GF4 - Wasserbedarf

Gehetzt wird in meinen Augen von den GF Gegnern und teilweise von den lokalen Kolumnisten.
Die Fachleute der Wasserverbände zeigen Probleme auf und werden nicht gehört weil sich bei der Verwaltung keiner für zuständig hält - das ist doch in D fachübergreifend gängige Praxis :crazy_face:

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Ich kann den Punkt von @witti schon nachvollziehen.
In Europa werden andere Resourcen über weite Strecken transportiert wenn sie irgendwo fehlen.

Beim Wasser ist es noch nicht so weit (jedenfalls nicht nördlich der Alpen), wird aber meiner Meinung nach irgendwann auch kommen, wenn wir einzelne Gebiete nicht zur Wüste vertrocknen lassen wollen.

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Weil bisher der Wert von sauberem Wasser als Rohstoff in D noch nicht erkannt wurde. Dazu kommt die kommunale oder föderalistische Denkweise die hier wenig hilfreich ist.

Das Argument ist nicht neu. Oder auch der Vorschlag. Wie gesagt wurde versucht aus Eisenhüttenstadt Wasser zu bekommen. Wurde abgelehnt:

Das Nächste ist Hangelsberg, was aber noch ein paar Jahre braucht.
Die Bürgerinitiative wird nicht daran Schuld sein, dass das Wasser nicht von weiß ich nicht wo kommen kann. Da müssen die Fachleute klären, wo genug vorhanden ist und wie das herkommen kann. Das werden wir nicht schaffen. Und letzter Stand ist eben Hangelsberg. Nicht Bodensee. Und auch nicht Jänschwalde.

Die Harzwasserwerke liefern bis nach Bremen, über 200km.

Solange wie das schon bekannt ist mit der Wasserknappheit hätte man ja schon ne Pipeline bauen können :sweat_smile:

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Irgendwie versteht Ihr mich nicht, oder? Hier braucht Niemand argumentieren, dass das Wasser geliefert werden könnte. Ich habe da kein Problem mit. Schon als Eisenhüttenstadt aktuell avisiert wurde, war das eine mögliche Herangehensweise. Meine Probleme fangen an, wenn das Wasser rationiert wird. Obwohl. So lange, wie der See noch Wasser hat, nehme ich dann das. :sunglasses:
Wenn das Liefern möglich ist, weil das Wasser von irgendwo geliefert werden kann (weil genug vorhanden ist) und das sinnvoll gemacht werden kann (weil die Pipeline gelegt werden kann), dann wird das auch gemacht. Unabhängig davon, was in diesem Forum geschrieben wird. Das interessiert die Verantwortlichen wohl eher wenig. :wink:

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Elon denkt in anderen Maßstäben.
Er lacht über Wasserprobleme auf dem blauen Planeten :earth_africa:.
Interessant wird es für ihn erst, wenn es um Wasser auf dem Mars geht! :rofl:

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Mal eine blöde Frage. Die Wasserproblematik muss doch vorher bekannt gewesen sein? Wieso wird dann überhaupt probiert, eine so große Fabrik in diese Gegend zu locken? Für mich nicht verständlich.

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Da reihst Du Dich ein, in die Argumentation der BI.
Das anhängende Verfahren gab es nicht. Das Wasserproblem war keins.

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Wasserknappheit ist do das Beste was es geben kann. Zumindest für das Geschäftsmodell Wasserverkauf.

Da fiele mir für die drei Punkte noch einiges ein.

Die Wiedervernässung von Mooren wäre eine Möglichkeit, den Abfluss von Niederschlagswasser zu reduzieren und so die Grundwasserneubildung zu erhöhen. Keine Ahnung ob es im Bereich des Roten Luchs dafür Potential gibt.

Generell ist es auch eine Möglichkeit die Verdunstung von Niederschlägen durch Waldumbau von Kiefernforsten zu Buchenmischwäldern zu reduzieren und damit die Grundwasserneubildung zu erhöhen. Kiefernmonokulturen, die sich dazu eignen könnten, gibt es in der Gegend einige.

