Gerade auf ARTE: Energie aus Thorium

Man sagt, die Eigensicherheit sei besonders bei Wind, Sonne, Wasser und Geothermie überwältigend.

Bei Wasser stimmt das aber nur bedingt.

Also bei Tiefengeothermie würde ich das mit der Eigensicherheit der Prozesse nicht zu laut sagen. Ebensowenig bei der Wasserkraft.

Aber trotzdem vermute ich, dass Kernkraft als Energiequelle am besten aus einen etwa 8 Lichtminuten entfernten Fusionsreaktor genutzt wird. Der wird die Erde zwar auch irgendwann unweigerlich vernichten, aber diverse andere Energiequellen haben das Potential, dies schon viel früher zu erledigen.

Gruß Mathie

Ich denke, selbst wenn man für erneuerbare Energien ist, muss man nicht rigeros gegen Kernkraft sein. Diese kann uns z.B. auf Weltraummissionen dienlich sein, drum ist die Forschung auch in diesem Feld wichtig.
Ich mag eigentlich auch keine weiteren Reaktoren auf der Welt, vorallem weil durch den extrem langfristigen Abfall ständig Gefahr ausgeht. Ich sehe aber doch auch gerade deswegen einen Vorteil darin, wenn man aus Stoffen mit einer extremen Halbwertszeit welche umformen/transmutieren kann, zu Stoffen welche „nur“ noch eine hundertjährige Halbwertszeit haben (so wurde es in der arte-Doku beschrieben). Wenn man darauß dann noch Elektrizität gewinnen kann, könnte man quasi aus der Not eine Tugend machen. Ich kenne mich jedoch mit Kernkraft, außer einem sehr oberflächlichen Wissen, nicht wirklich aus, um beurteilen zu können, was wie möglich ist. Nur eben ist’s mir lieber, wenn wir die Halbwertszeiten verringern können.

Alles Gute!

Theoretisch enthällt das Abgas von Kohlekraftwerken 14 mal soviel Energie als das Kohlekraftwerk erzeugt.

So ein 1 GW Kohlekraftwerk emitiert 14 Tonnen Thorium pro Jahr.

In der Praxis aber, ein Versuchsreaktor in China mit 4 MW.
Bis 2025 Forschung, dann Upscalen auf 1 GW.
Erster Testreaktor 2035 fertig.
Großserie ab 2045.

Das ist viel zu spät.

Welches Waschtum ist nötig, damit die Photovoltaikindustrie von etwa 60 GW bis 2050 auf 1000 GW Jahresproduktion kommt?
Sind nur 8,6% jährlicher Zuwachs.

Bei der Akkuproduktion ist eine ver-50-fachung nötig.
Da sind bis 2050 12,1% jährliches Wachstum nötig.

Sollte alles natürlich viel schneller gehen.

Siehe Investitionslawine lostreten - Wirtschaftsboom auslösen

Nur für die instellare Raumfahrt.

Innerhalb des Sonnensystems ist Photovoltik der Kernkraft überlegen.

So 2010 stellte die Johannes Keppler Universität in Linz, Institut für Dünnschichttechnik, eine extrem leichte Photovoltaik vor.
10 Watt Peak pro Gramm Gewicht. Das bedeutet beim Sonnenabstand der Erde

1 GW bei 100 Tonnen Gewicht.
aus 100 Tonnen bekommt man mit der Kerntechnik nie 1 GW raus.

Aber man kann ja auch weiter weg von der Sonne sein.

Beim Saturn sind es dann immer noch 10 MW.

Beim Pluto sinkt der Output auf 600 kW runter.

Das gilt aber vor allem für die unbemannte Raumfahrt, bei bemannter ensteht ein konstant hoher Bedarf an Wärme, ein Punkt der für Verbrennung / Fusion / Kernspaltung spricht, dort fällt Wärme sowieso an.

Stimmt, man muss es nicht. Man kann es aber und das mit einem sehr gutem Gewissen.

