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Heizungsrohre statt Heizkörper

Ich kann mich noch an Ölöfen erinnern, die in den Zimmern meiner Großmutter standen. In der Küche war ein „Holzherd“. Die Öfen sind irgendwann rausgeflogen und durch eine Ölzentralheizung ersetzt worden. So ist das sicher in vielen Altbauten gemacht worden.

Ich habe mal etwas nach diesem Uwe Klaus gegoogelt und hierzu nicht viel gefunden. Hier seine Anschrift:
razyboard.com/system/morethr … 634-0.html

Und hier seine Patentschrift:
google.com/patents/DE202011002100U1?cl=de

Daraus: Das Delta zwischen Vor- und Rücklauf der alle Wände des zu beheizenden Raumes umlaufenden Heizrohrschlange beträgt üblich < 5°C, was ich sehr bemerkenswert finde, weil das bedeutet, dass so gut wie keine Wärmeabgabe erfolgt ist. Über die Vorlauftemperatur wird dort leider nichts gesagt. Ich vermute, sie beträgt 60°. Das Wärmeempfinden könnte sich durchaus über die Strahlungswärme ergeben, ähnlich wie das auch bei Infrarotheizungen der Fall ist. Hierzu gibt es jedoch höchst unterschiedliche Meinungen.

Wenn die Lösung von Uwe Klaus so bahnbrechend gut ist, warum findet man darüber so gut wie nichts?

Klingt nach Hokuspokus.
Ein Haus verliert (abhängig von der Isolation) bei einem gegebenen Temperaturunterschied (innen zu aussen) eine bestimmte Menge Energie.
Werden Heizrohre in die Wand verbaut, muss die Wärme weniger Wand durchdringen, um nach draussen zu gelangen.
Wenn die Vorlauftemperatur dieser Wunderheizung nur 5 Kelvin über der Rücklauftemperatur liegt, ist dieses Rohr entweder sehr kurz oder isoliert.
Über den Durchfluss liesse sich die abgegebene Wärme berechnen. Gehen wir davon aus, dass es sich um eine normale Grössenordnung von Leitung handelt, dürfte es in der Bude relativ schnell sehr kalt werden, oder die Wände sich extrem isoliert.

Warum man Heizungen in die Wand integrieren sollte, erschliesst sich mir aber sowieso nicht.
Die Wand berühre ich normalerweise nicht, den Boden hingegen sehr häufig. Da profitiere ich von einer warmen Fläche also viel mehr.
Zudem ist die Wärme, welche von der Fussbodenheizung „in die Falsche Richtung wandert“, nicht verloren. Sie heizt einfach den Raum darunter, während bei einer Wandheizung die Fassade beheizt wird, was schade ist.

Strahlungswärme von einer schlecht beheizten Wand würde ich in die Märchenschublade ablegen.

Ich glaube, da liegt ein Missverständnis vor. Die Rohre verlaufen nicht in der Wand sondern vor der Wand.

Ah, entschuldige.

Das ändert aber nicht viel.
Die Wände sind wie ein Kaffefilter. Kippt man Wasser rein, läuft es einfach durch. Kippt man genug Wasser pro Zeit hinein, bildet sich ein See. Kippt man mehr Wasser rein, steigt der Pegel. Bei weniger Wasser sinkt der Pegel bis der Filter wieder leer ist.
Ob man nun das Wasser mit einer Giesskanne oder einer PET-Flasche einfüllt, spielt keine Rolle.
Für einen bestimmten Pegel muss eine bestimmte Menge Wasser rein.

So ist das auch mit der Wärme. Bei 20 °C innen und 0 °C aussen schifft einfach eine bestimmte Menge Energie pro Zeit durch die Wände. Das muss ausgeglichen werden. Darum ist die Art der Heizung nicht entscheidend für den Energieverbrauch, sondern die Isolation der Wände und Fenster. Da hilft auch Zaubern nicht. Es gibt aber schlauere Heizungen und weniger schlaue. Was wir hier betrachten ist nur die Seite, an der die Wärme in den Raum abgegeben wird. Auf der anderen Seite muss das Wasser in den Heizungsrohren wieder erwärmt werden, was mit unterschiedlicher Effizienz passieren kann. Dort lässt sich auch sparen. Eine Fussbodenheizung hilft hier, weil geringere Vorlauftemperaturen benötigt werden. Das ist einfacher und mit weniger Verlusten möglich als bei hohen Vorlauftemperaturen.

