Greta Thunberg

Danke - wollte gerade nachfragen. Wann sollen die in NYC ankommen ?

Leute!

Ich hatte den Faden hier eigentlich dahingehend gedeutet, dass es um Greta Thunberg - und evtl ihre Reise nach New York, geht.

So wie es aussieht, geht es ja gut voran und dem Team scheint es auch ganz gut zu gehen. Das freut mich.

Vielleicht macht sich ja der eine oder andere durch die mediale Aufbereitung dieser Reise Gedanken und ändert zumindest sein ganz persönliches Verhalten ein kleines bisschen. Dann hat diese Aktion in meinen Augen schon etwas gebracht.

Jedenfalls mehr, als die Anfeindungen hier auf den letzten Seiten.

Genau darum geht es erst mal. Greta kann die Initialzündung sein. Das ist zunächst mal ihr großer Verdienst. Sie muss das Problem nicht alleine lösen.

OT: Ich sehe zwei Störungen zur Lösung des Klimawandelproblems.

  1. Verzicht
  2. Innovation

( 3. Nix machen)

Ich denke, dass es beide geben muss. Als Beispiel: Wir können nicht Alle und immer aufs Rad oder Bahn umsteigen. Also müssen die noch Notwendigen Autos Klimafreundlicher werden (z.B. BEV). Also Verzicht auf unnötige Fahrten und Verbesserung bei den noch nötigen Fahrten. Ein lange, zeitraubende Diskussion was nötig oder unnötig ist können wir uns nicht mehr erlauben. Dafür ist keine Zeit mehr.

Und für die Skeptiker: Selbst wenn es keinen antrophogenen Klimawandel gibt, dann schadet es uns nicht wir weg von der Verbrennung fossiler Stoffe zu kommen. Die Luft wird in jedem Fall besser. Also es können Alle mitmachen :wink:

Hier noch mal der wohl wichtigste Link für die „Greta-Atlantiküberquerung“:
tracker.borisherrmannracing.com/
Zu sehen ist die aktuelle Position des Bootes sowie den Kurs und Geschwindigkeit. Außerdem sind die Windverhältnisse sichtbar. Unten kann man mit den Balken in die Zukunft gehen und sehen wie der Wind sich später entwickeln wird.
Oben rechts kann man noch mehr Daten abrufen wie zum Beispiel die Wellenverhältnisse.
Wenn man die weißen Kreise auf der gefahrenen Route anklickt kommt man auf die Einträge bei Instergram und Twitter von den Beteiligten.

Habe aufgeräumt!
Alle Beiträge, die sich eher um das allgemeine Thema Klimawandel gehandelt haben, sind hier gelandet: Klimaschutz, Umweltschutz, CO2 allgemein

Hey! Wollt ihr mich ärgern? Direkt nach meinem Beitrag wurden schon wieder neue Beiträge geschrieben, die absolut nichts mit Greta zu tun haben und sie sind deshalb wieder hier gelandet: Klimaschutz, Umweltschutz, CO2 allgemein

Ich wollte mal etwas loswerden, und ich glaube, das ist der richtige Thread dafür.
In den letzten Tagen bemerke ich in den Medien so etwas wie ein kleines „Greta-Bashing“, da wird dann vorgerechnet, dass es überhaupt nicht klimaschonender sei, nach Amerika zu segeln, als zu fliegen, dass Greta von einer Medien- und Marketingmaschinerie umgeben und mittlerweile zum Marketingobjekt geworden sei, und viele andere fragwürdige Behauptungen.

Beispiele:
focus.de/finanzen/boerse/gr … 28183.html
(Greta Thunberg habe „Hintermänner“, die Geschäfte mit ihrem Protest und ihrer Popularität machen)

horizont.net/marketing/nach … mmt-176863
(Greta Thunberg müsse weitere medienwirksame Aktionen veranstalten, um populär zu bleiben)

derwesten.de/politik/greta- … 82905.html
(Segeln sei umweltschädlicher als Fliegen)

merkur.de/politik/greta-thu … 02433.html
(Wieder der Begriff „Hintermänner“…)

