Gleichbehandlung von Elektroautos aus anderen EU-Staaten

Mir ist häufiger aufgefallen, daß sich hier jemand gemeldet hat, der Probleme mit Behörden hatten und Vorteile die für Elektroautos gedacht waren nicht nutzen konnten, weil er/sie aus einer anderen Stadt oder einem anderen Land kam.
Ein Beispiel hier: [url]Reifendruck]
Bezug nehmend auf diesen Fall eröffne ich mal diesen Faden, da ich under den bestehenden Gesprächsthemen keinen passenden Faden gefunden haben.

Es geht mir darum zu besprechen welche Hürden (Formulare/Nummernschilder/Aufkleber usw.) bestehen um z.B. In Stadtgebiete einfahren zu können oder um z.B. Parkplätze nutzen zu dürfen. Keine Ahnung was es sonst noch so gibt.
Mein Interesse dabei ist, daß wir künftig „barrierefrei“ fahren, laden und parken können oder zumindest die Hürden kennen.
Im o.g. Faden wurde vorgeschlagen, daß ein EU-Verfahren evtl. helfen könnte. Da ich mich dem alleine nicht gewachsen sehe, möchte ich auch dazu mit euch diskutieren, ob ihr Interesse an dem Thema habt und welche Möglichkeiten und Chancen eurer Meinung nach bestehen.

Elektrische Grüße
Oliver

MEIN fall wäre DIESER:

die stadt paderborn lässt e-autos seit dem 1. juli 2016 kostenlos auf gebührenpflichtigen stellplätzen parken. als nachweis soll das E-kennzeichen dienen - habe ich aber nicht!! zu meiner zeit war bei der anmeldung des roadsters noch das „normale“ kennzeichen üblich bzw. konnte das E-kennzeichen nur auf antrag vergeben werden.

habe die stadt paderborn mit einem freundlichen brief auf diese ungleichbehandlung hingewiesen. in einem lapidaren antwortschreiben wurde das bedauert aber das erfordernis eines E-kennzeichens weiterhin bestätigt.

ich werde es dennoch wagen! :mrgreen:

In einigen Städten in Italien dürfen nur Anwohner und E-Autos in die Innenstadt. Ich konnte bisher aber noch nicht herausfinden wie das genau funktioniert. Die Bereiche sind normalerweise mit Kameras überwacht, die die Kennzeichen überwachen.

Das mit dem E Kennzeichen ist nachvollziehbar, aber lösbar. Leider kostet das Geld.
ich würde es auch darauf ankommen lassen. :wink:

Ich bin momentan wegen einer neuen Windschutzscheibe ohne Plakette unterwegs. Das Risiko gehe ich auch ein. :sunglasses:

Zu Italien und den Innenstädten, gelten dann auch diese E-Kennzeichen oder muss man sich registrieren? Weiss das jemand?

Als Beispiel für einen Fall von Ungleichbehandlung:

Klage, weil Einheimische für den Besuch der Salzburger Festung keinen Eintritt zahlen

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Langenfeld macht’s wie Paderborn. Nur eben zusätzlich mit blauer Plakette. Dann braucht man kein E-Kennzeichen.

PB vergibt aber keine städtischen plaketten… :frowning:

zum Glück! Sonst sieht man bald die Straße nicht mehr vor Plaketten :wink:

Lediglich für ausländische E-Fahrzeuge gibt es die Möglichkeit, ihre Berechtigung durch eine Vignette nachzuweisen.
heißt es ja in der Offiziellen Meldung, evtl musst du dich einfach als „Ausländer“ anmelden :smiley: :smiley: :smiley:

Hauptsache das gilt auch noch in 2018 wenn das M3 da ist :smiling_imp:

Hm, in Norwegen werden Elektrofahrzeuge übel diskriminiert. Bei Fjord1 dürfen elektrische Fahrzeuge nur auf dem Topdeck transportiert werden, wegen der akuten Brandgefahr! Man wird deshalb vorher aus der PKW-Spur ausgesondert und darf bei den LKW’s auf die Fähre warten. Das ist Diskriminierung in Reinstkultur! Als pflichterfüllender Bürger gebe ich sogar am Kassenschalter Bescheid, daß ich mit einem brandgefährdeten Elektroauto beabsichtige den Fjord mittels Fähre zu überqueren. :smiley: Ich liebe diese Art der Diskriminierung! :wink:

