Hamburg-Berlin ist mit 130 km/h zu machen

Zur Dokumentation: Gerade bin ich von Berlin nach Hamburg praktisch konstant mit Tempomat 141 km/h durchgerauscht: 302 km gefahren, 73 kWh verbraucht. Wenig Verkehr, wenig Wind, um 15°C aber einige heftige Regenschauer. Anscheinend habe ich mit 14 TKM mein Auto jetzt richtig gut eingefahren! :slight_smile:

Top!
Weißt Du, wieviel Zeit du gebraucht hast?
War die Klimaautomatik eingeschaltet?

Uli

Respekt! Wie war die Restreichweite ? SOC beim Start (100%?)

Abfahrt mit 509 km Rated Range.
Ankunft mit 3 km Rated Range (ich war 100% sicher, am Ziel laden zu können).

Ich war etwa 2 Std 50 Min unterwegs (jeweils etwas Stadtverkehr am Anfang und am Ende und zwei oder drei Baustellen auf der Strecke).
Klima war eingeschaltet auf Automatik im Range Mode bei 19-22 °C (ich variiere auf längeren Fahrten gern mal die Temperatur) und hat zunächst etwas gekühlt, gegen Ende etwas geheizt, hatte insgesamt aber bei dieser Witterung nicht viel zu tun.

Ein neuer Datenpunkt: Heute bin ich in der Mittagshitze von Berlin nach Hamburg gefahren. Es war das erste Mal, dass ich die Klimaanlage wirklich gebraucht habe. Da ich mit der ganzen Familie unterwegs war, waren die Prioritäten klar: Komfort vor Geschwindigkeit. Obwohl ich ja immer die Meinung vertreten habe, dass die Range Penalty für Heizung und Klima auf der Langstrecke vernachlässigbar ist, war ich vom Ergebnis doch sehr positiv überrascht. Offenbar standen die Winde wieder günstig! :wink:

  • 300 km, unter 3 Stunden Fahrzeit Ende zu Ende trotz bzw. wegen verschiedentlicher Staus und Baustellen
  • Davon etwa eine Stunde am Stück Tempomat 150 km/h(!), ansonsten soweit verkehrstechnisch möglich 130-140 km/h
  • Straße durchgehend knacktrocken, kein Niederschlag, kein wahrnehmbarer Wind
  • Klimaanlage volle Pulle (nix Eco/Range Mode), außen über 30°C, innen anfangs 23°C, gegen Ende 20°C (das Erfrischungsempfinden stumpft mit der Zeit ab…)
  • Schiebedach die ganze Zeit zu (und keinerlei Bedürfnis, es zu öffnen – draußen war’s einfach zu heiß)
  • Rest-Reichweite (rated) 30 km, 70 kWh verbraucht

Auch erfreulich: Die Klimaanlage war zu jeder Zeit in der Lage, auf allen Sitzen komfortable Temperaturen herzustellen. Keine Beschwerden von den Passagieren! :slight_smile:

Ja ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass die Klimaanlage kaum/keine Reichweite kostet.
Stell mal in dem neuen Reichweitenberechner auf der Tesla-Website die Außentemperatur auf 20 Grad, Klima an, und dann erhöhe auf 30 Grad und auf 40 Grad: die Reichweite steigt! Trotz steigender Außentemperatur!

Bin heute 2x eine längere Strecke gefahren. Einmal mit Klimaanlage an auf 23 Grad hin und einmal ohne dafür aber alle Fenster und Dach offen zurück. Dabei habe ich festgestellt dass der Verbrauch mit offenen Fenstern und Dach um einiges höher liegt (über Land 105 Km/h) als wenn man mit Klimaanlage fährt. Ich fahre aber trotzdem viel lieber offen nur heute war es einfach zu heiß dafür.

Ja das ist doch bekannt!? Selbst nur das Schiebedach zu öffnen, kostet mehr Energie als der Betrieb der Klimaanlage!

Einer der Gründe, wieso ich keins habe :smiley:

Das öffnen selbst wohl nicht, aber der Mehrverbrauch durch den Luftwiderstand sicher. SCNR :mrgreen:

Ha Ha! :smiley:

Heute hatte ich eine bemerkenswerte Fahrt: Wie üblich von Berlin nach Hamburg und mit leerem Akku angekommen (5 km Rest). Aber um anzukommen bin ich diesmal über weite Strecken mit 95 km/h über die Autobahn gezuckelt! Zum Glück war wenig Verkehr, aber nervig war es doch.