Hüstel - mal ein paar Dinge die bisher nicht zur Sprache kamen:

Schimmel - vorwiegend dort wo warme Innenraumluftvauf kalte Außenwände trifft.
Abhilfe: vernünftig isolieren statt besser heizen.

Nur Heizungsrohre: dann kannst du jeden Raum einzeln anfahren, weil sonst keine Temperaturregelung möglich ist. Und auch hier: isolieren ist Pflicht, sonst bleibt es kalt im Raum. Zudem bekommst du nicht genug Oberfläche (wie in modernen Radiator Heizkörpern) um die Heizwärme auch im Raum zu lassen anstatt sie wieder zurück zu pumpen.

Fußbidenheizung: Auch hier ist das Isolieren des Hauses Pflicht, sonst brauchst du eine so hihe Vorlauftemperatur, dass dies gesundheitsschädlich für die Füße/Beine ist (meine Mutter hat Krampfadern und wohnte mal in einer schlecht isolierten Wohnung mit Fußbodenheizung - da ließ sich das am lebenden Objekt sehen wie schlimm es mit den Beinen wurde).

Cheers Frank

Was verstehst du unter „Isolierung des Hauses“?

Die Isolation der Wände und parallel dazu auch die Qualität der Fenster. Fenster lassen sich ja nicht isolieren, die müssen einfach gut (dreifach verglast) sein.

Du meinst also damit eine von aussen aufgebrachte Dämmschicht? Ein Wärmedämmverbundsystem?

Zum Beispiel.

Hast du damit gute Erfahrung gemacht oder kennst du jemanden mit einem so alten Haus wie @ChrisB es hat, der damit gute Erfahrungen gemacht hat?

Nein, ich nicht.

Krampfadern durch Fußbodenheizung?
So ein Krampf.

Ich habe bei meinem Haus (Baujahr 1932) auf Anraten diverser Handwerker und Architekten von einer Wärmedämmung Abstand genommen.

Für solches gibt es Bauphysiker, welche vor Ort die Situation Begutachten und anschliessend ein Konzept machen können.
Auch Altbauten können mit einer Wärmedämmung (aussen oder alternativ auch innen) nachgerüstet werden. Idealerweise zusammen mit Dach und Fenster und Heizung/Lüftung.

Solche Arbeiten können auch durch versierte Heimwerker gemacht werden, aber eine Basis-Konzept muss schon vorhanden sein, nicht dass es dann zum Murks (Bauschäden) wird.

Das war ja auch der Grund, warum ich mich habe beraten lassen. Das Thema Dämmung ist zu vielfältig und individuell, um dazu generell was zu sagen. Wer es nicht zu 100% richtig angeht, fällt damit auf die Nase. Und so mancher Altbau eignet sich dafür nun einmal grundsätzlich nicht.

Die Idee mit den Rohren anstelle einer Heizung ist an sich interessant, aber es scheint das ganze auch als „richtiges“ Heizsystem zu geben: Sockelheizung

Mit den Abdeckleisten sieht es auch etwas gefälliger aus als einfach ein nacktes Rohr an der Wand.

„Gut gedämmte Aussenwand“ wird dazu benötigt.

Was etwa bedeutet: „Heizt nicht sehr gut.“
Wenn sowieso eine ordentliche Isolation benötigt wird, braucht man doch auch keine Warmluftschicht an der Wand, weil sie sowieso nicht kalt ist.
Fussbodenheizung ist so wahnsinnig angenehm und super für Frauen, die immer kalte Füsse haben.
Wieso soll man eine andere Form von Heizung wollen?

Eine Fussbodenheizung hat auch Nachteile wie Probleme mit der Umkehrfunktion (Kühlung) und auch was die Trägheit betrifft. Ich glaube nicht, dass das Haus der Zukunft so etwas haben wird.

Sry 4 OT