Aber es ging ja nicht um Diskriminierung zwischen den Antriebssystemen, sondern bezüglich Diskriminierung internationaler Elektroautos.
Ich bin kein Fan von Plaketten, schließlich fahre ich in einer elektrischen Reiselimousine und nicht in einem Urlaubskoffer mit Andenken von meinen Urlaubszielen umher. Somit wären diese für mich ein No-Go und jede Behörde die meint ein Problem mit einem Aufkleber zu lösen, sollte darüber nachdenken diese kurzsichtigen Personen die solche Dinge verzapfen wegen öffentlicher Gefährdung aus dem jeweiligen Behördenladen zu schmeißen oder gleich sich als Behörde dicht machen, denn solche Dinger verhindern die Sicht auf den Verkehr und das Anbringen von Aufklebern auf Autoglasscheiben ist demzufolge als sicherheitskritisch zu betrachten! Zumal eine Internationalisierung und "barrierefreheit nicht gewährleistet werden kann.
Erzählt mal einem ausländischen Touristen wie er in Deutschland seine Elektroautoplakette an einem Wochenende bekommt und falls er das Glück hat an einem anderen Wochentag ins deutsche Hoheitsgebiet einzufahren dafür dann auch nach 'nen 20er lockermachen soll. :imp: Geht’s noch?

Für mich gibt es nur 2 gute Lösungsansätze die sinnvoll sind, RFID und/oder Kamera mit automatischer Schildererkennung und das nicht national, sondern europaweit.

RFID funktioniert in Skandinavien schon lange in Verbindung mit den Mautstellen, leider haben die sich auch nicht auf einen Standard geeinigt, sodaß ich zwar in ganz Norwegen und bei der Storebeltbrua und Øresundbrua (zwischen Dänemark und Schweden) bargeldlos abgefettet werden kann, jedoch Göteborg auf den Papierweg Rechnungen verteilt, um Anschließend noch fettere Gebühren zu erheben. :imp:

Kamerasysteme mit Fahrzeugschilderkennung funktionieren in Norwegen bei verschiedenen Parkhäusern und der Polizei. :mrgreen:

Wer Angst um seine Daten mit diesen Systemen hat, hat eh verloren, denn man ist und bleibt „gläsern“, aber das kennen wir schon zur Genüge von unseren eigenen Autos. Der Convenience-Faktor ist dafür aber voll in Ordnung. :smiley:

Als Tourist kann man sich bezüglich Maut bei Autopass entweder permanent anmelden oder sich einen RFID ausleihen.
In Bergen gibt es in einigen Parkhäuser eine App namens „Sesam Sesam“, welche es nach der Registrierung im System ermöglicht, daß die Nummerschilder per Kamera erkannt und die Schranke ohne weiteres zutun aufmacht. Die Bezahlung erfolgt bargeldlos über Kreditkarte. Ob dies dann mit deutschen Nummerschildern funktioniert weiß ich allerdings nicht.
Die norwegische Polizei nimmt zunehmend solche Kamerasysteme in Gebrauch, um automatisch zu ermitteln, wer seine jährliche Kfz-Steuer bezahlt oder eben nicht bezahlt hat. :mrgreen:

Diese beiden Systeme sind erprobt und haben sich bewährt, jetzt fehlt nur noch die Internationalisierung.
Hier könnte sich der deutsche Staat/Europa ein Beispiel nehmen (und Dieselbrindt kriegt dann vielleicht auch seine Autobahnmaut zustande, denn die wäre dann einfach und kostengünstig zu realisieren) :smiling_imp:

VG,
SB.

PS: Dieser Beitrag trieft von Ironie und Sarkasmus, bei Nichterkennung derselbigen bitte ich davon Abstand zu halten sich darüber zu echauffieren und damit den Thread unnütz zu „verwässern“.

PPS: Wer meint, das ich hier etwas zu „stark“ auftrete, ja ich habe meine Gründe, denn unter anderem kann ein mittels aufgebrachter Plakette verbreiterte A-oder C-Säule die Ursache sein, daß jemand über den Haufen gefahren wird!

Das Mautsystem in Ungarn und Rumänien funktioniert mit Kennzeichenerkennung.
Bei dem Kauf von Straßennutzung muss man das Kennzeichen angeben.
Auf der Rechnung steht dann das Kennzeichen und die Gültigkeit von bis.