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Hyperloop

Für heute ist eine „detaillierte Veröffentlichung“ angekündigt. Die Website gibt’s auch schon, sie ist aber in diesem Moment noch leer:
spacex.com/hyperloop

twitter.com/elonmusk/status/366964441159438337

Was zum Geier ist Hyperloop? :-/

Das ideale öffentliche Transportsystem für Langstrecken unter 1000 Meilen, prototypisch San Francisco - Los Angeles. Schneller, billiger und sicherer als ein Flugzeug, einer Art Rohrpost-Eisenbahn. Elon Musk würde es gerne selbst realisieren, wenn er nicht schon CEO von zwei recht anspruchsvollen Startups wäre. Deshalb veröffentlicht er seine Idee als Open Source und hofft, dass jemand sie aufgreift und ein Geschäft draus macht.

Hier ist es : teslamotors.com/blog/hyperloop

Cool, danke für die Infos!

Wer es noch etwas ausführlicher und auf deutsch haben möchte: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Hyperloop-Elon-Musk-stellt-Rohrpost-fuer-Menschen-vor-1934205.html

Der Prototyp funktioniert schon:
http://www.wimp.com/bestairplane/
:nerd: :laughing:

de.m.wikipedia.org/wiki/Swissmetro
Unter diesem Link findet ihr die Grundlage der Idee von Elon Musk. Sie basiert auf der Planung von Ingenieur Rodolphe Nieth aus Lausanne aus dem Jahr 1974.

Freundliche Grüsse
Urs

Das Entscheidende, der Kompressor zur Überwindung des Luftwiderstands in der Röhre, fehlt aber. Konzepte für eine „Rohrpost-Eisenbahn“ gab es schon viele, einige nennt Musk ja auch explizit.

Hallo Volker

Luftwiderstand im Vakuumtunnel? :wink:

Vakuumtunnel??? :wink:

Genau daran sind ja bis jetzt alle diese Ideen gescheitert. Ohne Vakuum gibt es Luftwiderstand (der bekanntermaßen im Quadrat zur Geschwindigkeit ansteigt), der ohne einen Kunstgriff wie Elons Kompressor nicht zu überwinden ist. Ein Vakuum lässt sich aber in der Realität (außerhalb des Labors und mit vertretbarem Aufwand) nicht herstellen geschweige denn aufrechterhalten.

Ja, bei allen die sagen, dass es das schon gab, wird die wichtigste Änderung übersehen: Dass es eben kein Vakuum gibt. So gesehen wäre der Transrapid auch nur irgend 'ne Eisenbahn. :smiley:

Bei den bisherigen Konzepten waren alle (die ich kenne) mit Vakuum um den Luftwiderstand zu verhindern statt ihn zu umgehen. Was auf 550km+ bei dem Durchmesser schon sehr schwierig=teuer wird.
Ich bin ja gespannt ob und was man in den nächsten 10 Jahren von dem Konzept noch hören wird. :sunglasses:

Das Konzept ist zwar sehr nett, jedoch frage ich mich, ob es wirklich diesem technischen Aufwand wirklich braucht. Der TGV hat ja bereits 2007 gezeigt, dass man damit 578km/h fahren kann. Wenn man diese Technik etwas weiter entwickelt sollte, das auch gut sein :slight_smile:

youtube.com/watch?v=1-ROUdv7KzU

Naja, ich glaube die Kostenrechnung zwar nicht wirklich. Die wäre nämlich Faktor 10 günstiger als die Zugstrecke von LA nach SF. Aber wenn es zumindestens nicht teurer ist, dann wäre so eine Lösung doch viel besser als so ein oller TGV. Alleine dadurch, dass man alle paar Minuten problemlos abfahren kann. Ich habe mir auch überlegt wo denn der technische Aufwand wirklich liegt. Ist der so viel grösser als für eine Zugstrecke? Wenn ich mir überlege wieviel technischer Aufwand z.B. für eine Pipeline betrieben wird…

Wahnsinn, ein 268 t schwerer Zug mit 574,8 km/h macht 42,88 MJ oder 11,9 kWh. Allein nur durchs Abbremsen werden 11,9 kWh frei (natürlich nicht rein elektrische Leistung). Die Motoren hatten insgesamt 19,8 MW Leistung.

Dise Zahlen sind meinem Gefühl nach alle viel zu groß, um sich mal eben schnell irgendwo hinzubewegen. Die benötigten Energien zur Beschleunigung/Abbremsung sind riesig, könnten aber bei zwei gegenläufig arbeitenden Zügen halbwegs kompensiert werden. Dennoch sorgen sie aber für recht große Verluste.

Ich halte das Rohrpost-Prinzip schon für gut. Nur mit Vakuum muss ja nicht unbedingt sein. Die Luft im Rohr einfach mitbewegen sollte auch schon einige Besserung bringen.

