Handelsblatt: Die rollende Revolution

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Wer ein Kind erschrecken will, ruft „Dracula“. Wer Angela Merkel einen Schauer über den Rücken jagen will, flüstert „NSA“. Will man bei den Chefs der deutschen Autoindustrie den gleichen Effekt erzielen, genügt der Name „Tesla“. Diese kleine Firma aus dem Silicon Valley verkauft in diesem Jahr 21.000 Elektroautos - rund doppelt so viele wie VW, BMW, Audi und Daimler zusammen. Unsere Titelgeschichte „Die rollende Revolution“ nennt die Hintergründe und erzählt, wie die deutschen Fahrzeugbauer den Tesla-Spuk beenden wollen.

Kostenpflichtiger Artikel, 99 cent

Nach diesem Anreißer bin ich nicht gewillt, auch nur 9 cent für den Handelsblatt-Artikel auszugeben.

Den Spuk können die armen deutschen Autohersteller ganz leicht beenden. Sie sollen endlich begehrenswerte Elektroautos entwickeln! Meinetwegen in der 1. Generation mit einem Antriebsstrang von Tesla. Dazu die sexy Linien einer A5 Sportback Karosserie, oder das Weltklasse Interieur eines BMW, oder die ausgefeilten Assistenzsysteme eines Mercedes.

So geht Zukunft retten.

Da bin ich mit Volker vollkommen einer Meinung! :slight_smile:

Da kann man nur ein +1 geben.

Könnten Sie? Und was machen mit 10.000 Ingenieuren, die auf die Optimierung von Verbrennungsmotoren und Schaltgetrieben spezialisiert sind?

  • was machen die, wenn mehr als 10 % der Leute keine (ertragbringende) Verbrenner mehr wollen sondern statt dessen sich brav in die Warteschlange für Elektroautos einreihen ?

Mal auf den Punkt gebracht : wenn sich 10 % der potentiellen Minikäufer für einen i3 entscheiden würden, hat BMW ein echtes (Ertrags-) Problem was noch viel schlimmer wäre, wenn sie einen aufgepeppten eMini hätten.

Siehe #6 hier:

viewtopic.php?t=1684

Nicht 99, nicht 9, nein 0 Cent!

Die Getriebe-Ingenieure sitzen bei ZF. Ich habe einen Vortrag des Entwicklungschefs besucht. Sie haben komplette elektrische Antriebsstränge fertig in der Schublade liegen. Was die Autoindustrie bei ihnen aber bestellt, sind 9-Gang Automatikgetriebe mit 20kW Elektromotor hybridisiert, so dass es möglichst in den gleichen Bauraum passt.

ZF könnte schon seit Jahren um einiges mehr, aber es wird leider von keinem Vertragspartner gewünscht.