Das ist aber ein insgesamt sehr komplexes Thema und hier im Forum nicht im Detail darstellbar. In Eberswalde (etwas nördlich des Einzugsgebiets des WSE) forschen die Hochschule für nachhaltige Entwicklung und das Thünen Institut schon lange auch an diesen Themen.

Die Kiefer hat eine offene, sperrige Krone. An den langen Nadeln bleibt relativ viel Wasser haften. Sie ist immergrün. Aufgrund dieser Kronenarchitektur wird viel Wasser in den Kro- nendächern gespeichert. Es verdunstet dort und gelangt nicht zum Waldboden. In den Kronen 80- bis 100-jähriger Kiefern verdunstet durchschnittlich ein Drittel des jährlichen Niederschlages.

Die Buche hat saisonale Belaubungsunterschiede (sommergrün, winterkahl), ihre Äste und Zweige leiten dem Stamm trichterförmig Wasser zu, die glatte Rinde lässt das Wasser am Stamm gut abfließen. In den Buchenkronen verdunstet nur ein Fünftel bis ein Viertel der jährlichen Regenmenge. Diese baumartenspezifischen Unterschiede beeinflussen unmittelbar. […]

Diese Unterschiede sind von großer wasserwirtschaftlicher Be- deutung. Wasserhaushaltsmodellierungen erbrachten, dass die potenzielle Grundwasserneubildung im Bestandesleben eines Kie- fernwaldes auf Sandboden (120 Jahre) bei 80.000 m3/ha liegt, ein Buchenwald unter vergleichbaren Witterungs- und Bodenbedingun- gen entlässt dagegen mehr als das Doppelte in das Grundwasser.

https://literatur.thuenen.de/digbib_extern/dn048319.pdf

Wer in das Thema Wasser und Wald einsteigen will, sollte sich das PDF mal durchlesen!

Gruß Mathie

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An war- men Sommertagen transpiriert ein Buchenwald bei ausreichender Wassernachlieferung aus dem Boden ca. 40.000 bis 60.000 Liter Wasser pro Hektar (Abb. 2). Die Evaporation ist die Verdunstung am Waldboden.

Zitat aus deinem bericht.
50qm x 100d x 300 ha = 1,5 mio qm… das grundwasserdargebot auf dem teslagelaende insofern komplett gerodet erhoeht sich also um mehr als dem genehmigten hoechstbedarf.
Kann das mal irgendwer publizieren?

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André Bähler macht in Interviews u.s.w. ein Heiden-Drama um Tesla, aber wohl hauptsächlich deswegen, um Druck auf die Politik zu machen, damit er mehr Unterstützung bekommt. Er ist nun mal für die Wasserversorgung verantwortlich, hätte gern auch Tesla-Tempo z.Bsp. beim Bau des Klärwerks bei Freienbrink und möchte das Grundstück möglichst billig vom Land Brandenburg.

Auch möchte er Verständnis für seine Pläne beim Umbau der Satzung, die m.E. nicht verkehrt sind, wie zum Beispiel Abschaffung der Gartenzähler und des verbilligten Wassers fürs Gießen. Gerne hätte er auch die Möglichkeit, die Wasserentnahme zu deckeln und die dazu gehörenden Kontrollmöglichkeiten nebst Bußgeldern. Aus Sicht eines Wasserversorgers ist das alles nachvollziehbar. Tesla darf ja jetzt auch nicht mehr als die 1,4 Mio. m³ entnehmen.

Aber abwegige Zahlen oder Probleme zu erfinden, die gar nicht da sind, geht natürlich nicht. Einige Politiker (CDU Hoppegarten) haben auch schon mal seinen Rücktritt gefordert.

Nach meinem Verständnis werden für die Trinkwasserversorgung von Berlin etwa 8 m3/s aus der Spree benötigt, welche so wenig wie möglich sulfatbelastet sein sollten. Für die Auffüllung des Cottbuser Ostsee braucht es etwa 3 m3/s dh. mehr als den voraussichtlichen Anfangsbedarf der GF 4.