Meiner Meinung nach war es nur eine Frage der Zeit, bis so etwas aufkommt. Schließlich gibt es ja glücklicherweise den kritischen Journalismus, und es ist gut, wenn Dinge hinterfragt und nicht kritiklos bejubelt werden.
Trotzdem erinnern mich diese Äußerungen in vielen Punkten an die Diskussion, die in den Medien um die Elektromobilität geführt wird. Da werden Leute, denen der Spritverbrauch ihres SUV normalerweise vollkommen egal ist, plötzlich zu Umweltschützern und beten Kritik am Ressourcenverbrauch für Fahrakkus nach. Genau so wird plötzlich der Klima-Impakt einer Segelreise zum Thema gemacht, vermutlich von Leuten die zigmal im Jahr billigfliegen. Da geht es plötzlich um die „Vermarktung“ einer Jugendlichen, wobei aber fast täglich seltsame Casting-Shows im Fernsehen laufen, die eigentlich kaum thematisiert werden. Und auch beim Elektroauto sorgen sich plötzlich Menschen, die unhinterfragt Kleidung bei Kik usw. kaufen um die Arbeitsbedingungen beim Kobaltabbau, ohne zu wissen, dass der Großteil des heute abgebauten Kobalts für Katalysatoren in der Erdölraffinerie zur Entschwefelung von fossilen Kraftstoffen eingesetzt wird.

Irgendwie muss wohl einfach etwas Kritigwürdiges an denen gefunden werden, die Alternativen zum ständigen „weiter so“ aufzeigen und versuchen, das in die Köpfe der Leute zu bekommen. Gretas Protest und die „Fridays for Future“ sind ja auch ein Vorwurf an uns, die ältere Generation, und eine Forderung, vieles an unserem Lebensstil zu ändern. Einige scheinen da aber empfindlich zu reagieren und in eine Abwehrhaltung zu verfallen. Und auch da ist wieder die Parallelle zur E-Mobilität: Wer ein E-Auto fährt, wird als „Bessermensch“ wahrgenommen, der indirekt den anderen zeigt, dass auch sie sich umweltfreundlicher fortbewegen könnten. Und viele reagieren darauf mit einer Abwehrhaltung. Zum Glück ändert sich das beim Thema E-Mobilität nun etwas, und ich hoffe, dass auch die Schlammschlacht gegen Greta Thunberg bald wieder endet, bzw. ein Randphänomen bleibt.

Das war aber auch klar, denke ich. Was positives über Greta zu schreiben, bringt keine Klicks bzw. Schlagzeilen. Aber findet man ein vermeintliches Haar in der Suppe, ist der Artikel gesichert. Ist doch wie bei Tesla. Wenn sie brennen oder gegen die Wand fahren. Das bringt Artikel. Wenn das Auto mich brav seit 1,5 Jahren etwa 42.000 KM durch die Gegend fährt, ist es natürlich keine Zeile wert.

Ankerherz Kommentar auf Facebook, unter anderem zu den Vorwürfen das für die Rückführung eine neue Crew eingeflogen wird.

facebook.com/Ankerherz/phot … 6130910299

Berichtete die TAZ falsch, die eigentlich zitiert? Ist der Kommentar vom Ankerherz korrekt? Schwer zu beurteilen…
taz.de/Thunbergs-Segelreise-in- … s+Herrmann

Damit kann man sich sicher beschäftigen, aber der Klimawandel an Sich ist eigentlich das Problem, dass unsere Aufmerksamkeit erfordert.

Greta ist selbst der Grund für ihr Bashing. Sie selbst säht Angst und Panik. Das dreht sich nun gegen Sie. Die Bewegung FfF ist wie Lausanne zu sehen eine Bewegung die Kommunismus, Bevormundung und Verbote glorifiziert. Das skandieren von sozialistischen Schlachtrufen beim Marsch durch die Stadt ist mehr als ausagekräftig. Menschen mit anderer Meinung werden gebranntmarkt und diffamiert. Andersum läuft es natürlich genauso.

Für mich schaut auf beiden Seiten kräftig der Exremismus heraus und der ist auf jeden Fall für mich abzulehnen.

Ach eines noch, viele fühlen sich gut, weil sie bei Projekten spenden, die Bäume pflanzen oder sonst was. Das ist Ablasshandel bei dem jede Menge Geld ververwaltet wird.

