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Hamburg-Berlin ist mit 130 km/h zu machen

:bulb: Diese Geschwindigkeit nutzt die Akku-Kapazität ziemlich optimal aus („Range“ laden!).
:exclamation: YMMV.

Hast Du dazu auch noch eine exakte Kilometerangabe? :wink:

Bewusst nicht, es soll sich besser keiner drauf verlassen. Das ist nur als Daumenregel gemeint. Der tatsächliche Verbrauch hängt dann doch mehr daran, wieviel Verkehr ist, wo gerade Baustellen sind, und wie entspannt der rechte Fuß ist… Das beeinflusst die Range stärker als 10 km mehr oder weniger. Größenordnungsmäßig liegen etwa 300 km Autobahn zwischen Hamburg und Berlin, davon knapp ein Drittel sowieso beschränkt auf 130 (zwischen Berlin und dem Abzweig der A19 nach Rostock), und die Strecke hat keinerlei nennenswerte Steigungen.

Der Energy Graph macht es total einfach, den aktuellen Fahrstil auf die noch zu fahrende Strecke zu projezieren und entsprechend anzupassen. Für die Range Profis hier im Forum mag es eine Enttäuschung sein, aber eine Punktlandung bei der Range hinzulegen ist mit dem Model S keine Wissenschaft mehr. :slight_smile:

OK. Trotzdem bin ich an praktischen Erfahrungen und Beispielen für die Reichweite interessiert und da ist die km-Angabe schon hilfreich :wink:

Noch eine Frage: wenn Du von 130km/h schreibst, meinst Du dann echte 130km/h oder die Tachoanzeige?

Tacho bzw. Tempomat. Was mich darauf bringt, dass ich sowieso nochmal das GPS in meinem Handy mitlaufen lassen wollte, um mal zu gucken, wieviel Vorlauf der Tacho im Model S hat. Bin ich aber bis jetzt noch nicht dazu gekommen.

Das würde mich sehr interessieren :slight_smile:

warte ab, sobald ich die Software Update Funkion gehackt habe, wird das geändert, ich höre schon Deine Bettelanrufe bei unserem Range Kamikaze… :mrgreen:

bei anderen Autos hatte ich jeweils rund 5 km/h zu viel auf der Tachoanzeige erlebt
Beim Model S habe ich nur etwa 1 bis 2 km/h zu viel (verglichen mit Geschwindigkeitsanzeigen am Strassenrand)

Habe gerade auf der Stadtautobahn das GPS von meinem Handy mitlaufen lassen. Bei 90 laut Tacho mit Tempomat zeigte mein GPS 88-92 km/h. Also: Lieber nicht auf den Tacho-Vorlauf verlassen und schön die Geschwindigkeitsbeschränkungen einhalten!

Vielen Dank!
Also ein sehr genauer Tacho … so wie ich das von amerikanischen Autos kenne :wink:

Somit lässt sich dann auch Deine Frage beantworten: Ich bin von Hamburg nach Berlin echte 130 gefahren (und zwischendurch auch kurz vermutlich echte 200).

Nur so nebenbei: Tesla Roadster schafft das höchstens mit 100 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.

Hängt natürlich auch von der Räderwahl ab. Mein Audi zeigt mit Sommerädern 1 km/h zuviel an bei echten 120 km/h, mit Winterrädern 4 km/h. Jeweils 19"-Felgen, aber unterschiedliches Fabrikat.

Mein Camaro zeigt bei echten 200km/h (lt. GPS) nur 190 km/h auf dem Tacho an :slight_smile:
Mit der Serienbereifung!

Ich war am Wochenende wieder in Hamburg. Der Rückweg ist schwierig auszuwerten – der Akku war nicht voll, das GPS am Handy hatte Aussetzer, die Kinder waren quengelig und gegen Ende gab es sehr dichten Verkehr bei starkem Regen… Aber die Hinfahrt liefert brauchbare Daten.

