Hohe Kosten für E-Autos: Ohne Förderung sind Elektrofahrzeuge für viele Menschen unerschwinglich?

Geht ja nicht um Teslafahrer, die sich das leisten wollen. Geht um die 0815-Masse, die weder 400PS, 0-100 Zeiten noch Spielerein wie Autopilot interessieren und 15-20k€ für ein Auto ausgeben. Da gibt es im E-Bereich halt noch nichts auf dem Gebrauchtmarkt, was mit einem simplen Tiguan mithalten kann.

Und tatsächlich gibt es genug Leute, die sich in ein MY setzen aber nicht sofort vollends begeistert bereit sind, 10-15.000€ aus der Tasche zu holen um ihren VW/Audi/BMW/Mercedes Verbrenner zu ersetzen.

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Mach deine Rechnung mal mit realistischen 30 Cent Netzstrom und/oder 8cent PV Strom und dann sieht die Rechnung ganz anders aus. Nicht jeder in Deutschland lebt zu Miete.

Ich persönlich zahle im Neuvertrag sogar 27 Cent und fahre 35k im jahr.

Ich wohne zur Miete, kann laden und habe die letzten Monate keine 25ct gezahlt. Heute Nacht wegen des Sturms lade ich für 20ct.

Dazu kommen auch immer teurere Versicherungen. Hab erst letztens mit meinem Versicherungsmensch geredet. Er meinte, dass Auto an sich wäre zwar günstiger, aber Reparaturen und alle anderen Kosten sehr oft viel höher. Vor allem auch die Bergung/Abschleppkosten sind sehr hoch, und oft wird auch aus reinem Unwissen ein zuerst einfacher Schaden von 10k zu nem Totalschaden, weil vor Angst und mangelnder Zusammenarbeit mit den Herstellern bzw. dessen Nicht-Interesse sich zu beteiligen, viele Autos einfach ins Wasser gestellt werden und somit die Prämien auf die nächste Zeit gesehen bei E-Autos noch um etliches ansteigen werden. Schlappe 1800 CHF VK mit niedrigen 1.000 SB für mein Model S würde ich jetzt schon nicht nocheinmal bekommen… Da müsste ich 2.500 und mehr rechnen. Unser Verbrenner Cabrio hingegen kostet in der VK schlappe 1050…

Doch. Schon.

Aus dem Artikel:

Wenn die Erde für künftige Generationen erhalten werden soll, ist Wachstum keine Option, zumal es der Natur den letzten Rest gibt.

Hat nur einen Schönheitsfehler: Der Mehrheit ist es scheißegal, wie die Erde für zukünftige Generationen aussieht. Vor allem, wenn sie sich dafür maßgeblich einschränken müssten.

E-Autos werden sich in der breiten Masse nur verkaufen, wenn sie billiger sind als Verbrenner. Und das geht nur, wenn der Anteil der erneuerbaren Energien massiv steigt.

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Die Hersteller stemmen sich aber offenbar mit aller Macht gegen „günstige“ Gebrauchtwagen. Tesla’s price cuts are driving down car values so much that EV makers are sending checks to leasing firms to compensate them | Fortune.

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So ist es.

Die alten Hersteller müssen endlich mal verstehen, dass die nicht mehr lange Verbrenner verkaufen können.

Nur in USA scheint es sich gerade sehr schlecht zu entwickeln.

Allen voran senken Ford und GM die Produktionszahlen von EVs erheblich und es kommt nichts außer Versprechungen.

Ich habe den Eindruck, dass die darauf bauen, dass Trump in 2 Jahren vieles wieder ändert und seine Kohle und Öl-Freunde wieder stark fördern wird.

Hoffen wir mal, dass Trump nicht kommt, sonst kann es in USA schlecht aussehen für EVs.

1200 euro bazahle ich vollkasko… für zwei m3p sf8. 50 kilometer weiter zahlt mein kumpel diesen betrag für ein m3lr… stadt ist teurer.