Warum wird immer eigentlich als letztes Argument die Raumfahrt in den Ring geschmissen? Wir haben es seit 45 Jahren nicht mehr auf den Mond geschafft und seit 50 Jahren versuchen wir es erfolglos auf den Mars. Für beide Stationen ist Atomkraft nicht nötig.

Die Forschzung braucht man doch vor allem weil auch viele Länder weiter auf Kernkraft setzen.

Jedes Land und jede Bevölkerung hat das Recht selber zu beurteilen, ob die vorhandenen RIskien und Nachteile der Kernkraft ihrer Ansicht und Gewichtung nach die Vorteile aufwiegen oder halt nicht - und dann eine Entscheidung für sich zu treffen.

n-tv.de/wirtschaft/Asien-tre … 12561.html

Ein Chinese doch nicht weniger wert als ein Deutscher und China hat damit natürlich das Recht die Vor- und Nachteile von Kernkraft anders abzuwägen und zu einem anderen Schluss zu kommen - was auch aktuell der Fall ist, genas in Demokratien wie Südkorea usw - weil es keine globale Entscheidung gegen Kernkraft gibt ist alles was auf dem Gebiet erforscht und entwickelt wird um die Technologie sicherer zu machen sinnvoll.

Kernkraft kann aber vom nationalen zum globalen Problem werden, wie die Vergangenheit bereits gezeigt hat.
Sie geht auch nicht nur die eigene Generation etwas an. Stichwort Generationenverantwortung.

Ich kann Dir gerne mal den Artikel von n-tv auseinandernehmen und Dir zeigen, dass der viele, viele Falschinformationen enthält.

Grundsätzlich stimme ich Dir zu, dass jedes Land selber entscheiden soll ob es Atomkraft will oder nicht.
Dass Forschung nötig ist, damit hast Du sicher Recht.
Meinetwegen sollen die Chinesen forschen so viel sie wollen aber für solche Forschung sollen keine deutschen Gelder ausgegeben werden.

Viele Länder setzen auch auf Atombomben. Das heisst aber noch lange nicht, dass Deutschland im Bereich Atombomben forschen soll, weil die Welt nicht an der Deutschen Grenze aufhört.

Da bin ich halt anderer Meiung ich sage jeder Mensch der egal wo er lebt egal unter welchen Umständen das geschieht durch eine in Deutschland entwickelte Technoloige gerettet wird, ist ein Gewinn.

Und zwar völlig egal ob ich selber eine Technologie einsetze oder ablehne, wenn ich das Leben von Menschen in anderen Ländern durch eigene Technologieentwicklungen sicherer machen kann, dann sollte man das auch anstreben.

Tja siehst Du, es werden durch deutsche Politik (ja, ja) und deutsche TEchnologie Menschen gerettet: In 50 Jahren schauen unsere Enkelkinder in die Geschichtsbücher und sagen, dass das EEG der Anfang von einem neuen Zeitalter war wegen von der Fehlentwicklung Atomkraft welche viel Leid über die Menscheit brachte.

Natürlich kann man das für Deutschland und einige andere Länder so sehen, wie Du das ausführst, aber da ist numal kein zwingendes sinnvolles Szenario für die ganze Welt.

Ich sage nur man muss halt akzeptieren können, dass die eigene Abwägung von Vor- und Nachteilen nicht automatisch die der gesamten Weltbevölkerung ist und die halt in Teilen ihre beste Zukunftsvision aus unterschieflichen Gründen anders sieht.

Ich bin auch kein glühender Befürworter von aktueller Kernkfraft aber dass andere Länder mit völlig andere Ausgangslage zu anderem Schluss kommen - nach Abwägung von Gefahren, Vor und Nachteilen - finde ich objektiv nachvollziehbar.

Vor allem Forschung, die wie hier das Ziel hat das Leben von Menschen sicherer zu machen, sollte NIE davon abhängen ob die, die davon am meisten proftieren der eigenen Meinung sind oder eine andere haben.

Ich stimme mit Dir vollkommen überein, dass andere Länder nichts das machen müssen was wir in Dtld zu richtig halten.
Nur lehne ich es ab, dass wir in Dtld staatliches Geld (=meine Steuern) für ein Thema ausgeben, was lt. gesellschaftlichen Konsenz nicht gewünscht ist.