Randbedingungen: Voll geladenes Auto (5 Personen und Gepäck), Winterreifen (3,4 Bar ringsum), ca. 3-4°C Außentemperatur, konstant 20°C Innentemperatur, anfangs Range Mode (später abgeschaltet), fast durchgehend leichter Regen, Dunkelheit, und… tada! … 4-5 Windstärken von Westen her.

4-5 Bft sind 20-40 km/h Windgeschwindigkeit. Das passt gut mit der Differenz zu meiner sonst meist möglichen Geschwindigkeit von 125-135 km/h. Der Luftwiderstand ist eben der dominierende Faktor!

Na hoffentlich dreht der Wind auf der Rückfahrt nicht auf Ost :laughing:

Ui, nicht ungefährlich sowas. Wie schnell bist Du die Strecke angegangen, und wann hast Du gemerkt, dass es so nicht geht?

An dieser Strecke liegt doch der Herzsprung Supercharger, warum rumzuckeln?

Weil das langweiliger ist?
Macht doch die Bedingungen auszutesten. Ich mag das. Hier war die letzten Tage eher 7-8 und mein Verbrauch hat sich durch viel Regen auch ordentlich erhöht. Habe Emsbüren auch nur durch Reduzieren meiner sonst anliegenden Tempomatgeschwindigkeit erreicht.
Gruß Siggy

Ein sehr praktisches Tool fürs pre-flight-briefing bei Piloten ist das hier: www.windyty.com

Vielleicht hilft es, da man als Tesla-Fahrer ja auch zum Piloten wird …

+100

Ein interessantes Tool, danke für den Link!

Weil’s nix bringt. Der Supercharger liegt von Berlin aus gesehen im ersten Drittel der Strecke – was will ich da aufladen? Wie lange will ich da rumstehen? Ich war ja mit 125 km/h „Airspeed“ unterwegs, was aber leider unter den gegebenen Bedingungen nur 95 km/h „Groundspeed“ bedeutete. Mit 125 km/h „Groundspeed“ hätte ich 155 km/h „Airspeed“ drauf gehabt, bei entsprechend sehr viel höherem Verbrauch: Der Luftwiderstand steigt mit dem Quadrat der Geschwindigkeit! Da kannst Du nur verlieren.

Interessant und erhellend waren auch die Überlegungen zum Verbrauch der SUVs, die mit 150 km/h (also 180 km/h Airspeed) an mir vorbei gerauscht sind… Davon ist mir fast schlecht geworden. Der Gedanke daran war um einiges schlimmer, als einmal ausnahmsweise (und bei ohnehin schlechtem Wetter) mit 95 km/h über die Autobahn zu gondeln.

Genau! :mrgreen: Ganz abgesehen davon habe ich in diesem Forum oft genug die Meinung vertreten, dass man zwischen Hamburg und Berlin keinen Supercharger braucht. Dazu stehe ich auch weiterhin! :laughing:

Ich habe sehr schnell gemerkt, dass „irgendwas nicht stimmt“. Trotzdem bin ich erstmal basierend auf meinen Erfahrungswerten defensiv, aber relativ normal herangegangen. Ich dachte mir, nach den ersten 50 km pendelt sich das schon noch ein… Tat es aber nicht. Sowas habe ich schon mal erlebt, dass ich plötzlich einen unerklärlich hohen Autobahnverbrauch hatte. Damals konnte man das gut mit dem Wind erklären, und die letzten Tage waren in Norddeutschland ja auch sehr windig. Damit war die Sache klar und ich bin von da an „nach Instrumenten geflogen“ (Durchschnittsverbrauch „since last charge“ und „projected range“). Ich habe dann den Range Extender in meinem rechten Fuß aktiviert, so dass ich sauber nach 304 km/74 kWh an die Steckdose gesegelt bin.

Das ist echt ein guter Tipp! Auf dem Handy habe ich Windfinder, was eigentlich für Segler und Surfer gedacht ist. Vielleicht gibt es ja auch eine Piloten-App, die für Teslanauten noch besser geeignet ist, als Windfinder? Ansonsten muss ich windyty.com/ mal im Tesla-Browser bookmarken…