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Hohe Bordsteine / Fahrbahnschwellen / Schlaglöcher

Wie fährt man idealerweise über

  • hohe abgerundete Bordsteine

  • hohe eckige Bordsteine

  • hohe Fahrbahnschwellen (zur Entschleunigung des Verkehrs)

  • tiefe Schlaglöcher

Gibt ja an sich mehrere Möglichkeiten:

  • frontal / diagonal zum Hindernis

  • Räder gerade / Räder eingeschlagen

  • langsam darüberfahren / komplett ranfahren, stoppen und dann darüberfahren / kurz vor dem Hinternis anbremsen (Federn sinken ein) und dann darüber.

Mich interessiert, was für das Fahrwerk am schonendsten ist.

Wir wissen alle, dass es sich nicht immer vermeiden lässt.

@AT-Zimmermann @reifenreber.de

Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass du da eine allgemeingültige Antwort bekommst, zumindest für Schlaglöcher…

Randsteine egal welche:
Ich schätze mal, dass eine senkrechte Anfahrt langsam aber nicht kriechend da am besten ist, da der Reifen dabei die höchste Auflage"fläche" (eher ne Kante) hat. Geht halt nicht immer…

Bei extremen Offroad muss man an Rampen und damit verbundenen Höhensprüngen oft diagonal anfahren, damit der Rampenwinkel hinten etwas ausgeglichen wird, das hat aber keine Vorteile für Reifen und Federung…

Schlaglöcher:
Naja ist es gerade so groß, dass das Rad fast rein passt, am Besten Vollgas drüber, dann ist es gar nicht da… :grin: ansonsten würde ich mal vermuten hängt Geschwindigkeit von Tiefe und Größe ab. Wenn ich auf ein riesiges Schlagloch treffe fahre ich langsam, nicht kriechen aber so 6-10 km/h… i.d.R. versuche ich natürlich immer drum rum zu fahren…

Ich fuhr vor allem früher oft lange Strecken Offroad und muss sehr oft auf hohe Randsteine fahren (hab aber auch immer ein SUV), daher habe ich nun die 22" vom Model X ausgemistet, in 37 Jahren habe ich mit dieser Methodik einen Reifenschaden gehabt, da hatte der runderneuerte Winterreifen eine Blase bekommen (das war vor 35 Jahren), das war der einzige runderneuerte Reifensatz den ich je fuhr… ich glaube nicht dass das vom Randsteinfahren war…

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Ich habe zwar keine Ahnung, was die Experten empfehlen, jedoch habe ich es bisher (27 Jahre Führerschein) immer so gehandhabt:

  • Je härter/schärfer die Kante, umso langsamer drauf/drüber.
  • Bei hohen, „scharfen“ Bordsteinen ganz langsam diagonal anfahren und mit (zum Bordstein hin eingeschlagenen) Rädern so langsam wie möglich hochgefahren.

Fahrbahnschwellen können extreme Unterschiede aufweisen, von daher kann man es nicht pauschal formulieren.
Ich kenne Fahrbahnschwellen, die sind so brutal, da kann man wirklich nur in Schrittgeschwindigkeit drüber, obwohl sie in einer 30er-Zone verbaut sind.
Und dann kenne ich auch Fahrbahnschwellen, die sind so sanft, da könnte man sogar mit 70 km/h drüber, obwohl sie in einer 30er-Zone verbaut sind.

Das Gleiche gilt für Schlaglöcher.
Ist nur die oberste Deckschicht abgeplatzt, kann man da bedenkenlos drüberfahren.
Bei manchen Schlaglöchern sollte man sich jedoch die Frage stellen „Gewässer erkundet und befahrbar?“ :rofl:
Gerade bei sich schnell/ständig ändernden Fahrbahnzuständen kann man eine böse Überraschung erleben, wenn man bei Regen durch ein „bekanntes“ Schlagloch fahren will, da man durch die Pfütze nicht erkennen kann, ob es noch genauso tief ist wie man es kennt.
Was vorgestern noch ein kleines, harmloses Schlagloch war, kann dir heute schon die Felge zerstören.
Solche Fälle haben wir hier bei uns auf einer schmalen Verbindungsstraße zwischen zwei Ortsteilen.

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Möchte schlicht die Wahrscheinlichkeit verringern, dass sich Spur/Spurz verstellen und Belastung für Querlenker/Koppelstangen usw. minimieren. Denke, das ist ein legitimes Interesse. :slight_smile:

Harte Schläge und spitze Winkel vermeiden.

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Spitzer Winkel und eingeschlagen geht aber, oder?

Also für die Kraft die da auf die Spureinstellung wirkt, dürfte das eingeschlagen eher schlimmer sein?! Dennoch wenn du nicht schnell bist, wird daraus ja kein harter Schlag?! :grin:

Also senkrecht wie von mir oben beschrieben ist wahrscheinlich am wenigsten schlimm, aber das geht ja selten…

Genau. Ich kann bspw. nicht senkrecht/gerade über den leider nicht abgesenkten Bordstein in meine Hofeinfahrt fahren. Ohne Lenkeinschlag geht es nicht.

