@LUCKY beim Bebauungsplan hast Du völlig recht und die Beteiligung von Bürgern und Verbänden in der Umweltverträglichkeitsprüfung zu den konkreten Auswirkungen der Ansiedlung von Tesla läuft sogar noch.
Die Unterlagen lagen alle ab dem 4. 1. 20 einen Monat lang aus und jeder konnte Einsicht nehmen und kann sich noch bis Anfang März äußern. Danach wird eine öffentliche Erörterung stattfinden. Also auch hier kein Geheimverfahren, sondern ein völlig transparentes Vorgehen, wie vom Gesetzgeber gefordert.
In diesem Verfahren wird sichergestellt, dass relevante negative Auswirkungen auf die Umwelt kompensiert oder durch Teslas freiwillige Leistungen sogar überkomkensiert werden.
So wird eine ökologisch relativ geringwertige Kiefern-Monokultur durch die vielfache Fläche an ökologisch wertvollerem Mischwald ersetzt. Was den Wald angeht wird es also sowohl quantitative als auch qualitative Verbesserungen durch die Ansiedlung von Tesla geben. Waldschutzargumente dürften also in der Umweltverträglichkeitsprüfung Keine negativen Auswirkungen haben.
Bleibt das Wasser als einziger Punkt bei dem es Klärungsbedarf gibt. Da hatte ich ja schon vorher hier im Thread geschrieben, warum ich die Äußerungen des Wasserverbandes seltsam finde und weshalb ich da keine grundsätzlichen Probleme erwarte. Die konkrete Lösung kann dann ja im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung festgelegt werden.
Die umweltbezuogenen Proteste gegen die Gigafactory sind für mich bestenfalls uninformiert, schlimmstenfalls werden vorgeschobene Umweltschutzaspekte genutzt, um andere Interessen zu verfolgen.
Die stadt- und regionalplanerischen Aspekte der Ansiedlung einer Industrie wurden ja bereits im Bebauungsplanverfahren öffentlich abgewogen und es wurde demokratisch entschieden, dass die Vorteile wie Arbeitsplätze in der Industrie die Nachteile wie zusätzlichen Verkehr überwiegen.
den Erhalt des Waldes als Lebens- und Erholungsraum
Schadstoffarme Luft
Schutz vor einer Zunahme des Lärms
bezahlbare Mieten und Grundstückspreise
transparente Politik und ernsthafte Beteiligung der Bürger*innen
ist die Aussage des WSE, dass die Versorgung gesichert ist. Von Schadstofffreiheit gehe ich dabei aus. Tesla wird wohl kaum Schadstoffe in den Boden leiten.
da wird es besseren und mehr Wald an anderer Stelle geben
Tesla wird uns sicher nicht die Luft verpesten. Zunehmender LKW-Verkehr könnte da allerdings auch mehr an Luftverschmutzung bringen.
mit dem Lärm sehe ich es ähnlich, wie bei 3. Es kommt darauf an, wo die LKWs letztlich langfahren werden.
bei erhöhtem Bedarf könnten tatsächlich Mieten steigen. Grundstücke sind bei dem Zinsniveau schon lange im sehr hohen Bereich angesiedelt. Inwiefern das die Demonstranten tatsächlich betrifft, ist fraglich.
wie sollen sich die Leute mehr beteiligen können? Abstimmung, ob gebaut wird oder nicht? Die Vorgaben sind eindeutig und werden natürlich eingehalten. Mehr Transparenz als schon jetzt, sehe ich nicht, wie das gehen soll.
Wenn man sich also diese Punkte ansieht, bleibt eigentlich wenig übrig. Dass sich vor allem mehr Verkehr bemerkbar machen kann, ist klar. Und da sollten Konzepte zur Entlastung helfen. Die wurden bereits angesprochen und es gibt ja extra Arbeitsgruppen dafür. Es ist sogar eine eigene AB-Anfahrt für das Werk geplant. Dann fährt wohl kaum noch ein LKW extra über die Dörfer.
" 3. Tesla wird uns sicher nicht die Luft verpesten. Zunehmender LKW-Verkehr könnte da allerdings auch mehr an Luftverschmutzung bringen.
