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Hausspeicher Praxisprobleme

hallo,
ich will den anderen Fred „Energiewende“ nicht kapern und hier mal ein paar reine Praxisfragen in die Runde werfen.

Bei mir ist es so, daß ich eine „Altanlage“ auf dem Dach habe 7kWp und demnächst die 20 Jahre auslaufen,
ja EEG Schnorrer, aber das Teil hat damals auch soviel gekostet wie demnächst ein M3.
Nebenbei bemerkt, es hat alle Jahre seinen Dienst getan. Nach langen Jahren war bei einem einzigen Panel die Scheibe gesprungen, es wurde gegen ein neues ausgetauscht und kurz danach war bereits das neue auch gesprungen. Kann es sein,
daß vor 20 Jahren besseres Schottglas verbaut wurde als heute in den Chinamodulen? Gleich wieder die Garantie einlösen
war mir zu blöd, jetzt bleibt es halt gesprungen. Die Stringwerte sind unverändert.

Jetzt habe ich begonnen mich in Hausspeicher einzulesen. Die Akkus sehe ich nicht als Problem, sondern eher
den dazugehörigen Wechselrichter. Dreiphasig sollte schon sein, ich will doch nicht anfangen, Phasen umzuklemmen.

Lastmanagement sollte sein, daß der MS erst morgens zum Schluß mit dem Überschuß dran kommt. Kann der Wechselrichter überhaupt soviel Dauerstrom ab um mit 11kW zu laden? Ein DC Ausgang auf den Tesla ist wohl noch Zukunftsmusik.
Habe sogar noch den Doppellader, aber 11kW würde mir zuhause reichen.

Ältere erinnern sich, daß trotz des gründlichen deutschen Netzes mal im Winter bei strengem Frost die Masten geknickt sind
und eine ganze Region ohne Strom war. Heutzutage geht dann ja nicht mal mehr ein Rolladen hoch. Also muß er Netzersatz können.

Habe mal mit einem Elektriker vorab telefoniert, der meinte, diese Wechselrichter können nicht viel cos phi ab und auch keine
hohen Anlaufströme. Ginge dann überhaupt eine elektrische Wärmepumpe fürs Haus?

Bin mal gespannt ob ich die eierlegende Wollmilchsau finde und denke daß solche Themen ja auch von allgemeinem Interesse sind.
Werde demnächst Gugel anwerfen und anfangen Datenblätter der diversen Hersteller zu lesen.

Gruß

Moin!
Wie viel Geld magst Du denn auf den Tisch legen?
Die heute üblichen Hausspeicher haben ja meist eine Größe von um die 10kWh und werden nur mit einer Phase angeschlossen. Die entsprechenden Wechselrichter werden dann meist mit 10-20A angeschlossen, können also irgendo zwischen 2-4kW an Leistung aufnehmen oder abgeben. Das reicht für einen normalen Haushalt eigentlich aus. Die Zähler in Deutschland arbeiten saldierend, daher ist es egal welches Gerät auf welcher Phase arbeitet.
Solche Systeme gibt es für unter 10k€ von verschiedenen Herstellern.

Wenn Du 11kW Ladeleistung auf drei Phasen haben möchtest, darf deutlich tiefer in die Tasche gegriffen werden. In der Liga wird dann auch gerne mal eine Notstrom-Tauglichkeit mit verbaut. Der Speicher hat das eine Größe von >20kWh, schon alleine um die C-Rate in den Griff zu bekommen.

Wenn Du im Sommer Dein Dach komplett in den Speicher packen willst, würde das ja bedeuten das so grob 40kWh aufzunehmen sind. Das ist schon eine Hausnummer!

Hallo Ingo,

die Geldfrage kommt bei mir erst ganz zum Schluß.
Erstmal will ich einen Hersteller finden, der die Funktionen alle anbietet, die ich mir vorstelle/wünsche.
Ich denke das wird der größte Zeitaufwand werden.

Dann will ich überlegen,welche Akkukapazität ist sinnvoll.
Dann will ich sehen, passen die DC String Eingänge des neuen Wechselrichters, können die direkt übernommen werden.
Arbeitspunkte und Installation ist damals gut dokumentiert worden, sollte schnell erledigt sein.
Die jetzigen sind 3 WR von SMA, jede Phase hat einen eigenen WR, ich glaube mit je 2 Strings, müßte ich nachsehen.

Dann muß ich einen Installateur finden, der alte ist schon lange weg vom Markt, an mir hat es nicht gelegen…

Gruß

Viele Antworten zu dem was machbar ist findest im Video von Horst Lüning
youtube.com/watch?v=ZXtLwjaYtrk

Hallo rulaman,

alle Deine Anforderungen kannst Du mit SMA abdecken:

  • Du brauchst keine neuen Wechselrichter
  • Du kannst 1,2 oder 3-phasig aus der Batterie entnehmen
  • Du kannst dazu SMA Sunny-Island Batteriewechselrichter verwenden
  • Leistungsstufen von 2,3kW, 3,3kW, 4,6kW und 6,0 kW x1, x2 oder x3 Dauerlast, also 2,3kW bis 18kW.
  • Du kannst für die Batterie eine Plug and Play Lösung (z.B. LG Chem RESU 10) oder ein Eigenbau verwenden
  • Du kannst mit PV-Überschuss und mit Lastmanagement laden (mit SMA Home-Manager)
  • Du kannst einphasigen oder vollen dreiphasigen Notstrom erhalten (mit Enwitec-SMA-Backup-Box)

Alles oben beschriebene kannst Du dir bei mir gerne im Betrieb ansehen.