Das ist ein Vorteil. Es kommt eben nicht nur auf die Höchstgeschwindigkeit an, sondern auch auf viele andere Faktoren, z.B. die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit, wie enge Kurvenradien möglich sind, wie sicher die Anlage gegen Entgleisung ist… Bei den Gegebenheiten zwischen Los Angeles und San Francisco kann der Zug schon nur noch halb so schnell unterwegs unterwegs sein wie der TGV unter optimalen Bedingungen – und die Kapseln in Musks Hyperloop wäre sogar doppelt so schnell!

Vakuum geht nicht, aber eine 1000 km Luftsäule kann man auch nicht vor sich her schieben. Deshalb will Musk die Luft per Kompressor aktiv von vorn nach hinten befördern. Wohlgemerkt, das dient nur zur Überwindung des Luftwiderstands, nicht zur Beschleunigung. Beschleunigt wird wie beim Transrapid per Linearmotor, wobei allerdings bei der Hyperloop nur ca. 1% der Strecke mit einem Linearmotor ausgestattet sein muss (etwa alle 70 km ein erneuter „Boost“, der Rest wird dank der geringen Reibung mit dem Schwung überbrückt).

Hallo zusammen!
In den Jahren 77-80 war ich für die Firma Sprecher&Schuh AG nebst anderem in den neu erstellten Autobahntunnel Gotthard und Seelisberg tätig, verantwortlich für die Entwicklung und Installation des Netzschutzes der 15 - 50 kV Energieversorgung inkl. Energie-Notfallkonzept Belüftung/Beleuchtung. In dieser Zeit hatte ich Abend’s viel Zeit zusammen mit Ingenieuren der ETH und div. Firmen beim Feierabendbier verbracht und interessante Diskussionen geführt, unter anderem auch über Swissmetro. Ich erinnere mich noch, dass ein Geologe und ein Elektroingenieur der ETH Lausanne, die in der Projektgruppe Swissmetro mitarbeiteten, diese von Elon Musk vorgeschlagene Variante mit Shuttle’s beschrieben haben. Dass die Swissmetro funktionieren würde haben die ETH-Forscher mittlerweile bestätigt, bloss die Finanzierung klappt nicht.
Genau hier liegt auch das Problem von Elon Musk. Seine Berechnung von 10 Millionen Dollar pro Kilometer ist nicht realisierbar.
In meiner heutigen Beruflichen Tätigkeit bei den SBB Operating Personenverkehr Zugförderung habe ich auch ein wenig Kenntnis über das Personensicherheitskonzept von diversen Tunnels (Zimmerberg-, Gotthardbasis-, Lötschbergbasistunnel usw.) Diese Konzepte haben enorm viel Geld gekostet! Hier näher auf technische Details einzugehen würde den Rahmen eines Forumbeitrages sprengen.
Musk erwähnt mit keInem Wort wie ein Notfallszenarium funktionieren würde. Im Fall eines Defektes müssten die Personen evakuiert werden können. Die Rohre müssten belüftet werden, im Teilvakuum würden die Menschen ersticken. Man müsste alle paar Kilometer Schotten einbauen um Teilbereiche zu fluten, ansonsten müsste man 600 km belüften. Fluchtwege müssten vorhanden sein usw. Meines erachtens muss ein Teilvakuum herrschen, ansonsten nicht beherrschbare Druckwellen entstehen würden. Moderne Hochgeschwindigkeitszüge verfügen über druckdichte Wagenkasten und die Klimaanlagen produzieren stets einen leichten Überdruck. Alle die schon einmal mit hoher Geschwindigkeit in einem Tunnel gefahren sind haben trotzdem den Druck im Ohr gefühlt wenn gleichzeitig ein Zug in gleicher oder in der Gegenrichtung in den Tunnel einfährt. Dies wäre beim Hyperloop noch viel extremer.
Das ganze System ist sehr komplex, eine Störung wäre auf einer Länge von 600 km nicht beherrschbar, wohlverstanden mit Menschen die unter Umständen in Panik sind, keine Anweisungen bekommen und auf sich selber gestellt wären, Personal wäre bekanntlich nicht vor Ort.
Ich wage die Behauptung dass mit allen Sicherheitsvorkehrungen somit der Bau des Hyperloop nicht günstiger kommen würde wie eine konventionelle Hochgeschwindigkeitsstrecke!

Noch eine kleine Anmerkung betreffend Energieverbrauch! Ein ICE 401 verbraucht auf der Strecke Basel - Bern ( 110 km, wovon etwas mehr als die Hälfte mit Vmax 200km/h ) durchschnittlich 3050 kWh und produziert rund 500 kWh Bremsenergie, transportiert max. 759 Personen, wovon 192 in der ersten Klasse.

Freundliche Grüsse
Urs

Vielleicht müsste man es mal als reinen Gütertransport überdenken. Die Geschwindigkeits- und energietechnischen Vorteile würden bleiben, aber das Sicherheitskonzept könnte deutlich abgespeckt werden.

Da habe ich mal schnell gerechnet was der Verbrauch pro Personenkilometer ist : etwa 35,6 Wh
Da bin ich mit meinem Roadster auf Sparfahrt mind. mit dem 3fachen Verbrauch unterwegs. (aber nicht mit 200km/h)

lg

Eberhard