Die Topologie dürfte für Hin- und Rückfahrt keinen großen Unterschied machen. Der Norden Hamburgs liegt auf 30-40 m ü. NN, Berlin auf ca. 50 m ü. NN. Google MyTracks zeigt leichte Steigungen an, die etwa auf halber Strecke bei gut 150 m „gipfeln“. Da ich Abends evtl. noch eine Probefahrt hätte geben müssen und der Spruch „tut mir leid, der Akku ist grad leer“ doch zu peinlich gewesen wäre, habe ich es sehr sachte angehen lassen. Grundgeschwindigkeit auf der Autobahn war eher 120 als 130 (aber auch nicht unter 120). Durch Stau im Berliner Freitags-Nachmittags-Verkehr und entsprechend eine gute halbe Stunde „Kriechgeschwindigkeit“ ergab sich letztlich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 85 km/h. Die Strecke betrug exakt 300 km. Ich habe einen Durchschnittsverbrauch von knapp unter 200 Wh/km herausgefahren, habe somit ca. 60 kWh verbraucht und hatte bei Ankunft noch mehr als 80 „projected km“ im Akku. Die Probefahrt ergab sich dann trotzdem erst am nächsten Tag… :wink:

Der Rückweg war aber doch dafür gut, mir eine Sache nochmal klar zu machen: Es macht keinen Sinn, auf der Landstraße mit 80 km/h dahinzugondeln und ganz viel „projected range“ anzuhäufen. Wegen des vielzitierten quadratisch wachsenden Luftwiderstands reichen die angesparten Reserven nicht, um den Zeitverlust durch entsprechend höhere Geschwindigkeiten auf der Autobahn wieder auszugleichen. Wenn man in möglichst kurzer Zeit am Ziel sein will, muss man über die gesamte Strecke ein möglichst konstantes Tempo fahren – nicht nur wegen der inhärenten Verluste beim Abbremsen und Beschleunigen, sondern eben auch, weil 50% konstant 80 km/h plus 50% konstant 120 km/h spürbar mehr Energie braucht, als durchgehend konstant 100 km/h zu fahren.

Ich hatte heute nochmal Gelegenheit, das systematisch bei höheren Geschwindigkeiten zu testen. Ich habe jeweils 140, 150, 160, 170 und 180 am Tempomat eingestellt und mindestens eine Minute konstant gefahren – natürlich alles im Dienste der Wissenschaft! :wink: 180 wollte der Tempomat nicht recht, ich meine ich habe auch mal sowas gelesen, dass es da eine Obergrenze gibt… Jedenfalls hat bei allen genannten Geschwindigkeiten der Tacho aufs kmh genau mit der per GPS am Smartphone gemessenen Geschwindigkeit übereingestimmt. Beeindruckend.

Heute eine neue Erfahrung: Von Berlin nach Wolfenbüttel (240 km) und zurück bei Temperaturen knapp über null Grad. Auf dem Hinweg wurde ziemlich schnell klar, dass ich mit 130 km/nicht durchkommen würde. Ich bin dann überwiegend 120-125 km/h gefahren und habe trotzdem über 28 kWh/100 km gebraucht. Habe mir schon Sorgen über den Gesundheitszustand meines Autos gemacht! So viel können die Winterreifen allein doch nicht ausmachen?!

Der Rückweg half dann, mich diesbezüglich zu beruhigen: Selbst bei Geschwindigkeiten von 135-140 km/h blieb der Verbrauch bei knapp 25 kWh/100 km. Offenbar hatte ich auf dem Hinweg einen ziemlich kräftigen Gegenwind gehabt. Außerdem hat es auf dem Hinweg geregnet und auf dem Rückweg nicht mehr. Beides zusammen – Wind und Regen – hat den Verbrauch doch mächtig in die Hohe getrieben, wenngleich sich der Mehrverbrauch durch entsprechend gemäßigten Einsatz des rechten Fußes problemlos kompensieren ließ.

Im September hatte ich einen Durchschnitt von 184 Wh/km, im Oktober 187 Wh/km, im November 220 Wh/km und im Dezember mit erst wenigen kurzen Strecken und ohne Autobahn 269 Wh/km.
MS 85 mit 19" M+S resp. Winterpneus 19" Pirelli seit 20. Nov.
Ich habe den Eindruck, tiefe Temperaturen wirken sich viel mehr auf den Energieverbrauch aus als die Winterpneus.

Wenn die Temperaturen wieder steigen, wird Dein Auto seine Erkältung wieder los werden. :laughing:

Das hat sich heute bewahrheitet! :slight_smile:
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