Grüße SuCseeker

Hallo,

Warte noch nen paar Monate.
Dann gibt es den SMA Sunny Island
3 Phasig als 1 Gerät. Mit genügend Leistung. :smiley:
Die 3 PV WR auf jedenfall lassen.
Es gibt nichts solideres.
Notstrom 3 Phasig gibt es von Enwitec. Ist aber keine kleine Kiste.
Batterien sind von TESVOLT am sichersten und langlebigsten.
Die von LG sind auch sehr gut. Gehen aber nur bis 17,8 kWh.

Grüße Martin

Edit. SuCseeker war schneller.

Bei uns werkelt die Kiste von e3dc und das in Perfektion. Das Gerät steht dort und macht einfach. Der Speicher hat 13,8 KWh, das Gerät ist 3 Phasig und Notstromfähig, heißt, fällt der Netzstrom aus, kein Problem. Wir würden das Hauskraftwerk wieder kaufen. :slight_smile: Und auch wenn es so rüber kommt, ich habe weder etwas mit Installation, noch mit dem Hersteller zu tun. Das Teil hat uns einfach nur überzeugt.

e3dc.com/

Liebe Leute,
genial, so viele so kompetente Antworten und das auch noch innerhalb weniger Stunden.

Da habe ich Wochen zu tun, alles erstmal zu verstehen und nachzuarbeiten,
und die verschiedenen Geräte/Firmen zu vergleichen.

Ich hoffe ich kann Euch auch einmal einen Stein in den Garten werfen.

Gruß

Bitte gern. :slight_smile:

L.G.

Den E3DC kann ich nur empfehlen. Ich habe meinen mit einer Loxone-Steuerung erweitert und damit das Lastenmanagement selbst erstellt.
Die E3DC kann aber nur max. 3kW aus dem Akku entnehmen bzw. einspeichern. Das ist mit dem Lastmanagement
aber kein Problem, da ich den Wallbox-Ladestrom entsprechend der Netzeinspeisung regle.

Notstrom geht auch, aber nur bis 3kW aus dem Akku. Das reicht fürs Haus, für die Wärmepumpe muss dann schon
die Sonne scheinen (hoher PV-Ertrag) der steht dann zusätzlich zur Verfügung (3kW Akku + 7kWp PV = 10kWp Notstrom).
Bei mir hat die Wärmepumpe eine Einschalt-Strombegrenzung auf 16A. Damit sollte sie auch anlaufen im Notstrombetrieb.
Gebraucht/getestet habe ich das allerdings noch nicht, da die Wärmpumpe bei mir auf einen eigenen Zähler geschaltet ist
und ich das erst umverdrahten müsste.

Wichtig ist die Verluste zu berücksichtigen. Bei deiner Anlage mit 7kWp würde ich keine großen Wechselrichter
einsetzen da dann die Verluste locker die 100W übersteigen können (100W = 2,4kWh täglich, das summiert sich!).

Moin!
Ich denke hier mach E3DC keinen Sinn. Denn sowohl die Anzahl der Strings als auch die Akkukapazität passt hier nicht zu den Vorgaben.
Wenn die WR nicht zu alt sind, macht ein Austausch auch keinen Sinn.

Die „alte“ Powerwall wurde in solchen fällen mit einem „SMA SunnyBoy Storage 2,5“ bedient. Das waren dann rund 2,5kW Leistung je Richtung. Für einen normalen Haushalt (ohne Wärmepumpe) reicht das eigentlich aus. In Deinem Fall aber viel zu klein und nur auf einer Phase.

Kannst Du grob Deinen täglich Strombedarf ermitteln? Sowohl Sommerwerte als auch Winterwerte sind für die Auslegung interessant.

Hallo,

Verluste sind grundsätzlich ca. 20-25%.
Ausschlaggebend dafür sind:

  1. Wirkungsgrad der Batterien
  2. Heizung im Winter falls zu kalt.
  3. Kühlen im Sommer falls zu warm
  4. Anzahl und Größe der WR. (Standbyverbrauch und Wirkungsgrad)
  5. Batteriemanagmemtsystem (Art der Ausgleichsladung und standbyverbrauch.
    youtu.be/CWdcAykha2I
    TESVOLT Hausspeicher
    Grüße Martin

Probleme sind da zum lösen.

Du hasst 7kWh PV, und willst Speicher haben mit 11kW ouput.
Isst ne heftige sache macht sich aber.

20Jahre anlage brauchst eh bald nen neuen WR?
Nim einen Hybrid von Infini 10kW 3 phasen, bei €3500 fast geschenkt.

Hat keine 11kW aber 10kW wirds dann auch machen denk ich.
Laden kann das ding mit 200A/48V (9600W), also mehr als deine PV hergeben kann.
Abgeben wieder mit 275A/40V oder max 10kW.

Wenn wirklich sein muss kann man zwei parallel schalten.
Erfahrungen mit WR bei PVforum de

Wenn nicht billig sein muss kann ich nur an Victron raten.
AC/DC Leistung bei 95% effektivitet.

SMA geht auch isst aber dann auch wieder 3x Sunny Island 6h für >€7500

Batterie von Tesla fahrer an tesla fahrer hab ich hier ne halbe Model S 85 (40kWh) in 48v (44.4v) umgebaut stehen.
Batterien haben management, und leisten problemlos deine 11kW.
Kommt dann eben noch €11.000 dazu.

  • Robert

Danke an Robert und alle anderen.

Ich habe mich in der Zeit verschätzt und habe nachgesehen.
Erst 2021 läuft mein 20-Jahresvertrag ab.
Bis dahin lasse ich alles so wie es ist.

Ich bin sicher, daß Eure Infos für die Allgemeinheit genauso
interessant sind wie für mich.

Gruß