4. mit dem Lärm sehe ich es ähnlich, wie bei 3. Es kommt darauf an, wo die LKWs letztlich langfahren werden. "
Das mit dem LKW Lärm und Dreck wird dann 1-2 Jahre später auch noch durch Tesla mit dem neuen Semi erledigt
Streich das „sogar“, keiner wird ein Werk für Milliardensummen in unmittelbarer Autobahnnähe in die Pampa setzen und dann noch zehn Jahre den Werksverkehr durch sieben Käffer schieben, bis eine Autobahnauffahrt durchgeboxt und auch gebaut ist. Das wäre schon in der Bauphase tödlich für die Akzeptanz. Dass es die AB-Anbindung gibt (oder zumindest baurechtlich zum Grundstückskauf alles unter Dach und Fach ist) wird eine Voraussetzung für die Standortentscheidung gewesen sein. Und, oh Wunder, bei Freienbrink gibts eine solche Auffahrt zur A10 und das Grundstück schmiegt sich an genau diese Straße an - ob die Trompete für den Vollausbau reicht wird sich zeigen, aber kein Bagger muss über die Eichenallee in Grünheide zum Teslagrundstück rollen.
Gegenbeispiel deutscher Weitsicht (sogar im Automobilsektor) dürfte wohl MDC Power sein, die sich eine ähnliche grüne Wiese ausgesucht hatten und heute etwa 40ha nutzen. Deren Schiene war schon vor Produktionsstart 2003 vor der Tür, die war aber bis zur ersten Werkserweiterung 2013 gar nicht ans Werk angebunden. Hingegen hat man auf den Zubringer der A71 gesetzt, der von der Politik hoch und heilig versprochen wurde. Problem an der Sache: Die A71 selbst gabs noch gar nicht Deren letztes Teilstück an genau dieser Ecke wurde 2015 eröffnet…
Was ich meinte, ist nördlich am Werksgelände, vor der Bahntrasse, soll eine zweite Abfahrt kommen, die direkt ins Werk führt. Auf Dauer wird die jetzt existierende nicht reichen. Da fahren jetzt schon genug Autos und LKWs ab.
Sicherlich ist eine zusätzliche Autobahnausfahrt nördlich des Teslas Geländes besser, aber die aktuell bestehende Ausfahrt Freienbrink wird doch wohl erst einmal reichen - und sie liegt auch noch südlich vom Gelände und damit nicht auf der Seite von Grünheide.
Wenn man sich den Plan anschaut kann ich nicht erkennen warum auch nur irgend ein Auto durch Grünheide fahren soll um zum Telsagelände zu kommen.
Komisch auch das die Autobahn keine Demo auslöst - da muss doch bereits heute viel mehr Verkehr an Grünheide vorbei gehen.
Das mit der Autbahn-Demo ist Quatsch. Die gibt es ja seit dem 3. Reich. Und die aktuelle Demo ist ja gegen Veränderungen gerichtet.
Warum auch nur ein Auto durch Grünheide oder auch den anderen Orten der Gemeinde fahren soll, ist schnell erklärt. Pendler werden mit PKWs aus allen Richtungen kommen. LKWs nehmen auch jetzt schon gern die Fahrt durch unsere Orte wahr, um nicht von der Mautbrücke auf der A10 erfasst zu werden.
Der bestehende Anschluss ist nicht nur für Freienbrink, sondern von da geht es weiter Richtung Fürstenwalde, Storkow, Herzfelde usw. Man kann da gern ein Stück Autobahn umfahren, z.B. wegen Stau. Die AB nach Polen ist zwar jetzt mit je 2 Streifen fertig geworden, aber schon wieder reparaturbedürftig. Außerdem soll sie mal auf je 3 Streifen ausgebaut werden. Und in der Richtung gibt es sehr viel Verkehr. Ob von Tesla noch was dazu kommt, kann natürlich sein.
Der Artikel vom Spiegel ist recht neutral. Trotzdem kann ich mich nicht entsinnen, dass jemals der Bau einer Autofabrik derart genau analysiert wurde. Schade, dass die Presse den deutschen Herstellern nicht mehr auf die Finger schaut, damit sowas wie der Abgasskandal oder auch die Tier- und Menschenversuche sich nicht wiederholen.
Mein gott diese Spiegel-Artikel sind ja so schlecht die könnten ja auch von Dieter Nuhr sein. Ähnlich wie Julia Neigels Facebook mist. Einfach nur schlecht.
Nichts Neues, nur der Vollständigkeit halber.
Tesla soll weder bevorteil noch diskriminiert werden und kann natürlich wie jede andere Firma auch Subventionen erhalten.