In letzter Zeit versuche ich an den Bordstein ranzufahren, kurzer Stillstand bei Kontakt und dann gebe ich einen leichten Impuls zum Überfahren. Wenn kein Verkehr ist, versuche ich es auch noch mit den Hinterrädern.

Edit: Also ich versuche immer mit der vollen Lauffläche an den Bordstein ranzufahren. Was dann eben häufig nur durch Lenkeinschlag geht.

So halte ich es für am besten… aber wenn du keinen abgesenkten Bordstein hast, da würde ich was ändern… es ist schon ein Unterschied ob man jeden Tag so fahren muss oder alle 3 Wochen mal?! Zwei Möglichkeiten, lass dir eine kleine Rampe hin machen… da gibt es verschiedene Versionen, oder senke ihn ab… wenn das TBA die Straße neu macht, sind sie verpflichtet (zumindest in BaWü) den Randstein ab zu senken, max. Höhe darf dann 5 cm sein…

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Ich wohne in einer Landesstraße (LXXXX). Da gelten unter Umständen auch noch mal andere Regeln. Dachte nämlich auch schon mal an so einen Keil. Die sieht man ja in Wohngebieten öfter mal. Habe auch schon aufgedübelte Latten oder Betonrampen gesehen. :grin: Das wird aber vermutlich auch nur geduldet. Wenn mal Straßenbelag/Kanalsystem erneuert wird, habe ich das auf jeden Fall auf dem Schirm.

Ich kann ja mal fragen, ob ich ihn abfräsen darf. :sweat_smile:

Da gibt es verschiedene Methoden, manchmal kann man das Steinmetztechnisch mit so einer Art Kompressorhammer ab klopfen, habe ich einmal auf einer Baustelle gesehen… geht aber nur bei bestimmten Randsteinen soweit ich weiß…

Landstraße ist natürlich was anderes, ich glaube auch nicht, dass du da eine Anrampung machen darfst.

Bei hohen Bordsteinen gilt es einen spitzen Winkel zu vermeiden.
Fahrwerk ist das Eine aber bei punktueller Belastung kann es zu Quetschungen und somit zu Beschädigungen am Reifen führen. Da würde ich mir mehr Gedanken darum machen

Daniel

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Landstraße innerorts oder außerorts? Ich kenne ehrlich gesagt keine Straße außerorts, an der überhaupt ein Randstein existiert.

Wenn da nicht gerade Autos mit 100 vorbei fahren, was spricht gegen einen breiten Holzkeil? Haben unsere Nachbarn mehrere Jahrzehnte so gehabt, bis die Straße erneuert wurde. War vermutlich nicht genehmigt, aber hat auch nie zu Problemen geführt.

langsam ,…

Bernhard

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Wie mit jedem anderen Auto auch…

Das hatte ich natürlich vorausgesetzt :see_no_evil:

Innerorts. :pray:t3:

Siehe auch: Landesstraße (Wikipedia)

Das ist mir zu riskant. Bei meinem Glück stolpert am Ende jemand drüber oder bleibt mit dem Fahrrad hängen. Nee nee, ich will meine Ruhe. :grin:

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Richtige Einstellung!
Alleine schon das Platzieren eines Holzkeils stellt eine Straftat nach §315b StGB (Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr) dar, da es ein Hindernis bereitet.
Da muss noch nicht einmal jemand zu Schaden kommen, da es sich um ein konkretes Gefährdungsdelikt handelt.
Und da Straftaten dem Legalitätsprinzip („Strafverfolgungszwang“) unterliegen, reicht es schon aus, dass eine zufällig vorbeikommende Person einer Strafverfolgungsbehörde (z. B. von der Polizei) das Hindernis sieht.

Ob der Verursacher dann tatsächlich verurteilt wird, steht auf einem ganz anderen Blatt, aber die Gesetzeslage sieht dafür schon verhältnismäßig harte Strafen vor.
Trifft man dann auf einen strengen Polizisten und/oder Staatsanwalt, dann kann man nur noch beten, dass der zuständige Richter das Verfahren aufgrund „Geringfügigkeit der Schuld“ einstellt.

Sicher, dass ein Holzkeil am Fahrbahnrand als Hindernis i.S.d. von dir zitierten Paragraphen zählen würde?

Hinweis: hierzu gibt es höchstrichterliche Rechtssprechung. :wink:

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Ich bin zwar kein Anwalt, aber ein solcher würde jetzt sicher antworten: „Es kommt drauf an!“ :wink:

Die Fahrbahn, der Bordstein und der Bürgersteig gehören zur Straße.
Eine absichtlich dort platzierter Gegenstand, welcher ein Hindernis darstellen kann, kann somit als Gefahr gewertet werden.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass es im Fachhandel Bordsteinrampen gibt, welche nicht als gefährliches Hindernis gewertet werden, da sie z. B. mit Reflektoren und einer rutschfesten Oberfläche ausgestattet sind.