Ich habe den Eindruck wir gehen von sehr unterschiedlichen Ausgangsvorraussetzunge aus.
Die Mehrheit der Deutschen Bevölkerung muss sich längst wirtschaftlich einschränken(vermutlich auch die der restlichen Industrienatione).
Die Landwirte erleben zur Zeit überall in Europa das es der jeweiligen Gesellschaft durchaus nicht „scheißegal [ist] wie die Erde für zukünftige Generationen aussieht“.
Diese Gruppe der Unternehmer hat offenbar gegenwärgig keine besondere Glaubwürdigkeit als Bewahrer der Natur und Garant für unsere Ernährung.
Das lautstarke Protestieren gegen Auflagen für z.B. mehr Grundwasserschutz findet längst kein großes Gehör mehr, wenn gleichzeitig der Wasserverband die Gebühren raufsetzt.
Wenn man tagelang vor Gestank nicht Lüften kann hat der nächste Maßtstall ebenfalls keine größere Unterstützung mehr im Gemeinderat.

Model 3 sind in D, egal ob SR/LR/P ,in der selben Einstufung und durchaus „Günstig“. Da ist das Y schon einiges teurer…

Ich rechne jetzt nicht jedem seine persönliche Situation vor, das geht völlig am Thema vorbei. Vor allem nicht die Minderheiten, um die es hier nicht geht. Private Haushalte mit PV machen gerade mal 12% aus., sprich die eindeutige Minderheit. Die Frage war, warum ein E-Auto für viele, die Masse, nicht in den Sinn kommt.

Neue Rechnung
15k km, 8L Verbrauch Tiguan, 1,80€/L
15k km, 20kWh Verbrauch, 0,25€/kWh
Ersparnis: nur noch 1410€/Jahr, wenn man niemals über 0,25€/kWh lädt.

Durchschnittliche Fahrleistung sind 15.000km
Durchschnittlicher Strompreis 2015-Heute: 0,28€/kWh
Gebrauchtwagen Anteil 2023: 6,03 Millionen
Neuzulassungen (Privat + Gewerbe) 2023: 2,84 Millionen
Privatanteil Neuzulassungen 32,8% bleiben: 932.000
Was wollen deutsche im Schnitt für ein Auto ausgeben?
Neuwagen: 33.000€
Gebrauchtwagen: 18.900€

Wir stellen Fest: Die Masse der Privatpersonen (84,5%) lässt Gebrauchtwagen zu
Die Masse möchte im Schnitt nicht mehr als 18.900€ für einen Gebrauchtwagen zahlen. (Stand 2020)

Ich würde mal behaupten der Markt an E-Autos, die für den Preis mit einem ollen Standard-Tiguan (Laufleistung, Anhängelast, Reichweite, Platzangebot, Alltagstauglichkeit) mithalten können ist praktisch gar nicht vorhanden.

Selbst bei einer Toleranz von 10% bei der bescheidenen Datenlage sieht es - stand hier und jetzt - nicht gut für Elektro in der Masse aus. Die größte Stellschraube wird der Preis bleiben.

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Vielleicht funktioniert das bei euch in der Schweiz ja anders.

Aber ein MB CLS liegt in den Typklassen recht nahe beim Model S.
Somit sind die Kosten HF/VK recht ähnlich.
Ein Porsche Panamera liegt sogar einen Tick höher.
Also da sehe jetzt keinen direkten Vorteil für Verbrenner.

Wenn dein Tiguan nur noch 4 Liter benötigt, wird es noch mal günstiger :rofl:

:joy::joy::joy::joy::joy::joy:

Der Trend festigt sich:

Wer ein Fahrzeug aus dem Hause Mercedes als Neuwagen kauft, der wird i.d.R. auch in der Lage sein den Mehrpreis eines Elektroautos zu bezahlen.

Die Hälfte der Käufer will aber gar nicht. Ich denke es würden sogar ein Drittel noch Verbrenner kaufen, selbst wenn sie teurer als ein Elektroauto wären.

