000 finden wäre es schon eher machbar.

Wie gesagt, prinzipiell finde ich die Idee super. Da könnte man vemutlich ein Gas Peaker abschalten.

Also, wer kennt sich in dem Bereich aus, wer hat Verbindungen? Ich wäre dabei. Würde Zeit und Geld investieren wollen.

Habe nochmal geschaut, Tesla bietet ja mittlerweile Megapacks an.
https://www.tesla.com/de_de/megapack

In sowas würde ich sofort investieren wenn sich jemand findet der das kann.

Ein reines Zwischenspeichern preiswerter Energie und Abgabe zu höheren Preisen rechnet sich kaum, das sind nur wenige ct pro kWh.
Solche Speicher machen wirtschaftlich dann Spaß, wenn man sich am Strommarkt mit Regelleistung einbringt.


Hier wird die kWh ganz anders vergütet.
Warum? Weil ich als Anbieter entsprechende Vorgaben bezüglich der Bereitstellung der Listung habe. Und dazu benötige ich z.B. ein Kraftwerk, das während dieser Zeit nicht (voll) läuft. Bei uns sind das oftmals die Gaskraftwerke (z.B. Irsching).
Regelleistung muss übrigens nur für eine bestimmte Zeitdauer innerhalb des Contracts zur Verfügung gestellt werden.
Bezahlt wird wie üblich ein Leistungs- und Arbeitspreis (also bringt bereits die Bereitstellung Geld).
Um an diesem Markt teilzunehmen,bedarf es allerdings einer Mindestleistung/-energie und man muss sich zusätzlich qualifizieren.

Es gab mit Caterva bereits einmal der Versuch, mit Akkus in diesen Markt einzusteigen. Aufgesetzt war dies als Schwarm-Projekt eines virtuellen Kraftwerks https://de.wikipedia.org/wiki/Virtuelles_Kraftwerk mit vielen dezentralen, kleinen Speichern.
Leider wurde das Projekt gegen die Wand gefahren
https://www.pv-magazine.de/2019/06/24/nachfolgegesellschaft-von-caterva-meldet-insolvenz-an/
Mögliche Ursachen dieses Scheiterns möchte ich hier nicht diskutieren. Aber es gibt da so Gedanken
https://www.pv-magazine.de/2018/01/17/siemens-und-die-insolvenz-von-caterva/

danke @tffdiger so hatte ich das auch im Kopf, dass das die Primäre Arbeitsweise für solche Parks ist. Netzstabilisierung im Ersatz für sog. Peaker Plants.

Hier https://www.next-kraftwerke.de/energie-blog/praequalifikation-regelenergiemarkt gibt’s dazu noch ein paar Eckdaten mehr.

Minimale Leistung sind 1MW (primär) bzw. 5 MW, die man bereitstellen muss. Das sind einige Powerwalls.
Batteriespeicher sind natürlich geeignet für positive und negative (Speicher laden und viel Geld verdienen) Regelung und schnell genug für die primäre Regelung.

Unser Problem in Deutschland ist die absolute Macht der großen Netzbetreiber, die auch die Bundesnetzagentur beherrschen. Die halten natürlich nichts von dezentraler Erzeugung und Netzregelung, da es ihre marktbeherrschende Stellung aufweichen würde :worried:

hab ich da mal etwas reingelesen.
Wäre für Primär- und Sekundärregeleistung machbar.
Primär muss für bis zu 15 min liefern
Sekundär für bis zu 60 min.

Primärregelleistung ist „günstiger“ als Sekundär so weit ich das bisher erkenne, die Tabellen sind aber wirklich nicht selbsterklärend.

Den MW-Bereich hatte ich auch im Blick und ich würde sogar mehr als 50k€ investieren. Ich suche eine Alternative zu nervigen Mietern in Immobilien. Eine Rendite von 5% oder mehr pro Jahr wäre schon super, Hornsdale hat sich glaube ich nach zwei Jahren bezahlt gemacht, wenn mich nicht alles täuscht (also sogar 50% Rendite, damit rechne ich hier aber nicht).

Meine Idee wäre mal bei kooperationswilligen Stadtwerken nachzufragen. Die Stadtwerke Schönau sind z.B. in Bürgerhand und dafür vielleicht offen. Naturstrom (besitzen Windkraftanlagen) usw. evtl. auch.

Wäre sicher von Vorteil, wenn man bei der Nachfrage schon ein paar Zahlen präsentieren kann (wir sind X Personen die zusammen Y€ Kaptial für ein solches Investment aufbringen können).

1 Like

Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung wie man sowas aufziehen könnte … Aber ich bin arbeits- und invesitionswillig.

In UK ist der erste, kleinere (15 MWh) Netz-Batteriespeicher von Tesla aufgebaut worden:
Electrek Artikel

Sowas schwebt mir auch vor. Was wäre jetzt zu tun? Vermutlich müsste man jemanden von Tesla ansprechen (ungefähre Kosten und Verfügbarkeit) und dann jemanden von einem Energieunternehmen. Hat jemand im Forum connections zu Tesla oder einem der Stadtwerke?

Ja, wenn man hier mitspielen kann / darf, solte schon eine ordentliche Rendite machbar sein.
Bei einem solchen Projekt wäre ich auch dabei.
Meine bisherigen Solar- und Windinvests bringen eine durchaus akzeptable Rendite. Leider keine 50%, aber viel besser als das Sparbuch meiner Spaßkasse. Bei deren Zinssatz muss ich lange ziemlich lange suchen, bis ich eine Ziffer ungleich „0“ finde :roll_eyes:

Eine ganz grobe Kostenabschätzung:
1 PW hat 13,5 kWh / 4,6 kW und kostet ca. 10TEUR inkl. Installation
Mit 1000 davon kommt man auf 13,5 MWh / 4,6 MWh und ca. 10 Mio EUR.
Ich gehe aber davon aus, das hier ein kleiner Skalierungsfaktor (<1) in’s Spiel kommt.
Zusätzlich wird noch etwas Platz nahe passender Leitungen und wahrscheinlich eine Trafostation benötigt (Einspeisung in das Niederspannungsnetz macht wenig Sinn).

Was dem auf der Ertragsseite und bei den laufenden Kosten gegenüber steht, kann ich leider nicht beurteilen.
Aber vielleicht gibt’s hier einen Kenner der Materie?

Hm, vielleicht ein Projekt für Enyway?
Die verkaufen ja auch Anteile an Solaranlagen.