Nun ich bin dafür dass man mit meinen Steuern ideologiefrei Forschung betreibt - egal ob derjenige dem ein mögliches Ergebnis später ein Leben mit mehr Sicherheit bringen könnte, meine Ansichten hat oder abweichende.

Ich sehe Forschung immer als möglichst - zumindest im Idealfall - frei von Ideologie,Rasse, Geschlecht und Sonstigem an - wenn Forschung jemanden hilft der anders ist als ich, oder andere Vorstellungen hat, dann ist die es meiner Ansicht nach immer trotzdem wert.

Tja, dann lasst uns an Atombomben forschen (der nächste Komet kommt bestimmt), Biowaffen (was wenn die bösen Aliens kommen?).
Man kann sich jede noch so unsinnige Forschung schönreden.

Aber an dieser Stelle ist, klar, dass wir unterschiedlicher Meinung sind. Von daher sollten wir die Diskussion beenden.

Habe ein geiles Tool gefunden FUDinatr.exe - hat jemand aus dem Intranet von Koch Industries geklaut.

Läuft noch unter MS DOS, das Schätzchen. Mit einem langen Fragekatalog, so frei übersetzt „geben sie die zu diskreditierende Technologie ein“ und immer mehr Details. Rohstoffe. Welche Branchen sind vom Umbruch betroffen. ziemlich clever gemacht. Also hab ich mal molten salt reactor (MSR) eingegeben.

Hier die Antworten, wieder sinngemäß übersetzt

wo er Recht hat… :wink:

auch wieder wahr

nanu? naja

Je nachdem wie viel man rein füttert kommt noch mehr Quatsch raus, aber ich stoppe hier mal. :mrgreen:
Wer Ironie findet, darf 1x am Supercharger kostenlos laden!

@Dringi

Das Beispiel mit der Raumfahrt ist nicht mein letzter Argumentations-Punkt aber einer, dem man gerade in Zukunft mehr Bedeutung beimessen kann, gerade wenn es an den Rand oder über unser Sonnensystem hinausgehen soll.
Ich denke, wenn wir in keine größere Katastrophe schlittern sollten, werden in den kommenden 50 Jahren sicher wieder mehr Missionen Richtung Mond und Mars losgeschickt werden, die Technologien entwickeln sich zunehmend und die Kosten sinken gleichzeitig. Es wird Zeit für uns, finde ich, die Fühler auszustrecken.

Ich will ja nicht, dass wir auf Atomkraft setzen, aber was mich bislang überzeugt und ich denke auch du wirst zustimmen, dass wir sprichwörtlich und tatsächlich Energie aufbringen müssen, aus dem selbstgeschaffenen Problem des Atommülls, welcher z.T. eine imens hohe Halbwertszeit (100.000 Jahre+) hat und über Transmutation (den Aussagen nach) auf einige hundert Jahre reduziert werden kann.
Das ist ein klassisches Dilemma, entweder forschen wir daran, wie wir den Müll reduzieren können oder wir akzeptieren die jahrtausende dauernde Halbwertszeit, auf der Oberfläche oder in Erdschichten - die Frage ist, was langfristig sicherer ist und wem gegenüber wir Verantwortung zeigen müssen. Meiner Meinung nach müssen wir der Zukunft die Chance lassen, einen möglichst lebenswerten Planeten als Grundlage zu bieten.

Alles Gute!

Es sind doch auch laut Greenpeace 1.500 zusätzliche Kohlekraftwerke geplant - ob das nun besser ist + sicher fast 20 neue Kernkraftwerke in Europa run um Deutschland (allein UK ü Polen sind ja schon 10) - die Hoffnung dass die nicht gebaut werden hat sich bereits in UK zerschlagen. Geld ist billig durch die EZB-Poitik, das wird wohl keines mehr verhindern.

Daher hat doch jeder ein Interesse daran, dass diese Technik möglichst sicher sein muss selbst enn man nicht dafür jubelt.