Das Signal, welches die Regierung gesendet hat; „Das mit den Elektroautos ist gar nicht so wichtig und wenn du den Verbrenner einfach besser findest… kauf einen.“

Meine Vermutung; Mit der Elektroautoprämie hat man die potentielle Wählerschaft schon abgeholt und mit der Streichung hofft man vielleicht noch einige verprellte Wähler am rechten Rand abzuholen, die Elektroautos sowieso für Schwachsinn halten.

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Da kann man mal sehen, welche Wirkung die Fake News und Parolen der alten Hersteller mit deren Lobbyisten zusammen mit den Öl-Lobbyisten haben.

Die Mehrheit der Deutschen ist immer noch davon überzeugt, dass eAutos „Scheisse“ sind obwohl Sie noch nie in einem gefahren sind.

Einige Parteien unterstützen den Schwachsinn auch noch aktiv, in Deutschland und in der EU.
Egal ob die rechts oder liberal sind, kommen die gleichen Sprüche von Technologieoffenheit, bis eAutos sind schlecht für die Umwelt und erst mal weiter Verbrenner kaufen.

Was die Mehrheit glaubt hat oft nichts mit Fakten und Tatsachen zu tun.

Fakt ist, dass alle neuen Produkte erst mal teuer sind.

Erst wenn die erste Nachfrage halbwegs gedeckt ist und es mehr Wettbewerb gibt, gehen die Preise deutlich nach unten.
Das erste iPhone konnte ich auch kaum jemand leisten und heute gibt es die für 80 € beim Discounter.

Das einzige Gegenmittel, gegen die niedrigen Preise, dass die alten Hersteller noch haben, sind reduzierte Stückzahlen und Fake News.

Das nutzen sie jetzt mal wieder sehr aktiv und öffnen damit die Tore für Tesla, die Koreaner und vor allem die Chinesen ganz weit.

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Du hast in vielem RECHT - die

→ die Quelle ist von 2020 (wie Du geschrieben hast) - die Preise für Neuwagen sind durch die Decke gegangen; Durchschnittspreis Neuwagen in 2023 bei 44,6k EUR - da ist dann ein MY SR mit quasi Vollausstattung schon ein Schnäppchen.

Man sieht schon daran was kommen wird - die ICE Preise steigen da weniger produziert, Fixkosten verteilen sich auf kleinere Absatzmenge, bei den BEV ist es andersrum.

Mittlere Fahrzeugkategorien werden zusammen gestrichen, gut beim „Daimler“ zu sehen - und bei manchen Herstellern/ Marken sehe ich großes Schrumpfungspotential - gerade bei Audi, VW kommt jetzt nicht unbedingt so viel Neues.

Zwei Aspekte sind zu bedenken: die Förderungen gingen ohnehin fast 1:1 an den Hersteller, die die übrig bleiben werden ihre Produktions-/ Kosten sehr stark im Griff haben müssen, Stichwort Casting - bei den auf X geleakten Aufträgen sind bis auf BMW keine großen europäischen Hersteller auf den Plan getreten - Tesla klar, aber vor allem chinesische Hersteller haben größtes Interesse an der Technologie - das wird noch ein böses Erwachen geben.

Stand jetzt, nimmt man logischerweise den höchstmöglichen Preis - und man sieht schon heute an BYD, dass Elektrofahrzeuge sehr profitabel sind. Läuft die ganze Maschinerie mit den acht bestellten Ro-Ro und die ersten Fabriken (Ungarn) gehen an den Start, so könnte nur mal in Europa binnen kürzester Zeit jedes Jahr eine halbe Million Fahrzeuge auf den Markt geworfen werden.

Und ganz ehrlich, der Vergleich mit dem Tiguan ist ja in Ordnung, allerdings kommt ein etwas gut ausgestatteter Tiguan schon schnell auf den Preis eines MY SR - der schon mit quasi voller Hütte ausgeliefert wird.

