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Hausspeicher gut oder schlecht für die Energiewende?

So sehen Speicher aus

bloomberg.com/news/articles … tical-mass

Und so private Spielzeuge

tesla.com/de_DE/powerwall#design

Während sich die Leute immer wieder Gedanken über den Eigenverbrauch machen ballert gerade eine Anlage nach der anderen ans Netz… Fast nur Volleinspeisung…

Im Dezember 441MWp!!!

Bisschen Offtopic: ich hab mich die Tage recht weit aus dem Fenster gelehnt, wegen der Vorhersagbarkeit der Windkraft. Ich war der Meinung, dass das recht gut funktioniert. Ich bin leicht schockiert :astonished: Ich hätte vermutet, dass man auf 5-10 Prozent genau sagen kann wie viel Windkraft die jeweils nächsten 24h zur Verfügung steht. Zumindest 50 Hertz bekommt das allem Anschein nach, noch nicht so gut hin :blush:

Daten sind von 2008-16 jeweils im 15 Minuten Takt. Die Abweichungen von Solar und im Vergleich zu Tennet will ich mir auch mal anschauen.

Wenn man auf Dauer Day-Ahead irgendwie eine Bedarfsplanung machen will, muss das aber auf jeden Fall noch besser werden :unamused:

Evtl. funktioniert die Vorhersage auf Übertragungnetzebene auch einfach nicht so gut :question: Kann das irgendjemand erklären ?? :wink:
Dok2.pdf (194 KB)

@KaJu74
Ok, Du hast wegen des Teichs einen sehr hohen Energieverbrauch. Aber statt des BHKWs für die Stromerzeugung zu nutzen wäre es meiner Meinung nach energetisch besser den Teich nicht direkt elektrisch sondern entweder mit der Wärme des BHKW, oder aber per Wärmepumpe zu beheizen. So wie ich es verstanden habe willst Du weiterhin elektrisch heizen und der Strom soll vom BHKW komemn.

Was machst Du dann mit der ganzen Wärme?

Wenn Du die nicht immer sinnvoll nutzen kannst dann ist dieses Konzept eine energetische Katastrophe. Nehmen wir wir an Du erzeugst 10000 kWh Strom pro Jahr, dann hast Du bei einem elektr. Wirkungsgrad von 20 % rund 40.000 kWh Wärme. Was fängst Du damit an?

Die Berechnung hinsichtlich Wirtschaftlichkeit möchte ich sehen. Wahrscheinlich ist es wieder eine typische Milchmädchenrechnung des Anbieters wo weder die Kosten im vollständigen Umfang berücksichtigt wurden, und gleichzeitig übertriebene Annahmen hinsichtlich der Preissteigerung für Strom und Brennstoffe verwendet wurden.

Autarkie macht in einem Land in D mit einer funktionierenden Netzinfrastruktur deswegen energetisch keinen Sinn weil man viel mehr Resourcen benötigt als wenn man eine mehr zentralisierte Stromversorgung hat. So ein BHKW hat einen lächerlichen elektrischen Wirkungsgrad und verschwendet damit Primärenergie für die Erzeugung von Strom.

Und die Argumentation bezüglich des in der Wärmepumpe verwendeten Kohlestroms finde ich schon lustig. Auf der einen Seite wird beim Elektroauto vehement argumentiert dass bei Nutzung eines Ökostromanbieters man immer absolut sauberen Strom tankt, wenn allerdings dann die Wärmepumpe den gleichen Strom nutzt dann ist es Kohlestrom. Was denn nun?

Selbst wenn den Strommix ansetzen würde wäre eine WP pro kWh Wärme sauberer als eine Gasheizung.

Bei netzdienlichem Betrieb muss man fragen wem dieses Verhalten eigentlich dienlich ist. Wenn es dazu führt dann dass die Braunkohlekraftwerke weiter unter Volllast laufen können dann dient es zwar dem Kraftwerksbetreiber und Netzbetreiber, aber letztlich nicht der Energiewende.

@Eberhard
Es werden schon seit Jahrzehnten funktionierende Brennstoffzellen versprochen und viele Prototypen gebaut. Sie sind aber noch lange nicht im Alltagsbetrieb angekommen. Mit noch nicht auf dem Markt existierenden Produkten zu argumentieren bringt nichts. Erst wenn die Teile jeder zum Preis vernünftigen Preis kaufen kann und diese dann auch mindestens 20-30 Jahre wie herkömmliche Heizung funktionieren, sind sie in dieser Diskussion relevant.

Auch der Verlust im Netz ist kein Argument, denn gerade PV-Strom wird überwiegend im lokalen Verteilnetz selbst verbraucht und landet kaum im Mittelspannungsnetz. Der Verlust beträgt wegen der geringen Entfernung nur wenige %.

Mich wundert jetzt dass Du die falschen Argumente der Gegner der Energiewende aufgreifst um Deinen lokalen Speicher zu verteidigen. Jeder der ein bisschen was von Physik versteht dass Windstrom der in Norddeutschland erzeugt wird nicht 800 km weiter in Dingolfing verbraucht wird, sondern unmittelbar im Umkreis. Das Werk in Dingolfing braucht auch gar keinen Windstrom aus Norddeutschland sondern wird über die vielen PV-Anlagen in der Nähe versorgt.

Der Strom der aus Deiner PV-Anlage kommt wird mit höchster Wahrscheinlichkeit immer gleich von Deinen Nachbarn ohne PV-Anlagen verbraucht. Die Verluste dabei sind zu vernachlässigen, da da nicht mal ein Trafo dazwischen liegt.

@egn
Die Realität ist aber, BMW kauf an der Börse billigen Windstrom von der Küste und fährt deswegen sein Kraftwerk runter. Leider kauft BMW keine Übertragungskapazitäten mit (das ist Sache der ÜNB). Da aber die Nordsüd-Leitungen mit Braunkohlestrom verstopft sind, fährt in Österreiche eine Reservekraftwrk hoch, das die eigenen Erzeugungskapazitäten von BMW ersetzen muss.
Das nennt sich Redispatch und kostete 2015 400Mio für 2016 wird mit > 1 Mrd gerechnet.

Brennstoffzellen werden in Japan schon in Stückzahlen von über 250.000 als Stromerzeugende Heizung eingesetzt.
Haben eine Lebensdauer von 40-80.000 Betriebsstunden.
Kann man auch in Deutschland u.a. bei Viessmann kaufen.

Ich verstehe den Sinn einer Brennstoffzelle nicht die mit Gas läuft. Man verbrennt Gas um Strom zu erzeugen… Was soll das bewirken? Die F-Cell hat dann 50 - 60% Wirkungsgrad, der Speicher nochmals 75-80%, was bleibt da denn bitte übrig?

Und gewonnen hat niemand! Es werden Ressourcen einmalig verbrannt.

Man nehme zuerst Bioerdgas. Die Brennstoffzelle ist so ausglegt, das diese die Grundlast im Haus abdeckt. Siehe KAJU74, der braucht tagsüber für seine Filterpumpen etc. 1.300W, da er für die eingespeiste kWh nur etwa 4ct bekommt, macht es Sinn, den gesamten Strom selber zu verbrauchen und dafür den Solarstrom gegen EEG-Vergütung einzuspeist. Lastschwankungen im Tagesverlauf fängt die Batterie auf, so das kein teurer Netzstrom bezogen werden muss.

Wenn dann jemand im Winter seine WP mit Braunkohlestrom betreiben muss, wer ist da der größere Schmutzfink??

Ich verstehe das mit der stromerzeugenden Heizung aber auch nicht :wink:
Trotz Deiner Erklärung, Eberhard.

Eine Heizung hat doch immer einen Wirkungsgrad nahe an 100%!?
D.h., wenn ich z.B. Pellets verbrenne, dann wird die gesamte enthaltene Energie in Wärme für die Heizung umgesetzt.
Und die Heizung verbrennt nur exakt so viel Brennstoff, wie für die Heizung benötigt wird.
Wenn ich jetzt daraus noch Strom erzeugen will, dann muss doch zusätzlicher Brennstoff verbrannt werden, oder?

Oder wo ist da der Gedankenfehler?
Es gibt doch kein „Abfallprodukt“, aus dem ich zusätzlich Strom erzeugen kann, oder?

Eine normale Heizung hat meist zwischen 80-90% thermischen Wirkungsgrad. Brennwertkessel kommen auf >100% da die latente Wärme aus dem Wasserdampf im Abgas durch abkühlen unter dem Taupunkt genutz werden kannst.
Wenn 10% der Energie elektrisch ausgekoppelt wird, muss entsprechend mehr verfeuert werden, die fehlt dann in der thermischen Bilanz d.h. thermische Nutzleistung + elektrische Leistung + thermische Verluste = 100%.

Der Vorteil ist halt einfach, das ich den eigenen Strom für 5-6ct Brennstoffkosten/kWh erzeugen kann und damit erheblich uter dem Strombezugspreis bin.

Ich hätte gerne 3 von den Spielzeugen.

Ich dachte, im Moment lohnt sich nur Eigenverbrauch? Oder ist das bei über 30kWp anders?

Ich heize den Teich überhaupt nicht!
Das ist nur Stromverbrauch für Pumpen, UV-Lampen, Filter und Belüftungspumpen.

Das BlueGEN hat „nur“ 0,6kW Wärme, bei gleichzeitig 1,5kW Strom.


Ich werde einen Hybridwasserkessel dazu bekommen, so das die Abwärme des BlueGEN sowohl das Warmwasser, als auch das der Heizung erwärmt.
Diese Wärme reduziert auch die Laufleistung meines Brennwertkessels.

Das BlueGEN schafft maximal (0,6kW * 24h/d * 365d) 5256kWh Wärme pro Jahr.