Sobald der See gefüllt ist, darf das überlaufende Wasser jedoch nicht wieder in die Spree zurückfliessen, da es zwar knapp Trinkwasserqualität erreicht jedoch voraussichtlich ziemlich mit Sulfaten belastet sein wird.

Deswegen würde ich dieses sulfatbelastete Wasser in einer Pipeline zur GF 4 zurückleiten. So müsste man das Grundwasser nicht angreifen.

Noch einfacher wäre es m.E. den für den Cottbuser Ostsee bestimmten Teil direkt aus der Spree für die GF 4 zu verwenden. :wink:
Jedoch müsste Tesla m.E. die Abwasser so reinigen, dass diese wieder in die Spree zurückgeleitet werden können. Sonst müsste dieser Aufwand bei der Trinkwasseraufbereitung geleistet werden.

Leute - glaubt irgendeiner wirklich daran, mit seinem Halbwissen die komplizierten Zusammenhängen der Wassersituation in und um Grünheide hinreichend beurteilen und zur Lösung der Problematik beitragen zu können?

Es gibt übrigens wenig Sinn, auf der einen Seite eine Veränderung des Klimas zu postulieren und auf der anderen Seite Zahlen aus den 90ern zu verwenden, um Wasserverbrauch und Wasserregeneration miteinander zu vergleichen.
Glaubt man dem CO2 Narrativ, so ist eben davon auszugehen, dass die Niederschläge in Zukunft eher weniger werden und der Grundwasserspiegel in/um Berlin eher sinken wird. Gleichzeitig wächst der Wasserverbrauch des Großraum Berlin kontinuierlich - auch ohne Tesla.

Ich hätte keinen Spaß an meinem YP wenn ich wüsste, dass die Menschen der Region aufgrund der Fahrzeugproduktion nicht genügend Trinkwasser zur Verfügung hätten. Irgendwo muss Egoismus Grenzen haben. Und wenn die Sachlage hinsichtlich des Großprojektes GF4 nicht völlig eindeutig ist, gehört das abgeklärt - auch wenn es dauert.

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Allerdings! Das eher trockene Franken z.B. bezieht Extrawasser auch aus der Donau-Main-Überleitung. Sollte kein Hexenwerk sein.

von heise-online: Teslawerk Grünheide: Gericht verhandelt nach Klage über Wasserversorgung

Falls es noch nicht an anderer Stelle gepostet wurde; der Krimi ums Wasser geht am 04.03. weiter. Früher als ich dachte…

Die Bedenken sind doch lächerlich.

Aus dem Bodensee wird über eine Entfernung von mehr als 200 km Länge mit einer Wasser-Pipeline die ganze Region Stuttgart und darüber hinaus versorgt. Die Pipeline war nach nur zwei Jahren und 8 Monaten Bauzeit im Jahre 1958 fertig!

Heute umfasst das Leitungs-Netz 1.700 km und versorgt mehr als 4 Millionen Menschen mit Wasser.

Deutschland ist mE bereits auf das Niveau eines Entwicklungslandes gesunken, und schafft es nichtmal mehr, öffentliche Infrastruktur vernünftig zu planen und zeitnah umzusetzen.

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In 1958 war das kein Problem. Da war mit Sicherheit auch jede Menge Handarbeit dabei. Mit den techn. Möglichkeiten die man heute hat sollte das wesentlich schneller gehen. Leider hat sich der Anteil der Bürokraten seit 1958 auch stark erhöht, d.h. die techn. Entwicklung wird dadurch überkompensiert.
Schau Dir mal eine poplige Autobahnbrückenbaustelle an und vergleiche die Bauzeit mit der Fehmarnsundbrücke.
Ich wundere mich täglich daß wir es in D noch immer so gut haben, trotzt der ganzen Bürokratie. Frage mich natürlich auch wie lange das noch so weitergehen kann.

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Bin bei Dir. Das ist die reinste Hexenjagd auf Tesla.
In Grohnde hat man sogar AKW und Abklingbecken in/neben die Schutzzone vom Heilquellen- und Trinkwasserschutzgebiet gebaut.

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