Hat auch Opel bei Abgas-Tests getrickst?

Scheint wohl so, das der nächste Autokonzern erwischt wurde:

http://www.welt.de/wirtschaft/article147955667/Hat-auch-Opel-bei-Abgas-Tests-getrickst.html

Und nicht mal dieses Forum reagiert mehr :slight_smile: . Ich habe mal mehrere Artikel gelesen, zunächst streitet es Opel einmal vehement ab. Das ist die erste Stufe der Krisenbewältigung, hat VW ja auch gemacht…ich bin schon neugierig wie das die nächsten Monate weitergeht. Ich hoffe es passiert endlich etwas.
LGH

Öffentliche Hexen ähhh Manager Verbrennungen in Youtube?

Es wird nicht bei VW und Opel bleiben, dank gut vernetzter Öffentlichkeit bricht das Thema der Diesel-Industrie das Genick.

Da kann man fast ruhig sitzen bleiben und zuschauen bis Deutschlands Auto-Vorzeige-Produkt „Öko-Spar-Kraft-Diesel“ in den Fluten des Skandals untergeht.

Und nein, mir tut es um die deutschen Autobauer nicht mehr leid, der Zug ist abgefahren.

Und wer jetzt um ganz Deutschland Angst hat: Auch ohne AEG, Telefunken und Grundig ging es in Deutschland prima weiter, das gleiche gilt für die Werften und viele weitere Branchen die angeblich das Wohl und Wehe von Deutschland bestimmt haben.

Ich bin erst heute hinter einem Dacia her gefahren. Die Geruchsbelästigung seine Abgase waren schon extrem. Man musste sofort die Umlufttaste betätigen. Ich fürchte, das ganze Debakel betrifft mehr oder weniger alle Hersteller.

Die Käufer dieser Fahrzeuge dürfen allerdings nicht die Geschädigten sein. Diese Suppe haben die Hersteller vollumfänglich und alleine auszulöffeln.

Wird schwierig wenn die Hersteller den Bach runtergehen. Das Risiko kann also eventuell doch beim Käufer hängenbleiben.

Generell zum Thema: Oh oh, wenn die DUH das festgestellt hat, also unterschiedliche Abgaswerte bei Prüfstandsmodus simuliert ein/aus, dann könnte das aber ziemlich sicher was dran sein.

Passend hierzu gestern in der ARD.

http://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/Wie-Politik-und-Autokonzerne-sich-gemein/Das-Erste/Video?documentId=31244170&bcastId=431796

Heute hatte ich noch darüber nachgedacht, warum Zuschauer bei F1 Rennen an der Strecke ihren Kindern Gehörschutz anziehen. Die sollten lieber Atemmasken tragen. Und natürlich Gehörschutz.

LG
Frank

Wozu sollte das gut sein? Das waren nur ein paar Autos im Kreis. Da stehen nicht Tausende hintereinander im Stau. Im Grunde macht der Rennsport überhaupt gar keinen unterschied, da er viel zu selten und zu klein ist. Ein Coal Roller macht mehr Dreck in 1 Stunde als eine ganze Rennserie im Jahr. Auch Rennwagen haben Katalysatoren. In Amerika fahren sie mit Alkohol, wegen der Abgasvorschriften. Das ist wie beim Strom sparen. Der Wortlaut über die Glühbirne geschimpft, die aber vom Verbrauch kaum messbare Ergebnisse bringt. Es ist sinnlos bei Nebensächlichkeiten anzufangen. Das hat eine Glühbirne nicht funktioniert, das wird auch beim Rennsport keinen Sinn machen.

Die Glühbirne ist meiner Meinung nach ein schlechtes Beispiel. Zwar wurde ihr durch Verbote schwer zugesetzt, aber nur wenige Jahre später hat sich das jetzt auch so erledigt. LED ist der neue Star am Beleuchtungshimmel. Viel besserer Wirkungsgrad den man auch im retro-Birnenformat kaufen kann.
Die fortgeschrittene Technik macht hier ein Gesetz oder eine Verordnung obsolet. Damit erledigt sich auch die Quecksilberdiskussion um die Leuchtstofflampen als Übergangslösung.

Die Frage ist jetzt also was kommt zuerst? Ein Verbot von (Diesel?) Verbrennungsmotoren (angefangen in PKW?) oder setzt sich die überlegene Technik in Form von Elektroautos durch? Nachher wird man über Hybridautos auch nur noch schmunzeln.

Oft hinkt die Politik der Technik hinterher. Kupferdoppelader mit Vectoring und G-Fast anstatt Glasfaser. Vielen Dank Herr Schwarz-Schilling! Schäm dich Bundespost/Deutsche Telekom :cry: :imp: (https://hetzel.net/2013-04-23/post-und-kabel-minister-schwarz-schilling/)
Und manchmal kann die Technik die politischen Forderungen nicht erfüllen. -> Abgasmessungsmanipulation ala VW und wer sich jetzt noch alles dazu gesellt.