Das BlueGEN kostet 16.207,00 €.
Ich kann 13.000kWh an Strom selber nutzen. Macht bei 0,2175€/kWh also rund 2.800€ Ersparnis.
Gleichzeitig kann ich aber 13.000kWh mehr einspeisen. Macht bei 0,1385€/kWh also rund 1.800€ Einnahmen.
Wie viel Kosten ich durch die Wärme spare, muss ich sehen, der Verkäufer geht von 250-300€ aus.
Dann gibt es noch Zuschüsse in Höhe von rund 700-800€
Macht 5.550€ Einnahmen.
Ausgaben sind die zusätzlichen Gaskosten. Pro Jahr 24.500 kWh. Sind bei der EWE rund 1.500€ pro Jahr.
Der Vollwartungsvertrag kostet 600€.
Macht 2.100€ an Kosten.

Bilanz = 3.450€ Gewinn pro Jahr.
Also keine 5 Jahre, bis es sich bezahlt gemacht hat.

Der Verkäufer hat mit 7 Jahren gerechnet, weil er den verkauften PV-Strom nicht mit in der Rechnung hat.

Komisch, ich sehe es eher genau umgekehrt, eine dezentrale Stromerzeugung bringt nur Vorteile, weil man die Netze entlastet und Verlust in den Leitungen verringert.
Ich weiß auch nicht, warum du 60% elektrischen Wirkungsgrad als lächerlich bezeichnest.
Zusammen mit dem 25 Wirkungsgrad bei der Wärme kommt man auf 85% Wirkungsgrad.

Warum sollte das so sein?
Im Gegensatz zu früher, wo das Kohlekraftwerk für mich 12.000kWh herstellen musste, produziere ich jetzt mehr Strom, als ich verbrauche.

Wieso kann ich meinen Strom nicht direkt dem Nachbarn verkaufen?

Ich werde den meisten Strom immer direkt verbrauchen, daher kannst du den Wirkungsgrad des Speichers vernachlässigen.

Schaut gut aus! Wie lange läuft die Anlage schon bei Dir? :question:

Wird erst im März aufgebaut.

Wäre schön mal Ergebnisse zu erfahren. Fällt in meine „Kernkompentenz“… :unamused:

@Kaju:

Wird das BHKW das ganze Jahr durchgehend betrieben? Also ~1000-1500 W elektrische Energie und 600W thermische Energie? Die thermische Energie für WW in diesem Fall oder?

So ist es!

Der Vorteil liegt nur darin wenn man davon ausgeht dass ansonsten ein thermisches Kraftwerk mit 40% el Wirkungsgrad läuft und 60% des Gases über einen Kühlturm vernichtet.

Bei 1,5kW sind das knapp 8700h. Klar braucht man im Sommer 2kW thermische Energie! Meine WP hat 2,7kW und läuft im Sommer OHNE Urlaub rund 85h. Unser Passivhaus kommt damit 9,5 Monate aus.

Ist echt hammer, wie die Verkäufer hier arbeiten!

Wenn man davon ausgeht, dass eine Person rund 800kWh WW im Jahr benötigt, kann man bei 4 Personen in einem Monat von ca. 260kWh im Monat ausgehen. Wären also rund 130-150h.

In einem normalen gut gedämmten Haus wären das rund 7 Monate. Ich denke dass es dann so zwei Monate mit 50% und zwei Monate mit 100 laufen kann. Also ca. 3.100h. Zudem sollte man noch den Urlaub von rund 200h abziehen. Bleiben also 2900h über.

Alles darüber wird zu einer thermischen Vernichtung führen. Macht also im Jahr 4.350kWh Strom zu 24,5Ct und somit 1065€ an Einnahmen. Dafür verringerst Du aber den Ertag Deiner PV Anlage um den Nutzen des geringeren Eigenverbrauches, das ist aber auf einem anderen Blatt.

Gas musst Du nun aber 4.350kWh mehr einkaufen also ca. 304€ als für die Wärme benötigt. Nun noch der Wartungsvertrag von 600€ bleiben wie viel hängen?

Ja, 24h/365d

Und noch mal ja, thermische Energie ist für WW und wohl auch für die Heizung, dank Hybridwasserspeicher.

Wie soll das denn bitte gehen dass die thermische Energie NUR 50% der elektrischen sind?

Wenn man davon ausgehen kann dass die Kiste 40.000 h lebt. Und 8700h im Jahr läuft dann ist die nach 5 Jahren platt! Wenn sie 60.000 macht, nach 7 Jahren.

16000€ /50.000h/1,5kW= 21,3Ct /kWh wl
8,4Ct/kWh el Wartung
Gas 6Ct /kWh el.
Kosten 35,7Ct/kWh

@ose

  1. Schau dir die technischen Daten an. Es ist die erste Brennstoffzelle die so arbeitet.
  2. Schließ nicht von deinem Passivhaus auf mein Haus Bj. 1961. Hier liegen leider teilweise Wasserleitungen in der Erde zum Anbau.
  3. Deshalb 10 Jahre Vollwartungsvertrag. Sobald die Leistung sinkt, bekomme ich einen neuen Stack „gratis“.
  4. Ich bekomme mein BlueGEN erst im März, weil ein verbesserter Stack verbaut wird, der länger halten wird.

PS: Frag Eberhard, der war schon bei mir.

Ich bin mir aber sicher, dass Du KEINE 8.700h hin bekommst.