Auch zu berücksichtigen ist das Risiko eines Tiguan aus der Garantie mit 65TKM auf der Uhr, fahre ich den Wagen weiter bis ca. 150 TKM können schon mal teure Reparaturen auftreten, in dem Beispiel wäre dann vielleicht ein Leasing eine MY interessant, dann bei nur 15 TKM/ p.a. bleibt man ja schon 4 Jahre voll in der Herstellergarantie.

Am Ende erleben wir gerade ein „letztes Aufbäumen“ der tradierten Herstellern in Europa, ein künftiger Rechtsruck mit fragwürdigen Meinungen zur Elektromobilität wird das Leiden nur verlängern aber keinerlei Probleme lösen.

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Das ist die ausschlaggebende Zahl. Wenn man das noch nach Preiskategorien teilt, sieht es noch trister für die Privatverkäufe aus. Ab der Oberklasse werden deutlich über 80% der Fahrzeuge gewerblich verkauft/zugelassen. Man hat mit den Steuergeldern hauptsächlich Dienstwagenfahrer gesponsort, die jetzt noch weniger Steuern zahlen. OK, ein paar Dänemark-Exporteure haben auch sich auch die Taschen befüllt, aber das war ein kleiner Anteil. Am Ende des Tages muss sich eine Technologie durch Konkurrenzfähigkeit durchsetzen, nicht durch 5-Jahres-Pläne von oben.

Sehe ich anders. Die meisten sehen Elektroautos als scheiße an, weil sie sich diese schlichtweg nicht leisten können.

Genauso wie die meisten Porsche scheiße finden. Ändert sich dann ganz schnell, wenn plötzlich das Geld da ist, um sich selbst einen zu kaufen.

Wenn das Geld da ist, hängt die Auswahl Verbrenner/Elektro wohl im wesentlichen vom Umfeld ab, bzw. wie informiert/aufgeklärt man ist. Ist man in der Lage sich selbst zu informieren? Ist man auf „Expertise“ von Autoverkäufern angewiesen. Ist der Freundeskreis eher schlau oder dumm?

Fake News und Parolen haben ihre Wirkung, sollten aber auch nicht überschätzt werden. Die Frage ist, ob jemand in der Lage ist eine finanzielle Entscheidung die anfänglich teurer ist, sich aber nach 2-3 Jahren rechnet, korrekt zu treffen. Bin da nicht sonderlich zuversichtlich.

Ein massiver Kipppunkt wird erreicht werden, sobald Elektroautos auch bereits in der Anschaffung günstiger als Verbrenner sind. Davon sind wird nicht mehr weit entfernt. Und dann wird die Umstellung erdrutschartig erfolgen.

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Aus meiner Sicht befinden wir uns immer noch in einer erweiterten Early Adopter-Phase.
Wer kann und angefixt wurde durch die Förderung, der hat es mit dem Umstieg wenigstens als Zweitwagen probiert. Auch jene die schon aktiv geworden sind mit der PV und nun eine Anwendung für die günstige Fahrzeugladung suchten.
Dienstwagenfahrer haben doch auch mitgenommen, was halt ging.

Nicht jeder muss und kann sofort. Dazu sind die Risiken gerade bei den Nicht-Tesla Fahrzeugen doch noch viel zu hoch. Auch die Infrastruktur für einen Erhalt ohne freiwillige Herstellergarantie bei Antrieb und anderen Hochvoltkomponenten ist kaum da und in einem gesunden Preisleistungsverhältnis ohnehin nicht, da meist noch Vertragswerkstätten.

Jetzt werden die ganzen ehemaligen Abo-Aktionsfahrzeuge von den Anbietern in den Markt gedrückt. Hoffentlich hier und nicht ins EU-Ausland, weil man höhere Preise bei dem Wertverlust aufrufen will. Aber genau diese Welle der Fahrzeuge 2024 würden bei einigen Haushalten gut ins Budget passen.

Dieses Förderungs-Hickhack (Strompreisbremse, Netzentgelte, etc) sorgt aber tatsächlich bei vielen die gerne würden, aber eher im Segment unter 30.000 Euro suchen, für einige Unruhe.