Die Gesetze gegen die Glühbirne machen dumm aber populistisch. Gebracht haben Sie nichts außer ein Haufen Giftmüll. Egal was man in der Politik versucht zu regulieren, es geht in die Hose. Sollte langfristig der Diesel verboten werden, wird dadurch nichts verbessert. Über den Preis kann man wesentlich besser und gezielter regulieren als über Verbote. Natürlich kann man mit LED Beleuchtung schöne Sachen machen. Dennoch haben sich viele Leute dermaßen mit Glühbirnen eingedeckt, dass es bis zum Lebensende reicht. Glühbirnen altern glücklicherweise nicht. Auch die LED Beleuchtung ist nur den hohen Preisklassen angenehm. Der billige Dreck aus dem Baumarkt hat ein extrem hässliches Licht. Noch schlimmer als die Leuchtstoff Beleuchtung.

Elektrofahrzeuge haben gewisse Vorteile. Um diese Vorteile an den Kunden zu bringen, muss man sie nicht nur kommunizieren sondern auch anbieten. Rollende Verzichtserklärungen helfen dabei ganz und gar nicht. Der Kunde hat gar nicht die Wahl ein vernünftiges Auto zu kaufen, da es keinen Anbieter gibt. Mit Tesla ist der erste Fahrzeughersteller auf dem Markt, der ein Fahrzeug anbietet, welches alltagstauglich ist. Kein einziges anderes Elektroauto könnte ich mir als einziges Fahrzeug vorstellen. Der Besitz mehrerer Fahrzeuge für unterschiedliche Anwendungsbereiche kostet sehr viel Geld und ist in meinen Augen auch wenig sinnvoll.

Wenn man davon ausgehen muss, dass alle Hersteller mit den Abgas werden ihre Dieselmodelle gepfuscht haben, warum haben Sie das nicht bei Benzin ebenfalls gemacht? Sind die NO X Werte von Gasautos so gut wie im Prospekt? Ich denke den ganzen Bereich fossiler Brennstoffe muss man schnellstens überdenken. Eine gerechte Besteuerung der entsprechenden Kraftstoffe reguliert die Art der Fortbewegung innerhalb der nächsten Jahre deutlich.

Ob dabei ein paar große Fahrzeughersteller über den Jordan gehen, ist mir persönlich, vollkommen egal. Auch die Arbeitsplätze daran spielen keine Rolle, da sie an anderer Stelle neu geschaffen werden oder gar nicht nötig sind. Bei 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten ist es nicht nötig dass jeder einer sinnvollen Beschäftigung nachgeht. Mit unserer Technologie kann man eine Menge Personen durch füttern. Dummerweise verbraucht jede Person Energie. Je nachdem wo er lebt ist das sehr unterschiedlich. Diesen Energiebedarf muss man zur Verfügung stellen. Egal wie.

Das ist mir jetzt aber auch zu viel Allgemeinplatz:

  • Welches Licht eine LED macht, kann man normalerweise auf der Verpackung lesen: 2700 - 3000 K ( warmweiß) sind angenehm, 4000 ist eher was für den Arbeitskeller oder die Garage (neutralweiß) darüber wird es fies. Wenn es nicht draufsteht Finger weg. Ich habe gerade bei LED’s gute Erfahrung mit no-Name Wäre gemacht. Osram und Philips, die uns seit zig Jahren mit der 3000 Stunden Begrenzung das Geld aus der Tasche ziehen werden nicht unterstützt. Gute LED’s müssen nicht teuer sein !

  • Die Idee, das ein Auto alles können muss ist oft nicht sinnvoll weil zu teuer und auch unpraktisch. Auch das MS ist in der Stadt wirklich nicht ideal. Dank Carsharing und Mietwagen braucht man deswegenaber noch lange keine zwei Autos. KIA E-Soul oder Zoe für 90% der Fahrten ist dann auch schon jetzt eine gute Alternative zum MS und alltagstauglich.

  • Dieselmotoren sind gegenüber allen anderen Motoren im Abgas von Haus aus schlechter. Eigentlich weiß das jeder, wir kennen die Rußfahnen der älteren Diesel und den Gestank. Nur hat es unsere Autoindustrie dank optischer Retuschen (Ruß nicht mehr sichtbar) geschafft uns einzulullen und glauben lassen, der Diesel wäre die Eierlegende-Wollmilch-Sau. Wir haben es lange und gerne geglaubt.
    Benzin und Gasmotiren haben per Prinzip weniger Probleme mit NOx und SO2 . Daher dürfte sich der aktuelle Skandal in erster Linie auf Diesel beziehen. Beim Benziner sind „nur“ die Verbrauchswerte massiv, aber legal, geschönt.