Pflanzt selbst Bäume. Ich mache das seit über 10 Jahre, jeden Tag (außer der Boden ist knochenhart gefroren). Bei meiner abendlichen Runde pflanze ich ein angeflogenes Bäumchen vom Wegesrand an einem Ort an dem es überleben kann. Darauf würde Greta und deren Kritiker nicht im Ansatz darauf kommen.

Die meisten Probleme, die den globalen Klimawandel befeuern sind nicht direkt durch eigene Handlungen wie Bäume pflanzen zu beeinflussen, sondern erfordern politische Entscheidungen. Und genau darauf lenken Greta Thunberg die Aufmerksamkeit.
Um den etwas gegen den Klimawandel zu tun, wird man auf Dinge verzichten müssen und dafür aber auch neue Möglichkeiten entstehen.
Verbote wären nicht nötig, wenn jeder umsichtig handelt. Da waren wir wieder bei der eigenen Aktion des einzelnen. Dafür, vermute ich, langt unsere Schwarmintelligenz allerdings nicht…
Kommunismus löst auch keine Umwelt oder Klimaprobleme, wie wir an vergangegen Versuchen geschichtlich betrachten können. Die Probleme lösen nur Menschen, die entsprechende Entscheidungen treffen. Und das auf allen Ebenen.

Hast Du die „LAUSANNE CLIMATE DECLARATION“ wirklich mal gelesen und versucht zu verstehen?

drive.google.com/file/d/1Nu8i3B … hvwC0/view

Letzteres wird leider zu wenig beherzigt. Deswegen wiederholen sich hier auch immer und immer wieder die gleichen (Schein-)Argumente. Mein Dank an die Moderation!!!

Heute am 20. August ist es genau ein Jahr her, als Greta mit dem Mut der Verzweiflung gepaart mit Asperger-Sturheit(?) sich allein mit ihrem Schild und ein paar Handzetteln vor das schwedische Parlament gesetzt hat und ihren Schulstreik gestartet hat.
medium.com/wedonthavetime/this- … a48ab97e3a


Auf den Handzetteln stand geschrieben (auf schwedisch):
We kids most often don’t do what you tell us to do. We do as you do. And since you grown-ups don’t give a shit about my future, I won’t either. My name is Greta and I’m in ninth grade. And I refuse school for the climate until the Swedish general election.

Nachtrag: Ingmar Rentzhog, Gründer von wedonthavetime.org, hat das Foto verbreitet und schildert heute seine Beweggründe
medium.com/wedonthavetime/stand … 31d93f025f
Being part of the Swedish climate community, I was tipped off about a school strike outside the Swedish parliament. Together with my colleague, a photographer, we went there on our way to work to speak to the kids and document their protest. It was not what I had expected, at all. Instead of a group of loud activists there sat a silent and lonely girl. Next to her she had the now-famous sign “school strike for the climate” and in front of her a pile of leaflets weighted down by a stone to keep the wind from carrying them. People passed by, rushing to work. I stood there for a while, contemplating what I saw. No one seemed to care. Those who at all noticed her pretended she, or the problem she was raising, didn’t exist. Being a father of three, and once myself that kid in school no grown-up listened to, I found the scene hurtful. This lonely girl was carrying the weight of the world on her shoulders and no one was giving a damn.
(Hervorhebung von mir.)

Und falls das Foto vom ersten Tag sein sollte - bereits hier perfekt mittels Fotograf in Szene gesetzt.

Schulstreik (Woche 52) am letzten Freitag fand nicht in Stockholm sondern im Atlantik (47° 17′ Nord, 13° 17′ West) an Bord der Malizia II statt. Ein Schulstreik ist das nun eigentlich nicht mehr, da Greta ein ganzes Jahr mit der Schule pausiert, um an verschiedenen Konferenzen und Demonstrationen auf dem amerikanischen Kontinent teilzunehmen.
zdf.de/nachrichten/heute/em … a-100.html
Im Hintergrund über das Heck hinaus ist ein wenig Seegang zu erahnen.
Links im Bild (blau) sieht man die Bordtoilette. :wink:

Kann ich mir da wirklich nicht vorstellen :laughing:

Bei dem Bild denke ich nur „make America Greta again“. Da kommt ganz schön viel Sturm auf Donald zu.

Greta wird gute Chancen haben die Amis zu überzeugen, mit Normalos können die ja eh nix anfangen, nach einem Schauspieler, einem infantilen notorischen Lügner- und Blender, warum soll nicht mal ein 16 Jähriger Teenie zum Zug kommen?

Ja, sie hat selbst den Begriff „Panik“ benutzt, im gleichen Satz aber klargestellt, dass sie damit nicht meint, vor Angst zu schreien, sondern dass es darum ginge, endlich aktiv zu werden, und das ist ja auch richtig so.

Ich habe noch bei keiner FfF-Demo gehört, dass Verbote und Bevormundung glorifiziert wurden. Ganz im Gegenteil, die FfF-Bewegiung ist in großen Teilen eine antiautoritäre Bewegung, mit der sich bislang bevormundete Gruppen der Gesellschaft (hier insbesondere Jugendliche) gegen eine Bevormundung wenden, die ihnen bislang verwehrt, Einfluss auf die Klimapolitik zu nehmen, von der ja hauptsächlich die jüngere Generation betroffen ist. Beim allerbesten Willen nach Verständnis Deiner Position: Für mich ist es eine totale Umkehrung der Tatsachen, hier von Bevormundung zu sprechen. Und mit „Kommunismus“, in welcher Form auch immer, hat das ebenfalls nichts zu tun. Durch deine Aussage werden hier Kampfbegriffe in die Diskussion geworfen, die mit dem Thema überhaupt nichts zu tun haben.

Dass bei den Demos sozialistische Parolen skandiert werden, ist richtig, aber es dürfte klar sein, dass eine Bewegung wie FfF nur dann so groß werden kann, wenn sie sehr breit aufgestellt ist und Mitstreiter aus verschiedenen Teilen des politischen Spektrums zulässt, solange sie mit den grundlegenden Zielen vereinbar sind. Und sozialistische Grundsätze sind durchaus mit den Forderungen nach einer wirksamen und auch international gerechten Klimapolitik vereinbar. Einige sozialistisch geprägte politische Gruppen propagieren seit Jahrzehnten Ziele wie Nachhaltigkeit und internationale Gerechtigkeit, und somit sehe ich da keinen grundsätzlichen Widerspruch. Ob man nun durch Verstaatlichung von Unternehmen solche Ziele erreicht, daran habe allerdings auch ich persönlich Zweifel, aber darum skandiere ich ja auch keine solchen Parolen. Das bleibt ja jedem selbst überlassen. Jedenfalls ist deswegen nicht die gesamte Bewegung von „Extremismus“ geprägt…

Alles in allem kommt in Deinem Beitrag der immer wieder beobachtete Versuch zu Tage, eine ganze Bewegung aufgrund von willkürlich herausgegriffenen, mal „irgendwo gehörten“ Erscheinungen zu diskreditieren. Keine irgendwie breiter aufgestellte Bewegung wird sich aber je gegen alles unerwünschte abgrenzen können, und das soll sie auch nicht. Eine unendliche Kette der Spaltungen und Abgrenzungen wäre die Folge, und das wünsche ich der FfF-Bewegung nicht.

Was den „Ablasshandel“ angeht, gebe ich Dir uneingeschränkt Recht. Dein Verhalten ist lobenswert, und die Welt wäre wirklich besser, wenn jeder so handeln würde. Und ich denke im Gegensatz zu Dir auch, dass Greta und ihre Anhänger sehr wohl solche Dinge tun und auch propagieren. Aber selbst wenn das alle täten, würde es nicht reichen, den Klimawandel und den Raubbau an natürlichen Ressourcen und die Ungerechtigkeit im Umgang mit diesen Ressourcen auf der Welt einzudämmen. Dazu braucht es realistischerweise politische Entscheidungen, internationale Abkommen, und die technologische Entwicklung von Alternativen zur Energieeinsparung (ein Grund, warum ich Tesla fahre) und Energiegewinnung. Auch wenn man selber Bäume (um)pflanzt, kann dies genauso eine Alibihandlung sein, wie Geld dafür zu spenden.