  • Die Menschen die Arbeiten wollen und derzeit in der Autoindustrie arbeiten sind mir nicht egal. Sie werden von der Lobby aber nur als Drohung benutzt. VW zeigt sehr schön, wie man jede Gelegenheit ausnutzt, um sie einerseits als politisches Druckmittel zu gebrauchen und sich andererseits bei jeder Möglichkeit ganz schnell von Ihnen zu trennen.
    Die Autolobby zu unterstützen zieht den Untergang nur heraus und macht ihn härter und schmerzvoller gerade für die Arbeiter (der Vorstand dagegen hat genug Zeit zur Bestandssicherung). Die Beispiele in Deutschland sind mannigfach vorhanden:
    Stahl, Werften, Opelwerk Bochum, PV Produktion …

Die Menschen tun mir Leid und nicht arbeiten ist für die meisten keine Alternative, da widerspreche ich dir Snuups wehement. Aber Ihre Arbeitsplätze wird man nicht retten, so oder so, jetzt Umdenken ist das Beste was man dort tun kann.

Danje Measureman, ein +1 von mir. Frank

Hi !

Klares jain !

Ich habe das ja jahrelang selber betrieben ! Du hast Recht mit den Fahrzeugen auf der Strecke ! Das ist (ausser truck racing) vernachlässigbarer - aber es zählt natürlich jeder Tropfen Öl !

Das ist auch nicht der Punkt !

Die Frage ist ja: Wie kommt der Rennwagen oder das Rennmotorrad auf die Strecke ? Richtig - zu weit über 90% mit fetten Dieselantrieben - vom Ducato bis zum Actros mit 40t - plus VIP lounge plus catering plus boxen trucks…

Naja und was die top Serien angeht - also F1 oder DTM - da muss man über min 3 Tage den Zuschauerverkehr betrachten - das ist leider erheblich und verursacht massive Umweltbelastungen !

Topserien wie die F1, DTM, SBK oder MotoGP haben einen katastrophalen footprint, was die Umweltbilanz anbelangt. Gerade z.B. bei den Amis ist das nahezu lächerlich, ob die mit Alkohol die Rennwagen betreiben, wenn der durchschnittliche Besucher mit einem V8 RAM dahinfährt und es sind tausende !!!

So betrachtet ist eine Unterlassung im Ganzen schon extrem umweltschonend und hätte auch erzieherische Effekte - man darf es aber auch nicht übertreiben !

Den Ansatz aktuell über den normalen Individualverkehr zu wählen, halte ich auch für zielführender !

Mir würde eine Welt weitaus mehr gefallen, in der wir alle elektrisch unterwegs sind und eben dann mal ab und zu zu einem kontrollierten Museumsrennen gehen :slight_smile:.

Dennoch bleibt es wohl so, dass aktueller Rennsport ganzheitlich schon sehr umweltschädlich ist - das wird man nicht von der Hand weisen können.

Schönes WE noch…

Aber nur, wenn die Fahrer der V8-Pickups dann das WE alternativ bei einer zu hause startenden Radtour verbringen und nicht statt dessen einer anderen Freizeitbeschäftigung mit ähnlichem Footprint nachgeht.

Gruß Mathie

Ich bin froh, dass die EU wenigstens einmal was sinnvolles gemacht hat und diese unsäglichen Heizdraht-Schummerbeleuchtungen absetzt.

Wenn es dem Herrn Eidgenossen (wieso ist der eigentlich Z.E. blau ohne Elektrofahrzeug???) nicht passt, kann er ja in die EU übersiedeln und dann ein anderes EU-Parlament wählen.

Wieso so persönlich?

Außerdem fährt Snuups regelmäßig Elektrofahrzeuge, der verdient seine Brötchen damit - und zwar nicht nur so Elektrospielzeug wie unsereiner sonder richtige Maschinen für echte Männer :wink:

Gruß Mathie

Da haben wir beide ein wenig recht ! I.d.R. Liegen Rennsporteinrichtungen recht abgelegen und es gibt wenige - wg. dem Lärm !

Der durchschnittliche Anreiseweg übersteigt meistens das, was man an WE so normalerweise abreißt - meine empirische Beobachtung !

:slight_smile:

Wieviel hunderttausende fahren jedes WE ins Fußballstadion?

Die Diskussion um die Autorennen ist wenig zielführended und wenn wir Events wegen der umweltschädlichen Anreise an den Pranger stellen, sind wir in der Spasslos-Diskussion, die man den E-Fahrern so gerne nachsagt und doch für uns Tesla-Fahrer so wenig Stimmt :wink:

Ist eh OT also lieber zum Thema zurück:
Nach dem Artikel in der Welt hat die FAZ heute einen recht kleinen, sehr beschwichtigenden Artikel mit dem Tenor " Opel hat widersprochen und die DUH motzt eh nur und hat auf Nachfrage von Opel keine Daten rausgegeben" veröffentlicht. Keine Aufklärung, keine eigene Recherche garnichts, traurig, das war mal eine der ganz großen Tageszeitungen in Deutschland, jetzt nur noch Pressestellen-Zitate :frowning: